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Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt?
#1
Hallo zusammen,

ich würde gerne wissen, ob jemand ähnliche Erfahrungen mit einem Jugendamt gemacht hat.

Ich hatte über längere Zeit eine sehr enge Vertrauensbeziehung zu einem Pflegekind und habe die Pflegefamilie regelmäßig unterstützt.

Nachdem mir das Kind wiederholt belastende Dinge aus seinem Alltag anvertraut hatte, wandte ich mich aus Sorge um das Kindeswohl zunächst vertraulich an seinen Vormund und später an das Jugendamt.

Das Jugendamt hatte mir schriftlich Anonymität als Hinweisgeber zugesichert.

Als ich erfuhr, dass meine Identität möglicherweise gegenüber den Pflegeeltern erkennbar gemacht werden sollte, protestierte ich ausdrücklich schriftlich dagegen. Auf Empfehlung einer Mitarbeiterin des Jugendamts suchte ich schließlich selbst das Gespräch mit den Pflegeeltern. Dieses verlief zunächst konstruktiv.

Bei einem anschließenden behördlichen Gespräch sollen jedoch laut übereinstimmender Darstellung der Pflegeeltern umfangreiche Passagen meiner vertraulichen E-Mails, einschließlich höchstpersönlicher Mitteilungen des Kindes, teilweise wortwörtlich vorgelesen worden sein. 

In unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit diesem Gespräch kam es zum vollständigen Abbruch des Kontakts zwischen mir und dem Kind. Für mich hatte dies erhebliche gesundheitliche Folgen. Das Kind leidet wahrscheinlich noch mehr darunter.
Ich lasse den Vorgang inzwischen anwaltlich auf mögliche Amtspflichtverletzungen und Datenschutzverstöße prüfen.

Mich interessieren insbesondere eure Erfahrungen:
  • Habt ihr erlebt, dass ein Jugendamt vertrauliche Hinweise oder E-Mails gegenüber Betroffenen offengelegt hat?
  • Welche Erfahrungen habt ihr mit Datenschutzbeschwerden, Dienstaufsichtsbeschwerden oder rechtlichen Schritten gemacht?
  • Konnte jemand in einem vergleichbaren Fall eine unabhängige Überprüfung oder Konsequenzen erreichen?


Viele Grüße
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#2
(Vor 6 Stunden)GeorgXV schrieb: [*]Habt ihr erlebt, dass ein Jugendamt vertrauliche Hinweise oder E-Mails gegenüber Betroffenen offengelegt hat?
[*]Welche Erfahrungen habt ihr mit Datenschutzbeschwerden, Dienstaufsichtsbeschwerden oder rechtlichen Schritten gemacht?
[*]Konnte jemand in einem vergleichbaren Fall eine unabhängige Überprüfung oder Konsequenzen erreichen?

- Ich habe erlebt, dass private Informationen von mir, die ich dem Jugendamt zu geben hatte, dort an Dritte gingen, die das nichts angeht. Die machen einfach was sie wollen, weil sie wissen dass das folgenlos bleibt.

- Extrem schlecht. Mein Versuch, mit zwei Datenschutzbeauftragen auch nur in Kontakt zu treten, ist rundweg misslungen. Hätte wohl klagen müssen. Ich wurde komplett ignoriert. Bei Dienstaufsichtbeschwerden ans Jugendamt wurde meine erste mit einer lahmen Entschuldigung beantwortet (sonst änderte sich nichts). Die zweite, Jahre später in anderer Sache wurde einfach ignoriert.

- Nein. Null.
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#3
Dienstaufsichtsbeschwerde = formlos, fristlos, zwecklos. So habe ich das im Studium gelernt.

Kann man machen, ändert aber nichts.

Meiner Erfahrung nach arbeiten da vorwiegend unterdurchschnittliche intelligente Frauen die ihre eigene Küchenpsychologie ausleben. Die sind intellektuell überhaupt nicht in der Lage eine Sache von verschiedenen Seiten zu betrachten.

Konflifte werden auch gerne seitens des Jugendamts weiter geschürt und verschärft, daher erzählt man ihnen nach Möglichkeit nichts. Die Problemlösungskompetenz dieser Damen und der wenigen Beta-Pudel Herren dort ist extrem gering ausgeprägt.

Ich bin wirklich gegen Quoten im Job. Aber im Jugendamt wäre eine verpflichtende 50% Quote für Männer auch in Führungspositionen ein Segen. Aktuell richten die Damen da viel Unheil an. Im seligen Wissen dass es sie niemals selbst treffen wird.
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