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Gesetzesreform: Mehr Belohnungen für Falschbeschuldigungen
#10
Die Blockaden und die Einseitigkeit sind gut erklärt in der Detailanalyse. Hier ist aber nichts mit "auf gehts" zu machen.

In der Gesamtschau ergibt sich ein konsistentes Bild: Die familienpolitische Arena wird von einem hochgradig vernetzten, finanziell privilegierten und inhaltlich homogenen Akteursfeld dominiert. Dieses Feld ist nicht Ergebnis einer offenen gesellschaftlichen Auseinandersetzung, sondern Resultat langjähriger Förderstrukturen, institutioneller Nähe und wechselseitiger Legitimation. Alternative Perspektiven haben kaum Zugang zu Ressourcen, Gremien oder Öffentlichkeit. Reformansätze, die eine gleichberechtigte Elternschaft stärken oder bestehende Strukturen grundlegend infrage stellen würden, bleiben politisch folgenlos.

Die Blockade des Familienrechts ist damit kein Zufall und kein vorübergehendes politisches Versagen. Sie ist strukturell angelegt. Solange Förderpolitik, Forschung, Interessenvertretung und Gesetzgebung in dieser Form miteinander verschränkt bleiben, ist mit substanziellen Reformen nicht zu rechnen. Eine Modernisierung des Familienrechts setzt daher nicht nur fachliche Lösungen voraus, sondern eine grundlegende Neuordnung der familienpolitischen Macht- und Beteiligungsstrukturen.


Dafür wären mehr als ein paar Ketten zu sprengen. Ein paar unterhaltspflichtige Väter mit "auf gehts" sind davon Lichtjahre entfernt. Auch der Mechanismus, der dieses Land so weit gebracht hat wird nicht funktionieren, der Marsch durch die Institutionen. Männer melden sich ab und fangen nicht an, Soziologie zu studieren und im DIW zu arbeiten, wo sie auch gar nicht reinkommen würden, wenn sie die falsche Meinung vertreten. Die offene Gesellschaft ist tot.

Was zu etwas führen kann: Zerschlagen, finanziell und inhaltlich maximal belasten, niemals Systemparteien wählen, Probleme immer verstärken statt etwas zu lösen, Flurschäden verursachen, keine Konzilianz, kein Appeasement, mehr bleibt uns nicht. Die allerersten Fragen nach Veränderungen in einem Jugendamt habe ich letztes Jahr erlebt, als die Gemeinde finanziell voll und laut krachend gegen die Wand fuhr. Noch nicht von innen geäussert, sondern von Bürgern. Jeder Funken Verstand prallt ab, aber Geld verändert die Welt - wenn es weg ist.
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RE: Gesetzesreform: Mehr Belohnungen für Falschbeschuldigungen - von p__ - 16-03-2026, 19:14

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