Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 4 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Gestaltungsmöglichkeiten Kindesunterhalt
#1
Ausgangssituation
Ich habe zwei Kinder von zwei Frauen. Mit der Zweiten habe ich mich 2011 getrennt, weil sie versucht hat mir den Umgang mit dem ersten Kind zu verbieten. Im Anschluss hat sie mit mir nur noch über Jugendamt, und ihren Anwalt gesprochen, an Umgang mit dem zweiten Kind war da nicht zu denken. Ich lebe in Köln und sie in Aachen. Ich habe dennoch alle Jahre zum Geburtstag und zu Weihnachten ein Päckchen geschickt, bis sie irgendwann nicht zustellbar geworden sind und zurückkamen. Nach der Trennung ist der Unterhalt berechnet worden, damals ca. 530€ für das Erste und 400€ für das Zweite. Ich habe es seitdem lückenlos bezahlt. Das Erste Kind wurde alle zwei Jahre vom Jugendamt neu berechnet und damit auch die Summe für das zweite angepasst. Die zweite Ex hat mich über den gesamten Zeitraum in Ruhe gelassen und ich sie auch.
Aktuelle Finanzielle Situation
Damals war ich 25 Jahre alt, habe als Elektriker gearbeitet und abends Informatik studiert. Nun war ich seit 2018 als Informatiker selbständig und seit 2019 lebt der älter Junge bei mir. Das Leben ist wieder schön geworden, bis sich Mitte 2020 die Anwältin meiner Ex gemeldet hat. Sie wollte Auskunft über mein Einkommen. Ich habe daraufhin einen Rat beim Anwalt gesucht. Er sagte sie haben keine Chance und müssen mitwirken. Anschließend hat er die Unterhaltsdifferenz auf 9 Jahre ausgerechnet mal 1% genommen und gesagt, das wäre sein Honorar, wenn er das für mich abwickelt.
ich dachte mir, ich kaufe sie, um Zeit zu gewinnen. Anschließend habe ich der Anwältin geantwortet, dass ich über der Düsseldorfer Tabelle liege und den Höchstsatz bezahlen werde, was ich seit Dez. 2020 auch mache. Ein Unterhaltstitel wurde nicht erstellt. Die Anwältin antwortete, sie akzeptiert es.
Frage:
Ich frage mich seit dem, wie ich diese Situation vernünftig gestalten kann. Es geht mir nicht darum nichts zu bezahlen, sondern es von aktuell 612,00€ für einen 10-Jährigen auf ca. 400€, oder den Mindestbeitrag zu reduzieren, sodass es für den Staat nicht lukrativ wird mich auszunehmen. Ich habe August 2020 eine GmbH angemeldet und mich als GF mit 60k Jahresbrutto eingestellt.
Das Internet gibt wenig Auskunft wie sowas gestaltet und berechnet werden kann. Hat jemand von euch sowas schon mal umgesetzt und besitzt zufällig eine Anleitung?
Zitieren
#2
Netto bedeuten 60000 EUR Jahresbrutto grob geschätzt 3000 EUR netto pro Monat. Falls du für das ältere Kind Unterhalt erhälst und sonst keine Unterhaltspflichten hast, würdest du damit in Stufe 5 Düsseldorfer Tabelle (eine Stude höher) kommen. Theoretisch kannst du das überweisen, sobald dieser Zustand 12 Monate andauert, dann deine Überweisung auf diesen Betrag senken.

Praktisch wird das Ärger geben, weil die Ex eine Senkung vermutlich nicht akzeptiert. Vermutlich wird die Gegenanwältin argumentieren, dass du reicher Firmenbesitzer bist und dich nun "arm" gerechnet hast. Vermutlich weiss jemand der Gegenseite von der Firma?
Zitieren
#3
Hallo P__,

danke für deine Antwort. Das Problem in meinem Fall, ist, dass ich mein Buisness von vornerein steuerlich/einkommenstechnisch besser gestaltet hätte müssen. Die Probleme sind ganz andere als nur der Kindesunterhalt. Es hat mich an der Stelle nur zum richtigen Zeitpunkt geweckt.

Die Lösung ist die Doppelstöckige Holding. Die Holding hält alle Anteile an der GmbH und ich bin in der GmbH als Geschäftsführer angestellt. Die Holding muss auf einen Strohmann angemeldet werden oder ins Ausland verlegt werden z.B. Hong Kong.

Dann ist die Strategie das JA anzuschreiben und, wie Du schon beschrieben hast, die letzten 12 Monatsgehälter vorzulegen und mit Krankenkasse, Werbungskosten und privater Altersvorsorge das Einkommen zu drücken. Das JA ist damit dann zufrieden, dass sie mich [Unterschreitung des Mindestniveaus] durften und ich werde die jetzige Zahllast um 1/3 reduzieren. Anschließend den Unterhaltstitel an die Anwältin schicken. Mit Ihr sollte ich den Kontakt auf das Minimum reduzieren, da sie an der Stelle ein Interessenkonflikt hat.

Damit werden die Hemmschwelle und die Kostenhürde für meine Ex und die Anwältin höher gesetzt. Ich hoffe ja, dass die Anwältin für das letzte Schreiben eine mindestens genau so hohe Rechnung meiner Ex gestellt hat, wie mein Anwalt sie mir vorgerechnet hat.

Meine Ex ist ohne meine Erlaubnis und ohne mich in Kenntnis zu setzen umgezogen. Weiter weiß ich auch nichts über das Kind. Das bietet doch Angriffsfläche? War da nicht irgendwas?

Gruß
Walter White
Zitieren
#4
(04-10-2021, 00:45)WalterWhite schrieb: Meine Ex ist ohne meine Erlaubnis und ohne mich in Kenntnis zu setzen umgezogen. Weiter weiß ich auch nichts über das Kind. Das bietet doch Angriffsfläche? War da nicht irgendwas?



Gruß

Walter White


Deine Ex braucht deine Erlaubnis nicht zum Wohnortwechsel resp. zur Wahl ihres Wohnortes. Und wegen dem Kind wird das keinerlei Konsequenzen haben, noch nicht mal wenn Du das Sorgerecht hast. Einfach Fakten schaffen - genügt. Wenn Mutti es macht. Du allerdings landest im Gefängnis wegen Kindesentführung oder so, wenn Du dasselbe machst.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste