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Zusammenleben mit Frau nicht mehr auszuhalten
#1
Hallo,

 Zu meinem Fall, bin seit 4 1/2 jahren verheiratet, kinder sind fast 4.
Das zusammenleben mit meiner Frau hat sich seit der Geburt der Zwillinge fast permanent verschlechtert, sie war von anfang an völlig überfordert. Alle Versuche und Vorschläge die Situation zu verbessern/verändern ob z.b. eine depression nach der Geburt vorliegt, hilfen von der hebamme, später Tagesmutter etc. Wurden kategorisch abgelehnt Sie war immer schnell gereizt, ungeduldig, laut und auch mit dem haushalt überfordert,  bei uns sieht es aus wie im Saustall.
Für mich macht sie ohnehin nicht mehr als unbedingt nötig,  kleine Gesten wie umarmen, aneinander kuscheln oder küssen sind völlig weg.

Haben die Kinder dann vor einem Jahr in den kindergarten gebracht, frau wollte eigentlich nur bis 12, ich habe dann ein vierteljahr später 16 uhr durchgedrückt damit sie und die kinder mal ne pause und Ruhe bekommen und sich die ganze Situation zuhause vielleicht endlich  entspannt.
Das einzige was sich seitdem entspannt ist meine Frau, den ganzen Tag auf der couch, Wäsche und essen machen sind gerade so drinnen.
Ansonsten wird etwas mehr gemacht wenn besuch ansteht.
Auch die freizeit an den wochenenden und ähnliche Planungen bleibt immer an mir hängen,  wenn es nach ihr ginge würden sie dann immer auf den Spielplatz rennen.
Ende letzten jahres hat es dann so heftig gekracht das ich sie vor die wahl stellte das wir eine Familienberatung aufsuchen oder uns trennen, wir gingen zur Beratung, leider ohne nachhaltigen Effekt.
Auch mit den kindern wurde es immer schlimmer, obwohl sie nur für maximal 2 stunden nach dem Kindergarten alleine mit ihnen ist wurden die Brüllerei und klapse immer schlimmer.
Habe im juni dann das Jugendamt eingeschaltet,  nach mehreren Gesprächen und besuchen haben wir einen Antrag auf Familienhilfe gestellt der wahrscheinlich auch genehmigt werden wird.
Mein problem ist jetzt, obwohl ich denke das zwischen uns nichts mehr zu retten ist ,ich eigentlich durchhalten und da  bleiben wollte bis die kinder wenigstens in der Pubertät sind.
Jetzt bin ich allerdings krank geworden, seit monaten habe ich eine Erkältung die nicht mehr weggeht, ich leide unter schwindelanfällen, kopfschmerzen Müdigkeit und Erschöpfung. 
Das geht inzwischen soweit das ich selbst anfange mit den kindern ungeduldig zu werden, zu brüllen und mich allgemein ihnen gegenüber zu benehmen wie ich es nie vorhatte, ich liebe sie eigentlich über alles aber ich habe angst das dieses Verhalten von mir einreißt aufgrund meiner frustrierenden Situation in meiner Ehe.

Ich weiß im moment einfach nicht was ich tun soll, ich glaube derzeit das ich es einfach nicht mehr schaffe, aber ich habe wiederum die Hoffnung das die familienhilfe bald kommt und es dann evtl. Besser werden könnte.
Ich würde mir einfach nur mal ruhe wünschen.Denke im Moment darüber nach mir eine Wohnung auf zeit zu suchen und ihr vorzuschlagen das ich 1-2 monate ausziehe.Gute Idee oder eher kontraproduktiv?
Entschuldigung falls das alles etwas konfus daherkommt,  ich habe das aufgeschrieben was mir gerade in den Sinn kam und wichtig war.
hoffe hier kann jemand nützliche Tipps geben zum durchhalten.
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#2
Willkommen im Forum!

Was Du schreibst, klingt nicht gut. Vermutlich beginnender Burn Out oder so etwas. Sieht ganz nach wesentlichen Änderungen aus!

Aus meiner Erfahrung ist ein vorläufiger oder vorübergehender Auszug immer der Anfang vom Ende, da ist Mann dann dauerhaft aus der Wohnung draußen und viele Folgeprobleme entstehen dadurch erst. Nicht ausziehen, bevor nicht wesentliche Punkte geklärt sind, Umgangsregelungen, Trennungsunterhalt, Wohnsituation für beide.

Raten kann man da noch nicht wirklich! Es fehlen zu viele Informationen.

1. könntest Du dir die Betreuung der Zwillinge vorstellen.
2. hat Frau Beruf und Arbeitsplatz.
3. wie sicher ist dein Job, wie viel Netto gibt es da ungefähr?
4. hat Frau oder Du ggf Unterstützung aus Familie?
5. Vermögen, Immobilie?

Du bist auf dem richtigen Weg! Erst die Situation analysieren und dann handeln.
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#3
Moin Petil,

bevor Du irgendwelche schwerwiegenden Entscheidungen triffst, solltest Du Dich stabilisieren.

Die Idee mit der Zweitwohnung finde ich prima, um Abstand zu gewinnen und zur Ruhe zu kommen.
Das sollte allerdings NICHT wie ein Auszug aussehen, sondern zum 'Arbeitszimmer' oder so erklärt werden.
Dein Hauptwohnsitz bleibt natürlich, an dem Du Dich regelmäßig zeigst.

Aus sicherer und ruhiger Distanz heraus kannst Du dann Deine weiteren Entscheidungen vorbereiten.
Vielleicht beruhigen sich die familiären Verhältnisse auch und alles wird wieder gut.

Höchste Priorität sollte jetzt Deine Gesundheit haben.
Bist Du selbst ärztlich gut angebunden?

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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#4
Hallo @Petil,

Vielleicht ist es tatsächlich gut, wenn ihr ´mal ´ne Weile nicht aufeinander hockt. Wenn Du Dein Verhältnis zu Deinen Kindern verbessern willst: Wie wäre es mit ´ner Vater-Kind-Kur? Dann hätte Deine Frau ´mal Zeit für sich ganz allein. Oder ´ne Mutter-Kind-Kur? Dann hättest Du Zeit, Dich ausschließlich um Dich zu kümmern und die Mutter Gelegenheit ihr Verhältnis zu den Kindern zu modifizieren. Kannst Du das mit ihr besprechen?

Alles was nach Auszug aussieht, würde ich vermeiden. Da ist dann ganz schnell im Spiel: Hat seine Familie verlassen. Wirkt dann auch so, als käme die Mutter mit den Kindern ja zurecht, nur Du kannst Dich nicht einpassen...
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#5
Der Zustand deiner Frau, anhaltende Überforderung bei gleichzeitiger Weigerung, Hilfe anzunehmen bedeutet schwersten Ärger, der selten wieder in die Bahn kommt. Das endet mit Trennung oder deinem Zusammenbruch. Die Pubertät deiner Kinder erlebst du nicht mehr, wenn sich jetzt schon deine Gesundheit verabschiedet.

Wenn du "auf Probe" ausziehen willst, wird das eher endgültig sein. Die Kinder bleiben dann bei deiner Frau und du wirst bestenfalls Umgangsvater, mit deinem Auszug gibst du sie auf. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das gut für die Kinder läuft. Eine Mutter, die nicht mal einen Rest Erwerbsarbeit macht und bereits überlastet ist, obwohl die Kinder bis 16 Uhr fremdbetreut sind wird dadurch ihre Probleme nicht gelöst bekommen, es wird eher schlimmer.
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#6
Danke erstmal für die Tipps, habe mich auch wieder beruhigt und kann etwas klarer antworten.

Situation zuhause ist wie folgt,
ich arbeite vollzeit die woche und bin von 6-17 uhr etwa ausser Haus, sie ist Hausfrau.Trotz mehrmaliger hinweise meinerseits das sie jetzt auch was zur kasse beisteuern könnte.
Betreuung dürfte schwer werden vor allem da in meiner Familie alle noch berufstätig sind und ich daher keinen wirklich um hilfe bitten könnte.Derzeit bin ich auch nicht sicher ob ich das schaffen würde, job, kinder haushalt.
Netto derzeit haben wir etwa 2200, vor der Ehe hatte ich so 1700-1800. Dafür ist der job ziemlich sicher.
Gespartes ist etwas da, aber weit davon entfernt ein Vermögen zu sein.
Habe jedenfalls jetzt erstmal mit dem Arzt geredet, morgen füllen wir einen Vater- kind kur antrag aus und schicken ihn ab, hoffe da ergibt sich was.
Meine Befürchtung ist halt wie es p beschrieben hat, ich habe gestern deutlich gemerkt das ich an der Grenze bin und einfach Abstand brauche, raus aus diesem eingefahrenen Kreislauf zuhause.
Setze da aber auch die Hoffnung auf die familienhilfe, das aus der Ecke neue Impulse kommen die vielleicht Veränderungen bewirken.
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#7
Als Alleinverdiener mit mittlerem Einkommen, langer Arbeitszeit und einer Frau, die aus welchen Gründen auch immer eine reine Hausfrauenrolle hat, die sie aber gar nicht ausfüllen kann bist du in der schlechtestmöglichen Position sowohl für Versuche, die Ehe weiterzuführen als auch für eine Scheidung. Sie hingegen kann tun und lassen, was sie will, für sie kann das auch alles so weitergehen. Praktisch, einen Mann zu haben der eilfertig herumzappelt, um einem die Folgen der faulen Couchnickerchen und der schlechten Kindererziehung abzunehmen. Und wenns schiefgeht, sind die Kinder erstklassige Unterhaltsgaranten, etwas Hinzuverdienst wird dann zwar fällig aber im Prinzip kann das Leben so weitergehen. Mit einem anderen Mann sogar noch besser.

Eine Kur bringt dir vielleicht kurzfristig Entlastung, aber löst keins der Probleme mit deiner Frau. Was die Familienhilfe bewirkt, wird man sehen. Warte aber nicht zu lang und verschiebe fällige Entscheidungen nicht, weil Dieses und Jenes ja noch Hoffnungen erzeugt. Du kannst du nicht an Hoffnungen entlanghangeln. Jeder Monat länger Ehe kostet dich Rentenpunkte und jeder Tag macht es schwieriger für die Dame des Hauses, wieder in eine berufliche Tätigkeit einzusteigen. Das Einzige, was sie dazu bringen kann ist wohl eine Trennung.

Jetzt, nachdem es nicht gut läuft: Waren eigentlich manche Dinge in der Rückschau absehbar? Hat deine Frau eine Herkunft, die schon solche Anzeichen hatte? Hattest du schon früher Zweifel, dich dann aber doch zur Heirat entschieden? 
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#8
Ist doch egal ob es vorhersehbar war. Jetzt ist seine Situation so wie sie ist. Ich kenne das aus eigener und einiger anderer Beziehungen.

Ich kann deshalb folgendes Empfehlen. Anscheinend steuerst du eh auf Burnout oder Ähnliches zu und wenn nicht, dann kann man es trotzdem diagnostizieren. Die Weichen fürs gegen die Wand fahren sind von alleine gestellt worden. Du solltest deiner Frau die Karten offen auf den Tisch legen. Entweder sie bringt langsam ihren [Unterschreitung des Mindestniveaus] hoch oder du fährst alles vor die Wand und du solltest ihr auch aufzeigen, dass sie von dir dann nichts mehr zu erwarten hat und was das heißt. Ob Ihr und den Kindern ein Leben in Hartz 4 wirklich so gleichgültig sind, dass sie nicht mal ein Mindestmaß an Initiative für die Beziehung zeigen will. Suche auch vor dem Gespräch nen Job oder ein paar Job-Vorschläge für sie. Irgendwas wird sie ja gelernt haben und wenn nicht, dann beim Edeka nachfragen ob die 400 oder Halbtagsjobs frei haben. Auf keinen Fall abends Kellnern lassen, da kannst gleich aufgeben. Wenn Sie keine Angst oder Regung zeigt sich von dir zu trennen, dann kannst du es eh vergessen.
Den Kopf waschen bringt was, aber nicht auf Dauer. Maximal 3 Wochen dann muss etwas passiert sein. Sie muss etwas zu tun haben, dass sie fordert und nicht vor sich her schieben kann!! (= einen Job)
Die Frau meint es vielleicht auch gar nicht böse. Depression ist nun mal Depression genau so wie dein anstehender oder bereits begonnener Burnout. Aber nichts dagegen tun ist Absicht.

Sieh es so. Mit deinem Gehalt und KU und TU kannst du ein Leben ohne Tricks vergessen. Es wird unter Hartz 4 sein. Alles gegen die Wand fahren ist Pflicht.
Du hast arbeitstätige Familie, da wirst du sicher ne Zeit unterkommen können und ein wenig Unterstützung erhalten. Vielleicht bereitest du sie auch ein wenig darauf vor aber frage nicht ob sie das gut finden. Die können das sicher nicht einschätzen außer wenn einer davon Unterhalt für 2 Kinder und eine Frau zahlen muss.

Warum ich den Käse hier schreibe. Ich habe eine ähnliche Situation vor 2 Wochen so fürs erste geklärt. Nach einem Jahr voller Verständnis hat es jetzt gereicht und ich bin nicht Solo.
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#9
(10-11-2014, 16:12)MasterOfDesaster schrieb: Ist doch egal ob es vorhersehbar war. Jetzt ist seine Situation so wie sie ist.

Das Forum ist grösser wie ein 1:1 Privatgespräch. Jeder, der noch nicht so weit ist und diesbezügliche Erfahrungen hier lesen kann, kann davon profitieren.
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#10
Was ich eigentlich damit gemeint habe ist, dass wenn man verliebt ist, solche Dinge nicht vorher sieht oder bewertet.
Indikatoren wie Frau ist >25 Jahr und ohne Berufsausbildung oder nimmt Drogen oder trinkt oft Alkohol oder hat keine Freunde (was ich beim TE meine heraus gelesen zu haben) bringen einem nichts. Jeder weiß dass jede 3. Ehe geschieden wird und trotzdem heiratet Mann. Meine Frau kommt aus einer, von außen gesehen, vollkommen intakten Familie und ist einfach ihrer Depression erlegen.

Ich könnte einen Thread aufmachen und seinen Text oben bis auf die Zwillinge kopieren. Wie es zu der Situation kam ist sicher bei mir komplett anders verlaufen als bei ihm. Trotzdem ist die aktuelle Situation -zumindest- mit den selben Worten zu Beschreiben.
Die Lösung: Die Frau soll endlich ausm A... kommen oder alles gegen die Wand fahren und Hartz 4 für alle.

Ich bin echt froh das so trocken sehen und ihr das um die Ohren hauen zu können. Und das nur dank diesem Forum. Jeder der meint es besser hin zu bekommen kann in 1-2 Jahren von seinem Erfolg hier im Forum posten.
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#11
Haben wir diesen Fehler nicht fast alle gemacht? Zu lange weitergebuckelt, ertragen, die Schuld auf sich genommen nur damit das Konstrukt bestehen bleibt? Leider hilft oftmals nur eine direkte Konfrontation. Obgleich diese auch nicht so direkt sein muss. Zumindest kann man mal leicht vorfühlen wie die Reaktion ausfallen würde.

Ich wünsche dir, Petil, daß deine Frau von sich aus erkennt daß sie etwas ändern muss und hoffe daß ihr das gemeinsam anpackt und euch da rausziehen könnt. Wenn du dir allerdings gewiss bist daß die Sache gelaufen ist musst du dich um dich selbst kümmern. Auch für deine Kinder. Eine überforderte Mutter und dazu noch ein seelisch zerstörter Vater mit Burnout hilft außer der Helferindustrie auch niemandem weiter.
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#12
(10-11-2014, 17:40)MasterOfDesaster schrieb: Was ich eigentlich damit gemeint habe ist, dass wenn man verliebt ist, solche Dinge nicht vorher sieht oder bewertet. 

Natürlich, das stand doch gar nicht in Frage. Aber wenn heute jemand im Rückblick ohne die rosa Brille klarer sieht und eventuelle Risikofaktoren benennen kann, dann kann das jedem helfen, der noch nicht so weit ist. Es geht da nicht um (ohnehin uninteressante) Schuldzuweisungen, sondern ums lernen und klarer sehen.

Hauptaspekt bleibt aber Hilfe im konkreten Fall. Und die ist nicht einfach, denn es wird bei ihm zwangsläufig zu ziemlich deutlichen Veränderungen kommen.
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