04-05-2026, 11:49
Ritalin macht süchtig. Eine Bekannte hatte nach zwei Jahren Konsum einen schweren Entzug.
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sehr fragliche ADHS Diagnose...
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04-05-2026, 11:49
Ritalin macht süchtig. Eine Bekannte hatte nach zwei Jahren Konsum einen schweren Entzug.
04-05-2026, 12:14
(04-05-2026, 11:32)expat schrieb: @pendragon Lieber Expat, ich schätze deine Beiträge als Mitleser sehr und es mag sicherlich Fälle geben die unklar sind, falsch diagnostiziert usw. Aber wir sind alle keine Psychiater, Du auch nicht. Wieso maßt Du dir an bestimmen zu können, welche Störungen ein Kind hat welches zudem nicht deines ist? "Der muss sich nur mal auspowern" bei ADHS ist genau wie "geh doch mal spazieren" bei Depressionen. Wieviele falsche Diagnosen gibt es denn (Quelle bitte!) und wer entscheidet das die Diagnose falsch ist? Du? Und was heißt hier Mode-Diagnose? Bitte Zahlen dazu! Du tust hier eine ernste Krankheit ziemlich lapidar ab.... bitte überdenke dies! Ich kann nur nochmal dazu anhalten nicht so (boomermäßig) von oben herab über ein Thema zu sprechen von dem man keine Ahnung hat. Deine anekdotische Story von irgendeiner (mal wieder) total schlimmen Mutter, dem armen Kind und dem armen unschuldigen wohlwollenden Vater hat NICHTS in dieser Debatte verloren. Ich hoffe dem Kind wird geholfen und Du lieber Expat, bitte mach Dich mal WIRKLICH schlau was ADHS bedeutet, wie eine Diagnose gestellt wird usw. Der Hausarzt kann nur den Verdacht bescheinigen, die Diagnose muss ein Psychiater vornehmen. Kein Mensch wird einfach mit Ritalin zugeschmissen, das muss eingeschlichen werden, wird gemonitort, Blutabnahmen etc. pp. Statt hier auf die Mutter zu hetzen, könnte der wohlwollende unschuldige engagierte Superpapi ja auch einfach mal mit dem Kind SELBER zum Psychiater gehen und sich eine Einschätzung abholen. Oder zu einer Beratungsstelle AWO, DRK etc. Es gibt mehr als genug Infrastruktur für ADHS Kinder und deren Eltern, stattdessen wird hier im Forum auf die Mutter gehetzt und alle stimmen ein? Das arme Kind Und nochmal: Wenn man ADHS hat ist es egal wieviel Sport man macht, die Blitze im Kopf kommen trotzdem! Bitte nicht mit Unausgeglichenheit verwechseln. Und auch nicht anmaßen den Unterschied erkennen zu können, außer Du bist Psychiater (12 Jahre lang ausgebildet auf dem Gebiet) Das arme Kind
04-05-2026, 12:58
Wir können hier übers Forum keine Diagnosen stellen. Auch nicht, wenn Psychiater anwesend wären.
Was wir können, ist Wege, Möglichkeiten, Risiken des Gesundheitsfürsorge-Konflikts mit der Mutter zeichnen. Also nicht die Sache selbst, das ist Diagnose und Therapie von ADHS. (04-05-2026, 12:58)p__ schrieb: Wir können hier übers Forum keine Diagnosen stellen. Auch nicht, wenn Psychiater anwesend wären. Danke! Und wir sollten alle gemeinsam darauf hinwirken, dass der Vater den ADHS-Verdacht medizinisch abklären lässt und seine Verantwortung annimmt. Wenn der Verdacht sich nicht bestätigt, können wir immer noch gegen Mutti wettern und uns alle freuen, dass es dem Kind gut geht und ihm ADHS erspart geblieben ist.
04-05-2026, 14:54
Die Handlungsspielräume sind nicht gross. Ich würde auf keinen Fall so weit gehen, einen Dissens vor Gericht zu bringen. Dann droht der oben beschriebene Mechanismus, Totalschaden. Vielmehr würde ich Kompromisse suchen. Beispiele: Zustimmung nach identischer ärztlicher Zweitmeinung. Revision einer Therapie nach X Monaten. Irgend etwas, das viel offen lässt und auf die Entwicklung des Kindes mit der gewählten Lösung abstellt.
04-05-2026, 16:09
@pendragon
ich verstehe deine aufregung nicht. dein persönliches schicksal ist genauso anekdotisch wie der von mir genannte fall. aus der schweiz gibt es belastbare zahlen zur zunahme des ritalin-konsums: https://www.tagesanzeiger.ch/ritalin-aer...4612334013
05-05-2026, 14:45
Meine Aufregung rührt daher, dass das Kind vernünftig untersucht werden soll, um eine Erkrankung auszuschließen anstatt das Thema von zynischen älteren Herren einfach so wegwischen zu lassen.
Übrigens Danke für deinen selbstoffenbarenden Kommentar gestern, Du bist hier richtig! Alles Gute
@pendragon
was soll dieses dümmliche generationenbashing? ist übrigens doppelt dämlich weil ich der von dir gescholtenen generation nicht angehöre.
05-05-2026, 18:18
Diagnosen über Forenmitglieder waren nicht gefragt und helfen keinem, Ferndiagnosen über das Kind auch nicht.
Der verlinkte Artikel ist interessant, sachlich, knapp, sollte man mal lesen, auch wenn er hier im individuellen Fall nichts hilft. Eine Wertung oder irgendein pro oder contra ist da gar nicht drin, sondern die lapidare Tatsache, dass diese Medikamente seit 2020 einen deutlichen Verschreibungsanstieg hatten und die Gründe nicht eindeutig sind: "Über die Gründe für die vermehrte Verwendung von ADHS-Medikamenten sind sich Fachleute uneinig.". ADHS scheint noch stärker ein Thema zu werden. Es ist auch ein Thema, das oft zu Dissens zwischen getrennten Eltern führt. Und leider sind die Eltern selbst ein Risikofaktor: Kinder mit getrennten Eltern haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine ADHS-Diagnose zu erhalten und entsprechende Medikamente (wie Methylphenidat) verschrieben zu bekommen. Auch über das Risiko von Fehldiagnosen wird offen debattiert. Man fürchtet, dass reaktive Störungen als neurobiologisches ADHS fehldiagnostiziert werden. Unterdiagnosen wird ebenso geben. Der Vorschlag oben nach einer ärztlichen Zweitmeinung könnte auch den elterlichen Dissens selbst lösen.
07-05-2026, 00:01
wenn ich das hier hintereinander lese .... kann man nur zum Schluss kommen, eine genaue Untersuchung / Zweitmeinung eines Experten auf diesem Gebiet kann helfen. Wichtig ist eben, dass sich ein Experte auf diesem Gebiet das Kind genau anschaut, in alle Richtungen hin untersucht, um eben einer voreiligen ADHS-Diagnose entgegenzuwirken, genauso wie einer unerkannten, falschen ADHS-Diagnose zu übersehen.
Mir wurde damals auch alles möglich angedichtet; ich konnte in der Schule auch nicht still sitzen, Konzentrationsprobleme, schnell abgelenkt, schlechte Note, etc. Einen IQ-Test hatte ich damals nicht gemacht, jedoch mein Bruder. Bei meinem Sohn hatten wir vor der Einschulung und bei meiner Tochter nach der 4. Klasse einen IQ-Test machen lassen; auch wegen der Möglichkeit zum Besuch einer Hochbegabtenklasse ab Klassenstufe fünf. Ergebnis war, das alle 3 hochbegabt waren / sind. Es muss also in der Familie liegen. Vielleicht bin ich es ja auch und man hatte damals einfach keinen Test gemacht. Was ich damit sagen will, es braucht eine richtige Untersuchung und Abklärung in allen Richtung. Vielleicht liegt auch "nur" eine Hochbegabung vor und das Kind langweilt sich in der Schule ... aber das kann NUR ein Psychologe mit langjähriger Berufserfahrung ordentlich abklären und erst dann die nächsten Schritte.....
07-05-2026, 16:00
ADHS kann eigentlich nur ein Psychiater, Neurologe oder Psychotherapeut diagnostizieren und das ist ziemlcih aufwändig und dauert lange.
Uns liegen mittlerweile umfangreiche Literatur, Doktorarbeiten zum Thema ADHS vor und anderen psychischen "Erkrankungen" vor und die diesbzgl. Medikamente (Substanzen) vor. Nennen wir sie mal Besonderheiten. Und wir kennen auch sehr viele Fallkonstellationen.
Wenn Konzentrationsschwierigkeiten vorliegen, dann wäre z.B. mehr Schlaf, Sport und Tasse grünen Tee angezeigt. ADHS Diagnose anhand eines Fragenbogens an einen Elternteil in der Schule - das geht - und wird UNVERANTWORLICH so gemacht. "COMPUTERTESTS" die nicht richtig funktioneren und aus denen ein positives Ergebnis kommen - auch solche Methoden gibt es. Erstens: Was ist ADHS überhaupt ? Aufmerksamtkeitdefizit- und Hyperaktivität? Beides gleichzeitig. Schon ein sehr wenig ausdifferenzierte Bezeichnung. AHDS - wie auch immer - MUSS zunächst medikamentenfrei behandelt werden. Dann MÜSSEN beide Eltern einbezogen werden. Dann MÜSSEN mehrere Dinge sauber geprüft und gezielt ablaufen. Aus unserer Erfahrung heraus erfolgen diese absolut banalen medizinischen und seitens des Gesetzgebers richtig vorgegebenen höheren Anforderungen/Hürden bis es BTMs gibt, in der Praxis leider nicht richtig ab. Sehr problematisch ist zum einen das Alter der Kinder. In diesem Alter können die Kinder ihre Empfindungen mit/ohne Tablette noch ncht verbalisieren und die Monster, die Kinder dann zum Teil sehen - so kindgerecht ist kein Psychotherapeut (und er hat auch gar nicht die Zeit) - ein optimal Einstellung zu erreichen. Es wird doch alles von der Packungsbeilage abgelesen - maximal. Von daher ist bei BTMs für die Grundschule / Kindergarten absolute Vorsicht gebeten - diese haben massiven Nebenwirkungen. Und die Lehrer sollte mal hinterfragen, ob nicht die sogenannten ADHS Kinder evtl. deutlich unterfordert sind und sich langweilen, weil sie in der Grundschule immer rücksicht auf die langsamen Kinder legen. Das liegt dann eben gar nicht an den Kindern - da müssen sich beide Eltern drüber im Klaren sein. Es gibt Strategien wie man mit der Schule / Lehrern umzugehen hat. Unbedingt immer einen IQ Test / Konz.Test machen lassen. Es gibt noch weitere Strategien im Umgang mit der Schule und den Lehrern sowie den Ärzten. Das muss man nur RICHTIG machen und die richtigen Fragen stellen, aber das ist natürlich bei sozialpädagogischer Beliebigkeit und vorhandener Ideologie und zum Teil sehr wenig bis gar keinen med. Fachwissen sehr schwierig. Bei gemeinsamer Sorge ist die Einwilliung beider Eltern nötig vor der Vergabe von BtMs nötig. Erfahrungen liegen vor im Umgang mit ADHS bei / mit Trennungen. Unseres Erachtens ist das eine neue Mode-Erscheingung von FamR Anwältinnen in Verbdg. mit der Diagnose ADHS künstlich Streitigkeiten zu produzieren (bsw. künstl. Sorgerechtsentzüge zu produzieren, der andere unterschreibt nicht) und in es in den Schulen darum geht, Betreuuer und Geld für den Schulalltag zu kriegen und nur einen Ansprechpartner zu haben und den Kindbesitzt endgültig zu manifestieren. Im Worst-Case-Fall möchte derartig gestrickte FamR AnwältINNEN - schicke die Mandanten 50% arbeiten, oberhalb der VKH, dann kann sie mlg.weise auch Cash bezahlen, das Kind oder Kinder von Ihr schickste in Richtung "Behinderung". Und gehen Sie mal zum Jugendamt, da wird ihnen geholfen. Strategien, im Umgang dieser Problematik gibt es auch. Und bzgl. Ärzte: diese durchblicken das GANZE gar nicht bis wenig, weil die entscheidenden Themen (Situation Schule) gar nicht in Richtung der Ärtze kolportiert wird, sondern Hauptsache diese erhalten zusätzl. ca. 700€ / Jahr mehr an Geld für Patient. Einrichtungen erhalten für diag. Kinder deutlich mehr Geld. Hauptsache das Mütterwohl = LehrerINNENWohl stimmt. Wir kennen sehr viele Fälle, wo *KEINE* saubere Differenzialdiagnose gemacht wird. Das würde ja auch sehr viel Arbeit bedeuten. Gesunde und glückliche Kinder werfen keinen Ertrag ab. Die FamR Anwältinnen kennen "die schwarzen Schafe" in ihrer Umgebung. Das sind massive Fehlanreize von oben. Hierzu sollte es unseres Erachtens mehrere Kommissionen zur Aufklärung geben und viele Fälle aufgearbeitet werden - siehe Winterhoff.
Vor 1 Stunde
(Vor 2 Stunden)Paabel schrieb: Erfahrungen liegen vor im Umgang mit ADHS bei / mit Trennungen. Unseres Erachtens ist das eine neue Mode-Erscheingung von FamR Anwältinnen in Verbdg. mit der Diagnose ADHS künstlich Streitigkeiten zu produzieren (bsw. künstl. Sorgerechtsentzüge zu produzieren, der andere unterschreibt nicht) Wie schon geschrieben, das Problem dabei ist: Das funktioniert in der deutschen Familienrechtspraxis. Darauf muss man sich als Trennungsvater einstellen. Wieder zugespitzt formuliert: Vater stimmt zu -> Kind wird behandelt, Vater behält gemeinsame Sorge. Vater lehnt ab -> kostenpflichtiger Sorgerechtsentzug -> Kind wird behandelt. Vater verliert gemeinsame Sorge. Unabhängig vom tatsächlichen psychischen Zustand des Kindes, auch im umgekehrten Fall, wenn Mutti eine Behandlung verweigert und Vati das will. Das Sorgerecht ist in der Praxis eben kein Recht, gemeinsam über wichtige Kinderangelegenheiten zu entscheiden, sondern das Recht des Vater, den mütterlichen Entscheidungen zuzustimmen. Das ist die tatsächliche Realität, die wir erleben und nicht das, was die Berufsschwätzer öffentlich von sich geben. Der Spielraum liegt maximal im vorgerichtlichen Bereich und sollte wie ein Pokerspiel gespielt werden. Man verhandelt, versucht eine Zweitmeinung zu erreichen, Probezeiten, man kann versuchen alles solider und flexibler zu machen. Und sollte es tatsächlich gerichtsanhängig werden, dann kann man immer noch schon vor einem Termin zustimmen und für erledigt erklären. Kleiner weiterer Vorteilt: Damit entpuppt sich auch recht schnell, um was es der Mutter geht. Echte Sorge um das Kind? Ein provozierter Sorgerechtsentzug? Oder Durchsetzung einer unfundierten vorgefassten Muttermeinung? Oder Einflussnahme von Dritten auf die Mutter, die selber gar nicht so dahinter steht? Wenn diesem Streit andere Streits folgen, wird man damit auch in Zukunft besser umgehen können.
Leider passiert dies allzu oft. Es gibt auch Fälle, Vater stimmt zu ( nachdem Mutter wollte , weil beantragt ) und trotzdem wird das Sorgerecht eingeschränkt oder entzogen. Es ist alles UNVERANTWORTLICH, was bei Gericht passiert und auch deshalb weil es keine rechtliche Definition des Kindeswohl gibt.
Damit handelt es sich um eine sekundäre Kindeswohlgefährdung seitens derjenigen, die UNVERANTWORTLICH handeln --> siehe Winterhoff, Staufen, etc. Hier war ja auch die Jugendhilfe involviert. Hauptsache der Umsatz für die Kanzlei, Ärzte, usw. stimmt. Gerichte, damit die VBs, die das Wohl der Kinder schützen sollten, handeln unverantwortlich. Und VB sind keine Ärzte und nochmal: Kindeswohl ist juristisch nicht definiert - damit mischen sich VB allzu oft ideologisch (mütterwohldienlich) ein, weil Kind wohnt ja im Residenzmodell bei einem Elternteil. Das Residenzmodell ist das größte Problem. Wir hoffe sehr, dass es eine Aufarbeitung aller Fälle gibt, wo Ritalin, Elvanse, Medikinet, Pipameron usw. im Spiel sind.
Vor 26 Minuten
(Vor 35 Minuten)Paabel schrieb: und trotzdem wird das Sorgerecht eingeschränkt oder entzogen Es ist eben ein Pokerspiel. Aber die Risiko, das trotz Zustimmung dem Vater dauerhaft Rechte entzogen werden kann man damit deutlich verkleinern, indem man zunächst Dinge wie die probiert, die ich vorgeschlagen habe. Die Gewinnchance ist grösser wie das Verlustrisiko, damit positiver Erwartungswert. Bis zum Termin ist das meist der Fall. |
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