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Was kann ich tun?
#1
Ich habe drei Kinder. Nach anfänglichem Wechselmodell zahle ich inzwischen den vollen Kindesunterhalt.

Vor einigen Monaten bin ich lebensbedrohlich erkrankt und musste mehrere Monate im Krankenhaus verbringen. Inzwischen geht es mir gesundheitlich wieder besser, aber die Situation mit meiner Ex und ihr Verhalten belasten mich zunehmend. Den Unterhalt musste ich natürlich auch während dieser Zeit weiterzahlen, obwohl ich krankheitsbedingt weniger verdient habe.

Auch wegen meiner Kinder mache ich mir immer mehr Sorgen. Eines der Kinder musste bereits die Klasse wiederholen. Die Kinder kommen häufig zu mir, weil sie es bei meiner Ex und ihrem neuen Partner nicht aushalten. Kleidung muss ich inzwischen komplett selbst vorhalten und kaufen, weil sie sich weigert, Sachen mitzugeben.

Trotz eines sehr guten Jobs habe ich mittlerweile kaum noch finanzielle Reserven. Nun verlangt sie zusätzlich, dass ich die Kosten für die Zahnspangen von zwei Kindern übernehme.

Meine erste Anwältin habe ich inzwischen in den Wind geschossen. Sie hat nur Dienst nach Vorschrift gemacht. Deshalb habe ich mir einen neuen Anwalt gesucht. Mit ihm habe ich bisher einen deutlich besseren Eindruck. Trotzdem scheue ich die weiteren Kosten, weil ich mir das auf Dauer finanziell nicht leisten kann.

Ich weiß momentan ehrlich gesagt nicht, wie ich mit der ganzen Situation am besten umgehen soll.
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#2
Wie gehts dir jetzt? Wäre es dir wieder möglich, ein Wechselmodell zu leben?

Zahnspange zahlt die Versicherung. Wenn nicht, dann ist sie auch nicht medizinisch notwendig.
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#3
Das mit der Zahnspange kann ich so unterschreiben. Zum Anfang einer Zahnspangenbehandlung muss man üblicherweise einen Eigenanteil zahlen, den man aber bei Abschluss der Behandlung zurückbekommt. Damit wird sichergestellt, dass die teure Behandlung durchgezogen wird. Meine Ex hatte darauf spekuliert, dass ich diesen Anteil zahle und Sie es sich für das eigene Konto nach Abschluss zurückholen konnte. Habe ich aber gleich alles mit dem Verweis auf die Versicherung abgeblockt. Gilt auch für Brille usw.
Ist ggf. auch ein vollständiger Wechsel der Kinder in deinen Haushalt möglich? Wie alt sind deine Kinder? So mit 12,13 Jahren und definitiv mit 14 kann ein Wechsel des Haushalts nicht mehr verhindert werden, da dann der Kindeswille zählt. Neue Partner sind meist sehr belastend für Kinder.
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#4
Gewöhn’ Dich erst mal an den Gedanken dass Deine Ex Dir finanziell und emotional auf unbestimmte Zeit das Leben zur Hölle machen kann. Das ist mal Fakt und damit muss man lernen umzugehen.

Das Wechselmodell wäre für Deine Kinder das Beste und für Dich eine große finanzielle Erleichterung. Musst Du mit Deinem Anwalt besprechen ob das eine realistische Option vor Gericht ist.

Ein motivierter und fähiger Anwalt kann den Unterschied machen. Aber Erfolg vor Gericht garantiert er nicht. Garantiert ist nur, dass der Gang vor Gericht ordentlich Geld kostet.

Such Dir einen Sport, Ausdauersport ist gut geeignet, wo Du den ganzen Stress abbauen kannst. Das wichtigste ist, dass Du gesund bleibst.

In meinem Fall hat ein Anwaltswechsel alles zum positiven verändert. Aber regelmäßige Rechtsanwaltskosten habe ich trotzdem weil die Mutter sich ständig einen neuen Schwachsinn einfallen lässt.
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#5
Ich bin nervlich oft am Ende. Wechselmodell kann ich mit meinem Job einfach nicht vereinbaren. Ich habe auch schon überlegt, die Stelle auf 80 % zu reduzieren, aber das geht wohl auch nicht ohne Weiteres, denn der Unterhalt bleibt wohl trotzdem gleich wenn man das nicht ausreichend begründen kann. So, wie es jetzt läuft, kann ich mir im Leben nichts mehr aufbauen. Kredit für das Haus abbezahlen, Unterhalt … da bleibt am Ende nichts übrig. Der Älteste wäre schon alt genug, aber dann müsste er die Schule wechseln.
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#6
Reduzieren klappt schon. Mach mal ein paar Monate auf Burnout oder eine Therapie wegen Depressionen dann ist das begründbar.

Mit Deiner Krankheitsgeschichte und drei Kindern ist 100% weiterarbeiten ohnehin auf Dauer nicht realistisch.

Das mit dem was Aufbauen kannst Du knicken, es sei denn Du verdienst wirklich extrem gut. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, wenn Dir die Kosten einer Zahnspange Kopfzerbrechen bereiten.

Auf 80% zu reduzieren + Wechselmodell würde ich mal ernsthaft durchspielen. Da stehst Du vermutlich besser da als aktuell.

Für Deine Kinder wäre nach Deiner Schilderung wohl auch besser wenn sie mehr Zeit beim Papa hätten. Und um die Kinder sollte es ja in erster Linie gehen. 

Unter einem Dach mit einem bekloppten Stiefvater zu leben ist nicht lustig. Dass Deine Ex den Kindern das zumutet sagt alles über ihre Qualitäten als Mutter.
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#7
(Gestern, 21:44)Paul80 schrieb: Ich bin nervlich oft am Ende. Wechselmodell kann ich mit meinem Job einfach nicht vereinbaren. Ich habe auch schon überlegt, die Stelle auf 80 % zu reduzieren, aber das geht wohl auch nicht ohne Weiteres, denn der Unterhalt bleibt wohl trotzdem gleich wenn man das nicht ausreichend begründen kann. So, wie es jetzt läuft, kann ich mir im Leben nichts mehr aufbauen. Kredit für das Haus abbezahlen, Unterhalt … da bleibt am Ende nichts übrig. Der Älteste wäre schon alt genug, aber dann müsste er die Schule wechseln.

Unbezahlter Urlaub wäre auch ein Thema .
Langfristig lohnt sich der Prozess für das Wechselmodel . 
Wenn man es schafft die Hälfte vom Kindergeld zu bekommen, winken
bei 3 Kindern rund 15000€ im Jahr die du auf dem Konto mehr hast als vorher 
Dank nicht bezahlten Unterhalt und Klamotten kaufst du ja jetzt auch schon .
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