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Kindesunterhalt für alle
#1
Die TAZ berichtet über ein Papier der GRÜNEN, welches mehr Rechte für Stiefeltern fordert. Darüberhinaus soll der Kindesunterhalt von allen "Beteiligten" anteilig gezahlt werden, selbst über das Ende der Beziehung hinaus.

http://taz.de/Debatte-Familienrecht/!119025/
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#2
Lohnt sich eigentlich nicht den Mist zu lesen. Die Autorin Schmollack suggeriert es sei Normalfall, dass der Vater ab Geburt automatisch das Gemeinsame Sorgerecht erhalte und stört sich nicht an der Abnormalität Grüner Forderungen. Sie schreibt über Soziale Elternschaft, d.h. der/die jeweilige neue/r Stecher/in soll anteilig KU berappen und dafür "Rechte am Kind" erhalten, als sei es bereits Norm.

Das Konstrukt sieht bei jeweils neuen Partnern vor, dass z.B. bei 2 Müttern und 2 Vätern der KU durch 4 geteilt und jeweils anteilig gezahlt wird bis das Kind volljährig ist, bzw. eine Ausbildung abgeschlossen hat. Interessant ist der neue Familienpass, der die Rechte dieser neuen Partner am Kind visualisieren soll und so u.a. Arztbesuche möglich macht.

Kurz zusammengefasst bedeutet dies, zahle Unterhalt und habe Rechte am Kind. Gilt für alle außer den leiblichen Vater, der ist der Depp und darf blechen ohne durchsetzbare Rechte in der realen Welt vorzufinden.

Aber der Hammer kommt noch : Schmollack wirft in ihrem Artikel die Frage auf "warum jemand für ein Kind nach Beendigung der Beziehung weiter zahlen soll". Für Patchwork-Eltern ist diese Frage also nicht tabu. Mal anders gefragt warum soll ein Vater nach Ensorgung und Umgangsboykott durch Mutti weiterhin KU zahlen ?

Ich persönlich hoffe, dass der Familienpass eingeführt wird und jeder potentielle neue Stecher, egal welcher sexuellen Coleur, nun für sein Ersatzpapa spielen kräftig abdrücken darf. Je offensichtlicher der Wahnsinn dieser unheilvollen Grünen Ideologie zutage tritt, desto mehr werden vermutlich davon abgeschreckt und die klassischen Eltern könnten wieder mehr Wert sein als den Gegenwert ihrer Brieftaschen.

Dieses Land ist fertig.

Doch die Frage nach dem "warum" beantwortet der Artikel nicht. Meine Vermutung ist es soll der Staat als potentieller Zahler aus der Gleichung gestrichen werden und hierfür Ersatzdeppen gefunden werden. Die innewohnende Utopie Grüner Forderungen gemessen an der Höhe der Unterhaltssätze dürfte wohl das Bewußtsein solcher Betonköpfe wie Trittin erreciht haben. Aber "wir" halten ja bis zur letzten Patrone an beknackten Forderungen fest ...
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#3
Das ist doch nur die Vorstufe zu einem viel radikaleren Modell:
Alle Muttis erhalten Kinderunterhalt aus einem staatlichen Fonds in dem alle potentiellen Zeuger einzahlen müssen (also alle Männer). Für die Verwaltung des Fonds ist dann irgend so ne abgehalfterte Feministin, z.B. A.S. I.F. o.ä. und deren großer Mitarbeiterstab zuständig.

Das Modell bringt eine wesentliche Erleichterung für alle Frauen, dann die vorherige Prüfung auf etwaige Zahlungsfähigkeit entfällt, jetzt kommt es nur noch drauf an, den richtigen Kerl zu finden, der ggf. auch mal einen Landwal besteigen will... Smile

Weiterhin sind ab sofort auch keine Vaterschaftstests mehr notwendig, alle stammen von allen ab und alle sind gleich, Mutti nimmt sich bei Bedarf irgend einen sozialen pappi und kann ihn bei Nichtgefallen sofort gegen einen anderen eintauschen...

Und alle sind glücklich und alle sind froh...

Ironie off
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#4
(05-07-2013, 12:18)Wurstbrot schrieb: Lohnt sich eigentlich nicht den Mist zu lesen.

Mir hat es mehrere kleine und grosse Lacher beschert. Ist doch witzig, so hirnfreie Ideen vor der Wahl kriegt man sonst nicht serviert. Freibier (so sieht Schmollack das Sorgerecht) für alle, Unterhaltspflicht für alle, sind wir nicht alle ein bisschen pflichtig :-) ?
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#5
(05-07-2013, 13:10)MitGlied schrieb: Das ist doch nur die Vorstufe zu einem viel radikaleren Modell ...

Das ist doch ein iterativer Prozess. Beknackte Forderungen von Schreihals-FeministInnen wurden noch gegen Ende des letzten Jahrtausends belächelt, u.a. weil utopisch und nicht umsetzbar. Aber eben diese Utopien, wie lebenslänglicher Unterhalt an die Alte, sind heute Realität. Diese destruktive Abwärtsspirale dreht sich doch seit mittlerweile Dekaden gen Unterjochung des männlichen Geschlechts.

Diese Hohlköpfe proklamieren doch die Zukunft sei "weiblich" ; wer es allerdings bezahlen sagen sie nicht aber es wird durch solche öffentlich geführten Diskussionen einer breiteren Mehrheit unter die Nase gerieben. Die Message ist klar : Das kostenlose "Papa" genannt werden gibt es bald nicht mehr. Du zahlst auch wenn Du gar nicht eingelocht hast !

(05-07-2013, 13:10)MitGlied schrieb: Das Modell bringt eine wesentliche Erleichterung für alle Frauen, dann die vorherige Prüfung auf etwaige Zahlungsfähigkeit entfällt, jetzt kommt es nur noch drauf an, den richtigen Kerl zu finden, der ggf. auch mal einen Landwal besteigen will... Smile

Für irgendetwas muss die Rot-Grüne-Einwanderungspolitik ja gut sein. Ich bin zuversichtlich, dass Karim und Mustafa das schon hinbekommen werden.

(05-07-2013, 13:10)MitGlied schrieb: ... Mutti nimmt sich bei Bedarf irgend einen sozialen pappi und kann ihn bei Nichtgefallen sofort gegen einen anderen eintauschen...

Ist doch bereits jetzt schon der Fall. Was wäre davon die mögliche Steigerung ?

(05-07-2013, 13:10)MitGlied schrieb: Ironie off

Biste Dir da auch wirklich sicher ? Bei Erscheinen von Orwells 1984 erschien es den Menschen wie eine Fiktion und Science Fiction.

Jetzt gute 30 Jahre späte ist doch zumindest in puncto Überwachung der Bürger Orwells Vision Wirklichkeit geworden, siehe PRISM und Tempora.

Bin mal gespannt wo die Reise hingeht ...
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#6
Der Vorschlag erreicht genau das Gegenteil: eine Beziehung mit einer Frau, die bereits ein Kind (mit einem anderen Vater) hat wird noch unattraktiver.
Bereits schon jetzt übernimmt man als Partner einer solchen Frau auch bedingt Pflichten für die Kinder, ist aber nachdem die Beziehung scheitert auch wieder außen vor.

Der Trend, dass es immer mehr kleine Single-Haushalte gibt, die aber nur teilzeit-bewohnt sind wird sich weiter verstärken. Ein getrennter Wohnsitz ist eben immer noch das beste Indiz, dass es überhaupt keine Lebensgemeinschaft gab und gibt.

Gleiches hat der gesetzgeber mit übermäßigem Naturschutz für Mütter, Behinderte, ältere Mitarbeiter erreicht: kaum ein Arbeitgeber, der nicht lieber einem anderen Kandidaten den Vorrang geben würde.
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#7
(05-07-2013, 13:10)MitGlied schrieb: Das ist doch nur die Vorstufe zu einem viel radikaleren Modell:
Alle Muttis erhalten Kinderunterhalt aus einem staatlichen Fonds in dem alle potentiellen Zeuger einzahlen müssen (also alle Männer).

Eigentlich ist es doch eh schon so:

Für jedes Kind kann Diejenige, die es in Besitz genommen hat, den Lebensbedarf fürs Kind im Zweifelsfall aus dem großen Topf namens HartzIV erhalten. Die einzahlenden Steuerzahler sind überwiegend die Männer, denen dafür auch bald noch (nach dem Willen der CDU-Muttis) die Zwangsbeiträge für die Mütterrenten genommen werden. Die lebenslange Unterhaltsabzocke muss schließlich doch im Alter mit einer Lebensleistungsrente belohnt werden...
Angel
# Familienrechtslogik: Wer arbeitet, verliert die Kinder. Wer alleinerziehend macht, kriegt alles. Wer Kindeswohl sagt, lügt #
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#8
(05-07-2013, 13:36)sorglos schrieb: Eigentlich ist es doch eh schon so:

Deswegen ist die Zahl der "Patchworkfamilien" ja auch stark gesunken, als die Bedarfsgemeinschaften eingeführt wurden. Mit der Einführung von Kindesunterhalt für getrennte Expartner von Mutti, der Nettigkeiten wie gesteigerte Erwerbsobliegenheit und fiktives Einkommen mit sich bringt, dürfte die Partnerbörsenindustrie gar nicht einverstanden sein :-)

Natürlich ist das ein Hirnfurz, man braucht gar nicht erst ernst darüber zu reden. Mangelfälle, Rangfolgen, dauernde Änderungen, das ist alles nicht mal in der Phantasie zu berechnen. Vor Gericht stehen dann fünf Leute mit vier Anwälten und der Richter "rechnet", gröhl.
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#9
(05-07-2013, 13:36)sorglos schrieb: Die einzahlenden Steuerzahler sind überwiegend die Männer, denen dafür auch bald noch (nach dem Willen der CDU-Muttis) die Zwangsbeiträge für die Mütterrenten genommen werden. Die lebenslange Unterhaltsabzocke muss schließlich doch im Alter mit einer Lebensleistungsrente belohnt werden...
Angel

Über die praktische Ausgestaltung bin ich ja gespannt.
Wird dann bei geschiedenen Muttis die aber zum Zeitpunkt als das Kind 1-3 Jahre alt war geprüft ob zu diesem zeitpunkt verheiratet um dann die zusätzlichen Punkte aufzuteilen oder gibt es ein pauschales Rentengeschenk nur für Muddis?
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#10
(05-07-2013, 13:13)p schrieb: Mir hat es mehrere kleine und grosse Lacher beschert. Ist doch witzig, so hirnfreie Ideen vor der Wahl kriegt man sonst nicht serviert. ...

Den kapiere ich nicht ganz. Eine irre Leistung der Deutschen Unterhaltskeule ist doch, dass sie für jeden sichtbar ist und doch nicht ernst genommen wird, solange man nicht selbst betroffen ist. Die Tarnung ist der Hammer, so nach dem Motto "Das kann doch nicht der Realität emtsprechen, wir leben doch in einem Rechtsstaat !".

Bedeutet diese Äußerung kurz vor der Wahl etwa, dass die Entscheider/Einpeitscher den ganzen Gender-Mist ebenso nur als Instrument begreifen und nicht ernst nehmen ; obwohl sie hin und wieder von den Geistern, die sie riefen heimgesucht werden ?

Klar, es klingt erst einmal ganz witzig, wenn man das so liest ABER ich halte die Umsetzung dieser Forderung für realistisch. Und das mir jetzt keiner mit der Mündigkeit des Bürgers und "gesundem (was auch immer das ist)" Menschenverstand argumentiert Smile

(05-07-2013, 13:31)MitGlied schrieb: Der Vorschlag erreicht genau das Gegenteil: eine Beziehung mit einer Frau, die bereits ein Kind (mit einem anderen Vater) hat wird noch unattraktiver.

Bis vor einiger Zeit hätte ich ebenso argumentiert. Du hast ja im Kern recht. Das Problem liegt doch darin, dass die nackten Fakten doch bekannt und offensichtlich sind, allerdings kappiert Mann doch sehr oft erst was läuft, wenn die Situation eskaliert oder es ihm selber an den Kragen geht. Die Idioten "aus Überzeugung" sind das Problem, die glauben doch Muttis dolle Märchenstunde und hängen sich richtig rein bis sie selbst aufs Abstellgleis gestellt werden.

(05-07-2013, 13:31)MitGlied schrieb: ... Ein getrennter Wohnsitz ist eben immer noch das beste Indiz, dass es überhaupt keine Lebensgemeinschaft gab und gibt.

Du argumentierst faktenbasiert und rational. Glaube kaum, dass das im Deutschen Familienrecht angebracht ist. Wenn Frau fühlt sie habe mal eine Lebensgemeinschaft mit einem der Mitväter gehabt, dann wird das wohl so gewesen sein Angel

Im Zweifel für die Frau ...

(05-07-2013, 13:31)MitGlied schrieb: Gleiches hat der gesetzgeber mit übermäßigem Naturschutz für Mütter, Behinderte, ältere Mitarbeiter erreicht: kaum ein Arbeitgeber, der nicht lieber einem anderen Kandidaten den Vorrang geben würde.

Deutschland ist ein Land der Innovationen und genießt in der Welt hohes Ansehen ... ok, das war gemein Blush

Das Prädikat "Made in Germany" bröckelt und das Land verzehrt sich selbst. Arbeite gerade bei Bosch und die führenden Ingenieure kommen mittlerweile aus Indien. Die sind billiger als die Deutschen und top ausgebildet. Denke das Lohndumping hierzulande dient der Prävention zur Abwanderung deutscher Betriebe an günstigere Produktionsstandorte. S.h. wenn schon der ganze Bevormundungsmist seitens der Politik in die Wirtschaft übergreift, dann bitte wenigstens ein niedriges Lohnniveau und steuerliche Nachlässe.

Deutschland ist reicht genug den Mist vorläufig zu bezahlen. Der Point-of-no-return, sprich rote Zahlen, die sich nicht mehr verstecken lassen, wird kommen ; alleine schon aus demagogischen Gründen.

Und die Gegenmaßnahmen der Politik sind doch auch wieder verfehlt. Was gibt es denn für nennenswerte Erfolge der "Blue Card" vorzuweisen ? Nix, ja eben. Spezialisten gehen dorthin wo bessere Konditionen auf sie warten.

Ich persönlich finde es super, dass wir, wenn es so weit ist, ein Land sind welches alles und jeden lieb hat, ökologisch und politisch korrekt ist und versuchen "unsere" Nazivergangenheit reinzuwaschen. Allerdings hat die Sache einen Pferdefuss, der Staat klappt finanziell zusammen. Die unendliche Pämperung von Minderheiten bei gleichzeitiger Negierung von Leistungsträgern tut ihr übriges. Lebe gerade im Ausland und hoffe noch zu meinen Lebzeiten zu erleben, wie dieses menschenverachtende System an die Wand fährt Smile
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#11
Frag dich doch mal warum dieses Pampern von Minderheiten in D möglich ist...

Ich bin fast sicher deshalb, weil die Mehrheit buckelt und die Kohle dafür ranschafft, damit sich eine Verwaltungsschicht um die ach so vielen Sorgen der Minderheit kümmern kann.
Solange die Mehrheit ausreichend von ihren Bemühungen spürt ist das kein Problem, aber es wird ganz schnell eins, wenn die Stimmung kippt.

Diese ganze Blue-Card Diskussion ist doch sowas von daneben: Es geht um Fachkräfte aus dem IT Bereich... Wie läuft das: Der Inder, oder wer auch immer kommt 3 Monate per Besucher Visum nach Deutschland und wird eingearbeitet. Danach arbeitet er in seinem Office (Nische in seiner Wohnung) und schickt das virtuelle Erlebnis nach Deutschland. Wozu also so ne Card?
Das sind typische Denkergebnisse dieser Verwaltungsschicht, die bereits soweit abgehoben ist, dass sie nicht mehr versteht, wer in D die Kohle ranschafft, wer die eigentliche Leistung erbringt.

Ich lese aus dem taz-Artikel raus: Entrechtete Väter bringen nicht genügend Kohle bei, also muss man die Basis verbreitern...
Anstelle, die ursache, nämlich Entrechtung anzugehen, geht man lieber hin, ködert weitere Unbeteiligte mit der Aussicht irgendwas zu Melden zu haben in ein folgenreiches Rechtskonstrukt rein um sie anschließend, wenn sie nicht nach Belieben der Herrin spuren zu entrechten aber weiterhin auszuplündern.
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#12
Die GRÜNEN sind mit großem Eifer dabei auch die letzen sozialen Beziehungen zu zerstören:

Sofern es von den betroffenen Sorgeberechtigten und dem Jugendamt keine Einwände gäbe, solle das „soziale Elternteil“ einen Ausweis bekommen. Dieser berechtige die Person dazu, Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens des Kindes zu treffen. Zugleich sollen die „sozialen Eltern“ auch unterhaltspflichtig werden.

Da ist Ärger und Streit vor Gerichten vorprogrammiert.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-...7c2.0.html
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#13
(11-07-2013, 14:50)Krösus schrieb: Zugleich sollen die „sozialen Eltern“ auch unterhaltspflichtig werden.

In Zusammenhang mit der Entscheidung des BVerfG

http://www.trennungsfaq.com/forum/showth...p?tid=7551

gar nicht mal so abwegig.

Die Frage ist nur, wie viel "soziale Väter" sich dann noch auf ein Zusammenleben mit der leiblichen Mutter einlassen. Es gibt ja diverse Mütterforen, wo von postalischem Zusammenzug oder gar Ehe zwingend abgeraten wird.


lg

Robert
Gottes Mühlen malen langsam, aber klitzeklein.

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#14
Damit haben sich die Grünen als wählbare Partei für mich erledigt.
Selbstverständlich findet man bei keiner Partei die Ideallinie seiner eigenen Vorstellungen. Man muss immer das Eine in Relation zum Anderen sehen und abwägen. Und dann muss man versuchen zu grätschen.
Gelingt der Spagat oder singt man anschließend eine Oktave höher?!

Kindesunterhalt als Preis für Kindesteilhabe ist aber nun wirklich das Letzte.

Wir müssen uns dafür einsetzen und stark machen und uns Gehör verschaffen, dass Unterhalt Aufgabe des Staates ist und nicht die der Eltern oder die einer Patchworkfamilie.

Wer Kinder "in die Welt setzt" und betreut (um bei dem althergebrachten Bild zu bleiben) gehört unterstützt und belohnt. Denn Nutznießer ist die gesellschaftliche Gemeinschaft. Ich könnte mir vorstellen, dass das Gesetz mit Blick auf das Kindeswohl Betreuungspflichten regelt. Aber Pflichten nach dem Prinzip "die Kinder kriegt sie - bezahlen muss er" zu verteilen führt gerade zu den Streitigkeiten, die eine Kette von familiengerichtlichen Verfahren nach sich ziehen und die -das wird uns Vätern ja immer vorgehalten- das Kind und dessen Wohl belasten.

Stattdessen: Vater und Mutter teilen sich die Betreuung - die Gemeinschaft übernimmt die Finanzierung.
Wem nutzt fiktiver Unterhalt der zustande kommt, weil sich juristische Willkür ein fiktives Einkommen ausdenkt?

Den fiktiven Unterhalt zahlt der Staat doch sowieso schon im Wege der Einkommensaufstockung - warum also nicht gleich den realen?
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#15
(12-07-2013, 07:38)Ibykus schrieb: Damit haben sich die Grünen als wählbare Partei für mich erledigt.
Jetzt erst?
Für mich haben sich alle "großen" Parteien als unwählbar erledigt weil sie alle gegen meine Interessen arbeiten und sich als mein Feind erwiesen haben.
Die Grünen dabei ganz weit vorne, dicht gefolgt von SPD, CSU, CDU, LINKE und FDP.
Momentan in dieser Reihenfolge.
Da die Abstände aber so gering sind, und ständig irgendwelche Klopfer kommen, kann sich die Rangfolge jederzeit ändern.
Nur auf ein wieder wählbares Niveau wird vermutlich auf längere Zeit keine mehr kommen.
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#16
Ist doch geil! Damit,

Zitat:Zugleich sollen die „sozialen Eltern“ auch unterhaltspflichtig werden.


werden "alleinerziehende" Mütter endgültig zu Ladenhütern und Staubfängern.Big Grin

Besser geht´s doch gar nicht.
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#17
Das erledigt wohl patchwork - ob die Grünen da was übersehen haben?
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#18
Naja Ehe und Kinderkriegen sind ja noch nicht ausgestorben.

Trotz der Kosten un Risiken.
Die haben sich, auch nach Jahrzehnten noch nicht rum gesprochen.

Und diese Unterhaltspflicht entsteht ja erst, wenn sie gerichtlich eingeklagt wird und das geschieht ja nach dem Ende der Beziehung bzw. führt dieses herbei.

Solange man zusammen ist, ist man ja auch, stillschweigend, unterhaltspflichtig.
Und als Bedarfsgemeinschaft auch gegenüber Hartz4.
Was ändert sich also?
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#19
Du kennst doch den Spruch mit dem Fass und den Tropfen oder dem Bogen und der Spannung? Ich habe den Eindruck, dass es bald(damit meine ich natürlich nicht morgen oder nächste Woche) so weit sein könnte?
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#20
Ich denke ja auch, dass sie den Bogen überspannen denke aber, dass es noch ne Weile dauert bis er bricht.
Diese Nullnummer führt jedenfalls nicht dazu.
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#21
(12-07-2013, 10:31)beppo schrieb: Was ändert sich also?

Dass jetzt in die rosaroten Zeiten ein Papier platzt, wo drin steht: "Du bist unterhaltspflichtig." ?
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#22
Aber von wem soll das Papier denn kommen?

Von der zukünftigen Exfreundin?
Entweder er zahlt sowieso schon oder er zahlt nicht und sie nimmt das hin oder sie verlangt es von ihm, er will aber nicht.
Dann ist die Beziehung und, vermutlich, auch die Unterhaltspflicht zuende.
Oder steht da auch was von Unterhalt für die Kinder der Ex-Freundin?

Vom Jobcenter?
Er ist doch sowieso schon Teil der Bedarfsgemeinschaft.
Was sollen sie dann noch von ihm fordern?

Ok, die Unterhaltsvorschusskasse gäbe es noch.

Da könnte es klappen.

Wahrscheinlich haben die Grünkerne eine großzügige Parteienspende von €-Darling.de oder €litepartner.de bekommen und müssen jetzt etwas liefern. Smile
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#23
(12-07-2013, 12:34)beppo schrieb: Von der zukünftigen Exfreundin?

Wenn sie doch nur will, was ihr zusteht und bisher gute Erfahrungen damit gemacht hat...

(12-07-2013, 12:34)beppo schrieb: Dann ist die Beziehung und, vermutlich, auch die Unterhaltspflicht zuende.

Eben...
Wer nicht taktet, wird getaktet...
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#24
Wie wollen die denn eine zivilrechtliche Anspruchsgrundlage für einen "Stiefkinderunterhalt" generieren?

Zivilrechtlich ist die Unterhaltspflicht an die tatsächliche Vaterschaft gekoppelt. Entweder dieses wird biologisch nachgewiesen oder man war zum Zeitpunkt der Empfängnis mit der KM verheiratet (was an sich ja schon pervers ist).

Nun kommt eine Spaßpartei um die Ecke und will eine zivilrechtliche Unterhaltspflicht für den sog. "sozialen Vater" installieren. Anspruchsgrundlage der Unterhaltspflicht ist dann ein gemeinsam gemeldeter Wohnsitz? Ständiges Zusammensein? Geschlechtsverkehr?

Offensichtlich scheinen "Die Grünen" den Unterschied zwischen Zivil- und öffentlichem Recht auch nicht so ganz verstanden zu haben...

Es existiert keine Unterhaltspflicht für Stiefeltern an ihre Stiefkinder. Jedem Stiefvater und/oder -mutter steht es frei zu sagen: "Deine Blagen sind nicht meine Baustelle!"

Gem. SGB muss der oder die Alleinerziehende/r dann verhungern, verdursten oder erfrieren (die Reihenfolge ist variabel). Gem. GG ist das sicherlich zu hinterfragen.

Nach der Trennung ist die Anspruchsgrundlage eine Aussage von Beteiligten: "Sie/wir waren ja mal zusammen..."

Ne, is' klar...

So etwas wäre m.E. formaljuristisch nur dann durchsetzbar, wenn das Zusammenleben generell durch den Staat reglementiert würde. Zwangsehen auch im Zivilrecht.

Bin mal gespannt, wie die das hinkriegen wollen. Selbst der deutsche, systemtreue und obrigkeitshörige Michel sagt irgendwann: "Macht mit mir was ihr wollt, aber DA mache ich nicht mit!"

Und dann knallt's im Bananenstaat. Wahrscheinlich wird es hierfür so langsam mal Zeit.
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