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Projekt Kind: Wenn Ideologie den Vater einfach wegrationalisiert
#1
Die neue Mathe-Stunde: 1 + 1 + 1 = 0 Väter?

Da haben sich drei Damen in einer ostdeutschen Großstadt also das ultimative Upgrade zum klassischen Familienmodell überlegt. Warum sich mit einem lästigen Vater herumschlagen, wenn man das Ganze auch als hocheffizientes Schichtsystem zu dritt organisieren kann?

Während die Evolution über Jahrtausende dachte, ein Vater wäre für die kindliche Entwicklung ganz passabel, setzt dieses Trio lieber auf das Prinzip „Drittel-Lösung“. Man teilt sich das Kind einfach wie eine Pizza – nur dass am Ende irgendwie die entscheidende Zutat (der Papa) auf dem Belag fehlt.

Damit das Ganze wenigstens auf dem Papier nach Familie aussieht, wird geheiratet – natürlich nur zwei von dreien, weil das deutsche Recht bei dieser „Utopie“ leider noch nicht ganz mitspielt. Ein Schelm, wer denkt, dass ein Vater hier vielleicht mehr Stabilität reingebracht hätte als ein kompliziertes Vertragskonstrukt.

Es geht um „individuelle Freiheit“ und „Verantwortung auf vielen Schultern“. Klingt super, solange das Kind nicht irgendwann fragt, warum im Fotoalbum zwar drei Mütter, aber kein einziger Vater auftaucht. Aber hey, wer braucht schon eine männliche Bezugsperson, wenn man stattdessen 6 Brüste und 3 menstruierende Vaginas zu Hause hat? Oh Gott, wenn es ein Bub wird und ihm jeglicher Vergleich fehlt. 

Ein echtes Experiment am lebenden Objekt – Hauptsache, die Ideologie stimmt, auch wenn die Biologie (und der gesunde Menschenverstand bezüglich der Rolle von Vätern) dabei dezent ignoriert wird.

Hier zu lesen der Wahnsinn: https://taz.de/Co-Parenting/!6151825/
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#2
Ein anekdotisches (Autorin ist mit denen befreundet) Orchideenprojekt, ein typischer Artikel wie er gerne verlinkt wird und die Welt - auch uns - zur Linkfarm macht damit bei der TAZ der Werberubel rollt.

Praktischerweise ist das Kind noch gar nicht geboren, die Kinderperspektive ist sowieso entbehrlich. Fragen könnte man auch, wie stabil ein Drei-Eltern-Arrangement langfristig ist? Entscheiden bei immer zwei gegen eine? Oder sieht sich die biologische Mutter im Vorrang? Was genau bedeutet gleichberechtigte Elternschaft in dieser Konstruktion? Läuft es auf ein Wechselspiel von Bezugspersonen raus? Was sagt die Kinder- und Familienforschung? Wie hätte der Artikel ausgesehen, wenn ein Journalist von seinem schwulen Kumpels geschrieben hätte, von den einer sich gerade ein Kind per Leihmutter liefern lässt?
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