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Rechtssystem abgewirtschaftet, Mediation positiv
#1
Repräsentative Umrage des ifd Allensbach über die Einstellung der Bevölkerung zum Rechtssystem und zur Mediation: http://www.ifd-allensbach.de/pdf/rechtsreport_2010.pdf

Die Ergebnisse sind ein trauriges Armutszeugnis für ein Land, das gerne als Rechtsstaat gesehen werden will:

- Nur 44
 Prozent
 der
 von
 deutschen
 Gerichten
 gefällten
 Urteile
 wird im
 Allgemeinen
 für
 gerecht
 gehalten
- 60
 Prozent glauben,
 dass
 vor
 dem
 Gesetz
 nicht
 alle
 Bürger
 gleich
 behandelt 
werden
- Zwei Drittel meinen, dass man seine Chancen erhöht wenn man sich einen guten Anwalt leisten kann oder an den richtigen Richter gerät
- Satte 74
 Prozent
 der
 Bevölkerung
 glaubt,
 dass
 die
 Verfahren
 in
 Deutschland
 zu
 lange
 dauern
- Verständnis für einzelne Gerichtsurteile ist oft katastrophal niedrig - Rechtsempfinden und Recht driften auseinander
- Nur ein Viertel glaubt, dass die Gerichte gründlich und gewissenhaft arbeiten, nicht viel mehr haben Respekt vor Richtern oder verlassen sich darauf, dass es gerecht zugeht
- Mediation ist bekannt und wird sehr positiv eingeschätzt, wer die Wahl hat würde lieber ein Mediations- als ein Gerichtsverfahren probieren
- Anwälte als Mediatoren werden skeptisch gesehen.

Fazit: Die Bevölkerung und Gesellschaft sind weiter wie das starre, abgewirtschaftete Rechtssystem. Und dies, obwohl eine öffentliche Diskussion oder gar eine Thematisierung durch Politiker über eine De-jurifizierung und Fortentwicklung der Streitbeilegungsmethoden kaum stattfindet. Einige Lügen und falsche Vorspiegelungen der Rechtspflege werden von der Bevölkerung durchaus durchschaut.
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#2
Wer um Geld streitet - und darum gehts praktisch immer - wird sich nicht auf einen Mediator einlassen, wenn er sich ungerecht behandelt fühlt. Alle Verfahren, in die ich verwickelt war, wurden an mich herangetragen und hatten ein betrügerischen Hintergrund - das waren genau zwei. In beiden Verfahren gings um viel Geld, das andere von mir haben wollten. Letzteres hat mit meinem Trennungsprozess angefangen, bei dem ich meiner Ex noch vorher gesagt habe, dass sie das zurückziehen soll, weil sie damit viel Geld verschleudert und die Welt später anders aussieht - völlig zwecklos.

Aber im Gegensatz zu anderen Verfahren, kann man Scheidungsverfahren recht schnell befrieden oder überflüssig machen - man muss speziell hier alle finanziellen Interessen beseitigen - kein EU, kein KU und kein Vermögensausgleich.
https://t.me/GenderFukc
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#3
Mediation... auch hier kommt es wie immer darauf an, an WEN man da gerät.
Aktuell versuchte eine Mediatorin meiner wesentlich besseren Hälfte schmackhaft zu machen mit ihrem Mann (Scheidungsverfahren läuft) doch mal Kaffee trinken zu gehen, mit den Kindern zusammen ins Kino oder den Zoo zu gehen und mehr Zeit miteinander zu verbringen, etc...
Dass mir das nicht gefällt dürfte klar sein, steht aber sicher auf einem anderen Blatt.
Aber dass SIE sich von ihm getrennt hat wegen

- Vergewaltigung
- gewürgt worden in Gegenwart der Kinder
- geschlagen worden, das Blut klebt immer noch an der Tapete...
usw, das solle sie doch mal hinten anstellen, er habe sich ja jetzt im Gespräch entschuldigt für sein Verhalten, es gehe ja um die Kinder. Angry


Streite nie mit Idioten.
Sie ziehen Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich dort mit Erfahrung.
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#4
@vorsichtiger...

Auch wenn es auf einem anderen Blatt stehen mag, wie denkst Du über diesen Vorschlag einer (Mediator)Anwältin wirklich? Opfer lädt Täter zum Zwecke des lassen wir doch die Vergangenheit ruhen zum Smaltalk bei Kaffee und Kuchen ein, weil es doch um die Kinder geht? Wie beknackt ist das denn? Deine Gedanken interessieren mich da wirklich mal.
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#5
was ich persönlich denke? Vollkommener Schwachsinn sowas auch nur vorzuschlagen.
Seinen Umgang mit den Kindern unterstütze ich, aber den Kontakt zu seiner (Noch-)Frau ganz sicher nicht. Hausverbot und der Hinweis auf eine einstweilige Verfügung wegen Telefon- und Mailterror sind bereits erfolgt.
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#6
(13-02-2011, 09:42)vorsichtiger schrieb: Mediation... auch hier kommt es wie immer darauf an, an WEN man da gerät.

In der Umfrage wurde gefragt, wen man sich als Mediator vorstellen kann. Fachleute, Psychologen sollen es sein. Gefragt wurde auch, für welche Rechtsbereiche man Mediation für geeignet hält. Absteigend geordnet waren das:

1. Nachbarschaftsstreit (87%)
2. Verletzung von Persönlichkeitsrechten
3. Auseinandersetzungen zwischen den Eltern um Sorgerecht für ein Kind (hier waren noch 60% pro Mediation)
4. Erbschaftsangelegenheiten
5. Ehescheidung (noch 41%)
und so weiter. Ganz unten lagen Verkehrsrechtliche Angelegenheiten, Auseinandersetzungen um staatliche Baumassnahmen.
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#7
Ich sehe bei Mediationen nur dann einen Vorteil, wenn man Gerichtsentscheide vermeiden will und BEIDE Parteien an einem Konsens interessiert sind. Ist aber wie im gegebenen Fall der Konsenswille bei der einen Seite extrem eingeschränkt und bei der anderen Seite nur ein Vorwand, dann bringt das Ganze nix.
Sie will nicht mehr reden, er hat die berühmten 2 Gesichter... Vor der Mediatorin den lieben und netten spielen, sogar Tränen laufen lassen, draussen vor der Tür gleich weiter Druck und Drohungen.
Am besagten Termin saß ich 2,5 Stunden im Auto vor dem Gebäude und hab gewartet, weil sie alleine Angst hatte hinzugehen. Ich hab seinen "Abgang" miterlebt, weil sie sich weigerte ihm eine Zigarette zu geben und sich seiner Annäherung widersetzte, erst abließ, als ich den Motor startete und Licht einschaltete. Da stieg er in sein neu gekauftes Auto* und bretterte davon.

*das Auto interessiert kein Schwein, kann er sich 100 kaufen - aber er erzählt seinen Kindern, er könne nicht mit ihnen in den Urlaub fahren, weil er kein Geld hat. Ausserdem würde ihre Mama ihm alles Geld abnehmen... und nein, das Auto ist nicht finanziert, der Vorsichtige hat seine Quellen. Diese Lügen den Kids gegenüber, dieses Scheinheilige und diese Art mit meiner Kleinen umspringen zu wollen rollen mir die Fußnägel auf.
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