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DIE WELT: "Ich bin der Zahlvater – und es kotzt mich an"
#1
http://www.welt.de/vermischtes/article14...ch-an.html

DIE WELT lässt einen anonymen Trennungsvater Klartext reden:
"Das Ohnmachts- und Demütigungsgefühl wuchs über die Jahre so sehr, dass ich letzten Endes zu der Einsicht gelangt bin, dass das mit Kindern verbundene emotionale und finanzielle Risiko in einer Gesellschaft, in der Trennungen an der Tagesordnung sind, speziell für getrennt lebende Väter extrem hoch ist."

Schöner Artikel, schön weit weg vom Journalistensprech. Könnte auch ein einem Forum gestanden haben. Nur so weiter....
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#2
Wäre schön, wenn langsam dabei eine Ahnung wachsen würde, warum eine allein auf Frauenbedürfnisse ausgerichtete "Familien"politik wesentliche Probleme ignoriert.
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#3
Die wächst doch schon, besser gesagt stagniert. Die Geburtenrate.

Bereinigt man diese um den Immigrationshintergrund, bekommt die deutsche Frau sicherlich keine 1,4 Kinder.

Ansonsten ein guter Artikel. Die Welt bleibt am Ball !
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#4
(07-05-2015, 09:24)p__ schrieb: http://www.welt.de/vermischtes/article14...ch-an.html

DIE WELT lässt einen anonymen Trennungsvater Klartext reden:
"Das Ohnmachts- und Demütigungsgefühl wuchs über die Jahre so sehr, dass ich letzten Endes zu der Einsicht gelangt bin, dass das mit Kindern verbundene emotionale und finanzielle Risiko in einer Gesellschaft, in der Trennungen an der Tagesordnung sind, speziell für getrennt lebende Väter extrem hoch ist."

Schöner Artikel, schön weit weg vom Journalistensprech. Könnte auch ein einem Forum gestanden haben. Nur so weiter....

Ja, da war auch ich etwas erstaunt das gerade  "DIE WELT" so etwas bringt.

Er ist der klassische Typ Mann der meinte mit brav zahlen und Wohlverhalten gegenüber der KM seine Kinder regelmäßig sehen zu dürfen.

Es hat ihm nichts genutzt, eine gierige KM wie aus dem "Bilderbuch", ein Kind hat sich Dank der "Arbeit" der KM abgewendet von ihm.

Auch die übliche Rolle des JA wird kurz angeschnitten. Oder die Rechtsanwältin; "Wollen sie um ihre Kinder kämpfen...."

Wir TV lesen zwischen den Zeilen, interpretieren den Text mit Sicherheit anders, als der ein oder andere Nichtbetroffene.

Schamhaft versteckt sich der Autor anonym, warum?

Der ein oder andere kennt den Vater übrigens!
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#5
Der Verfasser schreibt noch:

Zitat:Ich suchte Rat beim Jugendamt, aber die Damen waren immer reflexartig auf der Seite der Mutter. Ihre Briefe bezüglich des Unterhaltes waren und sind noch heute in einer derart herabwürdigen Art und Weise verfasst, als wäre ich ein notorisch zahlungsunwilliger Zechpreller. "Sollte eine Frist nicht eingehalten werden"... "setzen wir Sie in Verzug"…

Zitat:In Väterrunden habe ich nahezu identische Geschichten gehört. Ich kenne keinen einzigen Trennungsvater mit Kindern in dem Alter von meinen, denen es heute emotional gut geht.

Zitat:Ob der Vater schützen darf, hängt vom Wohlwollen der Mutter ab. Es kotzt mich an.

Zitat:Ich habe meine Kraft für Unterhalt, Organisation und zur Abwehr emotionaler Erpressung verbraucht. Ich fühle mich benutzt und ausgelaugt.

Zitat:Ob meine Kinder kamen, hing maßgeblich davon ab, ob es zwischen mir und meiner Ex-Frau gut lief. Wenn sie nicht da waren, brach ich regelmäßig weinend zusammen.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#6
Danke für den Hinweis auf diesen Artikel, P.

(07-05-2015, 10:49)Bereschit schrieb: Oder die Rechtsanwältin; "Wollen sie um ihre Kinder kämpfen...."

Meine Rechtsanwältin hat mir eine Unterhaltsberechnung fertig gemacht,
die mir 700 Euro monatlich übergelassen hätte, so wie es die Berechnung der
Gegenseite vorsah. Darauf ich zu ihr:"Arbeiten Sie für oder gegen mich?"
Antwort:"Wieso? Ich dachte, sie wollten keinen Streit?".
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#7
Mein Kommentar zu dem Artikel in der "Die Welt" ist entfernt worden.

Zitat:Mit dem Autor kann ich absolut mitfühlen. Selber habe ich als Trennungsvater eine Mehrkindfamilie zu versorgen und muß mich auch schon jahrelang wirtschaftlich trotz gut bezahlter Vollzeittätigkeit auf Grundsicherungsniveau einrichten. Das führt auch zu sozialer Isolation und auch ich habe eine langjährige Therapie dazu hinter mir. Als Mangelfall ist man beim anderen Geschlecht per se faktisch abgemeldet.
Ich bin dann Aufstocker geworden und mußte in zwei Jahren sechs Gerichtsverfahren gegen das hiesige Jobcenter führen, bevor die beantragten und rechtswidrig vorenthaltenen Leistungen bewilligt und nachgezahlt wurden. Zum einen wird man dort als Mann und Vater diskriminiert, zum anderen konnte man sich dort einfach nicht vorstellen, daß ein Erwerbstätiger mit meinem Einkommen allein durch gesetzliche Unterhaltspflicht zum Sozialfall wird.

Das wird bei dem Alter der Kinder voraussichtlich noch über ein Jahrzehnt so weitergehen und Perspektiven gibt es wenige. Aber alles an die Wand zu fahren, ist für mich keine Option. Ich möchte einen Anteil an dem Familienleben haben und meine Kinder aufwachsen sehen, auch wenn ich schon lange getrennt lebe.
Meine Geschichte ist hier einmal veröffentlich worden:

http://dieaxtimwalde.de/interview-mit-ei...unterhalt/
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#8
Mich erstaunt der Artikel weniger.

Einerseits gibt er recht genau die Stimmung wieder, die ich seit Jahren in unterschiedlichen Vätergruppen und - in der ganz harten Ausprägung - in psychiatrischen Bereichen beobachte.

Andererseits weiß ich aus eigenen Kontakten zu Medien, daß es dort gute Sensibilitäten für die Probleme gibt, aber gewisse Hemmungen, diese zu veröffentlichen.

Ich glaube auch zu erkennen, daß diese Stimmung immer weiter zu Männern vordringt, die vor der Familiengründung stehen und deren Weigerungen dazu mit zum Absturz der Geburtenrate beitragen.

Es ist in Politik und Justiz noch nicht hinreichend angekommen, daß zur Entstehung gesunder Kinder Männer bzw Väter gehören. Im Gegenteil: Es wird zunehmend um die heilige Kuh 'Mutter' getanzt.  

Den Beitrag der DIE Welt kann man schon fast als Universalformel verwenden.

Ich bin fest davon überzeugt, daß solche Artikel mehr bewirken als zahllose Verfahren, Grund- und Menschenrechtsklagen, 'Kampf' ums Kind usw.  

Gut dazu passen mE die 20 Kinderbitten von Jäckel.  

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#9
Die Anwälte sind halt die Pleitegeier der emotionalen Erpressung.

Bis jedoch noch mehr Väter konsequent die Ernährerrolle kündigen, wird es noch brauchen. Hätte der Vater ein Kleinunternehmen mit Niedriglohn gegründet, dann könnte er dort z.B. seinen Porsche absetzen.

Aber ihre "brave Bürgerlichkeit" ist vielen Männern mehr wert, als sie leisten und zahlen können.

Aber für Frau Schwesig gibt es noch nicht genug Plätz und Ansprüche, wo draufsteht "nur für Alleinerziehende"
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#10
(07-05-2015, 12:29)Sixteen Tons schrieb: Mein Kommentar zu dem Artikel in der "Die Welt" ist entfernt worden.

Die WELT ist immer ganz besonders schmutzig und einseitig mit Kommentaren umgegangen, noch schlimmer wie DIE ZEIT. Deshalb kommentiere ich da nicht mehr. Ziel erreicht, liebe Zeitungen. Ihr könnt glücklich sein. Die gedruckte Ausgabe der Zeitung gibts auch nicht mehr lange.

Der Artikel hat mir natürlich trotzdem gefallen, weil er sich auf die emotionale Seite des Trennungsvaterdaseins konzentriert. Und auch ziemlich im Durchschnitt der Realität ist, sich also Viele damit identifizieren können. Ein Satz extra hätte mich noch mehr gefreut: Dass er sich noch glücklich zu oberen Hälfte zählen kann, die andere Hälfte der Trennungsväter sieht die Kinder irgendwann nicht mehr.
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#11
Bei der Welt kommt von mir auch nicht viel durch... Smile
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#12
(07-05-2015, 11:51)Sixteen Tons schrieb: "Wieso? Ich dachte, sie wollten keinen Streit?".
Was hast du ihr denn darauf geantwortet?  Angel
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#13
(07-05-2015, 14:02)beppo schrieb:
(07-05-2015, 11:51)Sixteen Tons schrieb: "Wieso? Ich dachte, sie wollten keinen Streit?".
Was hast du ihr denn darauf geantwortet?  Angel

"Bitte werden Sie in meinem Fall nicht weiter tätig. Sie erhalten gleich morgen
von mir die Mandatsentziehung in Schriftform. Danke für nichts."

Rechnung kam natürlich prompt.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#14
Ich kann das im Artikel geschriebene nur bestätigen.
Seit meine Kids aus erster Ehe erwachsen sind und somit auch kein Geld mehr fließt, höre ich von ihnen kaum noch was.
Vom Ältesten überhaupt nichts mehr und vom Jüngeren nur wenn ich ihn mal über Whast App frage was er denn so treibt.
Von sich aus meldet er sich nie.
Ich frage mich oft, für was habe ich überhaupt Kinder in die Welt gesetzt ?
Für das Finanzamt ?
Für ihre jetzigen Arbeitgeber ?
Letztendlich hat Mann absolut nichts davon, ausser Kosten und eine Menge Ärger.
Und denken tun sie heute genau so wie ihre Mutter.
Erschreckend für mich das Ergebnis.
neuleben
----------------
Nur noch geringe, keine staatliche Rente ? Dann braucht Deutschland auch keine Kinder mehr, BASTA !
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#15
Wenn ich daran denke, als ich damals in Heidelberg studierte und nur wegen den alle 14 Tage Wochenende mit den Kids, die alte gemietete Wohnung in 200 km Entfernung weiter finanziert habe............
Den leb Tag würde ich das heute nicht mehr machen, einfach nur rausgeschmissenes Geld.
Das dankt einem später niemand !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
neuleben
----------------
Nur noch geringe, keine staatliche Rente ? Dann braucht Deutschland auch keine Kinder mehr, BASTA !
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#16
(07-05-2015, 12:39)Skipper schrieb: Andererseits weiß ich aus eigenen Kontakten zu Medien, daß es dort gute Sensibilitäten für die Probleme gibt, aber gewisse Hemmungen, diese zu veröffentlichen.S.

Das lieber Skipper müsstest du doch besser wissen?

Die "Frankfurter Schule" ab Mitte der 1960 Jahre und ihre heutigen Protagonisten an den Hebeln der Macht in den Medien und der Politik.

Dipl. Soziologe, Dipl. Ökonom, Dipl. Pädagoge sind solche Auswürfe, die selbst noch nie ihre Hände mit harter Arbeit schmutzig gemacht haben.

Der arme Journalist in DER WELT, ich möchte nicht wissen, in wievielen mails er Schelte für diesen Artikel von diversen "Verbänden" bekomen hat?

In den meisten Leitmedien sind Väter noch immer die Parias der Nation, mithin die unterste Kaste im System.
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#17
Und wo siehst Du den Widerspruch Deiner Ausführungen zu meinem zitierten Beitragsteil?

Unten sitzen junge Leute, die die Dinge recht unbefangen sehen, oben die Entscheider, die von Dir genannten Leute. Dazwischen liegen Welten.

Und?

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#18
(07-05-2015, 18:04)Skipper schrieb: Und wo siehst Du den Widerspruch Deiner Ausführungen zu meinem zitierten Beitragsteil? S.

Du ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch, nur Fakten. Und die Fakten müssen wir benennen.
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#19
(07-05-2015, 12:39)sorglos schrieb: Aber für Frau Schwesig gibt es noch nicht genug Plätz und Ansprüche, wo draufsteht "nur für Alleinerziehende"
Genau das! "Alleinerziehende" werden ge-pimmt ohne Ende! Ich frage mich, was das an der allgemeinen Situation von fehlendem Nachwuchs und der Selbstverantwortlichkeit unserer deutschen Mütter helfen soll?

- Kinderbetreuung unter 3 Jahre wird vom Staat übernommen.
- Steuerfreibetrag für diese Damen wird erhöht.
- Natürlich bekommen nur "Alleinerziehende" die bessere Steuerklasse
- Schwimmbad ist frei für "Alleinerziehende"
- Der Caffè macchiato ist für "Alleinerziehende" natürlich günstiger
etc...

So langsam wird´s albern!

Nachtrag: Ich hatte mal ein Mädel mit all diesen Vorzügen. Cool

Die fangen dann schon zwei Jahre vorher an zu jammern, wenn das Kind 18 werden sollte. Big Grin
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#20
Obwohl DIE WELT für gewöhnlich radikal zensiert, sind nun innerhalb weniger Stunden über 350 Kommentare abgegeben worden. Für so einen kurzen, anonymen Artikel kratzt das an Rekordmarken. Ganz offensichtlich wurde der Nerv diesmal in einer besonderen Weise getroffen.

Die Ausrichtung der Kommentare legt nahe, dass das der Satz war, der mir auch sehr gut gefallen hat, das Eingeständnis des Autors, dass er es bereut, Vater geworden zu sein. Das sticht tief, glaubhaft auftretende Männer durften so etwas bisher nicht öffentlich sagen.
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#21
Das ist heute nicht die übliche Moderationspraxis. Wenn´s mehr als ´ne Eintagsfliege wird, könnte es wieder lohnen, auch dort ´mal vorbei zu schauen...
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#22
Das sind für die anderen Leser genau die 350 Leute, die sonst auch nur an jeder Ecke unreflektiert über ihr
Schicksal herumnölen.

Aber die Aussage, daß er die Familiengründung bereut, das stimmt, das hat wohl gesessen.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#23
Nachdem sich auf diese Weise erwiesen hat, dass der Satz sitzt, sollten wir ihn uns gut merken. Er haut offenbar stärker rein wie fast alles Andere.
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#24
(07-05-2015, 14:56)neuleben schrieb: Wenn ich daran denke, als ich damals in Heidelberg studierte und nur wegen den alle 14 Tage Wochenende mit den Kids, die alte gemietete Wohnung in 200 km Entfernung weiter finanziert habe............
Den leb Tag würde ich das heute nicht mehr machen, einfach nur rausgeschmissenes Geld.
Das dankt einem später niemand !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Doch. Die redlichen Väter, weil Du ihnen gezeigt hast, dass sich das Kämpfen lohnt.

Ironie aus.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#25
(07-05-2015, 20:04)p__ schrieb: Nachdem sich auf diese Weise erwiesen hat, dass der Satz sitzt, sollten wir ihn uns gut merken. Er haut offenbar stärker rein wie fast alles Andere.

So neu ist der Satz nun auch wieder nicht, die Erkenntnis der meisten TV daraus, ohnehin nicht.

Keine Kinder mehr für Deutschland! - KKmfD - so das neue Credo?

Das wäre mal ein guter Name für einen Artikel in den Leitmedien und dann die Gründe sauber aufgeführt, so das es auch der dümmste/ignoranteste Leser versteht.
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