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Ratschläge für zukünftige Väter..
#26
Ich möchte unbedingt dazu raten, den Kandidaten zu warnen. Denn ganz ehrlich, wenn man selbst in der Lage wäre möchte man doch auch wenigstens vorher informiert werden worauf man sich einlässt. Es wäre einfach zynisch nichts zu sagen und zuzusehen wie das einigermaßen wahrscheinliche Unheil sich entfaltet.

Ja, kann gut sein dass er das alles nicht hören will. Aber in der Regel sind Männer fähig und gewillt logisch zu denken, d.h. es besteht durchaus eine gewisse Chance dass die Ansprache etwas bewirkt. Wenn er sich der Gefahr schon nicht entzieht wird er wahrscheinlich zumindest vorsichtiger agieren.

Und es ist einfach Scheiße, nachher den Schaden zu haben und nichts geahnt zu haben. Wenn Du ihn warnst weiß er wenigstens worauf er sich einlässt  und das macht es sowohl etwas leichter die Folgen zu ertragen (hat er sich dann ja bewusst zu entschieden) als auch ein paar Vorbereitungen für den Worst Case zu treffen. 

Bei mir war es halt so dass mir keiner vorher gesagt hat was auf mich zukommt. Ich erinnere mich noch plastisch wie ich versucht habe mich zu informieren und überall gelesen habe, dass beide Ehepartner Rechte und Pflichten hätten, Haushaltsführung, Einkommen usw. Da dachte ich: ist ja vernünftig geregelt, so schlimm kann es also nicht kommen wenn ich nur anständig bleibe. Ich dachte echt, dass Scheidungen meistens zu Recht erfolgen würden, weil die betroffenen Männer was schlimm falsch machen. Nachricht an mein früheres Ich: du naiver Idiot. Leider habe ich mich damals nicht eingehend mit dem Familienrecht befasst, aber wer hat als junger Mensch schon die Kapazität dafür. Jetzt habe ich auf die harte Tour herausgefunden wie es wirklich läuft und nur das Unanständig werden hat mich (einigermaßen) retten können. Naja, jedenfalls konnte ich dafür sorgen dass es die Ehehure viel härter getroffen hat als mich (ist halt doof wenn der vorgesehene Zahler nicht mal die tüchtig aufgehetzten Juristen bezahlt, sondern schlicht gar nicht mehr greifbar ist, während die Konten tief im Dispo sind, die vermeintlich wertvolle Hütte und die Karre der Bank gehören, beim Arbeitgeber - der sich als Ex-Arbeitgeber herausstellt - auch nix mehr zu holen, und somit die Prinzessin statt wie erwartet im Wohlstand - ich will nur was mir zusteht! - in der Sozialhilfe landet). Aber ich wäre definitiv für Infos vorher dankbar gewesen und hätte die genutzt.  Hätte mir und einigen anderen viel Leid erspart.
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#27
Man merkt recht schnell, ob jemand zuhören will und ob es was bringt, Rat zu geben. Zu 98% will das aber niemand. Die meisten Männer sind einfach froh über ihre "Eroberung", dass sie nun endlich dran sind bei einer "tollen" Frau, da blendet man einfach alles andere aus. Um das zu beweisen müssen wir nur in unsere eigene Vergangenheit sehen, dann müssen wir selber zugeben wie blind wir selber meistens waren.

Über die Fakten des Unterhalts- und Familienrechts erfahren die Meisten nur indirekt, wenn es einen Bekannten oder Verwandten trifft. Explizit gibts nirgends Klartext frei Haus geliefert, weder in Schule noch Medien und von selber will sich niemand mit dem unangenehmen Zeug beschäftigen. Wer sucht schon Informationen über entzündete Furunkel, wenn er noch keins hat? Deshalb ist es ein guter Weg, nicht als Lehrmeister aufzutreten, sondern einfach ganz unlehrerhaft von den eigenen Erfahrungen zu erzählen. Also nicht "das Unterhaltsrecht ist eine Katastrophe für Väter", sondern "letzte Woche hat eine Pfändung gegen mich begonnen". Dem Individuellen, Persönlichen wird lieber zugehört (das ist authentischer) und das Wissen wird damit unterschwellig aber gründlich transportiert.

Noch nicht mal wenn die Katatrophe da ist, ändert sich das mit dem zuhören. Es sind schon Legionen, die hier durch faq und Forum gingen und es lange nicht glauben wollten, was noch alles auf sie zukommt. Zuhören kommt erst, wenn die letzten Möglichkeiten geschmolzen sind, wenn gar nichts mehr geht. Erst dann beginnt die Kernschmelze der schön gefärbten Pseudoweisheiten, die uns Männern von Geburt an über Frauen und Familie eingetrichtert werden.
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#28
Man/n ist es seiner Familie und insbesondere seinen Kindern schuldig gekämpft zu haben. Dennoch hätte mir das faq geholfen nicht ganz so tief zu stürzen. Ich hätte es früher verstanden, wenn ich es früher gekannt hätte.

Was dort steht weiß im Grunde auch jeder; auch wenn ich das Meiste damals sicherlich als Verschwöhrungstheorie von ein paar gezockten Vätern abgetan hätte. Ich meine die meisten Leiden im stillen. Es ist ja nicht gerade so, dass hier jeden Tag hunderte von Beiträgen gepostet werden. Ich messe das daher für mich im Bekanntenkeis. Jeder den ich kenne hat vergleichbare Erfahrungen. Die Meisten posten halt nicht.

Man will nur nicht wirklich wahr haben, wie dreckig es in der Praxis dann ab geht. Ich glaube vor dem Heiraten kann das faq schützen. Das braucht man/n nämlich definitiv nicht mehr und frau findet sich damit oftmals auch ab.
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#29
Zitat:Es sind schon Legionen, die hier durch faq und Forum gingen und es lange nicht glauben wollten, was noch alles auf sie zukommt. Zuhören kommt erst, wenn die letzten Möglichkeiten geschmolzen sind, wenn gar nichts mehr geht. Erst dann beginnt die Kernschmelze der schön gefärbten Pseudoweisheiten, die uns Männern von Geburt an über Frauen und Familie eingetrichtert werden.

Die Geisteskrankheit an der wir Männer leiden und die die Ursache von der Misere ist, heisst: Gynozentrismus. War leider auch sehr, sehr, sehr lange davon betroffen.
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#30
Wenn ich nur einen jungen Mann davon abhalten kann zu heiraten und Kinder zu zeugen, dann hab ich mein Lebenszweck erfüllt. Nicht jeder nimmt das an, aber der Schuldigkeit muss zumindest versucht werden nachzugehen und 1x muss auf die Gefahr hingewiesen werden. Was das zukünftige Opfer dann macht, ist egal. Nur musst du dir dann selber nicht vorwerfen, warum du ihn nicht gewarnt hast.
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