Vor 9 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 9 Stunden von NurErzeuger.)
Frage: Macht das Jobcenter eigentlich keinen Druck, wenn man so wenig verdient?
Antwort: Überhaupt nicht, die haken dich erst mal direkt ab. Der Markt regelt, was deine Arbeit wert ist und nicht das Jobcenter.
Frage: Muss man da nicht mindestens 30 Bewerbungen im Monat schreiben und lückenlos nachweisen?
Antwort: Nein, absolut nicht. 30 Stück sind völlig unrealistisch, das verlangen die nicht mal von Leuten ohne Job. Selbst diejenigen, die sich komplett verweigern, müssen meistens maximal zwei Bewerbungen pro Woche schreiben. Wenn du sowieso schon arbeitest, kannst du ja schlecht nebenbei ständig Bewerbungen verschicken – stell dir vor, dein Chef bekommt das mit und kündigt dich. Das Risiko geht das Jobcenter gar nicht ein, besonders weil du ja auch deinen Kindesunterhalt finanzieren musst. Wenn die dich in so eine Situation drängen und du den Job verlierst, hängst du am Ende als Komplettbezieher voll in ihrem Budget. Das wollen die erst recht nicht riskieren. Deswegen: Mach dir keinen Stress, du musst einfach entspannt mitschwingen.
Frage: Wollen die nicht, dass man sich eine Vollzeitstelle sucht, wenn das Geld nicht reicht?
Antwort: Wollen können sie viel. Meine Frau sucht zum Beispiel auch, aber findet gerade nichts – und wegen der Kinderbetreuung ist eben oft nur Teilzeit machbar. Das ist einfach die Realität. Schau einfach, dass du deine 1.500 € brutto verdienst, damit maximierst du deine Freibeträge am besten. Das System läuft so.
Frage: Ist das beim Aufstocken also echt anders als beim ganz normalen Bürgergeld?
Antwort: Auf jeden Fall. Das Amt hat schon genug damit zu tun, den Leuten hinterherzurennen, die überhaupt keinen Job haben. Wer bereits arbeitet, hat im Vergleich dazu erst mal seine Ruhe.
Frage: Und wie läuft das mit dem Wechsel? Wenn ich von Vollzeit in Teilzeit gehen will, kann ich dann selbst kündigen, in Teilzeit anfangen und dann den Antrag stellen? Oder gibt das nur Probleme und es ist besser, sich kündigen zu lassen?
Antwort: Wenn du erst mal im Aufstocker-Modus bist, kündigst du niemals selbst. Vor dem Antrag regelst du das am besten so, dass du dich kündigen lässt. Danach suchst du dir ganz entspannt die passende Teilzeitstelle, fängst dort an und beantragst die Unterstützung. Du machst dir einfach viel zu viele Gedanken: Antrag ausfüllen, abschicken und in zwei bis vier Wochen hast du das Geld auf dem Konto.
Antwort: Überhaupt nicht, die haken dich erst mal direkt ab. Der Markt regelt, was deine Arbeit wert ist und nicht das Jobcenter.
Frage: Muss man da nicht mindestens 30 Bewerbungen im Monat schreiben und lückenlos nachweisen?
Antwort: Nein, absolut nicht. 30 Stück sind völlig unrealistisch, das verlangen die nicht mal von Leuten ohne Job. Selbst diejenigen, die sich komplett verweigern, müssen meistens maximal zwei Bewerbungen pro Woche schreiben. Wenn du sowieso schon arbeitest, kannst du ja schlecht nebenbei ständig Bewerbungen verschicken – stell dir vor, dein Chef bekommt das mit und kündigt dich. Das Risiko geht das Jobcenter gar nicht ein, besonders weil du ja auch deinen Kindesunterhalt finanzieren musst. Wenn die dich in so eine Situation drängen und du den Job verlierst, hängst du am Ende als Komplettbezieher voll in ihrem Budget. Das wollen die erst recht nicht riskieren. Deswegen: Mach dir keinen Stress, du musst einfach entspannt mitschwingen.
Frage: Wollen die nicht, dass man sich eine Vollzeitstelle sucht, wenn das Geld nicht reicht?
Antwort: Wollen können sie viel. Meine Frau sucht zum Beispiel auch, aber findet gerade nichts – und wegen der Kinderbetreuung ist eben oft nur Teilzeit machbar. Das ist einfach die Realität. Schau einfach, dass du deine 1.500 € brutto verdienst, damit maximierst du deine Freibeträge am besten. Das System läuft so.
Frage: Ist das beim Aufstocken also echt anders als beim ganz normalen Bürgergeld?
Antwort: Auf jeden Fall. Das Amt hat schon genug damit zu tun, den Leuten hinterherzurennen, die überhaupt keinen Job haben. Wer bereits arbeitet, hat im Vergleich dazu erst mal seine Ruhe.
Frage: Und wie läuft das mit dem Wechsel? Wenn ich von Vollzeit in Teilzeit gehen will, kann ich dann selbst kündigen, in Teilzeit anfangen und dann den Antrag stellen? Oder gibt das nur Probleme und es ist besser, sich kündigen zu lassen?
Antwort: Wenn du erst mal im Aufstocker-Modus bist, kündigst du niemals selbst. Vor dem Antrag regelst du das am besten so, dass du dich kündigen lässt. Danach suchst du dir ganz entspannt die passende Teilzeitstelle, fängst dort an und beantragst die Unterstützung. Du machst dir einfach viel zu viele Gedanken: Antrag ausfüllen, abschicken und in zwei bis vier Wochen hast du das Geld auf dem Konto.

