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Kann mir bitte jemand eine Rat oder ein paar Tipps geben. Bin total am Ende
#1
Hallo Leute,

ich bin komplett am Ende und weiß nicht wie ich weitermachen soll.

Es fällt mir auch nicht leicht darüber zu reden, ich weiß aber sonst nicht wo ich mir Hilfe holen kann und für einen Anwalt habe ich kein Geld.

Kurz zu mir: ich bin 43 Jahre alt,  habe 3 Kinder, 3, 5 und 15 Jahre, die ich über alles liebe.

Meine Exfrau und ich haben uns mitten 2024 getrennt.

Ich habe 8 Jahre gedient, war dann längere Zeit Selbstständig und habe dann irgendwann einen Burnout bekommen.

Die folge davon, Privatinsolvenz und mehrere Jahre Bürgergeldbezug.

Den Burnout hatte ich mir nie attestieren lassen, hatte aber nach der Trennung und einem Nervenzusammenbruch 2024, mehrere Wochen Aufenthalt in einer Psychiatrischen Klinik.


Mir war schon klar, dass ich  nach der Trennung mit wenig Geld auskommen muss.
Da ich nicht viel zum leben brauche und keinen Urlaub machen muss, habe ich mit einer Volzeitstelle und einem Selbstbehalt von 1450€ gerechnet.

Seit ca. einem Jahr bin ich in einem Vollzeitverhältniss und bekomme ca. 1800€ Netto

Da meine Exfrau Bürgergeld bekommt, hatte sie von Anfang Unterhaltsvorschuss beantragt.

Jetzt hab ich Post von der Unterhaltsvorschusskasse bekommen und soll für die Jüngsten 2 Kinder 454€ bezahlen. Mir bleiben dann nur noch 1346€ übrig.
Also 104 € unter dem Selbstbehalt und natürlich eine ordentliche Nachzahlung. 
Ein bisschen Geld habe ich natürlich zur Seite gelegt, weil ich wusste dass das auf mich zukommt.

Bei dem Telefonat mit der guten Dame von der Kasse hat sie mir gesagt, dass ich bei 2 Monaten nicht ganz auf die 160 stunden gekommen bin und sie mir das jetzt so berechnet haben und ich das jetzt zahlen muss. Wenn mir das nicht ausreicht, soll ich mir noch einen Nebenjob suchen. ich wäre sowieso verpflichtet bis 190 Stunden zu arbeiten.
Als ich ihr gesagt habe, dass ich mit meiner Vorgeschichte froh bin überhaupt einen Vollzeitjob zu schaffen, sagte sie, sie könne da nichts machen.
Ach ja, und nach der Nachfrage, warum sie nur für 2 Kinder berechnet haben, sagte sie mir, der Älteste läuft über das Jobcenter von meiner Exfrau und da werde ich auch noch Post bekommen.

Bis zu meiner Arbeit sind es auch 30 km. Wenn ich die Spritkosten abziehe, dann hab ich bestimmt noch weniger als ein Bürgergeldempfänger.

Ich weiß nicht was ich machen soll.

Ich habe auch der GEZ geschrieben und versucht meinen Fall zu schildern damit ich keine Gebühren zahlen muss. Interessiert sie auch nicht.

Alle warten wahrscheinlich ab, biss man nicht mehr kann und von der Brücke springt.


Wenn jemand irgendwelche Tipps hat, falls man irgendwelche Hilfen beantragen kann, oder sein Leben trotz Scheidung und unterhalt für 3 Kinder lebenswert machen kann, ich währe für alles dankbar.

Falls das hilft, ich habe mit meiner Exfrau mittlerweile wieder ein relativ gutes Verhältnis, damit die Kinder nicht drunter leiden.


Grüße
Andreas
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#2
Sieht auch bei dir danach aus, dass Aufstocken die Lösung sein könnte. Dazu gibts bereits viele Threads, auch Aktuelle.
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#3
1. Schau Dir mal diesen Link an, der zwar schon alt ist, aber das näher erklärt, was p oben schrieb. Dann kannst Du Dir ein Bild zur Aufstockung machen. Und im Forum unter der Stichwortsuche auch entsprechende Threads raus suchen.

https://www.ra-koblenz.de/kategorie1/uki...index.html

2. Nicht das Jugendamt nochmal anrufen. Anrufe sind Schall und Rauch. Du hast nun gesehen, wie solche Anrufe enden. Weitere Anrufe weichen nicht davon ab.

3. Wann endete Deine Privatinsolvenz und welchen Volltext hat das Schreiben von der UVK?
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#4
(Gestern, 17:26)Nappo schrieb: 1. Schau Dir mal diesen Link an, der zwar schon alt ist, aber das näher erklärt, was p oben schrieb. Dann kannst Du Dir ein Bild zur Aufstockung machen. Und im Forum unter der Stichwortsuche auch entsprechende Threads raus suchen.

https://www.ra-koblenz.de/kategorie1/uki...index.html

2. Nicht das Jugendamt nochmal anrufen. Anrufe sind Schall und Rauch. Du hast nun gesehen, wie solche Anrufe enden. Weitere Anrufe weichen nicht davon ab.

3. Wann endete Deine Privatinsolvenz und welchen Volltext hat das Schreiben von der UVK?


Zu 1. Bekommt man da keine Probleme bei der Aufstockung mit der UVK weil ich den Mindestunterhalt nicht zahlen kann?
so steht das zumindest bei mir im Brief so, dass es mir zuzumuten ist bis zu 48 Stunden die Woche zu arbeite.
Und damit das Jobcenter den Unterhalt übernimmt, braucht man dafür einen Titel? Mit diesem Schreiben geht das nicht?
Da steht auch etwas mit fiktivem Einkommen. Wenn ich nicht den Mindestunterhalt zahlen kann, können die das Gerichtlich durchsetzen?

Zu 2. Ok danke, ich habe auch bisher noch nichts an die UVK überwiesen. Sollte ich damit noch warten bis ein Titel festgesetzt wird, oder kann ich die oder kann ich den Monatlichen Unterhalt überweisen?

 Zu 3. Privatinsolvenz ist bei mir durch Restschuldbefreiung wurde schon erteilt. Schreiben von UVK habe ich beigefügt.

Ich danke euch vielmals im voraus für eure Hilfe.


Angehängte Dateien
.pdf   Schreiben UVK neu.pdf (Größe: 1,11 MB / Downloads: 4)
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#5
(Vor 11 Stunden)Andreas83 schrieb: Bekommt man da keine Probleme bei der Aufstockung mit der UVK weil ich den Mindestunterhalt nicht zahlen kann?

Wenn du Aufstocker wirst, kannst du den Kindesunterhalt zahlen! Die Unterhaltsvorschusskasse wird sich freuen, die Probleme werden enden.
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#6
In diesem Fall ist eine aufstockende Grundsicherung eigentlich Pflicht. Da die Kindsmutter ohnehin auch Grundsicherung erhält, ist das Ganze ein unnötiges bürokratisches Hin und Her. Ohne einen bestehenden Unterhaltstitel ändert sich dadurch im Grunde nur die Höhe der Summe, die zwischen den Beteiligten und dem Amt verschoben wird.

Reiche am besten das Schriftstück vom Jugendamt und deine Kontoauszüge als Nachweis für die Unterhaltszahlungen beim Jobcenter ein.

Dadurch kannst du dort deine Fahrtkosten und die Autohaftpflicht vom Einkommen absetzen lassen und zusätzlich deine Umgangskosten einfordern.

Und gar nicht überlegen sondern einfach machen. Wirst ja auch bisschen Geld für deine Kinder brauchen. Ergo Pflicht.
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#7
Ich bin auch mit meinem Job sehr unzufrieden. Ich war schon paar mal kurz davor hinzuschmeißen, wollte aber keine Schulden machen.
Ich hab ihn letztes Jahr nur angenommen weil mir die UVK so viel Druck gemacht hat.
Wenn ich jetzt auf Teilzeit wechseln würde und aufstocken würde, würde mir das JC Probleme machen?

Gibt es da ein Optimum zwischen dem Verdienst sagen wir da so 1300€ Netto, und das man seine ruhe hat vom JC und UVK?

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
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#8
Mit >75% Teilzeit gibts selten Probleme und Ärger.
So oder so: Wenn du aufstockst, bist du erst mal das Unterhaltsproblem los. Gegen eine miese Stelle hilft am besten, weiterhin auf Stellensuche zu bleiben und dann zu wechseln, wenn sich was ergibt.
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#9
Es ist korrekt, dass man einen Titel braucht.
Den kann man aber schnell beim Notar machen .

Bei 2 Kindern lohnt sich die Aufstockung gewaltig .
Mit der Insolvenz dürften auch sämtliche Kontoauszüge
für das Jobcenter Nebensache sein.
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