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Umgang Ferien Vater kann nicht Kind langweilg
#1
Hallo,

konnte mich hier nur kurz einlesen aber zu meinem ANliegen habe ich leider nichts gefunden.

Ich und mein Ex-Mann haben seit 3 Jahren eine Umgangsvereinbarung. Es kam immermal zu Schwierigkeiten, mal wollte unser Sohn nicht dann hat Der KV rumgesponnen. Muss dazu schreiben das unser Soh (13) sehr ausgefuchs ist und uns gegeneinanderer auch ausspielt.
Zum Fall: KV hat jetzt 3 Wochen Ferienumgang. Erste Woche waren beise zusammen verreist. m sonntag stand mein Sohn das erste Mal bei mir wieder in der Tür mit der aussage: Mir ist langweilig. Als ich ihn fragte warum er nicht wie ausgemacht mit dem KV in Leipzig bei seiner Oma sei, meinte er die hätte keine Zeit, was dazwischen gekommen. Haben dann noch zusammen was zum Kaffee gegessen und ihn dann zum KV verabschiedet ( wohnen nur 100m entfernt).
Heute Mittag war unser Sohn wieder da, das gleich (LANGweilig). Fragte ihn warum er denn nicht mit Papa mal ins Freibad ginge, schönes Wetter und so. Alles blabla, hat sich dann in seinem Zimmer eine Stunde beschäftigt und ist dann wieder zurück zum KV.

2 Stunden später ruft mich KV an mit der Bitte ich solle doch mit dem Jungen baden fahren, er kann nicht.

Meine Frage: Ist es meine Aufgabe als Mutter auch noch die Beschäftigung und Freizeitaktivität meines Sohnes in der Umgangszeit seines Vaters zu unternehmen?

Ich finde das frech von Ihm (KV). Ich muss doch auch sehen wie ich die Ferien gestalte und da habe ich auch keinen wo ich meinen Sohn mal baden schicken kann.

Was meint ihr dazu, soll ich das zulassen oder ist das vielleicht nur wieder eine Masche meines Kindes ( Papa gerade langweilig, da spring ich mal zu Mutter die macht da was)?

Danke für Antworten.
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#2
Wilkommen im Forum Gurti,

es ist natürlich immer schwierig, wenn man ohne viele Informationen von draußen draufguckt und daraus eine Analyse und eine Handlungsanweisung ableiten soll.
Einfach einmal kurz: Wenn es das Ziel deines Sohnes war, seine Eltern dazu zu bringen sich den Kopf zu zerbrechen und sich darüber an die Gurgel gehen, wie er am besten zu bespaßen ist, dann hat er es erreicht.

Familienleben ist zuweilen auch langweilig, das ist eben so. Mit dieser Feststellung solltest du ihn das nächste Mal zu Papa zurückschicken.
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#3
Klingt so, wie wenn der Knabe euch beide ein bisschen gegeneinander ausspielt. Nicht genug Action beim Papa? Kein Problem, stupfen wir die Mama an. Mit 13 hat er solche Spiele sicher schon gut drauf.

Deshalb würde ich das auch nicht auf direkte Weise mitmachen. Wenn der Vater Tips und Hinweise braucht, kann er die gerne haben (aber nicht ungefragt). Mit dem Kind was anfangen, obwohl es eigentlich beim Vater sein sollte, würde ich dagegen unterlassen, höchstens im Notfall einspringen.

In dem Alter beschleunigt sich auch die Loslösung von den Eltern. Vielleicht ist er generell gar nicht mehr so gerne längere Zeit bei den Eltern. Die Freunde werden wichtiger, eigenständiges Leben. Das ist cooler, bei den Eltern wirds öde.
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#4
Ja, das habe ich mir auch gedacht. Er muss schließlich auch ein wenig Alltag von seinem Papa mitbekommen. Ich war von dem Telefonat des KV natürlich total überascht und konnte nicht so richtig agieren. Einerseits tut einem das Herz weh, man will ja immer die Zeit mit seinem Kind verbringen, aber schließlich haben wir es damals so beschlossen und der KV auch darauf geklagt die hälftigen Ferien mit seinem Sohn zuverbringen. Weiß jetzt nicht wie ich darauf richtig Antworte, habe beide auf morgen Mittag vertröstet um mir klar zu werden. Denke aber der Papa muß sich mit der Langeweile seines Sohnes auch mal beschäftigen, so wie ich schließlich auch. Oder?
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#5
Es ist schade, dass Papa seine Ferienzeit erst "einklagen" musste, da hätte es sicherlich auch andere Wege gegeben. Aber jetzt ist es eben die Zeit von Papa und Sohn und wenn dem Sohn langweilig ist, dann ist das so. Das kommt vor. Es liegt ja an den beiden, was sie daraus machen.

Letztlich ist es nicht dein Problem, weder erzieherisch noch rechtlich noch in sonst einer Weise. Die werden schon zurechtkommen. Ich kann es nur wiederholen: schick ihn zum Papa, wenn er das nächste Mal über Langeweile klagend an deiner Tür steht.
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#6
Wenn ihr nur 100 m auseinander wohnt, würde ich das alles nicht so eng sehen. 13 Jahre ist so ein Alter, wo das bisherige Leben zunehmend langweilig wird und ein neues noch nicht gefunden ist. Da paart sich schon ´mal Langeweile mit Lustlosigkeit, insbesondere was die Vorstellungen der Erwachsenen angeht. Wenn Junior dann ´mal bei Dir vorbei schauen will, laß ihn einfach, wenn es geht, aber reiss Dir kein Bein aus.

Dem Vater würde ich schon bedeuten, dass er an der Reihe ist: Also geplante Aktivitäten hat er in seiner Zeit schon anzubieten - oder mit dem Maulen vom Kid zurecht zu kommen. In vielen Gemeinden gibt´s ja auch Ferienpass-Aktionen, in denen öfter etwas kurzfristig geht, weil immer ´mal wer ausfällt: Vielleicht hat Junior ja dann unter Gleichaltrigen mehr Spaß...
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#7
(28-07-2014, 22:18)gurti schrieb: JDenke aber der Papa muß sich mit der Langeweile seines Sohnes auch mal beschäftigen, so wie ich schließlich auch.

Was er in seiner Zeit mit dem Kind tut oder muss, überlass ihm. Ich würde mich währenddessen einfach etwas zurücknehmen. Vielleicht selber wegfahren, nicht erreichbar sein. Geniesse die Freiheit ohne Kind.
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#8
the notorious iglu:
Kv hatte damals eine irrwitzige Vorstellung vom Umgang, so vom, wenn ich kann dann hole ich mein Kind, damit konnte ich nichts anfangen, muß beim chef meinem Urlaub auch planen und nicht wann es spontan dem Papa einfällt. Daher haben wir eigentlich eine Idiotensicherer Umgangsvereinbarung über mehrere Jahre inklusive der zufeiernden Verwandschaftsgeburtstage. Das hat allen einen gerechten Umgang erst ermöglicht.
Ja die Kindfreizeit genieße ich immer. Werde das auch morgen so machen. Danke euch für die Mentale Ordnung.
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#9
Auch von mir Willkommen im Forum,

strikt reglementierte Umgangsvereinbarungen bei mitten in der Pubertät steckenden Jugendlichen sehe ich vor allem in den Ferien kritisch. In solch einem Alter sind alle anderen Dinge des Lebens interessanter, als krampfhaft bei einem Elternteil Zeit verbringen zu müssen, nur weil die Eltern das mal über eine Behörde so haben regeln lassen. Gebt Eurem Jungen vor allem in den Ferien den zeitlichen und finanziellen Spielraum spannende Dinge mit Seinen Kumpels erleben zu können, anstatt Ihn in ein zeitliches Konstrukt zwischen den Eltern zu pressen. Das braucht in Seinem Alter kein junger Mensch.

VG,
Markus
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#10
Das mit den Freunden ist kein Problem, die wissen genau wann sie 3 Häuser weiter klingel oder hier. Ich denke aber, die Freunde sind gerade mit ihren Familien unterwegs und daher rührt die langeweile und der versuchte Boykot unseres Jungens. Und darauf habe ich keine Lust. Es lief gerade so schön mit dem Umgang.
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#11
Auch Pubertierende brauchen Strukturen. Woran sollen sie sich sonst reiben?
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#12
Das stimmt.
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#13
Stell Dich ruhig schon ´mal darauf ein, dass Junior jetzt erst ´mal ´ne Weile nicht einfacher wird...
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#14
(28-07-2014, 22:18)gurti schrieb: [...] und der KV auch darauf geklagt die hälftigen Ferien mit seinem Sohn zuverbringen.

So rosig und verständnisvoll deinerseits ist dann wohl doch nicht alles, wenn er erst klagen musste, um sein Recht zu bekommen.

Warum, will ich nicht wissen, denn Fakt ist, dass er klagen musste und das ist immer ein Extremum, welches man als Eltern unbedingt vermeiden sollte.

Das, was Du hier schilderst, betrachte ich nicht als Problem.

Gerade einem 13-jährigen kann schnell langweilig werden und als Vater ist man dann vielleicht auch mal genau wie eine Mutter überfordert.

Gleich immer im Bezug auf den Kindsvater zu schreiben 'soll er, muss er, etc.' halte ich nicht für produktiv.

Freue dich, wenn dein Sohn während der Ferienzeiten bei Dir vorbeischaut. Sein Vater wird dann schon reagieren, wenn ihm sein Sohn zu oft "abhanden" kommt.

Lediglich 100 Meter neben einander zu wohnen, ist natürlich ein Traum und fördert zweifelsohne ggf. auch Situationen, wie erst vor Kurzem von Dir erlebt.

Als mein Sohn während meiner akuten Traumaphase zum ersten Mal zu mir sagte, dass ihm gerade langweilig ist, musste ich auch handeln und seitdem schalte ich ihm den Fernseher aus, wenn ich Fußball spielen will Smile

Als Vater muss man aktiv sein und das dürfen Kinder auch verlangen.

Ist schon schlimm genug, dass mein Sohn bei seiner Mutter immer vor'm Fernseher sitzt.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#15
@gurti...

Was habt ihr Eltern bittschön die letzten 13jährigen gemacht, wenn eurem Sohn sowohl bei seinem Vater, als wohl auch bei Dir langweilig ist und er euch demzufolge dem lesen nach gegeneinander ausspielt?

Und überhaupt. Hier in der Leipziger Gegend kann es weder Kindern, noch Tenagern langweilig sein. Wir haben hier für Großstadtverhältnisse die exklisivsten und wohl bundesweit auch die preiswertesten Freibäder, was die Eintrittspreise betrifft. In Lindenthal gibt es ein super Öko-Freibad. Und von den vielen Parkanlagen plus Liegeflächen hier träumt ein riesiger Teil der restlichen Bundesbevölkerung. Hier wird für Maßnahmen gegen lange Weile absurd subventioniert.

Ihr müsst mal in die Puschen kommen und in eurem Fall könnte es auch NICHT schaden, mal "gemeinsam" euren Sohn zu fragen, warum ihm denn permanent so stinkelangweilig ist.

Achja. Weil Du erwähntest, dass es gerade mit dem Umgang so schön lief.

Meinst Du damit, dass er ÜBERHAUPT stattfindet, oder eher in die Richtung, dass er gerade SO läuft, wie Du ihn dir vorstellst?

Letzter Satz dazu. Ihr habt es jetzt mit einem angehenden Teenager zutun. Und NICHT mehr mit einem kleinen süßen Jungen, den ihr zwingend jede Minute betütteln müsst. Kurzum. Mach mal die Leine losWink
Wer Deutschland für kapitalistisch hält, hält auch Kuba für demokratisch. G.W.
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#16
Übrigens.

Wäre sich Eltern bezüglich ihrer Trennung voneinander in Bezug auf ihre Kinder bereits "vorher" einig und kooperationsbereit sowieso.

Es gäbe...

http://www.youtube.com/watch?v=fgWFxFg7-GU

Bob Marley - No More Trouble (DrecK inc. übersetzung)----

wir brauchen nicht noch mehr ärger
wir brauchen nicht noch mehr ärger

oh nein nein nein oh nein nein nein
nicht noch mehr ärger

was wir brauchen ist liebe
um uns um unsere söhne zu kümmern und sie zu beschützen
wenn du aus dem buch abguckst
wirst du später stärker sein

wir brauchen nicht noch mehr ärger
was wir brauchen ist liebe


oh nein nein nein oh nein nein nein
nicht noch mehr ärger

wir brauchen nicht noch mehr ärger
wir brauchen nicht noch mehr ärger
Wer Deutschland für kapitalistisch hält, hält auch Kuba für demokratisch. G.W.
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