Gestern, 10:28
Vor 16 Jahren bin ich Zuhause ausgezogen und habe meine (Schr)Ex mit ihrem Scherbenhaufen
zurückgelassen, nach Privatinsolvenz und 10 Jahren als SGB-II-Aufstocker sind die letzten drei Kinder in
meinen Haushalt gezogen, nachdem sie jahrelang in dem dysfunktionalen Haushalt der Mutter zu
seelischen Wracks transformiert worden sind.
Meine älteste Tochter, jetzt 25 Jahre, ist schon kurz nach der Volljährigkeit bei der Mutter rausgeflogen. Als Unterhaltsgeisel nicht
mehr zu gebrauchen, Wohnung klargemacht und das Mädchen abgeschoben. Ergebnis: Tochter hat heute
langes Schufa Register und kann nicht mit Geld umgehen, genauso wie Mutti. Mit mehreren Anläufen und dann mit Ach und Krach ihre Ausbildung zur Rechtsanwalt- und Notargehilfin abgeschlossen. Sie ist zweifache Mutti und hat jetzt erfreulicherweise einen Partner und Ehemann gefunden, der das
ergänzt, was ihr fehlt. Die ist schön an der kurzen Leine. Kontakt ist gut und regelmässig, auch mit den Enkeltöchtern.
Meine zweitälteste Tochter, 20 Jahre, ist 2022 bei mir eingezogen. Hatte eine depressive Episode und hat die ersten 3 Monate nur geschlafen. Hat dann eine
Verhaltenstherapie absolviert, Abi durchgezogen und studiert jetzt im Osten bezeichnenderweise Psychologie im 4. Semester. Hat allerdings auch einen
immer noch vorhandenen Parentifzierungsschaden. Nach einem Streit deswegen vor ein paar Wochen hat sich der Kontakt merklich abgekühlt.
Mein ältester Sohn, fast 19 Jahre, hat sich diverse Beschäftigungen gesucht als ergotherapeutischen Ersatz. So kann er heute mit Ton und Kunststoff modellieren, näht seine eigenen Klamotten und liebt Elektrobasteleien. An der Tür seines jüngeren Bruders hängt eine Klingel, wenn man die drückt, bekommt der Bruder eine Nachricht auf Discord (weil der meistens vorm Rechner hängt). Er schreibt nächsten Monat Abiklausuren.
Eigentlich ist er sehr verschlossen, aber man merkt, das ihm die Zeit hier bei mir sehr gut tut. Er lacht viel und hat viel Kontakt mit seinen Kumpels und Freunden und in seinem Umfeld ist er auch beliebt.
Meine jüngste Tochter, 17 Jahre, hat eine Anpassungsstörung attestiert bekommen und hat regelmässig Unterleibsschmerzen. Da organisch nichts festgestellt werden kann, vermute ich einen psychosomatischen Zusammenhang. Sie ist häufig krank und muss daher in den Sommerferien einen Teil ihres Praktikums in einer KiTa nachholen. Bei ihr fällt auf, das sie nicht konfliktfähig ist. Bei ihr eskaliert alles sofort, wie auch gutgemeinte Kritik zum Beispiel. Aber immerhin bekommt sie trotz allem noch ihren Alltag gewuppt.
Mein jüngster Sohn, fast 16, hat den größten Cholateralschaden beschert bekommen. Hat schon bei der Mutter erlernte Hilflosigkeit mit der Muttermilch aufgesogen und kreist nur um sich selber. Immerhin hat er sich auch für eine Therapie entschieden und eine Depression und starke Aufmerksamkeitsstörung haben wir als erste Diagnose. Er kann sich wirklich leider gar nichts merken und muss an alles erinnert werden. Das funktioniert komischerweise nur im Unterricht.
Im Gespräch überrascht er häufig damit, das er Fragen stellt, die wir kurz vorher in der Runde diskutiert haben. Aber das ist wohl eher eine ADHS-Symptomatik.
Folge seiner Depression ist, das er kaum Antrieb hat, kaum Freunde, keine Hobbies außer Zocken. In seinem immer abgedunkelten Zimmer sammelt er Geschirr und Essensreste. Die Heizung läuft stets an der Belastungsgrenze und er läuft in Shorts und T-Shirt herum (im Winter). Daneben stapelt sich ungewaschene Wäsche (das mache ich mittlerweile). Außerdem findet quasi kaum Hygiene statt. Ansprechen kann man ihn darauf nicht, dann kollabiert und eskaliert er. Wenn seine Zimmertür offen ist, das ist olfaktorisch das Tor zu Hölle.
Schulbesuch erfolgt nur sehr eingeschränkt, weil er Nachts nicht schläft und morgens entsprechend müde. Vermute, er wird vielleicht das Klassenziel, aber nicht die Quali für die Oberstufe Gymnasium schaffen. Ich werde mir diese Woche externe Hilfe suchen müssen, weil ich diesbezüglich keinen Zugang zu ihm habe. Er ist beratungsresistent, auf eine Teenagerart bequemlich und vergesslich. Eine sehr schlechte Kombi. Wir kommen nicht aus der Eskalationsschleife heraus.
Meine Ex ist in die Schweiz umgesiedelt, weil sie wieder einen Helfer und Retter dort gefunden hat. Sie lässt ihr 9jähriges Mädchen bei dem Vater (meinem Nachfolger) in Deutschland aufwachsen und hat dort jetzt einen Job als Altenpflegerhelferin. Die von ihr angekündigte Unterstützung für die Kinder bleibt vollständig aus. Man kann froh sein, das man für die gemeinsamen Kinder einen Bafög-Antrag ausgefüllt bekommt. Wo bei Einkommen übrigens "Null" steht.
Hier in Deutschland würden sie viele Menschen gerne sehen, vor allem die, welche Geld von ihr zu bekommen haben, unter anderem auch Krankenkasse und Finanzamt.
Am Mittwoch sehe ich sie auf einer Beerdigung. Am liebsten würde ich sie dann in das offene Grab schubsen. Ach verdammt, tut mir leid, ich habe nur laut gedacht. Mea culpa.
zurückgelassen, nach Privatinsolvenz und 10 Jahren als SGB-II-Aufstocker sind die letzten drei Kinder in
meinen Haushalt gezogen, nachdem sie jahrelang in dem dysfunktionalen Haushalt der Mutter zu
seelischen Wracks transformiert worden sind.
Meine älteste Tochter, jetzt 25 Jahre, ist schon kurz nach der Volljährigkeit bei der Mutter rausgeflogen. Als Unterhaltsgeisel nicht
mehr zu gebrauchen, Wohnung klargemacht und das Mädchen abgeschoben. Ergebnis: Tochter hat heute
langes Schufa Register und kann nicht mit Geld umgehen, genauso wie Mutti. Mit mehreren Anläufen und dann mit Ach und Krach ihre Ausbildung zur Rechtsanwalt- und Notargehilfin abgeschlossen. Sie ist zweifache Mutti und hat jetzt erfreulicherweise einen Partner und Ehemann gefunden, der das
ergänzt, was ihr fehlt. Die ist schön an der kurzen Leine. Kontakt ist gut und regelmässig, auch mit den Enkeltöchtern.
Meine zweitälteste Tochter, 20 Jahre, ist 2022 bei mir eingezogen. Hatte eine depressive Episode und hat die ersten 3 Monate nur geschlafen. Hat dann eine
Verhaltenstherapie absolviert, Abi durchgezogen und studiert jetzt im Osten bezeichnenderweise Psychologie im 4. Semester. Hat allerdings auch einen
immer noch vorhandenen Parentifzierungsschaden. Nach einem Streit deswegen vor ein paar Wochen hat sich der Kontakt merklich abgekühlt.
Mein ältester Sohn, fast 19 Jahre, hat sich diverse Beschäftigungen gesucht als ergotherapeutischen Ersatz. So kann er heute mit Ton und Kunststoff modellieren, näht seine eigenen Klamotten und liebt Elektrobasteleien. An der Tür seines jüngeren Bruders hängt eine Klingel, wenn man die drückt, bekommt der Bruder eine Nachricht auf Discord (weil der meistens vorm Rechner hängt). Er schreibt nächsten Monat Abiklausuren.
Eigentlich ist er sehr verschlossen, aber man merkt, das ihm die Zeit hier bei mir sehr gut tut. Er lacht viel und hat viel Kontakt mit seinen Kumpels und Freunden und in seinem Umfeld ist er auch beliebt.
Meine jüngste Tochter, 17 Jahre, hat eine Anpassungsstörung attestiert bekommen und hat regelmässig Unterleibsschmerzen. Da organisch nichts festgestellt werden kann, vermute ich einen psychosomatischen Zusammenhang. Sie ist häufig krank und muss daher in den Sommerferien einen Teil ihres Praktikums in einer KiTa nachholen. Bei ihr fällt auf, das sie nicht konfliktfähig ist. Bei ihr eskaliert alles sofort, wie auch gutgemeinte Kritik zum Beispiel. Aber immerhin bekommt sie trotz allem noch ihren Alltag gewuppt.
Mein jüngster Sohn, fast 16, hat den größten Cholateralschaden beschert bekommen. Hat schon bei der Mutter erlernte Hilflosigkeit mit der Muttermilch aufgesogen und kreist nur um sich selber. Immerhin hat er sich auch für eine Therapie entschieden und eine Depression und starke Aufmerksamkeitsstörung haben wir als erste Diagnose. Er kann sich wirklich leider gar nichts merken und muss an alles erinnert werden. Das funktioniert komischerweise nur im Unterricht.
Im Gespräch überrascht er häufig damit, das er Fragen stellt, die wir kurz vorher in der Runde diskutiert haben. Aber das ist wohl eher eine ADHS-Symptomatik.
Folge seiner Depression ist, das er kaum Antrieb hat, kaum Freunde, keine Hobbies außer Zocken. In seinem immer abgedunkelten Zimmer sammelt er Geschirr und Essensreste. Die Heizung läuft stets an der Belastungsgrenze und er läuft in Shorts und T-Shirt herum (im Winter). Daneben stapelt sich ungewaschene Wäsche (das mache ich mittlerweile). Außerdem findet quasi kaum Hygiene statt. Ansprechen kann man ihn darauf nicht, dann kollabiert und eskaliert er. Wenn seine Zimmertür offen ist, das ist olfaktorisch das Tor zu Hölle.
Schulbesuch erfolgt nur sehr eingeschränkt, weil er Nachts nicht schläft und morgens entsprechend müde. Vermute, er wird vielleicht das Klassenziel, aber nicht die Quali für die Oberstufe Gymnasium schaffen. Ich werde mir diese Woche externe Hilfe suchen müssen, weil ich diesbezüglich keinen Zugang zu ihm habe. Er ist beratungsresistent, auf eine Teenagerart bequemlich und vergesslich. Eine sehr schlechte Kombi. Wir kommen nicht aus der Eskalationsschleife heraus.
Meine Ex ist in die Schweiz umgesiedelt, weil sie wieder einen Helfer und Retter dort gefunden hat. Sie lässt ihr 9jähriges Mädchen bei dem Vater (meinem Nachfolger) in Deutschland aufwachsen und hat dort jetzt einen Job als Altenpflegerhelferin. Die von ihr angekündigte Unterstützung für die Kinder bleibt vollständig aus. Man kann froh sein, das man für die gemeinsamen Kinder einen Bafög-Antrag ausgefüllt bekommt. Wo bei Einkommen übrigens "Null" steht.
Hier in Deutschland würden sie viele Menschen gerne sehen, vor allem die, welche Geld von ihr zu bekommen haben, unter anderem auch Krankenkasse und Finanzamt.
Am Mittwoch sehe ich sie auf einer Beerdigung. Am liebsten würde ich sie dann in das offene Grab schubsen. Ach verdammt, tut mir leid, ich habe nur laut gedacht. Mea culpa.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007
Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater

