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Unterhalt - Aufstocker & ab ins Paradies
#1
Tongue 
Liebe Mitleidenden,
 
meinen aktuellen Fall habe ich bereits schon zum Thema gebracht.
Nachdem Verlust meines ABR, bin ich nun an die Beschwerde ans OLG gegangen. Das OLG hat den Fall tatsächlich aufgenommen. Klage auf maximalen Unterhalt läuft Parallel von der Ex.
 
Nun rechne ich mit einer Niederlage, da wir die Familienpolitik in Deutschland ja kennen und meine Kinder nicht mehr eindeutig zu mir wollen, nach der sauberen Entfremdung von 6 Monaten voller Manipulation und schönem Materialismus. Da ich mein Leben aber keine Schulden aufhäufen will, plane ich Aufstocker zu werden und mich dann zurückzulehnen. Mutti will Geld und Kinder, soll Sie haben, dafür bekommt sie ein Haufen Arbeit im Alltag. Die Kinder haben es fast schon selbst mitentschieden, daher werde ich auch hier eher unmotiviert sein, weiter den Umgang zu pflegen.
 
Nun mein Plan und ich hoffe da kann mir jemand aus Erfahrung einen Tipp geben.
Ist es möglich, sich als Aufstocker vom Job Center in eine schönere Gegend in Deutschland versetzen zu lassen? Vor allem, weil es dort eine bessere Arbeit gibt und eine bessere Lebensqualität, mehr Natur, etc.??? Hab gehört die würden einem sogar den Umzug spendieren, um aus deren Statistik zu kommen 
 
Ich versuch, dass alles positiv zu sehen und für mich das beste legale rauszuholen.

Beste Grüße
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#2
Hallo.

Im Arbeitslosengeldbezug braucht man einen Grund für den Umzug. Wie du selber schon sagst, könnte ein Arbeitsangebot ein solcher Grund sein. Das muß aber schon ein konkretes Arbeitsangebot sein. Pauschale Gründe (bessere Aussichten, gesünder etc.) werden i. d. R. nicht als Grund für einen Umzug erwogen. Du kannst natürlich auch ohne Genehmigung vom JC umziehen. Bloss die Kosten für den Umzug trägst du dann alleine. Und an deinem Zielort wird auch nur die Miete übernommen, die am neuen Wohnort vom JC dort als angemessen gilt. Da sollte man sich also vorher mal schlau machen und sich in den hiesigen Mietspiegel einlesen.

Zitat:Hab gehört die würden einem sogar den Umzug spendieren, um aus deren Statistik zu kommen

Kann sein. Damit habe ich aber keine Erfahrung.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#3
Danke, das mit dem örtlichen Mietspiegel ist ein guter Hinweis, aber wahrscheinlich ein großer Unterschied. Im Enteffekt bekommt meine Ex noch ein paar Euro mehr..
Das mit dem Job ist auch klar. Ich wohne im Norden Deutschlands und im Süden gibt halt wesentlich bessere Chancen eine Arbeit (in meinem Bereich) und eine bessere Bezahlung zu bekommen. Ausserdem mag ich die Berge Smile
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#4
Was genau soll ein Umzug bringen? Er bringt zuerst mal den Verlust aller sozialer Kontakte und gerade die "Beziehungen" sind bei niedrigem Resteinkommen wichtige Pfeiler.

Als Aufstocker lehnst du dich nicht zurück, sondern du arbeitest, das ist erste Bedingung fürs Aufstocken. Der Trick ist eben auch, dass man dich nicht in hirnrissige Massnahmen und andere Verpflichtungen presst, weil du ja bereits Vollzeitbeschäftigt bist. Als Teilzeitbeschäftigter und/oder deutlich unter Qualifikation Beschäftigter kann dir diese Art von Druck schon passieren.

Die schöne Gegend würde ich nicht nur nach der Aussicht bewerten. In dieser Gegend lebst du mit dem, was noch als Mietkosten akzeptiert wird vielleicht nur im Ghetto ohne Aussicht.
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#5
Meine sozialen Kontakte, wenn auch wenig, leben überwiegend im Süden. Hier im Norden hält mich eigentlich nix mehr, bzw. bisher nur die Kinder.
Das mit dem "Zurücklehnen" habe ich falsch rübergebracht. Gefüllte Ewigkeiten habe ich mich trotz Trennung, um meine Kinder bemüht und so dankt man es mir.
Das Zurücklehnen von dem ich sprach, war eher ein auf emotionaler Ebene gemeint und dem zur Ruhe kommen, sich selbst wieder finden. Das ich Vollzeit Arbeiten gehe ist in Ordnung. Nur dann will ich aus dem Haus gehen und es trotzdem schön haben. Aber kann schon sein mit dem Ghetto... das wäre nicht so das Wahre. Da muss JobAngebot und Wohnung schon stimmen.
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#6
Hallo.

Also - das Meiste wurde schon gesagt, nur nicht von mir... Tongue 

Man muss unterscheiden, ob ein Umzug aus privaten Gründen erfolgt oder aufgrund einer  konkreten !! Arbeitsaufnahme..

Wenn es nur um einen Umzug ohne Arbeitsaufnahme geht, werden Umzugskosten nur im Ausnahmefall - und dann auch nur i.d.R
als Darlehen gezahlt... und nur dann wenn ein wichtiger Grund anerkannt wird..der bessere Arbeitsmarkt in Süddeutschland mit der besseren Chance auf eine Arbeit
zählt eindeutig nicht dazu.

Richtig ist auch, dass das Jobcenter im Vorfeld zustimmen muss und das die Kosten der Unterkunft ( + die Nebenkosten nicht vergessen !! ) üblicherweise nicht höher sein dürfen als bislang.. Zuständig für diese Art von Umzug ist der Leistungsbereich Deines JC am jetzigen Wohnort ... Wie man gleiche oder niedrige Mietkosten im ( teureren ) Süden realisieren
will, erschließt sich mir im Moment nicht ... allenfalls wenn bereits jetzt hohe KdU gezahlt werden..

Das der Leistungsbereich einen Umzug zahlt oder einem solchen zustimmt um Dich aus der Statistik zu bekommen ist völliger Unfug ...

Anders stellt sich der SV dar, wenn Du eine ( möglichst ) sv-pflichtige Arbeit gefunden hast und deshalb umziehen musst. Dann wird der Umzug gezahlt bei Vorlage von
i.d.R. 2 Vergleichsangeboten. Zuständig ist dafür der Vermittlungsbereich Deines Jobcenters, meistens als Bereich "Markt und Integration" gekennzeichnet.

Allerdings besteht auf diese Leistungen kein Rechtsanspruch sondern immer nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel... Vorsicht: Jedes JC kann im Rahmen sogenannter
ermessenslenkender Weisungen festlegen, ob und wie es diese freiwilligen Leistungen gestalten will.
Im Rahmen des SGB II Flickenteppichs in Deutschland gibt es dabei noch erhebliche Unterschiede, nämlich ob ein relativ einheitlicher Leistungsstandard bei den BA - dominierten
gemeinsamen Einrichtungen vorliegt oder ob Dein Jobcenter zu einer Optionskommune gehört ...

Fazit: Vorher anfragen ( gilt konkludent als fristenwahrender Antrag ), am besten per mail; telefonisch erreichst Du häufig niemanden ....

Gruß
ArJa
!!! Manipulation und Programmierung eines Kindes ist emotionaler Mißbrauch - und muß bestraft werden !!!

!!! Ärzte, Juristen und Psychologen sind das Grundübel unserer Gesellschaft !!!
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