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Wie sollte ich mich verhalten? Kind macht nach Abi keine Ausbildung oder Studium
#1
Hallo zusammen, 

ich bin in einer Situation,  von der ich so nicht gedacht hätte, dass sie eintritt. 
Ich bin aktuell ratlos und erhoffe  mir hier Ideen für ein angemessenes Vorgehen 

Ausgangssituation:
- ich bin seit langem geschieden und zahle seit Jahr und Tag Unterhalt nach  DDT 7. ..bei Rechnen mit spitzen Stift könnte ich auch in Stufe 8 oder gar 9 rutschen....
- Sohn lebt bei der Mutter und wird in 5 Wochen volljährig.
- Er hat sein Abi im Juni 25 gemacht (eine Klasse in der Grundschule übersprungen; Abi mit 2,7)
- Verhältnis zum Sohn ist (noch) sehr gut und ich wünsche mir für ihn, dass er "seinen Weg" geht; gleichzeitig sehen wir uns seit seinem Abi nur noch alle 2 Monate und ich spüre, dass er sich etwas entfernt.
- Mutter ist sozialpädagogisch studierte "Querdenkerin", seit Urzeiten im Niedriglohnsektor und weiß was ihr zusteht..

Aktuelle Situation:
- Immatrikulation an einer Uni im Ruhrgebiet ab Oktober 2025 und der Versuch, "Cyber Security" zu studieren.
- Vor Weihnachten Abbruch des Studienganges, da die Mathematik um Grundstudium für ihn zu schwer war.(..ich hatte ihn vorab "gewarnt", aber er wollte es ausprobieren, was für mich ok war)
- Ein "solider Zwischenschritt ", um erstmal etwas zu haben, zB Ausbildung zum Industriekaufmann, komnt für ihn nicht infrage, weil er nur etwas nachen will, was ihm Spaß macht
- Insgesamt hat er eine latent "überhebliche" Haltung: er weiß was ihm zusteht,  ist (noch) nicht bereit, die Pobacken zusammen zu kneifen, um erstmal etwas zu haben auf dem er aufbauen kann
- Nun möchte er bis zum Beginn des Wintersemesters jobben und dann Wirtschaftsgeographie studieren 
- meinen Hinweis,  dass es in Deutschland nur eine Handvoll Unis gibt, die das anbieten und es Zulassungbeschränkungen und Voraussetzungen gibt, die er nicht erfüllt, scheint er auszublenden 
- Er wohnt weiterhin bei seiner Mutter. Aufgrund ihres geringen Einkommens ist sie wahrscheinlich darauf angewiesen,  dass er weiter bei ihr wohnt und dass er das gemeinsame Leben teilweise mit meinem Unterhalt querfinanziert (sie hat  ca. 1600 Netto und in einer von mir im Hintergrund erstellten Berechnung der Unterhaltsquoten zahle ich praktisch alles und sie nichts)
- An nächsten Monat überweis ich ihm mit Volljährigkeit 680€ (aktuell 850€ inkl. Taschengeld und einem kleinen Mehrbedarfsposten, den ich des lieben Frieden willen bisher weitergezahlt habe)

Ich möchte ihm zeigen, dass ich auch in dieser "Findungsphase" bzw nach dem ersten Abbruch weiter zu ihm stehe und werde daher baw den Unterhalt weiter an ihn zahlen (ab nächsten Monat mit Volljährigkeit an ihn)

Gleichzeitig nöchte ich aber auch nicht, dass sich aus der momentanen Situation ein Dauerzustand entwickelt, bei dem ich bis zum 25. Lebensjahr zahle..

Wie ist Eure Einschätzung zur Situation?

Erstmal Vertrauensvorschuss und schauen, was sich bis zum Herbst 2026 hei ihm entwickelt?

Ich möchte noch nicht "formal" werden und Nachweise für Bewerbungen oder zielstrebiges Studium verlangen...aber auch nicht, dass er sich ziellos "treiben" lässt und sich nur auf meinen Unterhalt verlässt.

Danke
I
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#2
Mit dem Zeitpunkt des Studienabbruchs ist er nicht mehr unterhaltsberechtigt. Auch dann, wenn er noch minderjährig ist. Sofern er nicht in eine andere Ausbildung wechselt, ist es dann seine Sache, sich sein Geld selbst zu verdienen. Sofern du für dich beschlossen hast, trotzdem weiter diesen hohen Unterhalt zu bezahlen, so tust du das freiwillig. Zahlen musst du auch dann, wenn er nicht mehr unterhaltsberechtigt ist, sofern ein Titel über diese Summe besteht, aber du kannst diesen Titel ausser Kraft setzen, siehe faq.

Wenn du freiwillig (ausser: Titel ohne Zeitbegrenzung besteht) weiter etwas bezahlen willst, so bezahle es spätestens ab Volljährigkeit ausschliesslich direkt an deinen Sohn. Sei gewarnt: Solange Geld eintrifft, ist seine Lust gebremst, ernsthafte Ausbildungsanstrengungen zu ergreifen. Das tut nicht gut. Mehr Eigenverantwortung erzeugst du nur, indem du ihm beim reinkommen in eine Ausbildung hilfst, nicht beim finanzieren von Untätigkeit.

Solche Lücken und Nachdenkzeiten kann man übrigens auch mit einem der Freiwilligendienste ausfüllen. Freiwilliges soziales Jahr oder ökologisches Jahr. Und gemustert wird er ja auch wieder :-)
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#3
Ich glaube ich würde schon beibringen wollen, dass seine Ausbildung bzw. das Studium oberste Priorität hat und das es konsequenzen hat, wenn er weder das eine noch das andere wie Arbeit macht. 

Ich schlage vor akut auf den Mindestunterhalt (438€ zzgl. dem Kindergeld der Mutter) herabsetzten mit der Erklärung, dass er eigentlich nicht mehr berechtigt ist, aber du ihm die Findungsphase zugestehst. Sage ihm, dass bei Beginn des Studium sofort wieder mehr bekommt. 850€ wenn er jetzt keinen Stress macht, ansonsten 680€. 

Immer wenn du über Zahlen redest rechne auch das Kindergeld mit ein, dass er bekommt. Also jetzt 438€ von dir und 259€ von der Mutter, was überaus großzügig ist.

Auf keinen Fall würde ich ihm seine Freizeit mit zuviel Geld versüßen.
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#4
Biete ihm doch an, dass er zur Abwechslung Mal bei dir wohnt.
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