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Kind möchte Wohnort wechseln
#1
Hallo zusammen,

War lange nicht hier und hoffe es geht den Leuten gut!

Hatte ja damals im Jahr 23 berichtet, dass ich vor Gericht das Wechselmodell erstreiten konnte.

Das Wechselmodell lebt mein Sohn der mittlerweile 9 ist erfolgreich seit fast 3 Jahren. Auch die KM hatte vor einem Jahr in einem Gespräch geäußert, dass sie das zwar nicht gedacht hätte früher, aber sie findet es gut dass das Kind mittlerweile im Wechselmodell lebt.


Es ist nun so, Dass mein Sohn seit letztes Jahr Dezember immer wieder äußert dass er nur noch bei mir und meiner Frau leben möchte und alle 14 Tage am WE zur Mutter. Das sagt er fast jede Woche, in der er hier ist. 

Seit letztem Jahr hat die KM auch ein neues Partner der dort wohnt. Im gegensatz zu den ganzen Jahren davor, in denen die Mutter das Kind verwöhnt und helikoptert hat, versucht die Mutter nun das Gegenteil und macht auch mal oft ihr eigenes Ding und was ihr Spaß macht bzw ist strenger und konsequenter - an sich vollkommen okay und normal, und genau das was meine Frau und ich seit Jahren vorleben wenn er bei uns ist.. nur halt ein Problem, wenn es davor viele Jahre genau umgekehrt war im Haushalt der KM.

In einem Elterngespräch mit dem Lehrer wurde uns bzw eher der Mutter auch schon gesagt , dass er an einem Wechseltag (Montag, als er von mir zu ihrem Haushalt gewechselt ist) geweint hat weil er keine Lust hatte dort hin zu wechseln.

Ich weiß, dass Sohn und Mutter auch sehr sehr oft streiten - Der Sohn äußert sich auch sehr oft negativ gegenüber seiner Mutter, wenn er bei uns ist - scheint also schon etwas im argen zu liegen dort im Haushalt.

Hatten dann im Juni ein Gespräch mit der Mutter zusammen, um natürlich vernünftig wie ich bin, um die Mutter zu unterstützen, ihm zu erklären dass so etwas eine schwerwiegende Entscheidung ist und die nicht einfach so getroffen werden kann, und er das ab 14 miteintscheiden darf. Nach dem Gespräch war ein par Wochen ruhe seiten des Sohnes.

Seit 3-4 Wochen äußert er wieder vermehrt, dass er dort nicht mehr sein möchte und nur bei mir wohnen will.

Ich weiß echt nicht wie ich mich da weiterhin verhalten soll, wenn er diesen Wunsch nun seit fast einem jahr im Kopf hat. Soll ich standhaft bleiben, weil er noch nicht in einem Alter ist sowas zu entscheiden und die Tragweite zu erfassen? Oder soll ich den Wunsch ernst nehmen und ihn darin unterstützen?

Möchte natürlich auch nicht, dass dies nur ein Wunsch aus der Situation heraus ist, und er dann denkt er kann das genau umgekehrt (bei mir) so machen wenn ihm mal was nicht passt.

Jemand Tips oder Erfahrung?


Grüße
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#2
also....das leben ist hart! daß nicht alles nach wünschen gehen kann, ist normal.
wenn ihr das WM schon seit einiger zeit "lebt" - sollte es beibehalten werden.
ich habe leider den fehler gemacht, als unsre tochter zu mir zog und mit meiner
neuen partnerin nicht sooo klarkam, daß ich sie länger bei der mutter lies.

im nachhinein hat sich KM von tochter wieder auseinandergelebt...egal..

ich würde dir vorschlagen, das kind muß mentale disziplin lernen und nicht
emotionale disziplin, in dem immer nachgegeben wird, nur so bekommt es
eine road-of-life, sich an das halten, was ausgemacht war und nicht durch
heulen versuchen etwas zu ändern.

sprich doch mal mit km und kmf...mal sehen, ob da ein bisschen "fine-getuned"
werden kann.

bb
netlover
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#3
Moin Netlover,

Danke dir für die Antwort und den Einblick.

Bin da genau deiner Meinung, und das ist auch was hier bei mir im Haushalt vorgelebt wird - ich weiß aber, dass es im KM haushalt jahrelang nicht so der Fall war, weswegen ich denke viele der Probleme dort rühren davon.

So ein Gespräch hat ja vor ein par Monaten stattgefunden, und ich glaube auch KM und ihr Partner haben versucht was zu ändern in diese Richtung damit es dem Kind dort besser gefällt. Allerdings äußert er wieder seit ein par Wochen, dass er dort nicht mehr wohnen will weswegen ich mir Gedanken darüber gemacht habe.

Ansonsten habe ich überlegt, mal gemeinsam zu einem Kinderpsychologen zu gehen um zu erörtern was die genauen und tieferen Beweggründe sind

Grüße
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#4
Die Haltung der Mutter ist etwas undurchsichtig. Sie hätte es in der Hand, die Wünsche des Kindes zu sehen, merkt aber offenbar gar nicht, was Streit und neuer Partner beim Kind anrichten. Steht sie denn selber noch hinter dem Wechselmodell angesichts der Streiterei mit dem Kind und ihrer Richtungsänderung hin zu einem neuen Partner?

Der beste Weg wäre, dass sie ihr neues Liebesglück geniesst und das Kind länger beim Vater lässt. Warum nicht? Will sie nicht unnterhaltspflichtig werden? Will sie nicht als Mutter ohne Kind dastehen? Meint sie, alles sei weiterhin supergut mit Kind und ihr?
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#5
Also wenn es ums Geld geht (und darum geht es ja bei Frauen sehr oft) und Du es Dir leisten kannst, verzichte auf Unterhalt damit Dein Sohn bei Dir leben kann. Geld ist nicht alles im Leben. Ich habe auch NIE einen Cent Unterhalt von meiner BL Exe gesehen und den letztendlich auch nicht versucht einzufordern.
Heute: Alter weisser Mann, Klimaleugner, Covidiot. Morgen: Held der Freiheit. Haltet Stand!
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#6
Guten Abend Freunde,

Sorry dass ich mich nicht mehr gemeldet habe - aber es ist einfach privat zu viel Los, so dass ich es einfach komplett aus den Augen verloren habe hier auch online Rückmeldung zu geben. Hoffe ihr nehmt mir das nicht übel.

Wollte allerdings mal Wasserstandsmeldung geben.

Wir haben alle (nochmals) gesprochen. Es ist darauf hinausgelaufen, dass ich (mal wieder) der KM versucht habe zu "helfen" und mit dem jüngsten geredet habe, um zu vermitteln dass dies in diesem Alter noch keine wirkliche "Option" ist.
Auch wenn ich das Wechselmodell damals gewonnen habe, bin ich natürlich immernoch sehr vorsichtig und weiß, dass ich versuchen muss mit der KM zusammenzuarbeiten und "Bindungstoleranz" zu fördern.

Trotzdem geht das ganze so weiter, dass er entgegen aller Gespräche und zureden sagt, er will wenn er alt genug ist mitzuentscheiden, bei mir(Uns) wohnen.

Da sind halt auch so Dinge dabei, dass er meinen Nachnamen auf alle Schulhefte und Arbeiten schreibt (Er hat den Nachnamen der KM eigentlich). Der Klassenlehrer hat das auch schon bemerkt, und darauf angesprochen dass er anscheinend gerne so wie ich heißen würde - er hat auch gesagt, er kann gerne meinen Nachnamen darauf schreiben wenn er das will. Ergebnis: Mutter schimpft mit ihm, fängt streit mit ihm an, dass er das nicht "darf"

Auch kam wieder die jährliche "Geburtstagsdiskussion" auf. Laut Gerichtsbeschluss ist er alle geraden Wochen bei mir.. Sein Geburtstag fällt auf die gerade wochen seit 2 Jahren, und auch die nächsten 3-4 Jahre. KM will unbedingt aus "Gerechtigkeit" dass er außerplanmäßig bei ihr die Geburtstagsnacht, also dort aufwachen, verbingt. Er hat aber absolout keine Lust darauf und sie akzeptiert das nicht, und verlangt von mir dass ich ihn dazu "zwinge" indem ich sage wir hätten das beide als Eltern so beschlossen. Pustekuchen, hab ich natürlich nicht gemacht.. ich habe gesagt, er darf die Besuchsreihenfolge an seinem Geburtstag selbst entscheiden - solange er nicht den Besuch bei einem von beidem komplett aus lässt. 
Ergebnis: Mutter fängt streit mit mir an, auch mit Sohn und sagt er wäre gar nicht alt genug sowas selbst zu entscheiden.

Er äußert auch sehr klar, dass es ihn stört wenn die KM wegen solchen Dingen, die sein Leben betreffen, streit anfängt und ihm verbieten will. Denke einfach, sie erreicht damit das Gegenteil und er wendet sich ab von ihr.


Alles in allem denke ich, da ist einfach etwas im argen. Eventuell kommt die KM nicht mehr ganz mit ihm zurecht, neben ihrer neuen Beziehung was sonst noch so in ihrem Leben passiert - sie will es nur nicht wirklich sich selbst eingestehen.

Ich selbst habe für mich beschlossen, ich werde keinen "Streit" in naher Zukunft anfangen. Ich warte noch 2-3 Jahre, bis er 12 ist und somit ein substanzieles Mitspracherecht besteht.

Wenn die Situation dann nach wie vor so ist wie jetzt, werde ich ihn unterstützen und auch gerne rechtlich dafür kämpfen, dass er sein Leben eher gestalten kann wie es ihm beliebt

Grüße

(01-10-2025, 22:07)kay schrieb: Also wenn es ums Geld geht (und darum geht es ja bei Frauen sehr oft) und Du es Dir leisten kannst, verzichte auf Unterhalt damit Dein Sohn bei Dir leben kann. Geld ist nicht alles im Leben. Ich habe auch NIE einen Cent Unterhalt von meiner BL Exe gesehen und den letztendlich auch nicht versucht einzufordern.

Das wird nichts bringen. Ihr geht es nicht vorrangig um geld, auch wenn es ein Faktor ist. Viel wichtiger ist ihr, dass ich in der damaligen gemeinsamen Zeit irgendwann das Interesse verloren habe, und sie nicht mehr so behandelt habe, wie sie es sich von einem Partner gewünscht hat.

Das nimmt sie mir bis heute übel und produziert es auf das Kind bzw um alle entscheidungen die mit ihm zusammen hängen - denke ich zumindest.

Denn alles was ich, oder andere Leute (Lehrer, Pädagogen usw) sagen, dass nicht ihrer Meinung entspricht dafür aber eher meiner Meinung, ist ohne zu überlegen "schlecht" aus ihrer Sicht
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#7
Zitat:Wenn die Situation dann nach wie vor so ist wie jetzt, werde ich ihn unterstützen und auch gerne rechtlich dafür kämpfen, dass er sein Leben eher gestalten kann wie es ihm beliebt

Hoffentlich. Der Rat zur Vorsicht bezieht sich nicht darauf, dass dieses Kind unbedingt im Wechselmodell erzogen werden sollte sondern darauf, dass im Streitfall trotz klarer Willensäusserung von 9-10 Jahre alten Kindern sie vom Richter nur gehört werden, aber nichts mitzuentscheiden haben. Und wie die verachtenswerte Richterschaft tickt, vor allem wenn es der Vater ist, bei dem das Kind leben will, das kannst du hier im Forum zur Genüge nachlesen. Anders gesagt, im offenen Streitfall hast du und das Kind ein leider deutliches Risiko, dass nicht gemäss eurem Willen entschieden wird.
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#8
(25-12-2025, 23:38)p__ schrieb:
Zitat:Wenn die Situation dann nach wie vor so ist wie jetzt, werde ich ihn unterstützen und auch gerne rechtlich dafür kämpfen, dass er sein Leben eher gestalten kann wie es ihm beliebt

Hoffentlich. Der Rat zur Vorsicht bezieht sich nicht darauf, dass dieses Kind unbedingt im Wechselmodell erzogen werden sollte sondern darauf, dass im Streitfall trotz klarer Willensäusserung von 9-10 Jahre alten Kindern sie vom Richter nur gehört werden, aber nichts mitzuentscheiden haben. Und wie die verachtenswerte Richterschaft tickt, vor allem wenn es der Vater ist, bei dem das Kind leben will, das kannst du hier im Forum zur Genüge nachlesen. Anders gesagt, im offenen Streitfall hast du und das Kind ein leider deutliches Risiko, dass nicht gemäss eurem Willen entschieden wird.


Ja, das habe ich in der Tat schon zu genüge gelesen. Ich war damals ja schon sehr Glücklich wegen dem Wechselmodell.
Lese natürlich auch immer wieder von dem "breakpoint" vom Alter zwischen 12 bzw 14, wo die Kids ein deutlich höheres Mitspracherecht haben sollen, weswegen ich bis zu diesem Alter nun kein all zu großes Fass aufmachen will.

Gibt es Erfahrungswerte zu dem Alterspunkt 12/14, und ob hier der Wille vom Kind tatsächlich um einiges stärker ausschlaggebend ist?

Nun lass mal noch die 2-3 Jahre ins Land gehen und schauen, wie sich die Gedankengänge der KM entwickeln. Habe aber nicht all zu viel Hoffnung bei deren Sturrheit, weil es ihr wiegesagt in jeder Faser nur darum geht, gegen mich zu sein egal welcher Pädagoge oder welche Meinung für mich spricht.

Alles in allem hab ich kein Problem damit das noch mals rechtlich klären zu lassen, der Kontakt zum Anwalt vom Wechselmodell besteht noch. Finanziell wäre das natürlich wieder etwas, das man budgetieren muss, aber definitiv machbar und kein Beinbruch
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#9
Hey zusammen, Muss den Faden noch mal auskramen...

Gibt es Erfahrungeswerte bezüglich 10 Jährigen kids, inwiefern deren Meinung schon zählt in bezug auf Wohnort Wahl wenn es ums Jugendamt oder auch Gericht geht.

Hier kehrt einfach keine Ruhe ein. Es wird sogar immer schlimmer, seit gut einem halben Jahr hat es angefangen dass mein Sohn in der Schule an Wechseltagen weint weil er nicht zur Mutter will.

Letztens wurde er auch direkt bei mir abgeholt, da gab es 30 Min Drama und geschreie zwischen ihm/mutter, dass er nicht mit will.

Die Mutter erwartet natürlich von mir, dass ich da mitziehe und mein Sohn auch dazu "zwinge" mit zu ihr zu gehen und das alles als gemeinsame elterliche Entscheidung verkaufe - Das habe ich ja am Anfang das erste Jahr auch immer wieder gemacht, und mit der Mutter da gemeinsam an einem Strang gezogen...

aber mittlerweile nach 1 1/2 Jahren wo er nicht mehr da hin will, gehen meine Gedanken schon eher in die Richtung dass er das ernst meint und ich ihn bei seiner Meinung unterstützen sollte

Grüße
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#10
hat der sohn mal gesagt warum er nicht zur mutter will? in dem alter müsste er das doch erklären können.
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#11
Der Vorfall letztens war jetzt nur 1 mal und der Höhepunkt (beim abholen bei mir)

Aber seit Anfang des Jahres weint er oft in der Schule an den Wechseltagen , wir wurden schon des öfteren von Lehrern angesprochen
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#12
probleme beim zusammentreffen der eltern können loyalitätskonflikte sein, weil die eltern sich nicht grün sind.

wenn er in der schule auch weint ist das bedenklich. gibt es stress mit der mutter und/oder ihrem partner?
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#13
Soweit ich weiß gibt es dort kein stress - außer das übliche. Es wird sich halt öfter dort gestritten, der erziehungsstil passt wohl einfach nicht so gut. Aber nichts anderweitig gravierendes.

Er ist halt mit dem neuen partner nie so richtig warm geworden denke ich und kommt mit der neuen situation dort, dass er nicht mehr alleine mit mutter ist, zurecht.

Ist auch mittlerweile schon so, dass ich mit ihm
Diskutieren muss wenn der wechseltag ansteht - weil
Er einfach keine Lust hat hinzugehen
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#14
(Gestern, 00:05)dalailamer schrieb: Gibt es Erfahrungeswerte bezüglich 10 Jährigen kids, inwiefern deren Meinung schon zählt in bezug auf Wohnort Wahl wenn es ums Jugendamt oder auch Gericht geht.

Leider hat sich die Situation zur Mitsprache des Kindes und zum Verhalten der Rechtspflege seither nicht geändert, die oben schon ausführlich geschildert wurde.

Am sinnvollsten ist, wenn das Kind der Mutter selbst sagt, dass es nicht will bzw. was es nicht will. Der Mutter muss klar werden, dass sich da gewaltige Widerstände aufgebaut haben. Nicht nur, damit sie selber etwas einsieht oder ändert, sondern auch damit das Kind lernt zu sagen was es will und dass die Mutter im Falle eines Gerichtsverfahrens weiss, dass hier keine Manipulation, sondern ein eindeutiger Kinderwille gegen sie stehen.
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#15
(Gestern, 11:29)p__ schrieb:
(Gestern, 00:05)dalailamer schrieb: Gibt es Erfahrungeswerte bezüglich 10 Jährigen kids, inwiefern deren Meinung schon zählt in bezug auf Wohnort Wahl wenn es ums Jugendamt oder auch Gericht geht.

Leider hat sich die Situation zur Mitsprache des Kindes und zum Verhalten der Rechtspflege seither nicht geändert, die oben schon ausführlich geschildert wurde.

Am sinnvollsten ist, wenn das Kind der Mutter selbst sagt, dass es nicht will bzw. was es nicht will. Der Mutter muss klar werden, dass sich da gewaltige Widerstände aufgebaut haben. Nicht nur, damit sie selber etwas einsieht oder ändert, sondern auch damit das Kind lernt zu sagen was es will und dass die Mutter im Falle eines Gerichtsverfahrens weiss, dass hier keine Manipulation, sondern ein eindeutiger Kinderwille gegen sie stehen.

An dem punkt sind wir schon, dass das kind das selbst äußert. Aber natürlich akzeptiert die mutter das nicht, sagt er ist noch zu jung sowas zu entscheiden. Ihr plan ist jetzt erst mal zum JA oder Psychologen zu gehen um zu verstehen wieso er nicht hin will - als wäre das etwas total umglaublichea und unnormales, wie eine krankheit an der man arbeiten muss. Dass er einfach eine wohnort, wenn auch aus simplen gründen wie zb wohlfühlfaktor, favorisiert, ist für sie nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel

Es wird auch wieder die standarttaktik der frauen aufgefahren: den spieß herumdrehen.

Sie hätte gerne, dass ich , genau wie sie dem Kind „verbiete“ mehr hier zu sein und strikte sage „nein das gibt es nicht“. Allerdings vermittle ich ihm, dass meine türe zu jeder zeit offen sind wenn er das bedürfniss hat - es allerdings vorher mit der mutter abklären muss, da wir derzeit eine feste regelung haben.

Aufgrund dessen legt sie mir aus, ich würde nicht mit ihr an einem strang ziehen und dem
Kind zu viel freiraum in dieser angelegenheit geben
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#16
gut ist auf jeden fall, dass es überhaupt einen dialog zwischen den eltern und dem kind gibt. da besteht ja schon die chance irgendwann eine lösung zu finden.

mir wurden auch in etwa dem gleichen alter ein stiefvater und stiefgeschwister vorgesetzt. wenn ich gekonnt hätte, wäre ich sofort ausgezogen. so musste ich mich halt arrangieren.

ich kann dein kind daher sehr gut verstehen.

vielleicht sind JA und psychologe ja eine möglichkeit, wie der junge seine bedürfnisse mitteilen kann. auf jedem fall kann er dann mal mit jemandem sprechen der nicht konfliktpartei ist.
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#17
Ja, hoffe dass da dann auch jemand mit ihm sprechen wird.

Wie siehst du/ihr folgendes:

Ich habe das ganze jahr zuvor immer strikt gesagt nein, er kann noch nicht hier wohnen und es gibt eine 50/50 regelung. Natürlich um die Mutter zu unterstützen.

Aber seit ein par Wochen, in denen das mit dem weinen immer heftiger wird und er vehement sonntags schon sagt er will nach der Schule nicht zu ihr hin, sage ich ihm, dass die türen für ihn bei mir immer offen stehen wenn er das Bedürfniss hat, es allerdings eine bestehende Regelung gibt, an die wir uns halten, und es auch seine mutter erlauben muss wenm er öfter hier sein will.

Ich sage ihm dann auch immer dinge wie „ihr macht sicherlich tolle Dinge die kommende woche“ usw.

Aber bin halt nicht mehr so strikt und sage keine dinge wie  „nein, du kannst hier nicht wohnen“.

Die mutter legt mir das natürlich so aus, dass ich mit ihr nicht an einem strang ziehe und ihm dadurch nicht klar vermittle dass er bei ihr sein muss… ich möchte ihm aber in solch emotional schwierigen phasen nicht zurück weisen, denn aus meiner sicht ist er dort bei der mutter gerade emotional überfordert
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#18
Ich habe mir den ganzen Thread jetzt in Ruhe durch gelesen und dabei auch festgestellt, über welchen Zeitraum das Ganze nun geht.

Mir bleibt nichts anderes übrig, als meine Meinung zu den Dingen zu sagen. Und ich bin mir des Risikos auch bewusst. Letztlich geht es durchgängig in dem Thread darum, dass nahezu alle Teilnehmer natürlich (!) sehr vorsichtig an die Sache heran gehen, da hier jeder die Position eines Vaters vor Familiengericht unter Berücksichtigung des Alters des Kindes kennt. Hier geht nachvollziehbar niemand das Risiko ein, ein Verfahren zu empfehlen – was in einer Mutti-Gruppe längst passiert wäre – weil ja auch ausnahmslos jeder das Risiko kennt.

Trotzdem stört mich nun – aufgrund des langen Zeitraumes – fundamental etwas.

Die Lage des Kindes ist desaströs. Es bekundet seinen Willen nun seit über 1 ½ vehement. Versucht auf sich aufmerksam zu machen, fällt dadurch in der Schule bezüglich dieser Problematik auf, ändert eigenständig die Beschriftung auf den Schulheften u.v.m.

Aus der Sicht des Kindes: „Was soll ich denn noch alles machen? Ich habe ja nur meinen Vater, dem ich das Problem anbringen an.“

Und flugs kommt die Ex mit der schlimmsten Keule: Psychologe. Der Psychologe soll´s richten. Was soll er richten? Die Defizite der Ex, den Willen des Kindes, die Situation im Allgemeinen und das Verhalten des Kindes, in die gewünschte Richtung biegen.

So macht man den Symptomträger (Kind) zum Verursacher und der Verursacher sich zum Opfer. „Das Kind will einfach nicht so wie ich will. Bitte stellen Sie mal bei dem Kind was fest. Das soll jetzt mal alles einsehen.“

Ich darf in aller Offenheit sagen: Das Kind sucht Hilfe. Bei einem ganz bestimmten Thema. Und bekommt sie nicht.

Und nein, es ist nicht grundsätzlich so, dass die Aussage „Mit 14 kannst Du alleine entscheiden und dann warte jetzt halt mal paar Jahre“ so stimmt. Und einige Jahre sind für ein Kind viel länger im Empfinden als für einen Erwachsenen, für den das Ganze lediglich eine unangenehme Situation ist.

Das Kind ist nun 10 Jahre alt. Die gesunde Entwicklung steht durchaus auch auf dem Spiel. Es bewegt sich seit Jahren zwischen den Fronten. Bearbeitet von der Mutter. Beim Vater kann es den Willen nur anbringen, aber ohne Lösung.

In diesem Fall könnte man – allen Risiken zum Trotz – durchaus einen gerichtlichen Antrag stellen. Dies, wenn man sich umschaut, einen Rechtsanwalt zu finden, bezüglich dessen man im Beratungsgespräch merkt, dass er da durchaus die Situation begreift und sich entsprechend einsetzt.

Man kann tatsächlich die Lehrer mit einbeziehen und im Zuge dessen um Aussagen bitten. Daten, Vorfälle und Fakten sammeln und vorbringen. Ja, das Kind wird gehört und wenn man auch dessen Wille im Alter von 10 sehr genau meint beurteilen zu müssen, sehe ich ehrlich gesagt beim Vorbringen eines solch festen Willens keine Beschlussbegründung, das Kind zur Mutter zu geben – um eine Katastrophe herauf zu beschwören.

Das Kind würde sich mit Händen und Füßen wehren. Es könnte hilfreich sein, wenn Du – ohne Mutter – das Kind tatsächlich zu einem Kinderpsychologen bringen würdest, aber nur unter der Maßgabe, mit der Sprache deutlich heraus zu rücken, worum es tatsächlich geht. Am Ende gibt es einen Bericht, der durchaus Gewicht hat.
Das Problem ist nur, dass all dies Zeit kostet – und das geht alles zu Lasten des Kindes.

Ich kenne durchaus einige Fälle, wo ein Kind zum Vater kam, auch wenn es dieses Alter – von dem man da spricht – noch nicht erreicht hatte.

Und tatsächlich muss ich einfach los werden, dass ich persönlich da jetzt Nägel mit Köpfen machen würde, trotz eines Risikos das man im Hinterkopf immer mit sich trägt.
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#19
Danke Napoo für diesen auführlichen Text! Du beschreibst hier ziemlich viel bzw fast alles, was ich über die ganze Sache genau so denke.

Im Prinzip möchte ich nur das beste fürs Kind, und nicht der Mutter das Kind „wegenehmen“ (das denkt sie aber wahrscheinlich). Daher habe ich das erste Jahr auch in der Kommunikation bezüglich „das geht nicht“ mitgezogen, um die Mutter zu unterstützen und das Wechselmodell wieder zur zufriedenheit aller Beteiligten hinzubiegen.

Aber seit einigen Monaten das weinen in der Schule etc angefangen hat, mache ich mir zunehmend Sorgen bzgl den Punkten die du ganz genau angesprochen hast.

Die Mutter ist der Ansicht, es liegt an „veränderungen“ die ihm zu schaffen machen, und klammert sich an der Hoffnung da dieses Verhalten ja nur temporär wegen Veränderungen ist. Aber die letzten 2 Jahre gab es eben permanent veränderungen bei ihr - neuer partner, Umzug, Nachwuchs etc. während bei mir alles stabil ist, und gleich bleibt, deswegen bevorzugt er mein Zuhause.

Also ist die Frage, wann wird bei ihr alles Stabil und selbst wenn das derzeitige Verhalten und Wunsch w wegen diesen veränderungen der letzten 2 Jahre aufkam, wird er seine Meinung diesbezüglich überhaupt noch mal ändern.

Ich habe schon die Tage die Nummer meines Anwalts vom
Wechselmodell damals herausgesucht, aber bisher abgewartet um zu sehen ob eine Beratung beim JA was bewirken kann, wenn man denen die Situation schildert ob die dann eine dementsprechende Empfehlung aussprechen?

Es ist ja schon eine andere themathik wie das WM damals, weil diesmal ja auch das Komd klar sagt es will nicht mit ihr nach hause gehen. So dass ich evtl hoffe, dass die mutter von alleine zur Einsicht kommt
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#20
Sehe ich als unabhängige Vorgänge. Sicher kannst du vor Gericht oder auch eine Umgangseinschränkung einfach ertrotzen, das ist eine Sache, die Meinungen dazu wurden ja in alle Richtungen geäussert. Vielleicht klapps, vielleicht verlierst du und das Kind mehr wie du jetzt hast, vielleicht, vielleicht.

Die andere Sache ist, festzustellen worin die Ablehnung besteht. Woher kommen die Symptome? Aliens? Grundsätzlich ist eine gute Beziehung zu beiden Eltern der gesunde Normalzustand und Ablehnung eines Elternteils der kranke Notzustand. Das ist zu klären, mit Hilfe von aussen. Das riesige Hauptproblem dabei ist die Qualifikation des "Fachpersonals". Kinderpsychologie und alles, was sich als qualifiziert betrachtet, sich damit zu beschäftigen ist in Deutschland völlig kaputt und verbogen. Ideologisiert, von Leuten ausgeübt die besser Küken auf einem Hühnerhof betreuen würden, feminisiert, von der Rechtspflege pervertiert, vollgequetscht mit Definitionen die nur so von Eigennutz der Akteure triefen. Ich habe mehrere kennengelernt und davon genau eine Person, die man qualifiziert in der Realität nennen kann. Der Rest hat grösstenteils mehr Schaden angerichtet wie irgendwie geholfen.
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#21
(Vor 5 Stunden)p__ schrieb: Sehe ich als unabhängige Vorgänge. Sicher kannst du vor Gericht oder auch eine Umgangseinschränkung einfach ertrotzen, das ist eine Sache, die Meinungen dazu wurden ja in alle Richtungen geäussert. Vielleicht klapps, vielleicht verlierst du und das Kind mehr wie du jetzt hast, vielleicht, vielleicht.

Die andere Sache ist, festzustellen worin die Ablehnung besteht. Woher kommen die Symptome? Aliens? Grundsätzlich ist eine gute Beziehung zu beiden Eltern der gesunde Normalzustand und Ablehnung eines Elternteils der kranke Notzustand. Das ist zu klären, mit Hilfe von aussen. Das riesige Hauptproblem dabei ist die Qualifikation des "Fachpersonals".  Kinderpsychologie und alles, was sich als qualifiziert betrachtet, sich damit zu beschäftigen ist in Deutschland völlig kaputt und verbogen. Ideologisiert, von Leuten ausgeübt die besser Küken auf einem Hühnerhof betreuen würden, feminisiert, von der Rechtspflege pervertiert, vollgequetscht mit Definitionen die nur so von Eigennutz der Akteure triefen. Ich habe mehrere kennengelernt und davon genau eine Person, die man qualifiziert in der Realität nennen kann. Der Rest hat grösstenteils mehr Schaden angerichtet wie irgendwie geholfen.

Bin da bei dir, Gerichtliche lösung ist keinesfalls das erste mittel der Wahl.

Sehe es aber irgendwo zwischen der Antwort von dir und Nappo.

Zum einen mache ich mir Gedanken über die weitere Entwicklung meines Kindes und will alles dafür tun dass er wieder ruhe hat. Und zum anderen will ich natürlich mit der Mutter eine gemeinsame Lösung finden, denn das WM lief die Zeit davor auch ganz gut und angenehm.


Das Problem dass ich sehe ist, ich weiß nicht ob es der Mutter hier um das Kind geht und sie überhaupt ergründen will, wieso es derzeit so ist. Denn sie spricht nur davon, dass das wechselmodell bleiben muss und wir irgendwo hingehen müssen mit ihm, damit es wieder klappt.

Ich habe die letzten
1 1/2 Jahre oft angemerkt, dass sie sich darum kümmern muss herauszufinden wie die beiden wieder besser klar kommen, damit sie nicht mehr streiten, herausfinden wieso sich dort unwohl gefühlt wird. Aber irgendwie scheint da nix passiert zu sein, es wird lieber das eigene leben durchgezogen bzw nachgeholt was sie die Jahre davor verpasst hat (neuer partner, wohnung , mehr nachwuchs) .
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