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DIE WELT: Eine Woche bei Papa, eine bei Mama
#1
DIE WELT wagt sich an einen Artikel übers Wechselmodell:
http://www.welt.de/print/wams/lifestyle/...-Mama.html

Auslöser ist, wie bei anderen Medienbeiträgen in letzter Zeit, der Beitrag von Prof. Sünderhauf. Es kommen die üblichen Pluspunkte und vermuteten Schwierigkeiten zur Sprache. Sogar das Nestmodell wird beschrieben.

Schön ist, dass die Beschreibung dieser anderswo normal gewordenen Betreuungsform weniger aufgeregt wird und mit mehr Bodenhaftung passiert.
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#2
Fast schon Werbung!
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#3
Allen Berichten zum Trotze, ist es bis heute noch nicht in den Köpfen und Unterlagen der Ämter und Einrichtungen angekommen, das es auch andere Möglichkeiten gibt, als das einfache, Finanzen maximierende Residenz-Modell für die alleinerziehenden KMs (die 90 % belegen ihr übriges dazu).

Es wird sich weiterhin vehement dagegen gewehrt (jedoch weiterhin immer auf Kommunikation, Mindestkommunikation untereinander plädiert).

Das es positive Aspekte beim Doppel-Residenz-Modell (50/50 Regelung) gibt, interessiert keine Helferindustrie. Für diese Spezies sind in erster Linie die eventuell möglichen "Nachteile" von SEHR hoher Interesse und Bedeutung (Vorteile sind nette Beigabe, werden aber bewusst IGNORIERT), habe es bis dato selber erlebt. Dabei kann ich sehr gut sagen, das die KM nicht mal ein Problem damit hat, mir die Kinder über eine Woche und gar länger zur "Betreuung" zu übergeben, wenn sie z. B. ins KH muss (ähnlich Fälle sind schon vorgefallen).

Solange es bei der Lösung ÜBERHAUPT auch nur ansatzweise Nachteile geben könnte, wird es vehement abgelehnt - zumindest bei uns im Kreis und Bundesland.
Sollte die KM für sich selbst jedoch erkennen, das es nicht abwegig sei, dieses Doppel-Residenz-Modell anzugehen und zu versuchen, wird es ihr schon von Seiten der Helferindustrie recht bitter schmackhaft gemacht (Ausreden wäre wohl der bessere Ausdruck).

Wie kann man wissen und behaupten, das etwas nicht funktioniert, wenn man es nicht wenigstens einmal VERSUCHT hat? Denn komischerweise haben die wenigsten Kinder mit einer solchen Lösung ein Problem, komischerweise sind Kinder noch in der Lage, sich den Gegebenheiten entgegenzustellen, sich anzupassen. Kindern gefällt es, wenn sie auch mal eine "Fluchtmöglichkeit" haben, um wieder einmal zur Ruhe zu kommen, wenn Mama grade "nervig" ist.

Auch umgekehrt im Bereich des Möglichen. Kinder lieben auch Abwechslung, denn dadurch wird es interessant und nicht langweilig. Denn die eigentliche Abwechslung ist , wenn der Vater dem Haushalt "entsorgt" wurde, nicht mehr gegeben. Früher gab es zwei Ansprechpartner bei Problemen, heute zählt dann nur noch die Meinung der Mutter. - Und ob diese immer genau die Richtige sei, ist dahingestellt. - Man sagt nicht umsonst, man soll sich immer mehrere Meinungen (Diagnosen) einholen.
"Tempus Fugit - Amor Manet"
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#4
(16-06-2014, 11:20)Desaster2005 schrieb: Es wird sich weiterhin vehement dagegen gewehrt
Das mag in der Realität so sein, der Bericht macht sich aber was ganz anderes zu eigen. So entnehme ich diesem.
Er unterstellt frohlockend einen Boom des Wechselmodells und das Gerichte das auch immer mehr unerstützen. Unbescholtene Leser können den Grad nicht verstehen, aber die Botschaft, häufig, boom, die Natürlichkeit des Wechselmodells wird als Idee weiter vermittelt. So unterwandert man das vorherrschende Gedankengut, kratzt den hässlichen Lack ab, weg von benachteiligendem alleinerziehend das nicht mehr trendy ist, dafür eine Meinungsbildung, prägend auf ein jetzt wollen wir das Wechselmodell, es ist doch so in aller Munde, sagen alle.

(16-06-2014, 11:20)Desaster2005 schrieb: Allen Berichten zum Trotze, ist es bis heute noch nicht in den Köpfen und Unterlagen der Ämter und Einrichtungen angekommen, das es auch andere Möglichkeiten gibt, als das einfache
Es wird dauern Desaster bis das Behörden diesen Trend nachhaltig aufgreifen und alleinerziehend ad acta legen.

(16-06-2014, 10:05)wackelpudding schrieb: Fast schon Werbung!
Richtig gute Werbung!
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#5
@comment:
Alles schön und gut - Medien-Aufgeblähe - Sommerlochberichte einerseits - lang verspätete "Einsicht" andererseits.

Traurig aber, das sich ERST JETZT einen ach so frohlockenden Boom des Wechselmodells einstellt/einstellen soll - Wie lange gibt es dieses ach so negativ verschriehene Modell denn schon? - Nicht erst seit gestern, oder seit 2 oder 3 Jahren. Andere Länder, wie Frankreich arbeiten schon um etliches länger damit - (erfolgreich) aber da es nicht Deutschland ist, interessiert und kratzt es keinen, was in anderen Ländern vonstatten geht!? - Zumindest nicht, wenn es um Kinder und deren Väter geht.

Sonst mischt sich Deutschland auch in jeden Mist anderer Länder ein, auch wenn es im Grunde unser Land einen "feuchten Kehricht" angeht. Da sind dann auch jegliche Mittel und Wege recht.

Trends kommen und gehen, und sollte es jemals ein "Doppelresidenz-Modell a la 50/50 in Deutschland geben, dann wird es ganz sicher nicht all zu lang dauern, bis dieses wieder zerlegt oder gar auf Grund Diskrepanzen eingeschränkt/ abgeschafft wird (Ähnliches geht ja auch bei der seit einem Jahr in Kraft getretenen "Gemeinsamen Sorge" vonstatten, welche versucht wird, wieder Medianwirksam zu zerlegen.
"Tempus Fugit - Amor Manet"
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#6
Ich plädiere auf 55 zu 45, damit Mutti den Kindesunterhalt einsacken kann Smile
Das Männermagazin www.das-maennermagazin.com 
Mein Blog www.detlef-braeunig.com
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#7
Das wird dann die nächste Baustelle sein. Jetzt machen wir erstmal das Wechselmodell Salonfähiger.
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#8
Die Unterhaltsbaustelle bearbeiten doch gerade die Politiker, um solche Ungerechtigkeiten zu überwinden.Big Grin
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#9
Wäre es dann nicht besser, überhaupt keine Kinder zu bekommen?
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#10
Es wäre wahrscheinlich auch besser kein Herz zu haben, wenn man Angst vor einem Herzinfarkt hat.
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#11
(16-06-2014, 17:22)Kurwa schrieb: Wäre es dann nicht besser, überhaupt keine Kinder zu bekommen?

Man muss sich von der romantischen Vorstellung 'Familie: Frau u. Kinder' von Anfang an konsequent fernhalten.

Für mich war die Vorstellung immer sehr schön, aber ich hatte kein Verlangen/Wunsch nach Kindern.

Ich behaupte, dass Frauen sehr genau wissen, ob und wann sie ein Kind und insbesondere von wem sie ein Kind austragen/bekommen wollen. Frauen überlassen hier nichts dem Zufall.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#12
Sünderhauf ist seit Jahren so eine Art Konstante geworden in den Wechselmodell-Artikeln. Hier wieder einer: https://www.mdr.de/investigativ/trennung...l-100.html

"Trennungsväter werden benachteiligt". Ganz was Neues...
"Die klassische Aufteilung in: Mutter betreut das Kind und Vater verdient das Geld, ist längst nicht mehr zeitgemäß, meint Jura-Professorin Sünderhauf-Kravets von der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg. Seit vielen Jahren forscht sie zum Wechselmodell. Dabei betreuen Vater und Mutter zu gleichen Teilen. „Die Frage, wer ist der bessere Elternteil darf nicht mehr gestellt werden, weil Mutter und Vater sind wichtig ... Das Wechselmodell als Leitbild würde bei Trennung und Scheidung die Frage stellen: Wie können wir erreichen, dass Mutter und Vater beide im Boot bleiben“, sagt die Rechtswissenschaftlerin."
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#13
(14-12-2017, 11:42)p__ schrieb: Sünderhauf ist seit Jahren so eine Art Konstante geworden in den Wechselmodell-Artikeln. Hier wieder einer: https://www.mdr.de/investigativ/trennung...l-100.html

Der bisher einzige Kommentar vom 14.12.2017 07:22 macht das grundsätzliche Problem der deutschen Väter deutlich:

Zitat:Kai-Uwe Bevc

"Die klassische Aufteilung" ist aber die Regel VOR der Trennung, das "vergisst" Frau Sünderhauf einfach.
Welchen Sinn macht es, etwas in einer Konfliktsituation zu erzwingen, was in der Normalsituation gar nicht da war?

Gleichberechtigungideen, hier mit einer Inbrunst für Väter nach einer Trennung, wie man sie sich vorher bei Benachteiligung von Müttern wünschen würde, an der schwächsten Stelle durchboxen, was bedeutet, dass es auch die schwächsten trifft: Kinder.

Kontinuität und Bindung sind die grundlegenden Kriterien für das Kind.

Und was Sie auch unterschlägt:
Ein Modell ist das falscheste überhaupt.
Richterliche Anordnungen finden bei hochstrittigen Fällen Anwendung, da ist zu mind. 25% Gewalt im Spiel. Und da soll jetzt die Einzefallbetrachtung einem Modell zum Opfer fallen?
Die Misshandlung von Kindern nach Strafrechtsgrundsätzen bewiesen werden, von demjenigen, der selbst misshandelt wurde?
Nein, Einzelfallbetrachtung muss sein und kein Modell anstatt.

Bei solchen Lila Pudeln brauchen wir Väter keine Feministinnen mehr, um uns die Kinder wegnehmen zu lassen!

Angry 

Simon II
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#14
Auf Farcebook (exakt / FAKT) geht da ordentlich was ab. Viele bescheuerte Alleinverziehende aber auch eine Reihe von betroffenen.

Könnte sich einer von Euch bitte um den Jörg Scheider kümmern, der braucht doch einfach nur aufstocken, dann hat er einen Großteil seiner Probleme los.

@sorglos, eigentlich dein Thema und dein Vorgarten!
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#15
(14-12-2017, 12:21)Simon ii schrieb: Bei solchen Lila Pudeln brauchen wir Väter keine Feministinnen mehr, um uns die Kinder wegnehmen zu lassen!

Na ja er vergisst, dass das heutige Familienrecht nur eine Spielwiese für geschäftstüchtige Anwälte, Gutachter, Berater, etc. ist und es noch nie wirklich um's Kindeswohl ging sondern lediglich um Geld. Klare gesetzliche Regelungen, die dann auch durchgesetzt werden, schützen das Kindeswohl eher, als wenn es Müttern ermöglicht wird ständig auf dem Rücken der Kinder wie auf dem Basar um jeden Papatag feilschen zu dürfen. Gerade dadurch entstehen sehr oft erst Konflikte, weil durchgeknallte Exen einfach wie wild gewordene Pferde mit den Kindern losgaloppieren dürfen. Im Unterhaltsrecht klappt es doch auch. Hier gibt es keine Ausnahmen... Mindestunterhalt immer und zu jeder Zeit ohne Wenn und Aber. Ach ich vergaß, dass auch hier Unterhaltszahlerinnen milder behandelt werden als Väter.
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