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Umgang nach Umzug mit Kind
#1
Servus,

bei mir bahnt sich eine Änderung beim Umgang mit der Tochter an. 

Die Tochter ist 10 Jahre alt und lebt bis jetzt in NRW. Es liegt gemeinsames Sorgerecht vor. Die Kindesmutter hat einen Versetzungsantrag bei ihrem Arbeitgeber gestellt, um nach Berlin umzuziehen. Genau vor einer Woche informierte sie mich, dass sie morgen (8 Tage später) umziehen wird zusammen mit Kind. Für mich wird der Umgang mit der Tochter dadurch erschwert und es gibt seitens Kindesmutter keinen Plan, wo die wohnen sollen, auf welche Schule das Kind gehen soll und wie der Umgang funktionieren soll. Sie hat aber schon mitgeteilt, dass sie es nicht vor hat sich an den Fahrt- und Übernachtungskosten in irgendeiner Weise zu beteiligen. Die Tochter hat sich geäußert, dass sie mit Mama bleiben will und mit ihr umziehen will. Die ganze Tragweite von der Entscheidung der Mutter ist ihr nicht bewusst. Sie wirkt seit einer Woche sehr verschlossen, was früher anders war.

Ich habe die Kindesmutter informiert, dass ich gegen den Umzug bin, weil die Punkte mit der Wohnung, Schule und Umgang nicht geklärt sind. Die Mutter hat angekündigt, sie wird trotzdem umziehen in ein bis zwei Tagen. Die werden in einem Hotel wohnen zunächst.

Habt ihr einen Rat, wie man die Kindesmutter dazu motivieren kann, eine Umgangsvereinbarung zu treffen, sodass es sowohl viel Umgang ermöglicht als auch finanziell die KM einbezieht? Und kann der Vater überhaupt irgendwas dagegen einrichten, dass der Umzug wegen chaotischer Planung, sehr kurzfristiger Information, fehlenden Vereinbarungen, gestoppt wird?
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#2
Die Mutter zeigt sich extrem unkooperativ, das bedeutet du hast folgende Möglichkeiten:

- den Umzug hinnehmen, was auf Dauer von NRW aus zwischen Ende Vatersein und starken Erschwernissen mit endlos Stress fürs Vatersein liegt.
- hinterherziehen.
- Einantrag ans Gericht. Festlegung des Aufenthalts der Tochter bei dir im Falle des Umzuges der Mutter. Zu beantworten ist dann, was es fürs Kindeswohl bedeutet, wenn ein Schulwechsel passiert, der Freundeskreis wegfällt, die Bindung zum Vater, wie die Umgangsmöglichkeiten nach dem Umzug aussehen würden, die Reisebelastung für das Kind, welche beruflichen Gründe die Mutter hat, welche Konzepte der Eltern haben. Denke aber, es ist zu spät, zu knapp. Der Umzug wird passieren und dann gehts nur noch um eine neue Umgangsregelung, um den Wechsel der Bring- und Holpflicht, um hälftige Teilung der Reisekosten, um die Übernahme eines größeren Anteils durch den umziehenden Elternteil.
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#3
Ich würde den Weg über das Gericht gehen. Lass Dich mal beim Anwalt beraten. Das Ganze hört sich sehr chaotisch an. Kann gut sein, dass die Mutter diesen Umzug jetzt macht um Dir das Kind später komplett zu entfremden.
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