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Kind will nach einem WE nicht zurück zur KM
#51
(13-03-2013, 21:46)wackelpudding schrieb: Soweit die Theorie und jetzt die Praxis: Heute abend fand ich diese sms meines Kindes: "Hallo Papa, Mama sagt du hast das mit dem Gutachter nur gemacht damit du nicht mehr Unterhalt zahlen mußt. xxxxxx"

Wieviel erklärt man jetzt einem 11+jährigen; eine "beachtliche Meinung" sollte er sich doch bilden können?

Nicht bezüglich Unterhalt! Wie kommst Du eigentlich darauf, da überhaupt etwas erklären zu müssen?

Wie nennt sich diese Krankheit..... Co-Abhängigkeit?
http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit
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#52
Es geht doch gar nicht um Unterhalt, sondern darum, dass die Mutter wohl dargestellt hat, dass es mir beim ABR-Verfahren nicht um ihn gehe, sondern darum, keinen KU zahlen zu wollen und das zielt doch mitten ins Selbstwertgefühl des Kindes, oder nicht?

Ach so: Bis gestern war Umgangswoche, heute verpaßt die Mutter ihm so ein Ding...

Das kann jetzt einfach so stehen bleiben?
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#53
Ich traue 11-Jährigen schon zu, dass viel verstehen. Ich würde ihm dies sagen:
Ich will dich da raus halten. Das ist eine Sache zwischen mir und Mama. Aber da du es angesprochen hast, bekommst du eine kurze Antwort: Es geht mir nicht um Geld. Wenn es mir um Geld ginge, dann würde ich schon seit Jahren gar nichts an Mama zahlen.
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#54
(14-03-2013, 00:28)blue schrieb: Wie nennt sich diese Krankheit..... Co-Abhängigkeit?
http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit

Netter Versuch:

Kritik am Konzept

Co-Abhängigkeit wird in der *Suchtforschung* durchaus kontrovers diskutiert. So wird unter anderem kritisiert, dass es viele einander widersprechende, unpräzise Begriffsdefinitionen gibt, und dass Angehörige, über das Attribut 'co-abhängig', oft völlig ungerechtfertigterweise, pauschal als Schuldige bzw. TäterInnen diffamiert werden. (ebenda, Sternchen durch mich)

Und Thema dieses Threads war ja "Kind will ... nicht zurück zur KM". Ich denke, wenn nach dem Umgang öfter solche oder ähnliche Granaten einschlagen, muß man wegen des Verhalten des Kindes nicht verwundert sein...

@DNO
In diese Richtung denke ich z. Z. auch.
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#55
(14-03-2013, 00:28)blue schrieb:
(13-03-2013, 21:46)wackelpudding schrieb: Soweit die Theorie und jetzt die Praxis: Heute abend fand ich diese sms meines Kindes: "Hallo Papa, Mama sagt du hast das mit dem Gutachter nur gemacht damit du nicht mehr Unterhalt zahlen mußt. xxxxxx"

Wieviel erklärt man jetzt einem 11+jährigen; eine "beachtliche Meinung" sollte er sich doch bilden können?

Nicht bezüglich Unterhalt! Wie kommst Du eigentlich darauf, da überhaupt etwas erklären zu müssen?

Wie nennt sich diese Krankheit..... Co-Abhängigkeit?
http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit
Und die Mama?
Wie erklärt die Mutter ihren Wunsch, dass das Kind bei ihr wohnen soll?
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#56
Das wäre keine Entgiftung, sondern die Gabe neuen Gifts. Das Zeug hat sie ihm bereits gegeben, gesagt ist gesagt, Worte kann man nicht zurückholen.
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#57
Damit sind wir aber bei dem, was ich weiter vorne schrieb: Der betreuende Elterteil setzt die Situation und eigentlich kann man kaum etwas tun. Natürlich war mein Sohn dann auch telefonisch nicht erreichbar (Das ist kein Widerspruch dazu, dass er mir eine sms geschickt hat!).

Insofern bleibt meinem Sohn zur Verarbeitung in erster Linie nur der Weg, den er genommen hat.

Ich habe ihm ´ne sms geschickt, dass ich ihn lieb habe und möchte, dass es ihm gut geht und dass er mich jederzeit anrufen kann. Ich hoffe, es ist ihm möglich, die sms zu lesen.
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#58
Nicht auf eine solche zerstörerische Erweiterung des Kriegsgebietes durch die Ex hereinzufallen ist durchaus "etwas tun"! Du rückst damit von ungünstigem Gelände herunter.
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#59
Das mache ich schon seit Jahren. Und versuche jetzt, mich auf die Situation einzustellen, daß mein Sohn mir sagt: "Papa, wir reden zwar über alles, aber ändern können wir ja doch nichts..."
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#60
Und genau deswegen hebe ich noch so unnützen Dialog auf, protokolliere jede Gemeinheit seitens der KM und speichere noch so kleine Details!
Mein Kind soll so fern es sich in diese Komplexität hineindenken kann, damit auch auseinandersetzen können!
Jedenfalls werde ich ja in ähnlicher Weise mit diesen Vorwürfen seitens meines Kindes konfrontiert.
Letzter Vorwurf initiert durch den Drachen- "wir können den Kühlschrank nicht füllen weil Du der Mama zu wenig Geld gibst!"
Hach ich freue mich auf nächste Woche zu unserem nun vierten Aufeinandertreffen vor Gericht!
Diesmal: TRENNUNGSUNTERHALT- also Subventionierung zum Faulsein!
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#61
(14-03-2013, 09:48)wackelpudding schrieb: Das mache ich schon seit Jahren. Und versuche jetzt, mich auf die Situation einzustellen, daß mein Sohn mir sagt: "Papa, wir reden zwar über alles, aber ändern können wir ja doch nichts..."
es ist ein langer Weg bis Rom!
Und am Ende erreicht man die Stadttore nur, wenn man sich auf den Weg dorthin nicht zu oft verlaufen hat. Dazu gehört, von Anfang an jede Schikane der KM zu bekämpfen.

Wenn Kinder sich entscheiden müssen, zwischen dem, was sie wollen und dem, was ihrer Vorstellung nach "unabänderlich" ist, kommt es auch auf Vertrauen an und darauf, wie stark, eloquent und verläßlich das Kind seinen Vater sieht.

Ein Kind hat in der Regel ein gutes Gespür dafür, wann und wo es sich sicher fühlen kann.
Das ist bei Vätern, die -ich sag dass jetzt ohne jeglichen Bezug zu vorangehenden Diskussionen- alles komplizieren und sich vor Polizeiaktionen "fürchten", die von vornherein irrelevant sind, vermutlich eher nicht der Fall.

Von einem "inkompetenten" oder "rumeiernden" Vater wird es sich nicht die erforderliche Kraft und Stärke erhoffen, die es nach den eigenen Erfahrungen, die es hinsichtlich der Auseinandersetzungen zwischen seinen Eltern gemacht hat, für nötig und erforderlich hält.

Dann ergibt es sich lieber seinen Peinigern, weil es darin das kleinere Übel sieht und weil es sich bei denen ja auch "leben läßt".

Wir Väter gewinnen unsere Kinder und die damit verbundenen Rechte niemals aus einer Position der Schwäche heraus.
Wer meint, er könne das Recht "taktisch" oder "strategisch" nutzen entschuldigt damit nur seine Zögerlichkeit, wenn er mit dieser "Kriegsführung" richterliche Entscheidungskompetenzen zu beeinflussen beabsichtigt.

Bei @wackelpudding sehe ich die gute Chance, dass sein Kind genügend Vertrauen und Zuversicht hat und auch in dem richtigen Alter ist, den Schritt zu wagen, bei seinem Vater zu bleiben. Noch dazu, weil er seinem Kind einen Wechsel relativ leicht gemacht hat, was für ihn selbst manchmal vielleicht gar nicht so einfach war.

Und ich würde sogar noch weiter gehen:
In seiner Situation halte ich die Entscheidung, das Kind auf seinen Wunsch hin nicht mehr zu seiner Mutter zurück zu bringen, für die einzig richtige Maßnahme.
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#62
Nochmal allen meinen herzlichen Dank für die anregenden und interessanten Beiträge.
Ich werde mir wieder das Eine oder Andere nehmen können. Insbesondere habe ich mir meine Gedanken zum Thema Loyalitätskonflikt gemacht und meine Position dazu kritisch hinterfragt!
Und ich habe auch für mich die Erkenntnis nicht aufzugeben. Ich werde und muss mein Kind schützen. Ich will, dass mein Anwalt in die Puschen kommt!
Euch allen ein angenehmes Wochenende!
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