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Hallo,
nach langer Überlegung versuche ich es doch einmal meinen Fall hier zu schildern und um nach Rat und Erfahrung zu fragen.
Es ist eigentlich kein Rosenkrieg, vielmehr eine Blockade oder Teufelskreis der nicht enden will.
Ich bin seit 11 Jahren mit meiner Frau verheiratet.
Haben 2 gemeinsame Töchter, 5 und 7 Jahre alt.
Wohnen in einem neu gebautem Haus
Grundstück wurde von meinen Schwiegereltern 2019 während der Ehe an uns beide übertragen.
Nach 2 schweren Jahren hat meine Frau mir die Trennung im März 2026 ausgesprochen.
Andere Liebhaber sind nicht bekannt.
Ihre eigenen Probleme, Schlafmangel, soziale Kontakte, Hobbys, psychische Probleme hat sie in dieser Zeit überwunden und ihr geht es soweit gut, braucht mich also nicht mehr.
Großen Streit, Gewalt, Betrug oder ähnliches gab es zwischen uns nicht.
Sie meint immer sie wäre überlastet gewesen und hat keine Gefühle mehr für mich.
Ihre Entscheidung zur Trennung hat nun vielmehr mich in ein tiefes Loch gerissen.
Seitdem stagniert unser Leben komplett.
Daran bin ich nicht unbeteiligt, da ich ihre Entscheidung, trotz gewisser Anzeichen die man immer nicht wahrhaben will, noch immer nicht fassen kann.
Entsprechend bin ich unfähig entsprechend zu handeln und zu entscheiden.
Wir haben uns in den letzten Tagen vorerst auf ein "Nestmodell" geeinigt um das Haus zu halten bzw. die weitere Zukunft zu planen.
Den Kredit und alle Nebenkosten von 1800€ trage ich. Unser Gehaltsunterschied beträgt ca. 2500€/1250€ (Brutto/Netto).
Derzeit leben wir noch in getrennten Schlafzimmern gemeinsam im Haus.
Für das Nestmodell hat sie sich eine möblierte Einzimmerwohnung vor Ort genommen.
Ich soll in meinem Kinderzimmer, 10km entfernt bei den Eltern, unterkommen.
Wir würden uns alle 2 Tage und an den Wochenenden abwechseln (2-2-3).
Soziale Kontakte gibt es für mich vor Ort sehr wenige und auch am Wohnort meiner Eltern begrenzt.
Aufgrund meiner psychischen Belastung während der ganzen Zeit bei diesem Zusammenleben, bin ich drauf und dran dieses Wohnmodell vorerst mitzuspielen.
Genauso überlege ich in meinem Elternhaus eine separate 3-Zimmer-Wohnung einzurichten.
Damit würde es sich irgendwann nach dem Hausverkauf, den ich ebenfalls noch nicht wahrhaben will, auf ein Wechselmodell einspielen.
Allgemeine Tipps zu meiner Situation finde ich immer recht hilfreich.
Vielleicht gibt es auch Erfahrungen mit dem Einzug ins Elternhaus/Kinderzimmer (Mehrgenerationenhaus) und dem Pendeln beim Wechselmodell im ländlichen Raum bei 10km Entfernung und zwei Kindern.
Vielen Dank schon einmal.
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Willkommen bei der trennungsfaq, der Anlass ist wie immer bei diesem Thema sehr unwillkommen... um so wichtiger, Gruppen zu finden in denen man aus Vätersicht darüber sprechen kann.
(07-10-2026, 13:02)bk_a_u schrieb: Nach 2 schweren Jahren hat meine Frau mir die Trennung im März 2026 ausgesprochen.
Klingt wie zwei Jahre Gerichtsverfahren und dann der Beschluss: "Die Trennung wird ausgesprochen". Aber egal wie, muss man hinnehmen.
Nestmodelle sind in der Praxis selten und wenn, dann bei sehr kleinen Kindern. Der Grund liegt auf der Hand: Der Aufwand an Zeit und Geld ist so ziemlich maximal. Drei Wohnungen bezahlen, das ist schon eine Nummer. Du willst dann auch noch eine Dreizimmerwohnung einrichten, vermutlich muss da auch renoviert werden.
Ich vermute mal: Mir kommt es vor wie ein Versuch von deiner Seite, noch das alte Leben, den Wohnort, den Hausverkauf etwas aufzuschieben und von ihrer Seite, mit einer unpraktikablen Idee über die sie mal was gelesen hat die Folgen ihrer eigenen Wirrnis begrenzen zu wollen. Und wenn du alles mühsam geregelt hast, es ihr dann wieder nicht passt, wirft sie alles wieder um. Ein Nestmodell stabil zu halten ist noch schwieriger wie ein Wechselmodell.
Rechne auf jeden Fall genau und ehrlich durch, was du zeitlich und finanziell für einen Aufwand hast und beurteile dann, wie lange du das durchhalten kannst. Denke daran, dass du auch noch arbeiten musst, dass du eigene Freiräume brauchst und dass es Ferienregelungen braucht, dass du Steuerklasse 1 wirst, dass es Scheidungskosten gibt.
Der beste weitere Verlauf wäre, sich die Grenzen einzugestehen, das Haus zu verkaufen und dort am Hausstandort in separate Wohnungen zu ziehen mit Kinderzimmer, maximal Fahrradentfernung, dann Wechselmodell. Soweit die Optimumsphantasie.
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Ich ergänze mal nach meinen Eindrücken, die ich beim Lesen gewonnen habe:
Das du emotional angeschlagen bist - Verständlich. Die Art und Weise der von der Frau ausgesprochenen Trennung klingt nach "Sinnfindung", "Lebenskrise", "Flucht in abstrakt Neues" und "Auseinandergelebt" - aber nicht - zumindest aktuell - nach Krawall und Unterhaltsmaximierung. Noch nicht... Und genau hier solltest du versuchen anzuknüpfen.
Das Nestmodell ist aus vorgenannten Gründen sehr sehr selten. Witzigerweise kenne ich das aus der eigenen "Familie". Auch nur vom Hören-Sagen, da ich Kontakt meide. Eine Nichte von mir hat das gemacht. Großstadtgirlie mit solventem Freund. Beide gut verdienend. Hat auch gut geklappt. Ob das auf Dauer gut geht, steht in den Sternen. Aber: Du gewinnst Zeit. Nämlich, um dich sortieren, wie oben erwähnt einen vernünftigen Kosten- und Haushaltsplan aufzustellen und Zeit zu gewinnen, so das Gedanken über das Zukünftige vernünftig, sachlich und zielgerichtet erst einmal gefasst werden können.
Jetzt zu schnell an einen Hausverkauf zu denken - der sicher irgendwann einmal ohnehin Thema wird - an ein Wechselmodell zu denken, welches durchzusetzen gegen den Willen der Mutter schwer ist, bringt dich in der aktuell gestressten Situation nur noch weiter in Stress, kostet viel Geld, Notarkosten, Makler, Rechtsanwaltsgebühren und endet selten in einem zufriedenem Lächeln.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass bei euch viel unausgegoren ist. Unausgesprochene Probleme. Überlastung. Alltag. Und irgendwie habe ich das gefühl, dass du aktuell mal die frau schnappen solltest und versuchen solltest, mit ihr ein Gespräch zu führen. Über ihre Vorstellungen, Meinungen, Zukunftsvisionen. (Sind auch oft "Visionen" ,-)
Das ist jetzt nicht der übliche weich gespühlte Therapeuten-BLA. Das ist wahrlich nicht meine Art. Strategisch hilft es dir auch, die Frau besser einzuordnen. Das was sie sagt, einzuschätzen und daran anzuknüpfen um eigene Entscheidungen daran festmachen zu können.
Getrennte Zimmer sind das Eine. O.k. Aber ihr habt euch anscheinend nicht in den Haaren, es fliegen keine Teller und es liegt keine Anwaltsepistel auf dem Tisch. Denn wäre es so weit, fängt die eskalationsspirale an zu drehen. JETZT jedoch, kann man noch reden, regeln, evtl. sogar zuverlässig planen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Aktuell würde ich den Fuß vom gas nehmen. Das Ganze kann in allem münden. Angefangen bei einer fruchtbaren Eheberatung, aufgehört im Rosenkrieg.
Ordne, kläre und regele so lange, wie ihr noch "miteinander irgendwie könnt". Danach wirds nämlich häßlich.
Zumindest für die erste Zeit - die Finanzierbarkeit voraus gesetzt - halte ich das Nestmodell für sehr gut. Und je länger das klappt, desto besser ist deine Ausgangssituation später einmal in Sachen Wechselmodell - wenn das Ganze sich dann mal ändern sollte
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Danke schon mal für die Rückmeldungen.
Mein Problem ist immer noch, dass ich aus diesem Schockzustand des Verlassenwerdens, Verlust von Familie und Freunde und dem drohenden Hausverlust nicht heraus komme und kaum handlungs- und entscheidungsfähig bin.
Wie schafft man das?
Deswegen habe ich schon erst einmal daran gedacht dieses Nestmodell mitzuspielen um mich selbst erst einmal wieder zu festigen. Wobei ich nicht weiß, ob das in diesem Lebensmodell überhaupt möglich ist.
Was das Finanzielle betrifft, könnte ich mir ja eine Mietswohnung nicht einmal leisten um aus der Situation zu flüchten. Von daher ist der Zufluchtsort des Elternhauses die wohl vorerst einzige Option. So oder so müsste ich mich aber mit Wohn- und Schlafzimmermöbel einrichten, was die Kosten betrifft.
Eine Eheberatung war von ihrer Seite nie eine Option. Mir wurde sofort die Trennungsberatung unterbreitet. Das Thema ist glaube ich durch. Sie hat sich ihren Freundes- und Familienkreis neu aufgebaut und da komme ich in ihrem Leben nicht mehr vor. Das Unverständnis ihrer Eltern wird sich auch wieder legen und sie kann ihr Leben weiter leben.
Ihre Vision war immer das Nestmodell bis die Kinder "aus dem Gröbsten" heraus sind. Also noch min. 10 - 15 Jahre. Wobei man sich dann fragt, was das für eine persönliche Perspektive sein soll.
Ihre Probleme waren sicherlich auch Überlastung, Schlafmangel durch die Kinder usw. Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass ich, was Haushalt, Kinderbetreuung usw. betrifft, kein "fauler Hund" bin. Ja, dass Organisatorische, oder "Mental Load", lag viel bei ihr. Dafür habe ich andere Bereiche versucht abzudecken. Und irgendwann wurde das ganze natürlich zur Sinnkrise. Aber darüber kann man viel reden und diskutieren...
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Die harte Wahrheit ist, dass sie kein Interesse an einer Zukunft mit Dir hat. Das dauert immer ein bisschen, bis man das realisiert hat. So wie es aussieht wollt ihr ein Nestmodell habt aber nicht viel Geld. Das ist natürlich ein Problem. Eine wacklige Konstruktion, die deine Ex jederzeit mit einem Fingerschnippen zum Einsturz bringen kann.
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Die Ehe ist durch, da sehe ich keinen Zweifel. Inhaltlich ist das natürlich kompletter Schwachsinn, was die Ex da redet. Überlastung und dann Nestmodell, das ist Feuer mit Benzin zu bekämpfen.
Schlüsselwort ist vielmehr das Wort von "Freundes- und Familienkreis neu aufgebaut". Das sind psychische Mechanismen und ich kenne das nur zu gut, denn das ist sehr frauenspezifisch. Man fängt an zu hassen, was man selber wollte, was die Kinder, die Heirat mit sich brachten, empfindet es plötzlich als Minus im Vergleich zur früher oder zu dem was andere Bekannte haben und fängt an, sich selber zu hassen, beginnt dann wahllos alles umzuwerfen um "sich selbst zu finden". Ich möchte wetten, sie ist lange auf ziemlich breiter und glatter Strasse gefahren, ein Grundstück von den Eltern zu bekommen und dann gleich im eigenen Neubau zu wohnen ist so ein Fingerzeig. Umgeworfen wird auch das alte Leben und die alten sozialen Beziehungen, völlig egal wer und was dabei draufgeht, was es kostet, sich selbst und die eigene totale Wirrnis in den Mittelpunkt zu stellen ist ein Mantra das Frauen von überallher permanent vorgebetet wird. Dass Entscheidungen Konsequenzen haben, dass Verantwortung nicht nur einen selbst betrifft, dass das Leben vor allem Anpassung und nicht vermeintliche Selbstverwirklichung ist, das begreift dieses verlotterte und gehätschelte Volk nicht.
Sei bloss froh, dass sie ohne inszenierten Krach (das veranstalten die Damen auch gerne) weg ist, das ist von den direkten Folgen her schlecht weil das Familienprojekt gescheitert ist, aber für dich sollte es ein grosses Aufatmen sein. Nutze das! Wirf selber Dinge ab, beginne Neues. Und löse dich von der Vorstellung, unbezahlbare Hirnfürze mitzumachen, weil sie das so will, weil du meinst etwas kompensieren zu müssen, an etwas festhalten zu müssen mit dem inneren Dauer-Nasenring "den Kindern zuliebe". Ein dauergestresster Vater und eine Mutter, die bald ins nächste grosse Umkippen fällt weil sich weibliche Unzufriedenheiten immer wiederholen wenn sie mal angelegt sind sind durchaus nicht das beste für die Kinder.
Deine Phase ist wohlbekannt unter Trennungsvätern. Du siehst das Nestmodell nicht als besonders gut an, bist aber wie alle Väter in dieser Phase schon gottfroh, nicht ganz aus dem Leben der Kinder hinausgedrängt zu sein und bemäntelst die entstehenden Probleme eifrig, bis es nicht mehr geht. Das ist die stolze "unverhandelbar" Phase, gefolgt wird sie von "Erschöpfung" oder "Mutter will es jetzt doch anders weil der Sessel für ihren Hintern zu wenig weich ist" und schliesslich fast unweigerlich "hätte ich es damals bloss anders gemacht".
Zitat:Was das Finanzielle betrifft, könnte ich mir ja eine Mietswohnung nicht einmal leisten um aus der Situation zu flüchten.
Du weisst aber, dass das Haus nicht kostenlos da rumsteht? Von Grundsteuer über Verbrauchsgebühren und Reparaturen, das will bezahlt sein. Ein Haus für zwei Kinder, den Rest der Zeit im möblierten Zimmer oder bei Mami und Papi unterm Dach, das wollt ihr 10-15 Jahre machen?
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Das ist das typische Szenario .
Wenn man einen halb vollen Auto
Tank hat und die Reichweite damit
vermutlich
Nicht reichen könnte, am besten den Rest des Tanks auskippen,
anstatt sich die Mühe machen
eine Tankstelle zu suchen . So denken Frauen .
Jetzt wird sie weniger Stress haben durch das Nest Model ?
Mein Motto mittlerweile ist es: Reisende soll man nicht aufhalten .
Konzentriere dich auf deine Kinder
Sei wachsam ( würde mich nicht wundern, wenn sie parallel versucht Unterhaltsforderungen vorzubereiten) ansonsten lies dir die faq-s gut durch und wichtige Dokumente usw. In Sicherheit bringen
Das
Mit dem Elternhaus ist eine gute Idee
Wohnungen mit Strom Gas und Internet Anschluss sind einfach ein heftiger Kostenfaktor.
Je nachdem könntest du Eigentumswohnungen kaufen und vermieten und das Haus als Sicherheit hinterlegen .
Wenn irgendwann die Lohnsteuerklasse 1 droht, dann kannst du etwas über die Lohnsteuererklärung über die Abschreibung reinholen .
Deine Kinder würden dann später auch da einziehen können mit 18
Egal wie langweilig dein Leben ist,
eine Ehe ist nicht die Lösung.
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Das mit den Hauskosten, Reparaturen usw., die ich derzeit immer noch alleine trage, habe ich ihr schon vorgerechnet. Weiß nicht ob ich einen Anteil von ihr hier verlangen kann, da es aufgrund unseres Gehaltsunterschieds leicht passieren kann, dass ich am Ende noch Trennungsunterhalt berappen muss???
Letztendlich hat sie auch schon Andeutungen gemacht, dass das Haus wohl verkauft werden muss, da ich ihr klar gemacht habe, dass ein Nestmodel über 10-15 Jahren mit ihrer Entscheidung der Trennung eigentlich verrückt ist. Und hier kommt mein nächstes Problem der Fassungslosigkeit, dass sie sich wohlwissend ihrer Entscheidung auf so einen Weg gemacht hat und nun alles einreißt. Obwohl man eigentlich auch nicht nur für sich sondern auch für andere, Kinder, Familie, Verantwortung trägt.
Mein jetziger Ausweg zu meinen Eltern könnte erst einmal den Druck rausnehmen. Ich fühle mich trotzdem erniedrigt und rausgeschmissen. Gleichzeitig bleibt der angesprochen Nasenring bestehen. Wenn alles den Bach runter gegangen und das Haus wirklich mal weg ist, könnte ich dort bei meinen Eltern noch so einiges mehr umbauen und mir eine neue, kostengünstige Existenz aufbauen, ohne an teure Mieten gekettet zu sein. Mein Problem ist nur die Distanz zum eigentlichen Lebensmittelpunkt (Schule, Vereine, Freunde, Mutter, usw.) meiner Kinder von 10km und ob das irgendwann mit der Betreuung gut geht. Viel Fahrzeiten und die Kinder werden älter und wollen selbstständig ihre Freunde treffen. Und natürlich das Stigma wieder bei den Eltern, wenn auch in einer eigenen Wohnung, zu leben.
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Der gefühlte Nasenring ist für Jeden direkt der Trennung furchtbar wichtig, nach ein paar Jahren verfluchen sich fast ausnahmslos alle, spo blöde gewesen zu sein, den als unverhandelbar gewollt zu haben. Ich habe diesbezügliche Ratschläge aufgegeben, das ist für Väter in Trennung so abgedreht, emotional und irrational wie bei Frauen die Trennung selbst. Mit Erfahrungen und Argumenten ist das nicht zu durchdringen.
Du hast immerhin den Vorteil einer "Belastungsmutter". Den würde ich sofort nutzen. Mütter, die sich von den Kindern so furchtbar belastet fühlen, haben ein geringeres Risiko, die Kinder einzupacken und abzuhauen. Sie sind gemeinsamer Betreuung zugeneigter, weil das ihrer Faulheit entgegenkommt. Die Kinder allein zu haben ist nicht ihr heissestes Ziel. Übersteigt die ihre Gier nach Unterhalt, hast du gewonnen und ein Wechselmodell wird möglich. Voraussetzung sind natürlich auch Wohnortnähe, siehe oben. Andere Fantasien sind mit den Kinder zu deinen Eltern ziehen, soll sich Madame selbst verwirklichen und Besuchselternteil werden.
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@ bk-a-u
also - aus eigener erfahrung...zwar ohne ererbtes haus etc...kann ich dir folgendes empfehlen:
- raus aus dieser emotionalen lage, du mußt stoisch denken und werden! lass dich nicht mehr von
deinen gefühlen leiten! du mußt kontrolle darüber bekommen, sonst bis im arsche. das kann man
sehr schnell erlernen, in dem du dir sagst: ich will nicht mehr traurig sein
- das ist euer zuhause, wenn sie nicht mehr kann, bitte
- du bleibst im haus
- du bietest ihr alles, umgang, evtl. bisschen hilfe, umgang nach einer klaren vereinbarung, lass dich
nicht auf ihr geblubber ein, denn sie hat die entscheidung getroffen. wenn du im grundbuch mit drin
stehst, um so besser.
- verfasse eine schutzschrift wg häusl. gewaltvorwurf - das gab es hier schon im forum, lass dich von
P kurz aufklären
- sammle und rechne alles zusammen, was du für das haus zahlst, beim verkauf wird das mit ihrem
anteil verrechnet, den sie bekäme, mach das knallhart und ohne emotionen. daß man sich trennt, kommt
im leben oft vor, vergiss die vergangenheit, denk an die zukunft!
- ziehe blos nicht zu deinen eltern! das ist ein absolutes NOGO item!
- anstonsten gibt ihr voll die kante! sonst gehtst du unter!
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netlover
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09-10-2026, 17:11
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-10-2026, 17:30 von FlipFlop.)
(08-10-2026, 14:03)bk_a_u schrieb: Letztendlich hat sie auch schon Andeutungen gemacht, dass das Haus wohl verkauft werden muss, da ich ihr klar gemacht habe, dass ein Nestmodel über 10-15 Jahren mit ihrer Entscheidung der Trennung eigentlich verrückt ist. Und hier kommt mein nächstes Problem der Fassungslosigkeit, dass sie sich wohlwissend ihrer Entscheidung auf so einen Weg gemacht hat und nun alles einreißt. Obwohl man eigentlich auch nicht nur für sich sondern auch für andere, Kinder, Familie, Verantwortung trägt.
Klingt nach einem typischen Muster, das einige Frauen bei Trennungen an den Tag legen: Ehemann entsorgen, Trennung forcieren – gerne! Aber selbst aus dem gemeinsamen Haus ausziehen? Kommt natürlich nicht infrage.
Na, dann schieben wir doch schnell mal das Nestmodell an die Rampe!
Und genau an diesem Punkt werden manche Vorstellungen ziemlich unrealistisch. Ich kenne einen solchen Fall aus meinem Bekanntenkreis. Sie will das Haus partout nicht verkaufen. Ist ja schließlich auch ein schönes Statussymbol. Dass mein Bekannter von den laufenden Kosten dieses Hauses regelrecht aufgefressen wird, scheint dabei zweitrangig zu sein. Nur ist das finanziell auf Dauer schlicht nicht machbar.
Auch wenn es hart klingt: Von aussen sieht das Haus nach Ballast aus.
Ich durfte im vergangenen Jahr einige geschiedene oder getrennte Frauen kennenlernen. Dabei habe ich eine interessante Beobachtung gemacht: Grob geschätzt hat sich bei 80 % die Wohnsituation nach der Trennung verschlechtert (umzug in kleine DG Wohnung etc.), beim rest ist es gleich geblieben. Manche wohnen zwar noch im ehemaligen gemeinsamen Haus, müssen inzwischen aber selbst erheblich dazu beitragen, um es überhaupt halten zu können.
Einen einzigen Fall, in dem es gelungen wäre, den Ex-Mann finanziell so weit in die Pflicht zu nehmen, dass das Haus ohne eigene finanzielle Einbußen weitergeführt werden kann, kenne ich dagegen nicht.
Und noch etwas finde ich bemerkenswert: Nicht nur die Wohnsituation verändert sich, häufig sieht man es den Wohnungen auch regelrecht an das kein Mann feste mit dabei wohnt.
Da fällt offenbar erst nach der Trennung auf, wie viele kleine Dinge im Alltag ganz selbstverständlich vom Mann erledigt wurden. Wie praktisch da doch ein Nestmodell wäre: wenn der Ex dann da ist gibst ne schöne Liste was alles zu machen ist.
Eine Trennung bedeutet eben nicht nur, sich vom Partner zu verabschieden. Oft verabschiedet man sich damit auch von einem Lebensstandard und von Annehmlichkeiten, die man vorher für selbstverständlich gehalten hat.
(08-10-2026, 14:22)p__ schrieb: Mütter, die sich von den Kindern so furchtbar belastet fühlen, haben ein geringeres Risiko, die Kinder einzupacken und abzuhauen. Sie sind gemeinsamer Betreuung zugeneigter, weil das ihrer Faulheit entgegenkommt. Die Kinder allein zu haben ist nicht ihr heissestes Ziel. Übersteigt die ihre Gier nach Unterhalt, hast du gewonnen und ein Wechselmodell wird möglich. Voraussetzung sind natürlich auch Wohnortnähe, siehe oben. Andere Fantasien sind mit den Kinder zu deinen Eltern ziehen, soll sich Madame selbst verwirklichen und Besuchselternteil werden.
Das ist im Übrigen auch meine Beobachtung. Im Grunde wollen fast alle, dass sich der Mann weiterhin um die Kinder kümmert. Einen wirklich krassen Fall von „Vater entsorgen und Kinder komplett für sich beanspruchen“ habe ich zumindest nach außen hin nicht erlebt.
Vielleicht 5 % der Fälle laufen eher unter: „Traurige Geschichte, der Vater kümmert sich überhaupt nicht mehr.“
Und gerade die Frauen, die ihre Kinder tatsächlich zu 100 % betreuen, k***n teilweise im Strahl. Vor allem dann, wenn das Geld für Babysitter fehlt und auch kein unterstützendes familiäres Umfeld vorhanden ist.
Dating, Ausgehen, spontane Unternehmungen, Singleurlaube? Kann sie weitgehend knicken. Das Höchste der Gefühle ist dann, abends, wenn die Kinder schlafen, heimlich aus der Wohnung zu schleichen und sich auf dem Parkplatz durchnehmen zu lassen.
Und selbst die Frauen, die gerne Unterhalt kassieren, während der Vater jedes zweite Wochenende und zusätzlich einen Wochentag betreut, beklagen sich teilweise heftig darüber, dass er die Kinder viel zu selten nimmt.
Man möchte möglichst viel Fremdbetreuung und trotzdem die finanziellen Ansprüche für sich beanspruchen. Weil man fest stellt, dass die tatsächliche Betreuung enorm viel Freiheit kostet.
So gesehen ist die Bereitschaft eines Vaters, seine Kinder wirklich umfangreich und eigenständig zu betreuen (oder eben auch nicht), ein ziemlich scharfes Schwert.
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Die Damen klagen immer gerne, dass der Vater die Kinder zu wenig nimmt. Das gehört bei Müttern immer dazu. Und zwar so wie bei mir: Bei gleichzeitiger Umgangsverweigerung ind Realität, etwa permanente Absagen (natürlich ohne Ersatz), auch die Weigerung eine Umgangsregelung festzulegen. Stattdessen betrieb sie Umgangssabotage, Erdrosselung und log dass sich die Balken bogen. Ich hatte das Gelüge so satt, dass ich genau deshalb vor Gericht bin, um es amtlich zu machen dass ich das Wechselmodell verlange (natürlich keine Chance), hilfsweise einen weitgehenden Entwurf für eine Umgangsregelung beantragt. Wenn mit einer kommt mit "der Vater will nicht", kriegt er dieses Dokument lautstark präsentiert, das Bild davon hab ich im Schlautelefon immer dabei.
Der Faktor Hinterhältigkeit, Realitätsverzerrung und absolute Selbstsucht mit Selbstermächtigung ist leider "normal". Selten am Anfang einer Trennung, Stück für Stück danach. Deshalb die Vorschläge in der faq wie möglichst viel schriftlich vereinbaren, auch wenn man sich scheinbar einig ist.
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@flipflop
da haben p, ich und sehr viele andere leider komplett gegensätzliche erfahrungen gemacht. umgangssabotage ist bei problem-müttern das standardprogramm.
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(09-10-2026, 18:13)p__ schrieb: Die Damen klagen immer gerne, dass der Vater die Kinder zu wenig nimmt. Das gehört bei Müttern immer dazu. Und zwar so wie bei mir: Bei gleichzeitiger Umgangsverweigerung ind Realität, etwa permanente Absagen [...]
… dann liegt meine Erfahrung wohl leider daran, dass den Damen die positive Außendarstellung im Dating-Kontext sehr wichtig ist.
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We die Damen sich nach außen präsentieren hat wenig mit ihrem tatsächlichen Handeln zu tun  Klar das sie Dir die schönsten Töne beim Dating ins Ohr flöten. Diese Mütter mit Kind brauchen halt irgendwann einen neuen Galan der ihren Schaden aufräumt, sie und ihr Kind erträgt und durchfüttert.
Standardprogramm ist hier zum Beispiel “ich möchte, dass der Vater sich trotz Trennung weiter um unser gemeinsames Kind kümmert, aber er leider kein Interesse”. Während die Mutter gleichzeitig alle Register zieht, um den Vater dauerhaft aus dem Leben des Kindes zu entfernen.
Alleinerziehende Mütter lügen in der Regel, dass sich die Balken biegen. Das sichert ihnen Aufmerksamkeit, finanzielle Zuwendungen die sie nicht verdient haben und hebt ihren gesellschaftlichen Status.
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"Der Vater will nicht / zu wenig" macht sie zum Opfer und zur Guten, signalisiert dem neuen Verehrer, dass sie eine offene und engagierte Dame ist, die Väter nicht verdrängen wollen. Die Klügeren werten auch den Vater nicht ab. Sie wissen, dass das eine rote Flagge für viele Männer ist. "Wenn er wirklich so ein fieser, irrer Kerl ist, wieso lässt die sich mit so einem ein? Ist sie selber so?"
Egal, ist nicht Thema. Was zählt, sind Tatsachen und Realität jenseits von Zusicherungen und Gerede.
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Sie ist eigentlich über ihr Problem als Belastungsmutter hinweg. Das ist eigentlich auch mein eigentliches Problem.
Ihr geht es soweit gut, lebt ihr Leben, trifft sich mit Freundinnen, fährt in den Urlaub weil sie es sich leisten kann, kümmert sich sehr gut um die Kinder und hat ein großes soziales Netzwerk.
Ich renne auf Arbeit um das Haus zu finanzieren und weil ich mir immer noch einbilde, dass ich das alles nicht verlieren will/kann/darf.
Meine ganzen letzten Jahre haben sich nur um sie und ihre Familie und Freunde gedreht und das bricht jetzt alles weg.
Habe meine eigenen Freunde vernachlässigt bzw. viele sind auch weggezogen und ich wurde immer abhängiger von ihr ohne das zu merken und jetzt bekomme ich meine Quittung.
Dementsprechend mies geht es mir, Hoffnungslosigkeit, Schlafprobleme und ich bekomme immer weniger meinen Alltag geregelt. Und ja, das hört sich leider sehr verzweifelt an.
Deswegen wäre mein einziger Ausweg den ich erstmal sehe zu den 10km entfernten Eltern abzuhauen.
Gleichzeitig müsste ich dann aber trotzdem schauen, dass ich das Haus losbekomme und das verkrafte.
Ansonsten hat sie dort alles gewonnen.
Im Elternhaus könnte ich im Laufe der Jahre eine 3-Zimmer-Wohnung einrichten und hätte keine Sorgen mehr zwecks Miete.
Die Entfernung zu den Kindern/Mutter bleibt aber das Problem.
Den Kindern kann ich grundsätzlich außerdem nicht das Leben bieten, welches sie bei ihrer Mutter hätten.
Das kommt noch erschwerend hinzu.
Tja, da wird guter Rat langsam teuer... und ich suche nach Leuten die ähnliche Erfahrung gemacht haben und da rausgekommen sind...
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dann kann ich dir nur raten:
cut the rope!
auch wenns weh tut...du entwickelst dich weiter,
bleib gesund
deine kinder auch
die werden dich nicht vergessen
wenn du das haus gut verkaufen kannst - tue es!
lass los...
viele hier im forum haben sich jahrelang deswegen gequält...ich auch,
bis ich eines tages erlösung fand...
hat aber gedauert und viel kraft gekostet...tu dir das nicht an!
bb
netlover
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(12-10-2026, 08:55)bk_a_u schrieb: Tja, da wird guter Rat langsam teuer... und ich suche nach Leuten die ähnliche Erfahrung gemacht haben und da rausgekommen sind...
Loslassen, schneller und gründlicher als du es jetzt willst. Neue Dinge tun. Neue Chancen nutzen. Das hört sich so pauschal und lehrerhaft an, stimmt aber. Mir ist nach ein paar Monaten ab Trennung klar geworden, dass viele Dinge und Wege zu Ende sind, dass festhalten nur mich selbst beschädigt. Bin dann umgezogen, habe den Beruf an die Wand geklatscht, da ich mir das Erlebnis Vaterschaft nicht nehmen liess bin ich sehr bald noch Vater weiterer Kinder geworden (ein Riesenglück bis heute), neue Hobbys, alte Träume die nicht mehr gingen begraben und neue Träume realisiert, für die sich plötzlich eine Chance bot. Eins unter vielen Projekten war auch die Trennungsfaq.
Vor allem eins habe ich nicht mehr gemacht: Gute Mine zum bösen Spiel, mitspielen in diesem Mist, konform sein, brav sein, irgendwas tun was Leute erwarten denen ich lieber an die Gurgel wollte. Unterhaltsschulden hab ich bis heute und spucke darauf.
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Danke für die Rückmeldung.
Finde es aber immer noch heftig und bin wie blockiert.
An Hausverkauf ist noch gar nicht zu denken, dass ich das fertig bekomme.
Was war deine Erlösung und wie bist du dazu gekommen, wenn ich mal fragen darf?
Gerne auch PN.
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Erlösung gibts nicht. Abgetrennte Kinder schmerzen immer. Das ist menschlich. Was es gibt, ist eine erfolgreiche Um- und Neuorientierung.
Als oft zu überrationaler Mensch habe ich beurteilt und berechnet, wie es für mich weitergehen wird, wie meine Chancen sind, was ich noch will im Leben, was ich bereit bin (nichtfinanziell) zu investieren. Heraus kam eine Deckelung des Aufwandes, Kontakt mit Trennungskind zu halten weil da die Erfolgsgrenzen sehr eindeutig waren. Ferner ein Abbruch beruflicher Ambitionen, eine Sicherung der Restwerte über Dritte. Ein durchaus ernst gemeintes Ziel war auch, Schaden in diesem abartigen System zu verursachen, das Väter wie Dreck behandelt und sie auf einen Rechtsweg zwingt, der nichts weiter wie sehr teuer bezahlte Rechtslosigkeit bedeutet. Da fressen sich Roben und anderes Juristengesockse voll an der Tatsache, dass die uns einfach mit ihrem eigenen "Recht" zur ansonsten überflüssigen Unterhaltsressource erklären. Ich habe da auch privat Leute knallhart hinausgeworfen und beleidigt, die mir einreden wollten, es wäre ja nur "unser" Streit, den die da regeln müssten weil wir es selber nicht schaffen.
Es am Anfang zu rationalisieren, mit Chancen und Erwartungswerten, Entscheidungsbäumen zu rechnen ist vielleicht sehr männlich, es lenkt auch ab vom Grundschmerz. Der sich um die Kinder dreht, dass die Ex sich verdünnisiert hat schlägt weit schneller in Erleichterung um. Ich bin auch nach draussen gegangen, war beim vafk, in Seminaren, nahm alles ernst aber erst nach eigener Beurteilung wichtig, was sich meist als gut herausgestellt hat. Nicht nur im eigenen Saft brutzeln!
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