16-09-2026, 15:13
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16-09-2026, 15:15 von CherryMenthol.
Bearbeitungsgrund: Alles war vorher unkenntlich.
)
Unterhaltszoff mit Ex-Frau: Gerichtsvollzieher pfändet Boris Beckers Uhr bei Interview-Auftritt
NÜRNBERG - Kurz vor einem Bühnenauftritt in Bad Honnef tauchten plötzlich Polizei und Gerichtsvollzieher auf - und Boris Becker musste seine Armbanduhr abgeben. Dahinter steckt ein erbitterter Unterhaltsstreit.
Eigentlich sollte es ein entspannter Sonntagnachmittag werden. Boris Becker, 58, war als Stargast zur Jubiläumsveranstaltung „30 Jahre Wohnmobilpark Bad Honnef“ geladen, rund 300 Gäste warteten auf ihn, Sky-Moderator Riccardo Basile wollte ihn auf der Bühne interviewen. Doch kurz vor 14 Uhr betraten drei Polizeibeamte und ein Gerichtsvollzieher die Veranstaltungshalle.
Was folgte, war eine sogenannte Taschenpfändung: Becker musste seine Taschen leeren. Da er kein Bargeld dabei hatte, blieb am Ende nur seine Armbanduhr übrig - Wert laut Bericht der Bild: rund 6.000 Euro. Die Uhr wurde einbehalten, Becker verhielt sich nach Angaben des zuständigen Amtsgerichtsdirektors Oliver Schoenijahn kooperativ. „Boris Becker habe sich höflich und korrekt verhalten“, teilte Schoenijahn mit.
Hinter der Aktion steckt Beckers Ex-Frau Sharlely „Lilly“ Becker. Sie ließ die Pfändung über das Amtsgericht Königswinter beantragen, dem die Bonner Polizei Amtshilfe leistete. Grundlage ist laut Angaben der Beteiligten ein britisches Gerichtsurteil aus dem Jahr 2018, das Becker zur Zahlung von monatlich 8.000 Pfund, umgerechnet rund 9.200 Euro, Unterhalt für den gemeinsamen Sohn Amadeus (16) verpflichtet. Laut Lillys Anwalt Dr. Michael Scheele seien inzwischen rund 415.000 Euro Rückstände aufgelaufen. Gegenüber RTL erklärte Scheele, Becker solle „gerichtliche Entscheidungen respektieren und damit beginnen, seine erhebliche Schuld zu tilgen“. Er kündigte auch weitere Pfändungsmaßnahmen an – auch außerhalb Deutschlands.
„Gezielter Angriff auf die Reputation“
Beckers Medienanwalt Christian-Oliver Moser sieht den Sachverhalt anders. Er spricht von „sinnlosen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen in der Öffentlichkeit“ und einem gezielten Angriff auf die Reputation seines Mandanten. Becker habe Lilly ein „großzügiges Vergleichsangebot“ gemacht: 8.000 Euro monatlich plus eine Einmalzahlung von 100.000 Euro. Lilly habe das abgelehnt. Das deutsche Familiengericht habe den künftigen Kindesunterhalt laut Beckers Umfeld auf rund 1.200 Euro monatlich festgesetzt - Lillys Seite pocht dagegen weiter auf das Londoner Urteil, das monatlich 8.000 Pfund vorsieht.
Für Becker ist es nicht der erste Rechtsstreit dieser Art. Der dreifache Wimbledon-Sieger war 2022 in London wegen Insolvenzvergehen verurteilt worden und nach Verbüßung der halben Strafe nach Deutschland abgeschoben worden. Seitdem versucht er, beruflich neu Fuß zu fassen, und ist unter anderem gefragter Redner und Interviewgast bei Veranstaltungen.
https://www.nordbayern.de/promis-trends/...1.15169842
NÜRNBERG - Kurz vor einem Bühnenauftritt in Bad Honnef tauchten plötzlich Polizei und Gerichtsvollzieher auf - und Boris Becker musste seine Armbanduhr abgeben. Dahinter steckt ein erbitterter Unterhaltsstreit.
Eigentlich sollte es ein entspannter Sonntagnachmittag werden. Boris Becker, 58, war als Stargast zur Jubiläumsveranstaltung „30 Jahre Wohnmobilpark Bad Honnef“ geladen, rund 300 Gäste warteten auf ihn, Sky-Moderator Riccardo Basile wollte ihn auf der Bühne interviewen. Doch kurz vor 14 Uhr betraten drei Polizeibeamte und ein Gerichtsvollzieher die Veranstaltungshalle.
Was folgte, war eine sogenannte Taschenpfändung: Becker musste seine Taschen leeren. Da er kein Bargeld dabei hatte, blieb am Ende nur seine Armbanduhr übrig - Wert laut Bericht der Bild: rund 6.000 Euro. Die Uhr wurde einbehalten, Becker verhielt sich nach Angaben des zuständigen Amtsgerichtsdirektors Oliver Schoenijahn kooperativ. „Boris Becker habe sich höflich und korrekt verhalten“, teilte Schoenijahn mit.
Hinter der Aktion steckt Beckers Ex-Frau Sharlely „Lilly“ Becker. Sie ließ die Pfändung über das Amtsgericht Königswinter beantragen, dem die Bonner Polizei Amtshilfe leistete. Grundlage ist laut Angaben der Beteiligten ein britisches Gerichtsurteil aus dem Jahr 2018, das Becker zur Zahlung von monatlich 8.000 Pfund, umgerechnet rund 9.200 Euro, Unterhalt für den gemeinsamen Sohn Amadeus (16) verpflichtet. Laut Lillys Anwalt Dr. Michael Scheele seien inzwischen rund 415.000 Euro Rückstände aufgelaufen. Gegenüber RTL erklärte Scheele, Becker solle „gerichtliche Entscheidungen respektieren und damit beginnen, seine erhebliche Schuld zu tilgen“. Er kündigte auch weitere Pfändungsmaßnahmen an – auch außerhalb Deutschlands.
„Gezielter Angriff auf die Reputation“
Beckers Medienanwalt Christian-Oliver Moser sieht den Sachverhalt anders. Er spricht von „sinnlosen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen in der Öffentlichkeit“ und einem gezielten Angriff auf die Reputation seines Mandanten. Becker habe Lilly ein „großzügiges Vergleichsangebot“ gemacht: 8.000 Euro monatlich plus eine Einmalzahlung von 100.000 Euro. Lilly habe das abgelehnt. Das deutsche Familiengericht habe den künftigen Kindesunterhalt laut Beckers Umfeld auf rund 1.200 Euro monatlich festgesetzt - Lillys Seite pocht dagegen weiter auf das Londoner Urteil, das monatlich 8.000 Pfund vorsieht.
Für Becker ist es nicht der erste Rechtsstreit dieser Art. Der dreifache Wimbledon-Sieger war 2022 in London wegen Insolvenzvergehen verurteilt worden und nach Verbüßung der halben Strafe nach Deutschland abgeschoben worden. Seitdem versucht er, beruflich neu Fuß zu fassen, und ist unter anderem gefragter Redner und Interviewgast bei Veranstaltungen.
https://www.nordbayern.de/promis-trends/...1.15169842

