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Stalking-Prozess
#1
Stalking-Prozess
Carlas späte Genugtuung

Carlas Ex-Freund stellte ihr nach, hämmerte nachts gegen ihre Haustür, bedrohte sie. Die 31-Jährige zeigte ihn mehrfach an, erwirkte drei Gewaltschutzverfügungen. Nun hat das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen den Stalker zu einer ungewöhnlich hohen Strafe verurteilt.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/st...42133.html

Zitat:An manchen Tagen sah sie seinen Wagen drei-, viermal vorbeirollen. "Das potenziert sich automatisch, keiner weiß, wie oft er tatsächlich da vorbeigefahren ist", sagt Carla, "ich schaue ja nicht den ganzen Tag aus dem Fenster."
(...)
Das Urteil sei eine "richtungsweisende Entscheidung", die das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen gefällt habe, sagt Carlas Rechtsanwalt Thomas Radtke. Der 41-Jährige müsse nur ein einziges Mal mit lauter Musik an Carlas Haus vorbeifahren, schon würde er sofort ins Gefängnis wandern.

Zitat:Carla holte sich Hilfe beim Frauenhaus und bei der Deutschen Stalkingopferhilfe, wegen ihrer Angstattacken begab sie sich in Therapie. "Als Opfer muss man sich um Unterstützung, Beratung, Beistand selbst kümmern", kritisiert Carla. "Da kommt niemand und sagt, an wen man sich wenden kann."

Zitat:Es sei zu ersehen, dass sich der Familienvater "durch gerichtliche Anordnungen" oder "strafrechtliche Verurteilungen in keiner Weise beeindrucken" ließ, formulierte der Staatsanwalt in der Anklageschrift.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#2
finde ich grundsätzlich super. wer stalkt und sich von warnungen nicht beeindrucken läßt sollte sofort für eine angemessene zeit in den knast. und zwar egal, ob der stalker männlich oder weiblich ist. leider passiert das eben nicht. speziell weiblich stalker haben ja grundsätzlich narrenfreiheit, aber auch als mann kann man sich da recht frei entfalten.

das einzige was in diesem speziellen fall bedauerlich ist: die haftstrafe wurde nur zur bewährung ausgesetzt. sofort ab in den bau wäre sicher pädagogisch sinnvoller gewesen.
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#3
An dem Tag, an dem eine Mutter wegen Stalkings verurteilt wird, weil sie Kind sehen will, hört die Erde auf sich zu drehen.

Irgendjemand schrieb mal, dass Väter den Umgangswunsch sowieso nur vorschieben würden, um die Mutter zu stalken.
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#4
@rumpel
dann musst du vielleicht noch einmal lesen. manchmal übersieht man ja etwas. in dem artikel sind jedenfalls eine menge verhaltensweisen beschrieben, die leichte zweifel an der geistigen gesundheit des mannes aufkommen lassen.
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#5
(02-07-2012, 22:33)Rumpel schrieb: So wie Ich gelesen habe:
Es ist ein Vater, der sein Kind sehen wollte.
Das war auch meine Vermutung - hast Du eine Quelle für Deine Aussage ?
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#6
Der Artikelstil mit dem jubilierenden Hinweis auf Frauenhaus, Staatsanwalt, minutiöse Aufstellungen der Frau, die strenge Vermeidung dessen was der Anwalt des Mannes gesagt hat oder gar seiner Sicht ist extrem tendentiös. Die Tricks der Journaille sollten wir zunächst einmal prüfen, bevor wir klatschen und "Gefängnis!" grölen.

Um das arme Opfer zu illustrieren, musste Julia Jüttner (etwas Recherche erhellt einiges über diese Artikelschreiberin) zwischen den Zeilen doch noch so einiges verraten:

Carlas zweijähriger Sohn schleppt in einem gelben Bauarbeiterhelm Holzklötze zur rustikalen Eckbank. Er weiß nicht, warum seine Mutter, Großeltern und Tante freudig gestimmt sind. Er weiß nicht, dass sein Vater von einem Gericht verurteilt wurde; dass seine Mutter nun mehr gegen den Vater in der Hand hat als zuvor.

- Der Verurteilte ist der Vater eines gemeinsames Kindes, nicht nur ein "Ex-Freund"
- der ganze Clan der Mutter arbeitet zusammen, man heizt sich gegenseitig an und feiert es, den Vater los zu sein. Sieg gegen den Feind! Kennen wir das?
- gefeiert wird nicht eine Lösung, Eltern für das Kind, sondern Strafen und ein Urteil, dessen Wirkung in keinster Weise bekannt ist und nichts löst.

Besonders problematisch halte ich die komplette Auslassung der Vorgeschichte. Hier geht es nicht um einen durchgeknallten Fremden, sondern um einen Vater, der offenbar keinen Kontakt zu seinem Kind hat, weil der Mutterclan das erfolgreich unterbunden hat. Es könnte gut sein, dass er das eben nicht so wie die meisten der Väter demutsvoll hingenommen hat und sich aufs Unterhalt zahlen beschränkt, sondern dass er der Gewalt gegen ihn mit Verhaltensweisen begegnet ist, die nun zu Urteil und Artikel geführt haben. Vielleicht sind die wirklich Verantwortlichen ein Familienrichter und eine "Mutter" gewesen, die ihren Kind-Alleinbesitz rücksichtslos gegen den Vater durchgesetzt hat.

Fallt mal nicht auf den ersten Anschein nach ein paar Zeilen lesen herein. Lest alles und unteilt aus eurer eigenen Erfahrung.
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#7
na ja, wenn meine Exe mir drohen würde, dass sie das Kind umbringe, dann würde bei mir auch der Spass aufhören.. Das ist ein absoluter NOGO.

Nicht jeder Irre, der da draussen rumrennt und Frauen stalkt ist ein armer, ausgegrenzter Vater, der nur sein Kind sehen will und kein Problem damit hat, dass die Mutter wieder ihr eigenes Leben lebt.

Insbesondere in bestimmten orientalischen Kulturkreisen ist mir aufgefallen, dass diese Männer gerne den Macho spielen, der Vielweiberei nachgehen und wenn die Frau dann die Reissleine zieht dann das Drohen, Jammern und Stalken anfangen.. Da wird aus dem Macho plötzlich ein wimmerndes Memmchen..

P.S.: die Vorgeschichte ist im Artikel verlinkt..

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/st...09448.html
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#8
in dem artikel geht es um stalking. das was ihr dazu geschrieben habt (ausgebooteter vater etc.) sind reine mutmaßungen, für die es zumindest im artikel keine anhaltspunkte im artikel gibt. es ist daher ein bißchen witzlos die diskussion hier weiterzuführen. wir haben halt derzeit nur die informationen aus dem artikel.

wurde der kontakt zum vater abgebrochen weil er einen an der klatsche hat? oder benimmt er sich derart verhaltensauffällig weil ihm unrecht widerfahren ist? zu beiden fällen gibt es keinerlei belastbare informationen. es scheint wohl unstrittig zu sein, dass er sich regelmäßig bedrohlich verhält. und in so einem fall hilft eben nur der radikale abbruch des kontaktes. das wird im übrigen ja auch hier im forum z.B. in diversen borderliner-threads immer wieder empfohlen.

ich glaube nicht, dass derart dogmatisch geführte diskussionen uns weiterbringen. sobald eine frau kräht "vergewaltigung und/oder gewalttäter" jubiliert die femi-presse und will in jedem fall ein schuldurteil sehen. in diesem forum ist es oft genau umgekehrt, da sind die frauen per se die wurzel allen übels.

also ich finde weder das eine noch das andere angemessen, man muss doch mal aus dieser schiene der persönlichen betroffenheit herauskommen und die ganze angelegenheit sachlich sehen.
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#9
Bevor ich nicht den kompletten (!) Sachverhalt kenne, glaube ich diesen Schmierereien in der Presse grundsätzlich nicht mehr ! Und den kompletten Sachverhalt erfährt man nie ! ( Das soll wohl auch so sein ).
Wenn ich einen solchen Artikel lese, denke ich : "Kann sein. Kann auch nicht sein." und das Thema ist für mich durch.
Jedenfalls hat die Frau eine gehörige Energie an den Tag gelegt, den Typen los zu werden oder wie sonst kommt sogar der Spiegel auf diesen Gaul, wo doch die Presse sich wichtigen anderen Themen nur selten annimmt, wenn man sie nicht ausschlachten kann.
Die Frau hat 3 (!) Anzeigen nach dem Gewaltschutzgesetz gebraucht um "zum Erfolg" zu kommen. Das macht die Sache eher verdächtig als dass es den Aussagen im Artikel zugute käme.
Das der Typ sich etwas daneben benommen hat, mag ich nachvollziehen können, aber in der Stalking-Mühle ist man schnell.
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#10
(03-07-2012, 09:23)Clint Eastwood schrieb: na ja, wenn meine Exe mir drohen würde, dass sie das Kind umbringe, dann würde bei mir auch der Spass aufhören.. Das ist ein absoluter NOGO.

Das behauptet die eine Seite. Was sagt die andere? Kein Wort darüber. Der SPIEGEL-Artikel stinkt von vorne bis hinten und er bringt von vorne bis hinten ganz radikal nur eine Seite. Er schiesst zielsicher mit Absicht und sogar denselben Formulierungen mit den Schlagworten, die von feministischer Seite schon seit Jahren öffentlich benutzt werden, um die Gesetzgebung zu beeinflussen. Seltsame Koinzidenz. Das stinkt einfach.

Es geht mir da etwas wie bei Missbrauch mit dem Missbrauch oder Vergewaltigungsbehauptungen oder dem Gewaltschutzgesetz. Das ist so oft in übelster Weise von den vermeintlichen Opfern missbraucht worden, dass ich prinzipiell erst einmal gar nichts glaube und entsprechende Meldungen hinterfrage. Ganz besonders, wenn sie von frauenbewegeten Autorinnen geschrieben sind, die mit alten radikalfeministischen Argumentationen um sich werfen. Jüttner scheint sich sehr gut mit dem "Oper" zu verstehen, eine bedenkliche Nähe zeigt sich da.
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#11
(03-07-2012, 10:03)p schrieb: Das behauptet die eine Seite. Was sagt die andere? Kein Wort darüber.

Es geht mir da etwas wie bei Missbrauch mit dem Missbrauch oder Vergewaltigungsbehauptungen oder dem Gewaltschutzgesetz. Das ist so oft in übelster Weise von den vermeintlichen Opfern missbraucht worden, dass ich prinzipiell erst einmal gar nichts glaube und entsprechende Meldungen hinterfrage.
Das sehe ich genau so und das war auch der Grund, warum ich den Fall hier thematisiert habe.
Ich versuche mal den SPON-Artikel:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/st...09448.html
zu kommentieren:

Zitat:Aber die Angst, er könne mal nicht gegen die Wand schlagen, sondern auch auf sie losgehen, nimmt überhand. Carla will ihn verlassen.
Gewalttätig war der Mann also bisher nicht. Dennoch flüchtet sie mit dem ungeborenem Kind wegen ihres Angstgefühls:
Zitat:Am 16. Februar 2009 macht sie einen Schwangerschaftstest, er ist positiv. Am 24. Februar zieht sie aus. "Ich wusste, jetzt muss ich weg, mein Kind schützen", sagt Carla. Der Ex ruft an, schickt SMS und Mails, gibt sich fürsorglich und besorgt. Es sind die ersten Anzeichen von Stalking,

Sie flüchtet unter dem Vorwand, das Kind schützen zu müssen, dem Vater wird ein nur vorgeschobenes Interesse am Kind unterstellt, seine Bemühungen um Kontakt werden nun schon "Stalking" genannt.
Zitat:Die Penetranz hat Erfolg. "Mein Kind braucht doch einen Vater", denkt Carla, "mein Kind soll es schön haben". Sie lässt den Ex die neue Wohnung weißeln
Das beharrliche Streben des Vaters um Kontakt zum Kind wird als "Penetranz" diffamiert, zur Belohnung "darf" er die neue Wohnung der Ex malern.
Jetzt heisst es plötzlich:
Zitat:Wenige Wochen nach der Geburt des gemeinsamen Kindes im Oktober 2009 wirft sie ihn aus dem Haus.
Wie denn nun, Rauswurf oder Flucht in eine neue Wohnung ?
Zitat:Er sei nachlässig gewesen, habe das Kind in Gefahr gebracht, sagt sie heute.
Wie der Vater das Kind angeblich in Gefahr brachte, wird nicht berichtet, statt dessen eine neue schwerwiegende Behauptung aufgestellt:
Zitat:Freunde hätten ihr berichtet, er habe ihnen vor der Geburt anvertraut, dass er hoffe, sie würde das Kind verlieren.
Noch immer gab es offenbar keine Gewalt seitens des Vaters, dennoch droht die KM mit dem Entzug des gemeinsamen Kindes:
Zitat:Sie ermahnt ihren Lebensgefährten, sagt ihm, es gebe nur eine gemeinsame Zukunft, wenn er sein aggressives Verhalten in den Griff bekomme.
Nach vorgeblichen Lügen des Kindesvaters über seine Familie ist nun endgültig Schluss, offenbar wird dem Vater auch das Kind entzogen:
Zitat:Sie trennt sich endgültig, aber er akzeptiert es nicht: Er lauert ihr auf, terrorisiert sie mit Anrufen und Nachrichten auf dem Handy und per Mail, bepöbelt sie auf dem Anrufbeantworter, klingelt mitten in der Nacht an der Haustür.
Schnell noch ein Hinweis auf die allgemein bekannte Opfergruppe "Frauen":
Zitat:Carlas Schwester arbeitet bei der Kriminalpolizei, also macht Carla exakt das, was die Polizei Frauen in ihrer Situation rät:
Wie nebenbei wird wieder von der AutorIn nebulös erwähnt:
Zitat:Carla hat Angst um ihren Sohn.
Selbstverständlich darf auch das nicht fehlen:
Zitat:Wegen eines Unfalls kann sie nicht arbeiten, der Vater des Kindes zahlt keinen Unterhalt.
Erst später erfährt der Leser, dass der Vater gar nicht leistungsfähig ist, da er Hartz IV bezieht - erwähnt wird dies aber auch nur in einem anderen Zusammenhang:
Zitat:Carla erwirkt zwei weitere Gewaltschutzverfügungen, weil ihr Ex-Lebensgefährte sie weiter belästigt (...)
Wieder ist der Ex dagegen vorgegangen, wieder ist die Anordnung bestehen geblieben - und wieder hat das Gericht ihm Verfahrenskostenhilfe bewilligt, weil er Hartz IV bezieht.

Auffallend widersprüchlich auch dies:
Zitat:Ihr Ex-Lebensgefährte sagt vor Gericht, er habe sein Kind seit der Trennung nicht gesehen. Carla bestreitet das.
(...) Das Gericht ordnet einen sogenannten begleiteten Umgang an
Carla ist entsetzt. "Müsste nicht erst einmal geklärt werden, ob dieser Mann gefährlich ist? Ob er ein Alkoholproblem hat? Ob er ein Anti-Aggressions-Training absolvieren müsste?"


Ergebnis:

Zitat:Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen verurteilte den 41-Jährigen am Montag dennoch: Zu acht Monaten Haftstrafe wegen Nachstellung, ausgesetzt zu vier Jahren auf Bewährung.
(...) Der 41-Jährige müsse nur ein einziges Mal mit lauter Musik an Carlas Haus vorbeifahren, schon würde er sofort ins Gefängnis wandern. (...)

... noch Fragen ?
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#12
fragen hätte ich schon, aber da es keine belastbaren fakten gibt, klinke ich mich an der stelle aus.

dass es für stalkingopfer schwierig ist, geschützt zu werden, steht wohl außer frage. genauer gesagt: für weibliche opfer ist es schwierig, für männliche praktisch aussichtslos. der staat ist hier einfach zu weich, effektive maßnahmen werden selten ergriffen.

ob und was da in dem fraglichen fall genau gelaufen ist, wissen nur KM und KV. den rest kann sich jeder so zurechtdrehen wie es ihm ins eigene weltbild passt.
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#13
(03-07-2012, 13:23)expat schrieb: genauer gesagt: für weibliche opfer ist es schwierig, für männliche praktisch aussichtslos.
Das ist hier aber nicht das Thema.
Es steht wohl außer Frage, dass der Kindesvater hier kein Stalking-Opfer war, sondern ihm vielmehr ganz gezielt das Kind entzogen wurde.
Es ist einer der Fälle, deren seltene Berichterstattung mich erstaunen, denn es verwundert nicht, dass Väter, denen derart massiv ihre Kinder entzogen werden, irgendwann tatsächlich durchdrehen.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#14
Zitat:Es steht wohl außer Frage, dass der Kindesvater hier kein Stalking-Opfer war, sondern ihm vielmehr ganz gezielt das Kind entzogen wurde.

das ist eine reine behauptung für die es keinerlei belege gibt. ob der vater das kind nicht sehen kann weil er ein soziopath ist, oder ob er durch kindesentzug verhaltensauffällig geworden ist, ist schlicht nicht nachvollziehbar.

wie gesagt, das zimmert sich jeder so zurecht wie es ihm/ihr gerade ins eigene weltbild passt. ich find's auch geradezu putzig, wie jede von männern begangene gewalttat immer auf die ungerechtigkeiten des deutschen familienrechtes zurückgeführt oder zumindest damit gerechtfertigt wird. bei frauen die ähnlich argumentieren, kommt hier immer ein aufschrei, dass die damen diese opferrolle nur zu ihrem vorteil nutzen. also mir leuchtet das nicht ein, das ist ja teilweise schon fast sektenähnliches verhalten was hier an den tag gelegt wird.
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#15
(03-07-2012, 14:05)expat schrieb: ich find's auch geradezu putzig, wie jede von männern begangene gewalttat immer auf die ungerechtigkeiten des deutschen familienrechtes zurückgeführt oder zumindest damit gerechtfertigt wird.

Nichts wird gerechtfertigt. Wir fragen, was passiert ist und warum. Das fragen wir auch, wenn wieder tote Kinder auf dem Dachboden oder im Blumentopf gefunden werden oder treibend im Eiswasser.

Du verdrehst das genau ins Gegenteil. Die angeblich so eindeutige Lage mit schnellen und einfachen Antworten macht die Artikelschreiberin, wir aber eben nicht.
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#16
@p

Zitat: sondern um einen Vater, der offenbar keinen Kontakt zu seinem Kind hat, weil der Mutterclan das erfolgreich unterbunden hat. Es könnte gut sein, dass er das eben nicht so wie die meisten der Väter demutsvoll hingenommen hat und sich aufs Unterhalt zahlen beschränkt, sondern dass er der Gewalt gegen ihn mit Verhaltensweisen begegnet ist, die nun zu Urteil und Artikel geführt haben. Vielleicht sind die wirklich Verantwortlichen ein Familienrichter und eine "Mutter" gewesen, die ihren Kind-Alleinbesitz rücksichtslos gegen den Vater durchgesetzt hat.

da wird nichts hinterfragt. da wird solange und mit großer begeisterung durch die gegend fantasiert, bis man sich einen fall so zusammengesponnen hat, wie er für einen passt.

wir haben keine selbst recherchierten fakten, das ist mal fakt. was da gerade abgeht ist ideologisches herumgegurke. für mich auch einen bierkrug bitte!
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#17
(03-07-2012, 16:26)expat schrieb: da wird nichts hinterfragt. da wird solange und mit großer begeisterung durch die gegend fantasiert, bis man sich einen fall so zusammengesponnen hat, wie er für einen passt.

Google mal nach der Bedeutung des Wortes "hinterfragen". Hätten wir Fakten, würden wir nicht hinterfragen, sondern hätten den Fall ganz ohne Nachdenken vor uns liegen.

Hinterfragen heisst eben auch, andere Möglichkeiten aus den wenigen vorhandenen Informationen abzuleiten. Genau das haben wir gemacht.
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#18
Weisst du expat - und vorweg ein disclaimer, ich schreib das hier nicht weil du mir gerade in einem anderen thread daemlich gekommen bist, ich kann das schon trennen - du bist ja hier aus einem bestimmten Grund, wenn mich mein Gedaechtnis nicht truegt:

Einer der wenigen hier ohne eigene Kinder arbeitest du dich an der Trennung deiner Eltern ab. Dein Vater kam dabei immer ziemlich schlecht weg, fiel mir dabei immer wieder einmal auf. Ich fand deinen Zustand als "erwachsenes Kind" gelegentlich aber gerade deswegen interessant. Sozusagen als Ergebnis des schiefgelaufenen Prozesses, den die meisten hier aus Elternsicht durchlaufen. Die Unzugaenglichkeit und das Fremdschaemen fuer deinen Vater scheinen hier nach meinem Gefuehl wieder einmal durch.

Du hast offensichtlich keinerlei Verstaendnis und auch eine Abneigung gegen einen Zustand, der so griffig in den Anglizismus "stalking" gepackt wird. Besser gesagt, du laesst dieses Verstaendnis nicht in dir zu. Das Ganze ist aber eben nicht Borderline und es ist sicher auch heilbar.

Ich habe das auch einmal gemacht, da gab es dieses Gesetz noch gar nicht. Nicht zur Entschuldigung (habe ich nicht mehr noetig), sondern als Beschreibung: Ich stand nachts vor dem Wohnhaus meiner Exfrau - uebrigens meist ohne irgendeine Aktion - ich haette gar nicht sagen koennen, warum. Was ich dort eigentlich wollte, keine Ahnung. Ich wusst nur, meine Welt war kaputt und ich muss dort hingehen. Ich schlich um die Spielplaetze in der neuen Wohngegend und drehte mich um und ging schnell weg, als ich meinte die Stimme meiner Tochter zu hoeren. Widerspruechlich? Ja. Hat aber enorme Staerke, ich habe heute nach 17 Jahren noch die Stimme mit "Papa" im Ohr und ich weiss trotzdem nicht sicher, ob ich mich verhoert habe.

Es gibt dummes, narzistisches 'stalking' unreifer Personen, wie auch Verhalten das durch die besten Gefuehle ausgeloest wird. Die Spannweite ist riesig. Ein simples, geradezu zu Missbrauch einladendes Gesetz ist sicher das ungeeignetste Mittel, damit umzugehen. Und ein SPON-Artikel ist sicher die letzte Quelle an welcher Wahrheit auch immer dazu.
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#19
Hmmmhh,

schon mal Opfer von Stalkerinnen gewesen (oder Stalkern)?

Anm. vorab: Leider "zwingt" einen die feministische Sprechweise auf, ihre semantische Doppelbödigkteit umzukehren!

Ich hatte(!) so eine am Hals - 20 Anrufe Tag für Tag und kein Ende in Sicht. Beschimpfungen, auf dem eigens dafür angeschafften Anrufbeantorter, vollgerotzte Taschentücher im Briefkasten und -ab und an- Kot nebst Pipi vor der Tür!

Nein, wir hatten, zum Glück kein Kind, und meinen 'Dödel' hat die gute Frau nie gesehen. Aber sie stalkte von morgens bis Abends und teils bis in die tiefe Nacht ... (damals konnte man ein Telefon nicht einfach abziehen)

Kurzum: Irgendwann war ich für jeden unerreichbar ...

Was hat das mit dem Thread zu tun - ich denke: einiges!

Wir lesen hier 'Qualitätsjournalistisch-vorfiltriertes' und mutmaßen ...

Mehr aber auch nicht!

Das Recht des Vaters wurde bewahrt - wenn auch unter miserablen Umständen; welche keine fröhlichen Urständ' feiern darf(?).

Wer das nicht mitmachte, wird es nicht verstehen
- außer man spiegelint mal wieder
- nur vice versa


Ich halte nichts von Mutmaßungen, viel aber von Objektivität.
Und Letzteres lassen sowohl "Die Spiegel" - und auch dieses Forum missen!

Gute Nacht @All

Nachtrag: Dieser Beitrag zielt nicht(!) gegen meinen Vorposter Ray!
"Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer in sich angeschlagenen Gesellschaft zu sein"
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#20
stalking ist für den betroffenen des stalkers eine furchtbare angelegenheit und es gibt nichts, womit so ein verhalten zu rechtfertigen ist. als notwehrhandlung aufgrund erlittener ungerechtigkeiten geht das wohl kaum durch. wer sich so verhält will sein gegenüber mit allen mitteln einschüchtern und unter druck setzen. daraus eine geschlechterdebatte zu machen finde ich unpassend, es gibt ja sowohl männer als auch frauen die derartige verhaltensweisen an den tag legen. in der medienlandschaft wird übrigens durchaus auch über frauen als täterinnen berichtet:

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen...ng163.html

also das jetzt mal ganz unabhängig vom SPON-artikel. im übrigen hat carnica das ganze sehr gut auf den punkt gebracht.

@ray
die von dir gesehene verbindung zwischen meinem vater, meinem verhältnis zu ihm und der hier diskutierten stalking-geschichte kann ich so nicht nachvollziehen. dass man mal den kontakt zur ex auch gegen ihren willen sucht ist ganz natürlich. aber zwischen diesem verhalten und dem was man so als stalking bezeichnet, liegen doch welten. als normaler mensch dreht man doch irgendwann ab, wenn klar ist, dass sie wirklich kein interesse mehr an einem kontakt hat. ein stalker läuft dann aber erst richtig zur höchstform auf.
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#21
(04-07-2012, 07:26)expat schrieb: dass man mal den kontakt zur ex auch gegen ihren willen sucht ist ganz natürlich. aber zwischen diesem verhalten und dem was man so als stalking bezeichnet, liegen doch welten.
Was in diesem Fall bereits als "erste Anzeichen von Stalking" bezeichnet wurde, ist lediglich das Bemühen eines Vaters um Kontakt zu seinem Kind, während die Mutter unter dem Vorwand, das Kind schützen zu müssen, geflohen ist.
expat, bitte bemühe doch endlich mal Deine shift-Taste, dieses grauenhafte Kleingeschreibe ist eine Zumutung.

(03-07-2012, 22:49)carnica schrieb: Das Recht des Vaters wurde bewahrt - wenn auch unter miserablen Umständen;
Eine solch tatsachenverdrehende Aussage in diesem Väterforum ?
Die Bezeichnung "miserable Umstände" verharmlost den Umgangsboykott einer KM mittels Kriminalisierung des Vaters - wie kann man angesichts von begleiteten Minuten-Umgängen von bewahrtem Recht sprechen ?

Viele Trennungsvater, die gegen den Willen der Ex hartnäckig um den Kontakt zu ihrem Kind gekämpft haben, kennen den Stalkingvorwurf bestens. Bei Umgangsboykott gehört dieses Mittel bei KindesbesitzerInnen zum Standardrepertoire und ist noch weit öfter anzutreffen als der Missbrauch mit dem Missbrauch.
Ich kenne beides und weiss wovon ich rede.
Der Spon-Artikel ist nichts als einseitige Propaganda im Zeichen des Feminismus. Das der Vater vermutlich irgendwann tatsächlich den Bogen überspannt hat, ändert daran nichts.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#22
das mit der durchgehenden kleinschreibung ist kein versehen sondern absolut so gewollt. zum rest ist alles gesagt, da können sich nun andere gebetsmühlenartig weiter dran abarbeiten. das scheint ja durchaus im forum beliebt zu sein. naja, eventuell hat's ja einen therapeutischen wert Smile
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#23
Man muss damit kalkulieren, dass man auch als stalker abgelichtet wird, um die Wahrheit zu erfahren..
Von der Helfer Industrie erfährt man nichts über das Wohl und Entwicklung über sein Kind. Denn nur in form als oberflächige Antwort erhält um jemanden so zu sagen ruhig zu stellen.. ( Kunst der Manipulation ) Jugendamt: Dort werden nicht nur Mutterswohl sondern auch Lügendswohl gepflegt und unterstüzt.. Also wie soll man denn an die wahrheit herantreten?

Mein Motto: Mir ist alles Recht zu meinem Recht!
Nicht ohne mein KIND!
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#24
(04-07-2012, 07:26)expat schrieb: im übrigen hat carnica das ganze sehr gut auf den punkt gebracht.

Er hat auf den Punkt gebracht, was 'echtes' stalking ist. Der Punkt ist aber gerade, ob es das nach der Artikelbeschreibung ist. Und da gibt es vieles Andere gerade im Kontext dieses Forums, was die Leute eben daran zweifeln laesst. Mehr haben die Meisten gar nicht geschrieben.
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#25
Tatsächliches Stalking mag ja vielleicht schlimm und strafwürdig sein.
Genauso wie eine tatsächliche Vergewaltigung sicher ein Verbrechen ist und wie tatsächliche häusliche oder sonstige Gewalt, gegen wen auch immer auch schlimm und zu bestrafen ist.

Das Problem ist nur, dass diese Delikte praktisch nicht beweisbar sind, sondern fast immer auf Behauptungen und Gegenbehauptungen aufbauen.

Wenn sich die Justiz, bei allem Bedauern über ihre Grenzen, an den alten Rechtsgrundsatz des "In dubio pro reo" halten würde und nur tatsächlich bewiesene Vergehen ahnden würde, käme es vermutlich nur zu einer Verurteilungsquote im einstelligen %-Bereich der Vorwürfe.
Auch wenn die tatsächliche Quote vielleicht deutlich höher liegt.

Nur anders als z.B. bei Mordprozessen, wo allgemein anerkannt scheint, dass man einen Verdächtigen nur bestrafen kann, wenn man ihm die Tat zweifelsfrei nachgewiesen hat und man auch schon mal einen Verdächtigen laufen lassen muss, obwohl man doch eigentlich relativ sicher ist, dass er es gewesen sein müsste, gibt es diesen Grundsatz bei den genannten Vergehen komischerweise nicht.
Der Verdacht liegt nahe, dass eine höhere Verurteilungsquote "politisch" gewünscht ist.

Da gilt dann der Grundsatz: Schuldig bei Verdacht, bzw. schuldig, wenn die "Beschuldigerin" sich als Opfer fühlt.
Auf diesem Prinzip beruhten schon die Hexenprozesse der frühen Neuzeit (Nicht Mittelalter!)

Nicht ohne Grund hat Tante Emma ja auch den Begriff "Unschuldsvermutung" zum Unwort des Jahres vorgeschlagen.
Die alte Hexenverbrennerin.
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