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16 Jahre Trennung mit fünf Kindern - Eine Zwischenbilanz
#1
Vor 16 Jahren bin ich Zuhause ausgezogen und habe meine (Schr)Ex mit ihrem Scherbenhaufen
zurückgelassen, nach Privatinsolvenz und 10 Jahren als SGB-II-Aufstocker sind die letzten drei Kinder in
meinen Haushalt gezogen, nachdem sie jahrelang in dem dysfunktionalen Haushalt der Mutter zu
seelischen Wracks transformiert worden sind.

Meine älteste Tochter, jetzt 25 Jahre, ist schon kurz nach der Volljährigkeit bei der Mutter rausgeflogen. Als Unterhaltsgeisel nicht
mehr zu gebrauchen, Wohnung klargemacht und das Mädchen abgeschoben. Ergebnis: Tochter hat heute
langes Schufa Register und kann nicht mit Geld umgehen, genauso wie Mutti. Mit mehreren Anläufen und dann mit Ach und Krach ihre Ausbildung zur Rechtsanwalt- und Notargehilfin abgeschlossen.  Sie ist zweifache Mutti und hat jetzt erfreulicherweise einen Partner und Ehemann gefunden, der das
ergänzt, was ihr fehlt. Die ist schön an der kurzen Leine. Kontakt ist gut und regelmässig, auch mit den Enkeltöchtern.

Meine zweitälteste Tochter, 20 Jahre, ist 2022 bei mir eingezogen. Hatte eine depressive Episode und hat die ersten 3 Monate nur geschlafen. Hat dann eine
Verhaltenstherapie absolviert, Abi durchgezogen und studiert jetzt im Osten bezeichnenderweise Psychologie im 4. Semester. Hat allerdings auch einen
immer noch vorhandenen Parentifzierungsschaden. Nach einem Streit deswegen vor ein paar Wochen hat sich der Kontakt merklich abgekühlt. 

Mein ältester Sohn, fast 19 Jahre, hat sich diverse Beschäftigungen gesucht als ergotherapeutischen Ersatz. So kann er heute mit Ton und Kunststoff modellieren, näht seine eigenen Klamotten und liebt Elektrobasteleien. An der Tür seines jüngeren Bruders hängt eine Klingel, wenn man die drückt, bekommt der Bruder eine Nachricht auf Discord (weil der meistens vorm Rechner hängt). Er schreibt nächsten Monat Abiklausuren. 
Eigentlich ist er sehr verschlossen, aber man merkt, das ihm die Zeit hier bei mir sehr gut tut. Er lacht viel und hat viel Kontakt mit seinen Kumpels und Freunden und in seinem Umfeld ist er auch beliebt. 

Meine jüngste Tochter, 17 Jahre, hat eine Anpassungsstörung attestiert bekommen und hat regelmässig Unterleibsschmerzen. Da organisch nichts festgestellt werden kann, vermute ich einen psychosomatischen Zusammenhang. Sie ist häufig krank und muss daher in den Sommerferien einen Teil ihres Praktikums in einer KiTa nachholen. Bei ihr fällt auf, das sie nicht konfliktfähig ist. Bei ihr eskaliert alles sofort, wie auch gutgemeinte Kritik zum Beispiel. Aber immerhin bekommt sie trotz allem noch ihren Alltag gewuppt.

Mein jüngster Sohn, fast 16, hat den größten Cholateralschaden beschert bekommen. Hat schon bei der Mutter erlernte Hilflosigkeit mit der Muttermilch aufgesogen und kreist nur um sich selber. Immerhin hat er sich auch für eine Therapie entschieden und eine Depression und starke Aufmerksamkeitsstörung haben wir als erste Diagnose. Er kann sich wirklich leider gar nichts merken und muss an alles erinnert werden. Das funktioniert komischerweise nur im Unterricht. 
Im Gespräch überrascht er häufig damit, das er Fragen stellt, die wir kurz vorher in der Runde diskutiert haben. Aber das ist wohl eher eine ADHS-Symptomatik.
Folge seiner Depression ist, das er kaum Antrieb hat, kaum Freunde, keine Hobbies außer Zocken. In seinem immer abgedunkelten Zimmer sammelt er Geschirr und Essensreste. Die Heizung läuft stets an der Belastungsgrenze und er läuft in Shorts und T-Shirt herum (im Winter). Daneben stapelt sich ungewaschene Wäsche (das mache ich mittlerweile). Außerdem findet quasi kaum Hygiene statt. Ansprechen kann man ihn darauf nicht, dann kollabiert und eskaliert er. Wenn seine Zimmertür offen ist, das ist olfaktorisch das Tor zu Hölle.
Schulbesuch erfolgt nur sehr eingeschränkt, weil er Nachts nicht schläft und morgens entsprechend müde. Vermute, er wird vielleicht das Klassenziel, aber nicht die Quali für die Oberstufe Gymnasium schaffen. Ich werde mir diese Woche externe Hilfe suchen müssen, weil ich diesbezüglich keinen Zugang zu ihm habe. Er ist beratungsresistent, auf eine Teenagerart bequemlich und vergesslich. Eine sehr schlechte Kombi. Wir kommen nicht aus der Eskalationsschleife heraus.

Meine Ex ist in die Schweiz umgesiedelt, weil sie wieder einen Helfer und Retter dort gefunden hat. Sie lässt ihr 9jähriges Mädchen bei dem Vater (meinem Nachfolger) in Deutschland aufwachsen und hat dort jetzt einen Job als Altenpflegerhelferin. Die von ihr angekündigte Unterstützung für die Kinder bleibt vollständig aus. Man kann froh sein, das man für die gemeinsamen Kinder einen Bafög-Antrag ausgefüllt bekommt. Wo bei Einkommen übrigens "Null" steht. 
Hier in Deutschland würden sie viele Menschen gerne sehen, vor allem die, welche Geld von ihr zu bekommen haben, unter anderem auch Krankenkasse und Finanzamt.

Am Mittwoch sehe ich sie auf einer Beerdigung. Am liebsten würde ich sie dann in das offene Grab schubsen. Ach verdammt, tut mir leid, ich habe nur laut gedacht. Mea culpa.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#2
Da hast du einen Katalog der typischen psychischen Folgen vor dir liegen. Bei diesen Geschichten wünsche ich mir, dass man ausserdem den Flurschaden in Euro berechnen würde, der die Ermächtigung solcher Frauen und Mütter verursacht. Was kosten die "Produkte", die Kinder, die sie um ein produktives, glückliches Leben gebracht hat, zeitweise oder lebenslang? Therapien, massive Opportunitätskosten, allerlei Helfer, Zeit und direkte Kosten? Mütter in diesem Land tun das ja, weil sie es dürfen, es können, weil sie Geld dafür bekommen. Kinder zur Mutter, egal wie unfähig, Unterhalt zur Mutter, egal wie irre sie das Geld verjubelt. Madame bleibt auch weiterhin voll geschäftsfähig. Konsequenzen? Keine. Die Folgen tragen immer andere. Mir steigen sie dagegen heute noch nach wegen Unterhaltsschulden und der monatliche Unterhaltsdrückebergerartikel (sind immer Väter) ist nach wie vor Standard.

Doch furchtbar wird die Himmelskraft,
Wenn sie der Fessel sich entrafft,
Einhertritt auf der eignen Spur
Die freie Tochter der Natur.
Wehe, wenn sie losgelassen
Wachsend ohne Widerstand
Durch die volkbelebten Gassen
Wälzt den ungeheuren Brand!
(...)
Da werden Wei ber zu Hyänen
Und treiben mit Entsetzen Scherz,
Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
Zerreißen sie des Feindes Herz.
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu,
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.

Vielleicht interessieren sich welche von den vielen Menschen, die sie gerne sehen, die Geld von ihr zu bekommen haben, dass sie nach Deutschland kommt und "kondolieren" ihr nach der Beerdigung persönlich. Man sollte diesen Menschen dabei helfen, indem man sie informiert, wo sie Madame treffen können.
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#3
Falls sie mit dem Auto zur Beerdigung kommt, dann das Auto pfänden lassen .
Eine Anwältin hat es geschafft, ein Ryanair Flugzeug zu pfänden . Die Fluggesellschaft hat dann
Doch die Forderung aus einem Urteil beglichen. Der Flieger hat auf jeden Fall einen Pfändungsaufkleber erhalten.
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#4
Das Du da noch die Kurve genommen hast. Alter Schwede. Achtung Sarkasmus: Frag doch mal, ob sich dafür unsere Medien interessieren. Hahaha.... Die stürzen sich doch gerne auf so Familienstorys. Ach so. Halt. Das Problem fängt ja schon bei Deinem männlich gelesenem Vornamen an....

Ich hoffe, dass auch Dein 16-jähriger noch die Kurve bekommt. Manchmal gibt es in diesem Alter ja noch nicht vorher gesehene Entwicklungen - auch Positive.
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#5
(Vor 6 Stunden)Nappo schrieb: Achtung Sarkasmus: Frag doch mal, ob sich dafür unsere Medien interessieren. Hahaha.... Die stürzen sich doch gerne auf so Familienstorys. 

Tatsächlich hatte ich mal Kontakt zu einer Pressetante der Zeitschrift vom SoVD (Sozialverband Deutschland). 
Das hatte mein Sozialassessor vermittelt, weil er die Geschichte ja als mein Rechtsbeistand über drei Jahre begleitet hat.
Die Dame hat mich angerufen und ich habe ihr drei mal versucht zu erklären, das ich Sozialleistungen bekomme, weil ich
so viel Unterhalt an die Mutti zahle. Hat sie einfach nicht verstehen wollen irgendwas von Selbstbehalt gestammelt
und sich dann nicht mehr gemeldet.

Der Rechtsbeistand meinte dann trocken, mein Fall sei wohl zu exotisch, die Leute lesen wohl lieber Geschichten über Hilfebedürftige,
denen man die Heizung und Strom abstellt...
Auch mit einem Redakteur von der Osnabrücker Zeitung habe ich mehrmals gesprochen und er hat mich auch zuhause besucht.
Das Thema ist dann aber wieder eingeschlafen. 
Der Schauspieler und Regisseur René Harder, selber Vater von fünf Kindern, war bei mir Zuhause und hat gedreht für einen Teaser für sein Filmprojekt
"Geld oder Leben". Er bekam dann aber Schwierigkeiten, weil sein Sponsor und Filmstudio in die rechte Ecke gestellt wurde.
Hier ist noch der Teaser, den er später mit seiner Tochter gedreht hat. Der erste Teaser mit mir ist nicht mehr abrufbar. Das wahr
wegen irgendwelchem Datenschutz Gedöns.

Geld oder Leben. Glück und Kinder sind unbezahlbar, Teaser, 2 min., für den Kino-Dokumentarfilm (in Entwicklung) | Videos & Filme auf Vimeo

René Harder lebt seit einigen Jahren wegen der anhaltend hohen Unterhaltszahlungen ohne Festwohnsitz in einem zum Camper umgebauten Transporter.

Ein anderer Vater, von fünf Mädchen, der mir bekannt ist, wurde von der Mutter mit einer kaum messbaren Anzahl an Verfahren überzogen.
In einem Jahr 27 Briefe vom Anwalt alleine von Januar bis Mai. Er hat dann sein Sorgerecht aufgegeben, um dem Nährboden für den Streit auszutrocknen.
Ist aber immer in der Nähe der Kinder geblieben und auch über hunderte Kilometer hinterhergezogen.
Fast alle Kinder sind so indoktriniert, dass sie keinen Kontakt mehr zum Vater wünschen. Lediglich eines der Kinder besucht ihn noch gelegentlich. Einer seiner
Töchter hat Suizid verübt. Höchststrafe. Aus den Akten der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass die Mutter aber auch gar nichts getan hat, um das Kind
(vor sich selber) zu schützen. Jetzt arbeitet er noch jenseits des Rentenalters und muss sich weiter mit Jugendamt und Unterhaltsforderungen
herumschlagen.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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