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Wie halten es Eltern heute mit Klaps und Ohrfeige?
#1
Die Zeitschrift ELTERN hat das forsa.-Institut (nach 2007 erneut) beauftragt eine diesbezügliche Umfrage durchzuführen.
eltern.de
An dieser "großen" Studie beteiligten sich nach dem Zufallsprinzip ausgewählte 1003 deutschsprachige Teilnehmer und Teilnehmerinnen.
Studie

Das Ganze ging heute mächtig durch die Presse und - oh Schreck - die Deutschsprachigen hauen noch ca. hälftig wenigstens einmalig ihre Kinder, die hiervor seit 1998 a.D. gesetzlich geschützt sein sollten.
Immerhin ist der Trend anhaltend positiv, dass immer seltener "hingelangt" wird.

In der Presse ist dann beinahe ausnahmslos von Eltern, als Mutter UND Vater die Rede. In nur einem Artikel, von denen die ich überflogen hatte, konnte eine Redakteurin nicht an sich halten und sah sich gezwungen darauf hinzuweisen, dass Väter häufiger zuschlagen als Mütter. Immerhin, da muss Mann schon zufrieden mit sein. Muss er?
Ein Blick in die Ergebnisse gibt Madame Redakteurin Recht: Männer hauen um 1% mehr, als Angehörige des Opfergeschlechts.
In keinem Artikel fand ich hierzu eine kritische Anmerkung.
Ich meine: Wie kann es angehen, dass sich Frauen, die in allen Gewaltfragen ausschließlich als Opfer dargestellt werden und sich selbst so darstellten, zu 49% an der Gewalt an ihren Kindern beteiligen?
Schade auch, dass nicht noch ausgewiesen wurde wieviele von den schlagenden Müttern als sogenannte Alleinerziehende geführt werden.
16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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#2
also die schläge meines vaters haben immer mehr geschmerzt als die der mutter. der hatte einfach mehr kraft. insofern würde ich mich da nicht so an den 1% festbeißen, schläge von papi haben nachhaltigere auswirkungen.
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#3
Da bin ich nicht wirklich von überzeugt, lieber @expat! Wink
Ich begründe meine Aussage mit Häufigkeit und "Hebelkräften". Zudem entfaltet psychische Gewalt, die von allen gleichermaßen ausgehen kann, gleichwertige nachhaltige Wirkung.
16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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#4
das überraschungsmoment ist nicht zu vergessen. wenn man weiß dass man's verdient hat, kann man sich drauf einstellen und es im vorfeld durch sein verhalten vermeiden. wenn man nur als greifbarer blitzableiter verhauen wird weil einer aus der parentalgeneration überfordert ist, ist's doppelt unschön.
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#5
Klaps und Schlag, böseböse.
Umgangssabotage, Amputation eines Elternteils, interessiert nicht.

Wenn von Gewalt gegen Frauen die Rede ist, gibt es einen ganz genauen Katalog von Dingen und Situationen, die zu Gewalt zählen. Bei Kindern sollen dagegen nur Klapse zählen?
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#6
Ganz genau p,
das letzte Mal wegen erhaltener Prügel, von meiner AE-Mutter, schrie, wimmerte und flehte ich darum von mir abzulassen, als sich im Alter von acht Jahren der Wanderstock auf meiner Wirbelsäule zerlegte. Danach gab´s nur noch Schonhaltung und stummes Ertragen.
Später heulte ich nur noch, wenn ein mir nahestehender Mensch verstarb, weil ich Liebskummer hatte oder als Frau mir die Kids entzog.

@expat,
für mich kein Unterschied erkennbar! Eher war ich überrascht, wenn´s mal statt Prügel plötzlich keine gab.
16.02.2012, BILD: "Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche." (Ernst Freiherr von Feuchtersleben)
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#7
ich hab' mal ein broschüre der polizei zum thema gewalt in der familie mitgenommen. zu gewalt zählt alles mögliche, sogar dinge wie liebesentzug. aber bestraft werden nur körperliche attacken von männern gegen frauen. wenn die frau den mann attackiert ist's hingegen völlig ok.

@bluter
sowas ist nicht gut. da kann man nur froh sein, dass es vorbei ist
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#8
(12-03-2012, 21:08)Bluter schrieb: Ein Blick in die Ergebnisse gibt Madame Redakteurin Recht: Männer hauen um 1% mehr, als Angehörige des Opfergeschlechts.

Meine Mutter hat früher immer gesagt, "Warte nur bis Papa kommt. Dann setzt es was!"
So kommt man auch über 50% Männeranteil.

Wobei es dabei aber wirklich nur um Klapse ging.
Meistens. Smile
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#9
hi hi hi geiles thema ich kann mich nach ner tracht pruegel so gut an den satz erinnern: mir tat das mehr weh wie dir!......

hey, aber ich habe respekt gelernt, nicht wie die heutigen jugendlichen die sogar die polizei angreifen... es ist schwer zu beschreiben aber dass ich was hinter die ohren bekam wenn ich mal respektlos war hat mir aus heutiger sicht nicht wirklich geschadet, klingt wahreinlich saubloed...

wenn ich allerdings heute kinder im supermarkt sehe die diesen als spielplatz missbrauchen und die mutti dann sagt: torben, sei doch bitte leise ich muss einkaufen....

grrrr nein ich will mich jetzt nicht aufregen.... oder dran denken was abgegangen waere wenn ich mich so aufgefuehrt haette... ganz zu schweigen von den heutigen auzubildenden.. ok ich schweife ab... aber das thema ist interessant....

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#10
Eine ordentliche Erziehung hat noch keinem geschadet. Die ganze Jugendkriminalität kommt doch nur von dieser ganzen laschen Erziehung.
Autoritäre Erziehung war jahrhundertelang erfolgreich. Heute können sich die jungen Menschen nicht mehr unterordnen.
Eine "Weg da, jetzt komm ICH Gesellschaft" ist entstanden!!

Ich meine:
IN DER ZUCHT; DA LIEGT DIE FRUCHT!!!!

Gruss
Heinrich
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#11
prügel und autorität sind meiner meinung nach nicht gleichzusetzen.

und was die erfolgreiche erziehung angeht: die generationen bei denen körperliche zucht zum tagesprogramm gehörte haben immerhin zwei weltkriege angefangen (und verloren, haha). also was daran erfolgreich sein soll erschließt sich mir nicht. gehorchen hatten die ja auf die harte tour gelernt, nur beim denken haperte es eben etwas.
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#12
Stimmt, ich ordne mich nicht mehr unter, vor allem nicht unter das Familienunrecht.
Autorität: Wer die hat, braucht keine Prügel auszuteilen.
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#13
Ich halte es für ordentlich, den Kindern frühstmöglich Grenzen aufzuzeigen. Respekt vor seiner Umwelt und seinen Mitmenschen hat für mich oberstes Gebot. Ohne Respekt hätte ich anarchische Zustände.
Die Anzahl der verteilten Klappse verläuft Reziprok zu der von den Kindern anerkannten Autorität. Einem Knirps im Kleinkindalter kann ich das Prinzip Ursache und Wirkung nicht über komplexe Sachverhalte vermitteln.
Einem Zweijährigen, der mit Forscherdrang mit den Händen über die Anrichte auf die Kochplatten greift, kommt mit
einem Klaps auf die forsche Hand sicher besser weg als sein Kumpel, der zu Hause alles darf. So einen Kumpel
habe ich auch mal kennengelernt. Kumpel störte sich dabei dutzende Male auch nicht an Muttis und Pappis wohlwollenden
"Dududu's" und "Nanana's". Kumpel zog sich zuerst an der Schutzgittervorrichtung am Herd hoch, bis diese abriss,
um sich dann endlich mit Verbrennungen zweiten Grades an den Handflächen zu belohnen.
Eine Ohrfeige hingegen halte ich persönlich für demütigend für das Kind.
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#14
Gewalt ist im Zusammenhang mit Kindererziehung so undefinierbar wie das angebliche Kindeswohl. Je nach Definition bin ich dann auch ein übler Gewalttäter. Ich habe das zweijährige Kind z.B. mal hart gepackt und weggezogen - das Kleinkind war auf Wanderschaft, kurz vor Nachbars tiefem Gartenteich (wir haben drei direkte Nachbarn mit dem deutschen Superschwachsinn Gartenteich, damit auch genügend Mücken und dauerlaufende elektrische Pumpen in der Gegend sind). Es hat geheult. Oder die Schlägerei unter Geschwistern unter Zuhilfenahme anderer Gegenstände, die ich durch eine Auszeit im Zimmer für ein Kind unterbrochen hatte. Ist doch gewalttätig, jemand einzusperren.
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#15
also wenn man einem kind mal einen kleinen klaps auf die hand oder auf den popo gibt, das ist für mich keine gewalt. da geht es ja eher um den symbolischen akt, um dem kind eine grenze zu zeigen und das tut ja auch nicht wirklich weh.

ohrfeigen, eine zünftige tracht prügel und sowas in der art, das ist gewalt. das ist alles nicht nur körperlich schmerzhaft sondern vor allem auch sehr erniedrigend. nicht nur für kinder, sondern für menschen jeder altersstufe.
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#16
Ich hab meine Kinder bestimmt manchmal zu hart angefasst. Das tut mir heute sehr leid.
Trotzdem sind heute keine bleibenden Schaeden erkennbar, wenn ich von eventuellen Erinnerungen daran absehe.
Es ging meistens darum, sicherzustellen, sie vor sich selbst zu schuetzen, gefaehrliche Aktionen zu unterlassen. Spassig war das aber fuer mich nie.

Al Bundy,
manchmal die einzige Sprache, die verstanden wurde. Allerdings mussten wir auf dieses Mittel nicht mehr zurueckgreifen als die Kinder aelter wurden...
Ich selbst wurde von meinem Alten oft richtig vermoebelt, meistens wenn er besoffen war. Auch das hatte ein Ende, als ich mich wehren konnte.
"Kommt mit", sagte der Hahn, "etwas Besseres als den Tod finden wir ueberall."
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#17
Ich habe als Kind nie körperliche Gewalt erfahren (abgesehen von einem Mal, und da hatte ich´s auch verdient). Meine Lütte habe ich noch nie körperlich gemaßregelt, Schimpfen langte bisher immer, aber das ist bestimmt auch schon "Gewalt", somit bin ich auch ein pöser, pöser "Gewalttäter"...
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#18
Ich verlinke noch einmal auf meinen Beitrag hier:

http://www.trennungsfaq.com/forum/showth...3#pid68923

Links, die ich im Zusammenhang mit diesem Beitrag nicht wiedergefunden habe nennen Beispiele aus z.B. Schweden und ich glaube Italien, in denen Eltern von Fremden wegen Klaps oder Ohrfeige angeklagt und verurteilt wurden. Diese Gesetzesauslegung ist in D durchaus auch als moegliche Lesart gegeben, nur gluecklicherweise kein Konsens.
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#19
(19-03-2012, 11:54)Sixteen Tons schrieb: Ich halte es für ordentlich, den Kindern frühstmöglich Grenzen aufzuzeigen.

Im östlichen Teil der Republik antworte ich darauf schon ´mal: "Und wenn sie es als Erwachsene noch nicht begriffen haben, mauern wir sie halt ein - in aller Liebe natürlich!"

Ansonsten in memorandum Wolfgang Bergmann: http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/lese...228864.pdf

Wer nicht taktet, wird getaktet...
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