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Trennungsunterhalt: vermietete Eigentumswohnung verkaufen?
#1
Hallo,
ich habe folgende Situation: mein Mann und ich werden uns trennen. Wir haben per Ehehevertrag Gütertrennung vereinbart. Ich hatte bereits vor der Ehe eine Eigentumswohnung, die ich allerdings noch abbezahle. Diese Wohnung ist zur Zeit vermietet. Ich habe im Moment nur ein sehr niedriges Einkommen (ich konnte bisher nicht vollzeit Arbeiten, da wr zwei Kinder haben) und würde wohl im Trennungsjahr Trennungsunterhalt bekommen, da mein Mann ein sehr hohes Einkommen hat. Den Unterhalt im ersten Jahr brauche ich auch, bis ich mich beruflich so orientiert habe, dass ich ausreichend verdiene. Ich möchte von meinem Mann keinen nachehelichen Unterhalt fordern. Kindesunterhalt steht mir natürlich zu, aber den betrifft auch meine Frage nicht:
Ich überlege derzeit die vermietete Eigentumswohnung zu verkaufen. (Miete ohne Nebenkosten zur Zeit 600 Euro). Einmal, damit ich finanziell etwas entspannter in die Trennung gehen kann und zum anderen, weil die Miete ja in die Unterhaltsberechnung miteinfliessen wuerde. Zwar würden auch de Zinsen (soweit ich weiss nicht de Tilgung), die ich auf den noch laufenden Wohnungskredit zahle die Einnahmen etwas reduzieren, aber nicht so stark.
Jetzt ist meine Frage: würde der Betrag, der mir am Ende nach Verkauf der Wohnung, Bezahlung aller Kosten bezüglich des Verkaufs, Ablösung der Kredites etc., den ich dann auf meinem Konto habe (das werden ca. 20.000 Euro sein), den Unterhalt schmälern? Das heisst: wird Vermögen mit in die Unterhaltsberechnung eingerechnet? Wenn ja: Vermögen ab welcher Höhe?
Lieben Gruss,
Sana
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#2
Soweit ich Informiert bin geht es beim Unterhalt um jegliche Form von Einkommen - Einkommen von deinem Ex-Mann in erster Linie.

Deine Mieteinnahmen bzw. der Verkaufserlös wird erst interessant wenn du Leistungen nach SGB X beantragst.

Da du aber arbeiten möchtest, würde ich trotz guter Rahmenbedingungen für einen Verkauf der EW derzeit, die Wohnung auf alle Fälle behalten.

Als Altersabsicherung ist die EW viel mehr Wert als schnelle 20.000€ auf dem Konto.

Mein Rat, wenn Geld (Verdienst, Vermögen etc.) vorhanden ist, trefft eine rechtssichere Absprache im Guten und lasst jegliche Institution, vor allem Anwälte, aussen vor.

Regelt alles, auch den Umgang als zwei Menschen die sich mal geliebt haben und sich auch nach der Trennung respektvoll verhalten!

Ich schreibe dir das aus eigener, guter Erfahrung. Meine Ex und ich ziehen an einem Strang und helfen uns gegenseitig, trotz neuer Partner.

Eure Kinder werden dankbar sein.
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#3
kann mich nur anschließen!

denkt nicht an jetzt - bleibt freunde - halte die wohnung - fertig.

überlege evtl. ob nicht ein wechselmodel in frage käme mit 50/50 betreuung etc - dann braucht kein ku gezahlt werden! wenn du mit deinem nochmann klarkommst, da soll er dir lediglich bei engpässen helfen!

bb
netlover
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#4
Es geht wohl immer nur um die Kohle:

sana schrieb:... Wir haben per Ehehevertrag Gütertrennung vereinbart. Ich hatte bereits vor der Ehe eine Eigentumswohnung, die ich allerdings noch abbezahle. Diese Wohnung ist zur Zeit vermietet. Ich habe im Moment nur ein sehr niedriges Einkommen (ich konnte bisher nicht vollzeit Arbeiten, da wr zwei Kinder haben) und würde wohl im Trennungsjahr Trennungsunterhalt bekommen, da mein Mann ein sehr hohes Einkommen hat. Den Unterhalt im ersten Jahr brauche ich auch, bis ich mich beruflich so orientiert habe, dass ich ausreichend verdiene. Ich möchte von meinem Mann keinen nachehelichen Unterhalt fordern. Kindesunterhalt steht mir natürlich zu, aber den betrifft auch meine Frage nicht:
Ich überlege derzeit die vermietete Eigentumswohnung zu verkaufen. (Miete ohne Nebenkosten zur Zeit 600 Euro). Einmal, damit ich finanziell etwas entspannter in die Trennung gehen kann und zum anderen, weil die Miete ja in die Unterhaltsberechnung miteinfliessen wuerde. Zwar würden auch de Zinsen (soweit ich weiss nicht de Tilgung), die ich auf den noch laufenden Wohnungskredit zahle die Einnahmen etwas reduzieren, aber nicht so stark.
Jetzt ist meine Frage: würde der Betrag, der mir am Ende nach Verkauf der Wohnung, Bezahlung aller Kosten bezüglich des Verkaufs, Ablösung der Kredites etc., den ich dann auf meinem Konto habe

Ich habe mir den Thread nun drei mal durchgelesen und stolpere immer wieder über "steht mir zu". Und ich lese solche Dinge, wie "damit ich finanziell entspannter ....". Auch Entschuldigungen, denn natürlich kannst du dein Einkommen nicht steigern, da ja: "ich konnte bisher nicht vollzeit Arbeiten, da wr zwei Kinder haben"

So so, aber für den Erhalt (d)einer Eigentumswohnung hat es wohl gereicht?

Wer bezahlte diese Schulden eigentlich;
ist nur eine Frage ;-)

Herzlich willkommen
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#5
Gütertrennung war keine gute Idee, modifizierte Zugewinngemeinschaft unter Ausschluss des Zugewinnausgleichs wäre besser gewesen. Naja, zu spät.

Zitat:Kindesunterhalt steht mir natürlich zu

Dir nicht, nur den Kindern :-)
Vermögen spielt bei der Trennungsunterhaltsberechnung nur indirekt eine Rolle. Nur die Zinsen würden einfliessen, die das Geld abwirft wenn die Wohnung verkauft wird. Die zählen zu deinem Einkommen. Bei dem niedrigen Zinsniveau und nur 20000 EUR wäre das zu vernachlässigen.

Die Wohnung ist deine, bleibt deine, ein eventueller Verkaufserlös ebenso. Unterhalt richtet sich nach den Einkommensverhältnissen in der Ehe, nicht nach dem was du bei der Scheidung verkaufst. Da wirst du keine Probleme haben Die Hauptbaustellen wird deine berufliche Entwicklung sind und das Wohlergehen der Kinder in der auseinandergebrochenen Familie. Guter Kontakt zu beiden Eltern ist ein wichtiger Faktor dafür.
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#6
Warum diese Schärfe SGI?

Natürlich steht Sana KU und Trennungsunterhalt erstmal zu, so will es das Gesetz.

Wir sollten froh sein, und ich schreibe das jetzt ohne Ironie oder Zynismus, dass man Frau und Kinder nicht einfach mehr vom Hof jagen kann. Das gab es mal in Deutschland und der Welt.

Sana und ihr Mann haben sich für das gängigste Model entschieden, ER geht arbeiten und Sie versorgt Haus und Kinder. Sana hat vorher gearbeitet, konnte sich eine Eigentumswohnung leisten.

Die gemeinsame Lösung ohne Anwälte, ohne Gerichte, ist das Ziel was an oberster Stelle stehen sollte. Davon profitieren alle Parteien langfristig am meisten. Am meisten jedoch profitieren die Kinder, die weder Vater noch Mutter verlieren.

Kinder die nicht mit ansehen müssen wie die geliebten Elternteile sich zerfleischen und in einem Rosenkrieg Haus und Vermögen im wahrsten Sinne des Wortes, VERBRENNEN!

Wir Frauen und Männer sind gespalten und verletzt genug in dieser Gesellschaft, das Ziel sollte die Überwindung sein, nicht die Zerschlagung.
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#7
Mein Rat:

1. Behalte die Eigentumswohnung
2. Vereinbart den Kindern zuliebe ein Wechselmodell --> e.g. 1 Woche beim Papa, 1 Woche bei der Mama oder 2 Wochen beim Papa, 2 Wochen bei der Mama - "Umgang" hat dann immer der Elternteil, bei dem die Kinder gerade nicht sind, hat den Vorteil, dass die Kinder nicht 1 ganze Woche oder gar 2 auf den jeweils anderen Elternteil verzichten müssen.
3. Bleibt den Kindern zuliebe Freunde und redet viel miteinander!
4. Werde beruflich schnell aktiv, was insbesondere gut geht, wenn Ihr ein Wechselmodell vereinbart.
5. Bitte im Guten deinen Mann, dass er dir bis zum beruflichen Wiedereinstieg finanziell unter die Arme greift.
6. Lasst Anwälte, Familiengericht & Co. konsequent außen vor!

Sobald Ihr zu Lasten des anderen und somit auch der Kinder auf irgendeinen finanziellen Vorteil schaut, siegt die Habgier und das Kindeswohl bleibt mE auf der Strecke.

Viel Glück.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#8
Kein Thema:

(02-01-2014, 13:23)Kindeswohlhandel.de schrieb: Wir sollten froh sein, und ich schreibe das jetzt ohne Ironie oder Zynismus, dass man Frau und Kinder nicht einfach mehr vom Hof jagen kann. Das gab es mal in Deutschland und der Welt.

Aber, wo steht dass, dass er sie von Haus und Hof jagte, @Kindeswohlhandel?

(02-01-2014, 13:23)Kindeswohlhandel.de schrieb: Die gemeinsame Lösung ohne Anwälte, ohne Gerichte, ist das Ziel was an oberster Stelle stehen sollte.

Absolute Zustimmung!

Allerdings kann man auch auf Widersprüche hinweisen bzw. diese "steht mir zu"-Haltung durchaus mal etwas hervorheben. Und bei @sana lese ich viel davon ... Nun aber genug, generell gebe ich dir recht: Kriegstreiber sollte man außen vor lassen.

Einen guten Start ins Jahr dir;
trotz mancher 'Missverständnisse' ;-)

SgI (der sich mit @sophie und @freaky z.B. bestens versteht)
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#9
Also zuerst einmal: ja, ich denke mein Mann und ich werden es in Freden schaffen. Wir sind da auf einem guten Weg. Aber ich habe bei anderen gesehen, dass das schnell umschlagen kann, wenn es um geld geht. Men Mann war waehrend unserer Ehe, was Geld angeht, schon etwas extrem. Wir hatten alle Finanzen getrennt und ein gemeinsams Haushaltskonto. Davon haben wr alles was uns beide betraf bezahlt: Miete, Nebenkosten, Essen, Kindersachen etc. Wir haben dort beide die Haelfte unseres Einkommen eingezahlt. Was viele als ungerecht angesehen hatten, weil mir am Ende, nachdem ich meine eigenen Versicherungen, die Raten fuer den Kredit (!) etc. bezahlt hatte, kaum 100 Euro im Monat fur Ausgaben fuer mich selbst (Klamotten, Drogerie oder ausgehen) blieben, wo mein Mann mit seinem hohen Einkommen meistens noch 1000 Euro uebrig hatte, davon sparen konnte, teure Autos, Fahrrader, Armbanduhren, Mallorca mit seinen Kumpels etc. bezahlen konnte. Aber ich muss dazu sagen: ich hatte damit nie en grosses Problem, sonst haette ich das ja auch zum Thema machen muessen! Ich brauche keinen Luxus und wir haben eigentlich sehr gut gelebt.
Ich schreibe das auch nur, weil der letzte Kommentar so wirkt, als haette ich hier die Absicht meinen mann auszunehmen. Das habe ich nicht! Aber ich habe grosse Angst, dass ich jetzt finanzielle Probleme bekommen koennte. Ich denke ich werd ein Jahr brauchen, um meinen Job wieder ausbauen zu koennen. Die Wohnung habe ich uebrigens vor dr Ehe und vor den Kindern gekauft! Damals habe ich sehr gut verdient, gerne gearbeiteet und konnte mir das leisten. Und wie Du oben gelesen hast, habe ich die Raten auch von meinem Geld bezahlt! Wie kommst Du darauf, dass ich mein Einkommen nicht steigern kann??? Der Kleine geht ab Sommer in eine KiTa und wir haben jetzt schon eine Tagesmutter gefunden. Jetzt kann ich wieder voll arbeiten! Für Frauen die meinen sie koennten nicht voll arbeiten, obwohl die Kinder bis nachmittags betreut werden, hab ich kein Verständnis. das geht sehr wohl und die kinder leiden auch nicht darunter. Ganz im Gegenteil! Mir scheint Du hast sehr schlechte Erfahungen gemacht, eben mit dieser Sorte Frauen! Dazu gehoere ich definitiv nicht. ich waere froh, wenn ich nicht auf Trennungsunterhalt angewiesen wäre und werde den auch nur so lange erfragen, wie ich das finanzell selbst nicht hinbekomme. Aber ja: ich habe geshcrieben "steht mir zu". Da mir der Trennungsunterhalt defnitiv zusteht...ob ich ihn nur am Ende erfrage oder nicht! Ich habe mich jahrelang hauptsächlich um die Familie gekümmert und meine privaten Belange total zurück gestellt. Mein Mann muste hier zu Hause nichts tun. Auch nicht in seiner Freizeit! Das war fuer mch OK so und ich will betonen, dass ich mich hier nicht darueber beschwere. Aber das ist der Grund warum ich nun der Meinung bin, dass mir etwas zusteht. Über Wechselmodell haben wir auch gesprochen. ich finde das ein tolles Modell, aber mein Mann möchte das nicht, da er dann seinn Job aufgeben müsste. Er hat täglich zwei Stunden Fahrtzeit und ist abends mmer erst um 18-19 Uhr zu Hause.
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#10
Nun das war auch überhaupt kein Vorwurf an dich SGI, sondern vielmehr mein Versuch für 2014 den elenden Gordischen Knoten zu durchtrennen.

Es geht nur gemeinsam Vorwärts. Es muss endlich Bewegung auf beiden Seiten erkennbar sein. Wir brauchen Männer und Frauen die sich mit Vernunft und Einsicht dem elenden Unrecht entgegenstellen in diesem Land.

Kriegstreiber gibt es genug.

Aber keine Angst, ich trete nach wie vor jenen vor das Schienbein, die meinen uns Trennungsväter vernichten zu müssen.
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#11
Mit "letzter Kommentar" meinte ich den Kommentar von "Streng geheimer Informant" ... da kam ja jetzt noch einges dazu :-)
Ja, natuerlich habt Ihr Recht: der Kindesunterhalt steht den Kindern zu. Da die aber noch klein sind, kaufe ich ja die Sachen davon.
Nein, mein Mann hat mich nicht "verjagt". Wir trennen uns einvernehmlich und er ist sogar derjenige der angeboten hat auszuziehen, damit die Kinder nicht umziehen müssen. Wie gesagt: wir sind sehr entspannt zur Zeit. Allerdings, wie soll ich das shcreiben, ohne ihn schlecht zu machen?: Er ist von zu Haus so erzogen, dass er sehr darauf achtet dass sein Geld, sein Geld ist und auch nur soviel mit der Familie geteilt wird, wie eben gerade sein muss. Ich habe die Frage nur gestellt, weil ich nicht durch ein bloede unüberlgte Aktion nachher finanzielle Probleme bekommen will.
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#12
Ach und nochwas: ich bin übrigend bei Trennungen in meinem Umfeld meistens auf der Seite der Trennungsväter gewesen!!!
Ich habe mich ein komplettes Jahr lang hier um einen Vater gekümmert, der schlimmes erleben musste, habe lange Gespäche mit dem Vorsitzenden des Vereins "Väteraufbruch für Kinder" hier in Köln gefüht (daher bin ich auch Fan vom Wechselmodell, was bei uns nicht s gut anwendbar ist, da es men Job erlaubt flexibler zu arbeiten, als der meines Mannes) und meinen Bekannten dorthin vermittelt. Dort hat man ihm sehr gut geholfen und für ihn läuft jetzt alles um einiges besser. Aber dort war das nur mit Anwalt möglich und er musste auch erst durch den Väterverein einen guten Anwalt vermittelt bekommen, denn die meisten Anwälte sind einfach nicht fähig Vätern in solchen Situationen zu helfen.
Es gibt eine menge Frauen, bei denen ploetzlich die Geldgier hochkommt, wenn es um Trennung geht. Und die die Kinder einsetzen! An den Kindern wird so viel gezerrt. Das tut mir wahnsinnig leid! Und das ist etwas, dass ich niemals machen werde! Wir lieben unsere Kinder beide und sie brauchn uns beide.
P.S. Bitte entschuldigt meine 1000 Tippfehler. ich habe ein neue Tastatur und komme damit nch nicht so gut klar :-)
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#13
Auf alle Fälle, herzlich Willkommen Sana.

Hier wirst du geholfen, so oder so. Wink

Denk immer daran, es gibt keine blöden Fragen, nur......
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#14
Hi @sana,

ihr seit auf einem guten Weg (während der Trennung; was für Kinder immer schlimm ist). Insofern danke für deine weiteren Erläuterungen dazu. Ich versteh' auch deine Ängste um dein "Hab und Gut". Das geht jedem so, in solchen Ausnahmesituationen.

@p konnte dir eventuell ein paar davon nehmen. Konzentrier' dich in einer Zeit, in der jede® an einem zerrt. Angst ist dabei ein schlechter Ratgeber.

Was @raid schrieb kann ich nur unterstützen und @kindeswohlhandel hatte auch gute Anregungen. Mach das Beste daraus; in deinen stürmischen Zeiten.

Und versuche bitte, Absätze in deinen Fließtext zu bringen ;-)

Alles Gute für Euch
SgI
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#15
Hallo sana,

Trennungen sind nie leicht, insbesondere für eure Kinder.

Ihr müsst beide gewisse Einschränkungen nun mal hinnehmen, ein Reset ist nicht möglich.

Dein Mann kann freilich auch nicht erwarten, dass Du bis dato als Hausfrau von jetzt auf gleich auf Karrierefrau umschwenkst. Ich sehe immer beide Seiten!

Eure Kinder sind noch jung. Wie alt sind sie denn? Habt Ihr mit eurer Beziehung endgültig abgeschlossen oder besteht noch die Möglichkeit sich zusammenzuraufen?

Du schreibst, dass Ihr während der Ehe eine gute finanzielle Vereinbarung hattet. Was spricht dagegen, dass Ihr in einem gewissen Rahmen weiterhin finanziell gemeinsam wirtschaftet?

Hierfür wäre natürlich vonnöten, dass Ihr den Status Ehe(verbund), zumindest solange die Kinder nicht volljährig sind, noch nicht aufgebt und dein Mann in der Lohnsteuerklasse 3 verbleiben kann.

Vorteile:
1. Finanziell werdet Ihr beide nicht benachteiligt, insbesondere dein Mann nicht. Prämisse dafür ist jedoch, dass er von seinen verbleibenden 1.000 Euro dir 100 oder 200 Euro monatlich abgibt, damit Du auch ein Extra hast.
2. Es gibt keinen Streit über Kindesunterhalt, denn die Kinder sind so oder so von dem Haushaltseinkommen bzw. aus der gemeinsamen Kasse zu versorgen.

Nachteil:
1. Weiterhin eine gewisse Verbundenheit. Diese ist jedoch bei zwei gemeinsamen Kindern so oder so gegeben. Wie gesagt, ein Reset ist nicht möglich!

All das wird aber nur funktionieren, wenn Ihr eure gemeinsamen Kinder in den Fokus stellt, weiterhin fair bleibt, beide psychisch gesund seid, und zu Lasten der Kinder keine Vorteile erhaschen wollt.
Auch dein Mann muss natürlich erkennen, dass ein Wechselmodell Vorteile bietet und sofern er das nicht möchte, eine andere Lösung vorschlagen.

Die Realität ist aber nun mal, dass man sich nicht trennt, weil man super befreundet ist und alles toll läuft, sondern gerade deshalb, weil es zwischenmenschliche Probleme etc. gibt. Je schneller nun beide in einen reflektierenden Zustand switchen können, desto gerader und ebenmäßiger wird der Weg, der vor euch liegt.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#16
@sana

Wie wäre es, wenn Dein Mann und Du eine Staffelvereinbarung träfen. Ausgangspunkt könnte ja sein, was Du für Dich und die Kinder brauchst, um anständig über die Runden zu kommen. Da würde Dein Mann dann ergänzen, was zu bei Deinem Einkommen fehlt. Vielleicht mit ´ner zeitlichen Komponente, wann Du welches Einkommen realisiert haben solltest.

Ah sorry, Deine eigentliche Frage ging ja nach der Eigentumswohnung. Mal nüchtern betrachtet solltest Du sie verkaufen, wenn der Verkaufspreis bezogen auf den Wert für Dich vorteilhaft wäre - und nicht, weil Du irgendwelche Befürchtungen hast. Da würdest Du Dich z. Z. eher antizyxklisch verhalten, was Gewinnmöglichkeiten beinhaltet. Andererseits sind unter Sicherheitsgesichtspunkten z. Z. Sachwerte gefragt. Wieviel Sicherheit Du willst, kannst eigentlich nur Du wissen.
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#17
Meine Meinung zur Wohnung: Sachwerte verkauft man nur wenn man MUSS.
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#18
@nappo

Für den "Normalbürger" ist das wohl so: Bei der Anschaffung spielte ja in der Regel der Sicherheitsaspekt eine wesentliche Rolle.
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#19
Man darf dabei nicht vergessen, dass auch ohne die Gruppe der finanziell zerstörten Väter, es immer weniger Menschen gibt, die sich so einen Sicherheitsaspekt anschaffen oder halten können.

Umso verständlicher das Sana da nachfragt.
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#20
(02-01-2014, 13:44)sana schrieb: Ich habe die Frage nur gestellt, weil ich nicht durch ein bloede unüberlgte Aktion nachher finanzielle Probleme bekommen will.
Wenn Du in absehbarer Zeit Deinen Job wieder aufnehmen kannst, sieht alles doch recht gut aus. Wenn der Vater aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, dann sollte er schauen, dass er nicht zu weit wegzieht. Auch wenn es nicht zum Wechselmodell kommen sollte, kann somit eine gemeinsame Betreuung besser gewährleistet sein. Egal, wie diese dann aussieht.

Grundsätzlich ist es doch so, dass beide Eltern es gemeinsam meistern sollten, ohne dass Dritte mit ins "Spiel" kommen. Meist ist es so, dass wenn JA, Beistand oder Arge mitspielen, fängt der Stress an.

Ich wünsche euch, dass ihr dass ohne irgendwelche Chaoten der o.g. Institutionen schafft!
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#21
(02-01-2014, 18:09)blue schrieb: Wenn der Vater aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, dann sollte er schauen, dass er nicht zu weit wegzieht. Auch wenn es nicht zum Wechselmodell kommen sollte, kann somit eine gemeinsame Betreuung besser gewährleistet sein. Egal, wie diese dann aussieht.
Absolut.

Die Wohnung wäre viel interessanter, wenn du selbst drin wohnen würdest. Gibt es die Möglichkeit Eigenbedarf geltend zu machen? Wäre dieLage, Ort für dich und Kinder relevant?
Ich tendiere zum Halten, obwohl hier wesentliche Eckpunkte fehlen, um das einzuschätzen. z.B. wieviel % schon abbezahlt? Wert/Tilgunghöhe? Deine eigenen Mietaufwendungen oder wohnst du bereits in 2. weiterem Eigenheim?

Aus der Position des Kinderbesitzes (vulgo "Elternteil, der die Kinder überwiegend betreut") stehen dir ja immerhin recht sichere Einnahmen ins Haus: 2 x 184 Kindergeld plus 2 x "Mindestunterhalt" oder mehr = mindestens 912€ oder eher mehr. Voraussichtlich mußt du dann nur für dein eigenes Essen+Lebensbedarf arbeiten. Dann gibt es noch die Möglichkeit von Kinderzuschlag (2 x 140€) und Wohngeld - mit 500-600€ eigenem Einkommen hat diejenige, die Kinderbesitz hat, schon die Möglichkeit Aufstockerfrei zu leben...

Für den Fall, dass doch ein Aufstocken mit ALGII (vorübergehend) erforderlich sein würde, dann wäre die selbstgenutzte Wohnung komplett Schonvermögen - die 20k hingegen würden sicherlich die Schonvermögensbeträge für liquide Mittel übersteigen und müßten verbraucht werden...
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#22
Geil finde ich schon den Satz, das sie 1 Jahr!! benötigt sich beruflich wieder zu orientieren...
Scheidung 2014 - Arm aber glücklich.
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