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Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt? - Druckversion +- Trennungsfaq-Forum (https://www.trennungsfaq.com/forum) +-- Forum: Diskussion (https://www.trennungsfaq.com/forum/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Konkrete Fälle (https://www.trennungsfaq.com/forum/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt? (/showthread.php?tid=14161) |
Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt? - GeorgXV - 20-10-2026 Hallo zusammen, ich würde gerne wissen, ob jemand ähnliche Erfahrungen mit einem Jugendamt gemacht hat. Ich hatte über längere Zeit eine sehr enge Vertrauensbeziehung zu einem Pflegekind und habe die Pflegefamilie regelmäßig unterstützt. Nachdem mir das Kind wiederholt belastende Dinge aus seinem Alltag anvertraut hatte, wandte ich mich aus Sorge um das Kindeswohl zunächst vertraulich an seinen Vormund und später an das Jugendamt. Das Jugendamt hatte mir schriftlich Anonymität als Hinweisgeber zugesichert. Als ich erfuhr, dass meine Identität möglicherweise gegenüber den Pflegeeltern erkennbar gemacht werden sollte, protestierte ich ausdrücklich schriftlich dagegen. Auf Empfehlung einer Mitarbeiterin des Jugendamts suchte ich schließlich selbst das Gespräch mit den Pflegeeltern. Dieses verlief zunächst konstruktiv. Bei einem anschließenden behördlichen Gespräch sollen jedoch laut übereinstimmender Darstellung der Pflegeeltern umfangreiche Passagen meiner vertraulichen E-Mails, einschließlich höchstpersönlicher Mitteilungen des Kindes, teilweise wortwörtlich vorgelesen worden sein. In unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit diesem Gespräch kam es zum vollständigen Abbruch des Kontakts zwischen mir und dem Kind. Für mich hatte dies erhebliche gesundheitliche Folgen. Das Kind leidet wahrscheinlich noch mehr darunter. Ich lasse den Vorgang inzwischen anwaltlich auf mögliche Amtspflichtverletzungen und Datenschutzverstöße prüfen. Mich interessieren insbesondere eure Erfahrungen:
RE: Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt? - p__ - 20-10-2026 (Gestern, 22:05)GeorgXV schrieb: [*]Habt ihr erlebt, dass ein Jugendamt vertrauliche Hinweise oder E-Mails gegenüber Betroffenen offengelegt hat? - Ich habe erlebt, dass private Informationen von mir, die ich dem Jugendamt zu geben hatte, dort an Dritte gingen, die das nichts angeht. Die machen einfach was sie wollen, weil sie wissen dass das folgenlos bleibt. - Extrem schlecht. Mein Versuch, mit zwei Datenschutzbeauftragen auch nur in Kontakt zu treten, ist rundweg misslungen. Hätte wohl klagen müssen. Ich wurde komplett ignoriert. Bei Dienstaufsichtbeschwerden ans Jugendamt wurde meine erste mit einer lahmen Entschuldigung beantwortet (sonst änderte sich nichts). Die zweite, Jahre später in anderer Sache wurde einfach ignoriert. - Nein. Null. RE: Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt? - expat - 21-10-2026 Dienstaufsichtsbeschwerde = formlos, fristlos, zwecklos. So habe ich das im Studium gelernt. Kann man machen, ändert aber nichts. Meiner Erfahrung nach arbeiten da vorwiegend unterdurchschnittliche intelligente Frauen die ihre eigene Küchenpsychologie ausleben. Die sind intellektuell überhaupt nicht in der Lage eine Sache von verschiedenen Seiten zu betrachten. Konflifte werden auch gerne seitens des Jugendamts weiter geschürt und verschärft, daher erzählt man ihnen nach Möglichkeit nichts. Die Problemlösungskompetenz dieser Damen und der wenigen Beta-Pudel Herren dort ist extrem gering ausgeprägt. Ich bin wirklich gegen Quoten im Job. Aber im Jugendamt wäre eine verpflichtende 50% Quote für Männer auch in Führungspositionen ein Segen. Aktuell richten die Damen da viel Unheil an. Im seligen Wissen dass es sie niemals selbst treffen wird. RE: Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt? - Nappo - 21-10-2026 Die Pflegedienststellen des JA sind eine weitere Abteilung die man als Schlangengrube bezeichnen kann, welche macht was sie will. Das JA ist ohnehin eine Behörde, die abseits aller rechtsstaatlichen Regelungen arbeitet und eigentlich schlicht postfaschistische Züge erkennen lässt. Während andere Behörden mit Anträgen, Bescheiden und somit auch mit Rechtsbehelfen und klaren gerichtlichen Zuständigkeiten in Verbindung zu bringen sind, arbeitet das JA abseits dieses Systems mit Anfrage, mündlichen Absagen, Willkür und einem im Nachhinein erfolgendem mündlichen Bestreiten von vormals Gesagtem ohne Folgen. Am Ergebnis des Ganzen kannst du nichts tun oder gar ändern. Und weil die das wissen, gehen die auch mit empfindlichen Daten um wie sie wollen. Die einzige Genugtuung ist, denen Arbeit zu machen. Die DSGVO kann hier hilfreich sein, aber auch nur begrenzt in deinem Fall. Denn wenn Du nach Artikel 15 DSGVO denen auch eine Menge Arbeit machst, so wird es kaum nachweisbar sein, dass man deine Daten widerrechtlich weiter gab. Die manipulieren natürlich auch ihre Auskünfte und aus einer Auskunft ergibt sich auch keinesfalls die Tatsache, dass du die Weitergabe beweisen kannst. Wie Daten verarbeitet, erhoben oder gar weiter gegeben wurde, ist durchaus im Rahmen der DSGVO zu belegen und das kann man auch erzwingen mitzuteilen, aber in der Praxis könnte das eben so aussehen, dass die einfach sagen "Es wurden keine Daten weiter gegeben" und da du niemanden hast, der bezeugt das ihm gegenüber das doch gemacht wurde, sehe ich bei dir da schwarz. RE: Titel: Erfahrungen mit Verletzung der Vertraulichkeit durch das Jugendamt? - p__ - 21-10-2026 (Vor 44 Minuten)Nappo schrieb: und das kann man auch erzwingen mitzuteilen Erzwingen, ja. Denn wenn die einfach nichts tun, dann musst du klagen und das erst mal vorfinanzieren. In diesem Land hat man es erfolgreich geschafft, die allgemeine Ansicht zu verbreiten, man könne jederzeit erfahren was über einen gespeichert ist, wohin es geht. Das Land des Datenschutzes. Das ist in der Praxis nur bei ein paar grossen, gut sichtbaren Einrichtungen so, der Schufa etwa. In Behörden wirst du meist gar nicht oder kalt abgefertigt. Für dich die Regeln, nicht für Behörden und andere. Ist auch nicht mein Privaterlebnis. https://www.danisch.de/blog/?s=Datenschutzbeauftragter |