12-02-2026, 16:52
Hallo zusammen,
mal wieder ein kleines Update von mir – nachdem ich mich länger nicht gemeldet habe.
Kurzfassung vorweg:
beruflich läuft weiterhin genau gar nichts. Und finanziell ist es inzwischen leider genauso unerquicklich.
Mein Arbeitslosengeld läuft jetzt aus, der Antrag auf Bürgergeld ist gestellt.
Sehr wahrscheinlich startet das Ganze ab 01.03..
Ich liege mit meinem restlichen Vermögen minimal über der normalen Grenze und falle damit in die Karenzzeit-Regelung. Viel ist davon ehrlich gesagt nicht mehr da. Ein Teil stammt noch aus der Zeit nach dem Tod meines Vaters – damals waren Schulden und Vermögen ungefähr ausgeglichen (der Mann war selbst finanziell peinlich ) .
Über die Jahre habe ich das Geld angelegt, aber seit meine Tochter da ist, ist es schlicht so: jeden Monat geht mehr raus als rein. Unterm Strich bin ich aktuell faktisch blank.
Der Bürgergeldantrag selbst war… sportlich.
Über 40 Seiten Nachweise. ??? Bin mir sicher, die wollen die Tage noch mehr.
Während der ALG-I-Antrag online erstaunlich flott durch war, war das jetzt wieder klassisches Behörden-Level.
Sobald der Antrag durch ist, muss ich auch die Mutter informieren. Unterhalt nicht möglich.
Danach läuft der Unterhalt erst einmal wieder über das Jugendamt. Ob dort kurzfristig gesagt wird „passt, Perspektive ist da“ oder ob ich noch Teile meines kleinen Restvermögens einsetzen muss, wird sich zeigen. Dieser Begriff "Vermögen", ist echt lustig... welcher oftmals kaum für Übergang von Wohnungswechsel langt um 2 Miete + Neumiete + Küche + Kaution zu zahlen....
Privat läuft es zum Glück stabil. ❤️
Mit meinem Kind klappt alles sehr gut, sie ist fleißig in der Schule und weiterhin drei Wochenenden im Monat bei mir. Für mich ist das extrem wichtig – und es funktioniert wirklich gut.
Auch meine Wohnsituation hat sich verbessert.
Ich bin nicht mehr in der alten verschimmelten Wohnung, sondern in einer kleinen, modernen Einraumwohnung mit Fußbodenheizung. Klingt banal – macht aber im Alltag einen riesigen Unterschied. ??
Jobmäßig ist die Lage dagegen weiterhin komplett tot.
Ich habe mein Zielprofil erweitert, vergleichbare Rollen gesucht, fachfremde Dinge geprüft und auch im Dienstleistungsbereich geschaut – ALLES Mögliche.
Ergebnis: nichts.
Keine Aufträge, keine Projekte, keine realistischen Optionen. Egal ob Selbst und Ständig oder angestellt.
Bewerbungen laufen weiter – sauber dokumentiert, gezielt und vorbereitet.
Ich arbeite mit dem System, nicht gegen das System. Gespräche beim Amt bereite ich vor, alles wird nachgewiesen und protokolliert. Trotzdem wurde ich in rund fünf Monaten genau zwei Mal persönlich eingeladen. Die wissen, sicher, wie unschön es in Germoney aktuell ist.
Was mich im Moment am meisten frustriert, sind die Gespräche selbst.
Einladungen kommen, ich antworte, ich hake nach – und werde dann einfach geghostet.
Und wenn Gespräche stattfinden, ist die Stimmung oft seltsam unangenehm. Unklar, zäh, ohne echte Entscheidungskraft. Danach bin ich regelmäßig einfach nur durch. ?
Meine ehrliche Einschätzung:
Die Lage im digitalen Arbeitsmarkt in Deutschland ist deutlich schlimmer, als öffentlich erzählt wird. Nicht nur die Prozesse sind kaputt – auch die Kommunikation und der Umgang miteinander.
Nach über 20 Jahren Vollzeitarbeit ist das für mich das erste Mal, dass sich alles wirklich komplett festgefahren anfühlt.
Trotzdem:
Ich bleibe dran.
PS:
Weil das öfter gefragt wird, noch kurz der Grund, warum ich meinen letzten Arbeitgeber selbst gekündigt habe.
Ich habe dort wirklich alles versucht: externer Wechsel, andere Aufgaben, sogar Teilzeit + Wohngeld beantragt – einfach um die Situation irgendwie tragfähig zu machen. Es ging aber nicht um „keine Lust mehr“ oder ein spontanes Hinwerfen, sondern um ein dauerhaft toxisches Arbeitsumfeld, fachlich wie menschlich.
Der Punkt war irgendwann erreicht, an dem klar war:
Wenn ich bleibe, zahle ich das mit meiner Gesundheit.
Ich hätte auch den klassischen Weg gehen können – krank schreiben, alles dokumentieren, jede Stresssituation protokollieren und mir im Zweifel später vom Arzt und vom Amt bestätigen lassen, dass es dort nicht mehr ging. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden. Auch wenn köperliche Zeichen schon da waren, die mir aber erst so richtig durch Abwesenheit (!) nach der Kündigung auffielen ... ja, sowas gibt es.
Also Eigen-Kündigung einreichen.
Ich wusste, dass ich die Sperrzeit überbrücken kann.
Ich wusste, dass Rücklagen da sind.
Und ich wollte lieber einen klaren Schnitt machen, solange ich noch handlungsfähig bin.
mal wieder ein kleines Update von mir – nachdem ich mich länger nicht gemeldet habe.
Kurzfassung vorweg:
beruflich läuft weiterhin genau gar nichts. Und finanziell ist es inzwischen leider genauso unerquicklich.
Mein Arbeitslosengeld läuft jetzt aus, der Antrag auf Bürgergeld ist gestellt.
Sehr wahrscheinlich startet das Ganze ab 01.03..
Ich liege mit meinem restlichen Vermögen minimal über der normalen Grenze und falle damit in die Karenzzeit-Regelung. Viel ist davon ehrlich gesagt nicht mehr da. Ein Teil stammt noch aus der Zeit nach dem Tod meines Vaters – damals waren Schulden und Vermögen ungefähr ausgeglichen (der Mann war selbst finanziell peinlich ) .
Über die Jahre habe ich das Geld angelegt, aber seit meine Tochter da ist, ist es schlicht so: jeden Monat geht mehr raus als rein. Unterm Strich bin ich aktuell faktisch blank.
Der Bürgergeldantrag selbst war… sportlich.
Über 40 Seiten Nachweise. ??? Bin mir sicher, die wollen die Tage noch mehr.
Während der ALG-I-Antrag online erstaunlich flott durch war, war das jetzt wieder klassisches Behörden-Level.
Sobald der Antrag durch ist, muss ich auch die Mutter informieren. Unterhalt nicht möglich.
Danach läuft der Unterhalt erst einmal wieder über das Jugendamt. Ob dort kurzfristig gesagt wird „passt, Perspektive ist da“ oder ob ich noch Teile meines kleinen Restvermögens einsetzen muss, wird sich zeigen. Dieser Begriff "Vermögen", ist echt lustig... welcher oftmals kaum für Übergang von Wohnungswechsel langt um 2 Miete + Neumiete + Küche + Kaution zu zahlen....
Privat läuft es zum Glück stabil. ❤️
Mit meinem Kind klappt alles sehr gut, sie ist fleißig in der Schule und weiterhin drei Wochenenden im Monat bei mir. Für mich ist das extrem wichtig – und es funktioniert wirklich gut.
Auch meine Wohnsituation hat sich verbessert.
Ich bin nicht mehr in der alten verschimmelten Wohnung, sondern in einer kleinen, modernen Einraumwohnung mit Fußbodenheizung. Klingt banal – macht aber im Alltag einen riesigen Unterschied. ??
Jobmäßig ist die Lage dagegen weiterhin komplett tot.
Ich habe mein Zielprofil erweitert, vergleichbare Rollen gesucht, fachfremde Dinge geprüft und auch im Dienstleistungsbereich geschaut – ALLES Mögliche.
Ergebnis: nichts.
Keine Aufträge, keine Projekte, keine realistischen Optionen. Egal ob Selbst und Ständig oder angestellt.
Bewerbungen laufen weiter – sauber dokumentiert, gezielt und vorbereitet.
Ich arbeite mit dem System, nicht gegen das System. Gespräche beim Amt bereite ich vor, alles wird nachgewiesen und protokolliert. Trotzdem wurde ich in rund fünf Monaten genau zwei Mal persönlich eingeladen. Die wissen, sicher, wie unschön es in Germoney aktuell ist.
Was mich im Moment am meisten frustriert, sind die Gespräche selbst.
Einladungen kommen, ich antworte, ich hake nach – und werde dann einfach geghostet.
Und wenn Gespräche stattfinden, ist die Stimmung oft seltsam unangenehm. Unklar, zäh, ohne echte Entscheidungskraft. Danach bin ich regelmäßig einfach nur durch. ?
Meine ehrliche Einschätzung:
Die Lage im digitalen Arbeitsmarkt in Deutschland ist deutlich schlimmer, als öffentlich erzählt wird. Nicht nur die Prozesse sind kaputt – auch die Kommunikation und der Umgang miteinander.
Nach über 20 Jahren Vollzeitarbeit ist das für mich das erste Mal, dass sich alles wirklich komplett festgefahren anfühlt.
Trotzdem:
Ich bleibe dran.
PS:
Weil das öfter gefragt wird, noch kurz der Grund, warum ich meinen letzten Arbeitgeber selbst gekündigt habe.
Ich habe dort wirklich alles versucht: externer Wechsel, andere Aufgaben, sogar Teilzeit + Wohngeld beantragt – einfach um die Situation irgendwie tragfähig zu machen. Es ging aber nicht um „keine Lust mehr“ oder ein spontanes Hinwerfen, sondern um ein dauerhaft toxisches Arbeitsumfeld, fachlich wie menschlich.
Der Punkt war irgendwann erreicht, an dem klar war:
Wenn ich bleibe, zahle ich das mit meiner Gesundheit.
Ich hätte auch den klassischen Weg gehen können – krank schreiben, alles dokumentieren, jede Stresssituation protokollieren und mir im Zweifel später vom Arzt und vom Amt bestätigen lassen, dass es dort nicht mehr ging. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden. Auch wenn köperliche Zeichen schon da waren, die mir aber erst so richtig durch Abwesenheit (!) nach der Kündigung auffielen ... ja, sowas gibt es.
Also Eigen-Kündigung einreichen.
Ich wusste, dass ich die Sperrzeit überbrücken kann.
Ich wusste, dass Rücklagen da sind.
Und ich wollte lieber einen klaren Schnitt machen, solange ich noch handlungsfähig bin.
Lies die Bibel.

