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Kontakt zur 15 jährigen Tochter scheint abzubrechen..
#1
Hallo. Vor Jahren habe ich hier im Forum viel Hilfe erfahren und ja, auch ich gehöre zu denjenigen, die immer nur dann hier mitarbeiten, wenn es persönlich brenzlig wird ... Asche auf mich ..
Zur Situation: 2011 Trennung, 2013 Scheidung, eine Tochter ( jetzt 15 1/2 ), lebt 5 km entfernt bei der KM, seit 6 Jahren regelmäßiger Besuchskontakt , allerdings ohne Urlaub und ohne Übernachtung ( OLG Hamm seinerzeit sei Dank ), über die Jahre durchaus vertrauensvolles Verhältnis, das jetzt umzukippen droht...

Wie es in der Pubertät so ist, war irgendwann mal der erste Freund da.. Ich habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich den jungen Mann nicht mochte, aber nie versucht, diese Liebelei zu kippen oder zu untersagen, begeistert war ich aber nie, das war meiner Tochter auch bekannt... Nach einjähriger " Beziehung " hat meine Tochter von sich aus dann Schluß mit dem Jüngling gemacht, ich war darüber nicht traurig, aber das war eine reine Entscheidung meiner Tochter.

Vor 2 Monaten habe ich dann gemerkt, dass sie mit einem jungen Mann chattete... Kurzum, sie hat mich systematisch über Wochen nach Strich und Faden belogen und einen anderen jungen Mann erfunden, das Ganze sogar recht professionell gemacht..natürlich war es der besagte erste junge Mann. Ich habe ihr gesagt, dass das ihre Entscheidung ist und sie damit zurecht kommen muss , es mir allerdings um ihre systematische Lügerei geht und das das für mich nicht akzeptabel ist.

Seit 2 Monaten habe ich keinen persönlichen Kontakt mehr zu meiner Tochter, ihre sehr seltenen Reaktionen auf sehr seltene Whatsapp meinerseits sind eiskalt und abweisend. Sie sieht wie sie mir formell mitteilte, " keinen Gespächsbedarf ". Ein schlechtes Gewissen hat sie null...

Ich bin mir darüber im klaren, dass das ein Abnabelungsprozeß ist und sie ihre Zeit bei mir nicht abzusitzen hat, bin aber einerseits ärgerlich und enttäuscht und befürchte gleichzeitig , dass der Kontakt völlig abreißt.. Von der KM habe ich keine Unterstützung zu erwarten; Mutter und Tochter bilden seit Jahren eine Symbiose, KM ist von dem Jüngling geradezu begeistert und sie wird darin einen Weg sehen, den verhassten KV auf Dauer loszuwerden..

Andererseits werden meine finanziellen Zuwendungen natürlich gern in Anspruch genommen. Es hat sich über die Jahre so ergeben, dass ich neben pünklichster UH Zahlung meiner Tochter ein monatliches Taschengeld zahle sowie ihren Handyvertrag, ihren Tanzclub und ihren Sportverein ... und an den Umgangswochenenden ist so manches für sie abgefallen...Die Kosten für ihren Führerschein liegen im Bankschliessfach usw.usw.. Wie gesagt, hat sich über die Jahre so ergeben ...

Die Frage ist : Was wird passieren ? Völliger Kontaktabbruch ? Diese Vorstellung ist - ich gebs zu - für mich unerträglich. Sich trotz der Situation weiterhin als Zahlesel betätigen? Wenn ich diese freiwilligen Dinge einstelle, liefere ich erst recht den Grund für einen kompletten Kontaktverlust .. Um Kontakt betteln und sich zum Affen machen ? Tochter und KM würden das mit immer neuen Forderungen und Demütigungen geradezu zelebrieren ... Ich weiss offen gestanden nicht weiter... Wie schätzt Ihr den Fall ein ?

Gruß
ArJa
!!! Manipulation und Programmierung eines Kindes ist emotionaler Mißbrauch - und muß bestraft werden !!!

!!! Ärzte, Juristen und Psychologen sind das Grundübel unserer Gesellschaft !!!
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#2
Das einzigste erzieherische was du tun kannst: Als Reaktion auf ihr Verhalten Geldhahn komplett zudrehen. Mindestunterhalt, Rest auf 0 setzen.
Du kannst ihr sagen du lässt dich nicht verarschen, wenn Sie bereit ist normal mit dir zu kommunizieren und umzugehen wärst du auch gerne bereit darüber nochmal zu verhandeln, aber nicht unter diesen Umständen. Da hast du eher Chancen mit was zu erreichen indem du zeigst das man dir nicht die Eier abgeschnitten hat, als wenn du das Spielchen mitmachst.
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#3
Ich stimme Surajin voll zu.
Hör auf deine Tochter zu kaufen.
Entweder sie kommt oder halt nicht.
Mein 29 jähriger Sohn aus erster Ehe, war in der Pubertät auch einige Jahre vom Erdboden verschwunden, jetzt haben wir ein sehr gutes Verhältnis.
Meine 14 jährige Tochter meldet sich manchmal 3 Monate nicht, dann taucht sie wieder auf.
Dieses Jahr haben meine Töchter nicht mal Weihnachtsgeschenke bekommen, entweder sie kommen oder halt nicht.....ich hasse den ganzen kommerziellen Shit.
Entweder sie mögen mich als Mensch oder sie bleiben wo der Pfeffer wächst.....
Deine Tochter nabelt sich ab, das musst du auch machen.
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#4
Sehr schwer, hier einen brauchbaren Rat zu geben.

Wenn die Tochter keinen Gesprächsbedarf sieht und nicht zu dir kommt, um "die Zuwendungen abzuholen", scheint sie nicht darauf angewiesen zu sein. Gibt vielleicht einen anderen, neuen Sponsor.
Was die Rücklagen für den Führerschein angeht - weiß die Tochter davon? Falls nicht, einfach im Schliessfach lassen und nicht darüber reden. Ist ja noch ein bißchen hin bis zur Fahrschule.
Ansonsten würde ich mich einfach ruhig verhalten. Kritik am Umgang der Tochter ist so ziemlich das Überflüssigste, was man äußern kann - erstens interessiert es Mädchen in dem Alter nicht, und zweitens provoziert man damit nur Trotzreaktionen.

Als meine Tochter damals mit einem stadtbekannten Neonazi und Skinhead im Schlepptau auftauchte, wollte ich in einer ersten Reaktion dieses Individuum aus dem Haus schmeißen - ich habe mich überwunden, mich mit ihm hingesetzt und mit ihm ein Bier getrunken. Und ihn dabei so elegant und raffiniert ausgefragt und bloßgestellt, dass meine Tochter selbst gemerkt hat, um was für einen Blödmann es sich handelt. Aber wehe, ich hätte den vorher abgelehnt......

Ansonsten hilft Geduld und Großmut. Nicht aufdrängen, aber ansprechbar sein.

Nicht mehr lange, und das Mädchen wird erwachsen und sortiert die Synapsen in ihrem Hirn neu. Wenn sie dich bis dahin als willenlosen Pudel in Erinnerung hat, der sich Aufmerksamkeit und Zuneigung teuer erkauft, wird sie entsprechenden Respekt vor dir zeigen - nämlich null. Wenn die Anmerkung erlaubt ist - so erzieht man Mädchen zu .utten.

Abwarten, ohne sich aufzudrängen.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#5
(17-01-2019, 00:08)ArJa schrieb: Ich bin mir darüber im klaren, dass das ein Abnabelungsprozeß ist und sie ihre Zeit bei mir nicht abzusitzen hat, bin aber einerseits ärgerlich und enttäuscht und befürchte gleichzeitig , dass der Kontakt völlig abreißt..

Moin Arja.

Ich kann mich da sehr gut bei dir einfühlen, weil es mir vor einiger Zeit ganz ähnlich ging. Zu meiner heute 17jährigen Tochter habe ich kaum Kontakt. Aber wenn wir uns sehen, dann geht es zur Zeit schon recht herzlich zu. Zwischenzeitlich war das Verhältnis auch mal deutlich kühler. Das wird in deinem Fall auch mehr oder weniger regelmässigen Schwankungen unterliegen. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt. Ich würde mich aber keinesfalls erpressen lassen. Also z. B. eine persönliche Beziehung gegen Geld zu kaufen. Rechtlich kannst du ohnehin nichts machen und auf persönlicher Ebene auch nicht (nichts richtig machen). Ich selber habe gar kein Geld, um meiner Tochter, so wie du, den roten Teppich auszurollen. Wenn sie in ein paar Wochen 18 Jahre alt wird, dann bekommt sie von mir auch kein Taschengeld mehr, sie verdient nun selber Geld und auch nicht gerade wenig. Kann sein, daß sie das fuchsen wird, aber das wurde lange vorher angekündigt. Da du ohnehin nichts machen kannst, als deiner Tochter die offene Tür anzubieten, bleibt dir ansonsten eben nur übrig, die Situation mit Würde zu tragen. Ich würde aber auch nicht gleich alles hin werfen. Das kann sich später alles noch mal drehen. Aber du kannst eben nur zuwarten, nichts erzwingen. Du kannst dich in bestimmten Angelegenheiten anbieten, solltest aber nicht aufdringlich sein.
Von überzogenen Forderungen deiner Tochter und deren Mutter solltest du dich klar abgrenzen.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#6
Hallo Arja,

wie hier schön öfter geschrieben, bin ich kein Freund der Methode: "wenn du nicht das tust, was ich will, gibt's eben kein Taschengeld, keinen Sportverein...". Sowas ist einfach bullshit, denn genau damit erzieht man seine Kinder zu Opportunisten.

Taschengeld, Handy, Sportverein, das sind so Dinge, die eigentlich jedes Kind von seinen Eltern bekommt. Meine Tochter ist mittlerweile auch gelegentlich bockig (hält sie aber nie lange durch, weil wir ja doch jeden Tag am Frühstückstisch und zum Abendessen in der Familie zusammen sind). Allerdings käme ich nie auf die Idee, sie deshalb vom Reitverein abzumelden.

Ich würde an Deiner Stelle, Arja, immer vergleichen, wie Du mit der Situation umgehen würdest, wenn Du nicht getrennt wärst. Nicht anders würde ich reagieren.

Und das mit dem Freund verflüchtigt sich ohnehin bald. Beziehungen kommen und gehen in dem Alter. Vermutlich hörst Du spatestens in einem dreiviertel Jahr: "Papa, Du hattest so Recht damals".

Also mein Tipp, alles so lassen wie es ist, immerhin habt Ihr über Jahre ein gutes Verhältnis aufrecht erhalten. Kontaktiere die Tochter ab und zu, lass sie teilhaben an dem, was sich bei Dir ereignet und schreib ihr gelegentlich, dass Du Dich auf sie freust.

Ich bin ziemlich sicher, dass sich das wieder einrenkt.
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#7
Hallo zusammen.
Vielen Dank für Eure ersten Einschätzungen. Die Bandbreite der Meinungen geht ja von " Sofort den Geldhahn auf 0 zudrehen " bis " Erst mal so weiterlaufen lassen, das wird sich wieder einrenken ".

Wie gesagt, mir geht es weniger darum, wen sie als Freund mit nach Hause bringt, das ist ihre Sache; sie wohnt nicht bei mir und somit habe ich außer meinem väterlichen Rat eh keine Einflussmöglichkeiten. Andererseits hat sie mich - entweder aus Bequemlichkeit oder Unbedachtheit oder vielleicht auch nur, um mal Grenzen auszutesten - systematisch über einen längeren Zeitraum belogen und wenn sie damit unsanktioniert durchkommt, ist das keine besonders gute Schule fürs Leben... und meine einzige Sanktionsmöglichkeit derzeit ist nun mal nur die verschlossene Geldbörse ...

Ich hab mir überlegt, dass ich die KM mit ins Boot hole - und zwar auf die harte Tour; weiche Gespräche bringen bei dieser Frau nichts, dafür haben wir zu oft unversöhnlich vor Gericht gestanden. Ich könnte der Ex mitteilen , dass ich beabsichtige aufgrund der Lügerei, der eiskalten Abfuhren, die mir meine Tochter erteilt und der Umgangsverweigerung sämtliche freiwilligen Leistungen außerhalb des titulierten und befristeten Unterhalts nach einer eingeräumten Überlegungsfrist einzustellen. Um glaubwürdig zu bleiben , muss ich das dann allerdings auch tatsächlich tun... 

Vermutlich rechnet meine Exe bereits mit diesem Schritt, vielleicht ist es sogar Strategie, das würde gut zu ihr passen. Die Nölerei meiner Tochter über fehlendes Taschengeld, ohne Handy als Höchststrafe etc. hätte s i e dann an den Hacken; vielleicht kann sie dann ja Einfluss auf meine Tochter nehmen.

Sollte das alles einkalkuliert und vielleicht sogar geplant sein ( Exe ist vor kurzem durch Erbschaft zu etwas Geld gekommen ) kann ich eh nichts machen und nur darauf hoffen, dass meine Tochter sich irgendwann einsichtig zeigt. Natürlich steht meine Tür immer für sie offen ...

Die Frage wäre dann : In Raten die freiwilligen Dinge einstellen oder alles zusammen ? Ein Handyvertrag ist leichter zu kündigen und schneller wieder abzuschließen als eine gewachsene Vereinsmitgliedschaft , wo auch Freundschaften dahinter hängen ....

@ Theo: Die Situation ist sicherlich nicht mit Deiner zu vergleichen... Meine Tochter ist eben nicht nur einmal bockig, was abends in der Familie ausdiskutiert werden kann, sondern
da ist schon Berechnung und Sturheit und Egoismus dahinter, wie von ihrer Mutter vorgelebt ... Ich war mir stets bewusst, dass meine Tochter mich zwar lieb hatte, aber mich auch als
Geldbörse gesehen hat. Hätte ich meine Möglichkeiten ( die auch nicht unbegrenzt sind ) nicht eingesetzt, hätte ich schon vor Jahren keinen Kontakt zu meiner Tochter mehr gehabt...

Gruß
ArJa
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#8
Den Fehler, Extrageld als Selbstverständlichkeit zu liefern hast du schon gemacht, die Folgen davon sind nicht mehr abzuändern. Für mich immer ein Rätsel, wie angesichts der irre hohen radikal erzwungenen Unterhaltssätze plus Sonder- plus Mehrbedarf Väter häufig sogar noch mal was obendrauf legen. Leute, Stufe 5 mit 15, das sind incl. Kindergeldanteil und Umgangskosten um die 700 EUR fürs Kind, jeden Monat! Da sollte man wirklich nichts dazuwerfen.

Mit 15 gibts selten noch stressfreien Kontakt mit Trennungskindern. Vor allem wenn vorher schon keine Normalität da war (d.h. ohne Übernachtungen, ohne Ferien) ist es extrem selten, dass dann noch alles harmonisch läuft. Das musst du hinnehmen und solltest nicht versuchen, es wieder zurückzudrehen. Lass die Tochter jetzt ihre eigenen Erfahrungen machen und kritisieren das nicht.

Inadäquate Freunde, meistens auch sehr früh ist ein anderes ganz typisches Symptom von Trennungstöchtern. Sie suchen mit einem ziemlich verzerrten Bild im Kopf nach etwas, das sie nie hatten. Auch daran kannst du nichts ändern.

Ich würde sie loben für ihre schnellen Schritte ins erwachsen sein, ihr sagen dass sie doch wegen ihres Freundes nicht zu tricksen braucht und ihre zunehmende Eigenverantwortung auch mit zunehmender finanziellen Verantwortung komplettieren. Sie könne jetzt selbst stärker über ihre Ausgaben verfügen, dafür sei der hohe Unterhalt ja schliesslich auch da :-) Lass die Zusatzgelder auslaufen. Nicht ausknipsen, sondern eine langsame Entwöhnung.
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#9
Auch wenn mir die Erfahrung fehlt, bei mir sind es noch ein paar Jahre bis zu der schrecklichen Phase der Kindheit, wuerde ich es aehnlich sehen wie p. Verein z. B. wuerde ich durchaus weiter zahlen, Handy z. B. nicht. Das hat sie ja auch benutzt um Dich zu beluegen indem sie damit weiter mit dem Macker kommuniziert hat, Dir aber gesagt hatte dass es ein neuer ist. Im uebrigen mach Ihr deutlich klar, dass Du Ihr nicht verbieten kannst und willst mit wem sie nun zusammen ist aber die Luegerei nicht tolerierst. Zeig ihr liebevoll klare Grenzen auf.
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#10
Erst mal musst du das tuen, was dir gut tut und du dich mit wohl fühlst.
Zu den vielen Geldgeschenken haben die anderen schon was gesagt. Wäre nicht mein Stil, aber man rutscht manchmal so rein.

Lass es so weiterlaufen wie es ist. Tür offen halten, immer mal schreiben. Sagen du freust dich über einen Besuch, oder einfach ein "bis bald" in der Nachricht. Sind halt Teenies. Und dazu noch eine Trennungstochter die wohl einiges mitbekommen hat und nach der Mutter kommt. Du hast ihr wohl auch schon gesagt, dass Lügen für dich nicht akzeptabel ist und vor allem nicht nötig. Wenn sie es nochmal macht, dann definitiv mit Konsequenz. Denn so hast du deinen Standpunkt klar gemacht und sie kann sich aussuchen wie sie sich weiterhin verhält. Konsequenzen sollen auch immer kurzfristig folgen, sonst fehlt der Bezug zum Verhalten.
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#11
Du bist zu nett. Meine Borderline-Ex hat damals zu mir gesagt, dass sie ihren Vater u.a. deshalb so sehr hasst, weil sie nie einschätzen konnte, was er denkt und fühlt. Er war zwar ständig existent und hat auch alles für sie gemacht, aber sie hat dennoch nur Erinnerungslücken in Bezug auf ihn. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn er mal auf den Tisch gehaut hätte, ihrer Meinung nach war er viel zu passiv. Sexuell wollte sie sich spüren und auch geschlagen werden. Das war mir dann zu heftig. Ich kann nicht einschätzen, ob sie schon gestört auf die Welt kam oder ob sie tatsächlich durch das Verhalten ihres Vaters so geworden ist. Als sie sich mit 19 umbringen wollte und sie anschließend von ihrem Vater gefunden und ins Krankenhaus gebracht wurde, ist er lt. ihrer Aussage an jeder Ampel brav stehen geblieben. Sie hat dann mir ggü. nochmal betont, dass sie ihn hasst. Später dann noch ein Suizidversuch. 

Vielleicht ist es Käse und zu abwegig, aber hau doch mal auf den Tisch, nicht nur immer nett sein. Sag ihr, dass du sie liebst, sie aber eine untreue Tomate ist und du obendrein ihre Lügen satt hast. Ich denke, sie hat bereits verstanden, dass ein Mann zum Geldzahlen da ist und man ihn ansonsten ignorieren kann. Vielleicht solltest du wegen ihrem Boyfriend nicht eifersüchtig sein sondern ihn eher vor ihr warnen. Die hat ja ein komplett verkehres Männerbild. Wenn du noch irgendwas retten willst, dann mach das, was p rät. Im Übrigen kann man sich mit Geld keine Liebe erkaufen.

(17-01-2019, 11:22)p__ schrieb: Ich würde sie loben für ihre schnellen Schritte ins erwachsen sein, ihr sagen dass sie doch wegen ihres Freundes nicht zu tricksen braucht und ihre zunehmende Eigenverantwortung auch mit zunehmender finanziellen Verantwortung komplettieren. Sie könne jetzt selbst stärker über ihre Ausgaben verfügen, dafür sei der hohe Unterhalt ja schliesslich auch da :-) Lass die Zusatzgelder auslaufen. Nicht ausknipsen, sondern eine langsame Entwöhnung.
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#12
(17-01-2019, 23:03)Papa schrieb: Vielleicht ist es Käse und zu abwegig, aber hau doch mal auf den Tisch, nicht nur immer nett sein. Sag ihr, dass du sie liebst, sie aber eine untreue Tomate ist und du obendrein ihre Lügen satt hast. Ich denke, sie hat bereits verstanden, dass ein Mann zum Geldzahlen da ist und man ihn ansonsten ignorieren kann. Vielleicht solltest du wegen ihrem Boyfriend nicht eifersüchtig sein sondern ihn eher vor ihr warnen. Die hat ja ein komplett verkehres Männerbild. Wenn du noch irgendwas retten willst, dann mach das, was p rät. Im Übrigen kann man sich mit Geld keine Liebe erkaufen.

Dem stimme ich zu!

Simon II
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#13
(18-01-2019, 09:36)Simon ii schrieb:
(17-01-2019, 23:03)Papa schrieb: Vielleicht ist es Käse und zu abwegig, aber hau doch mal auf den Tisch, nicht nur immer nett sein. Sag ihr, dass du sie liebst, sie aber eine untreue Tomate ist und du obendrein ihre Lügen satt hast. Ich denke, sie hat bereits verstanden, dass ein Mann zum Geldzahlen da ist und man ihn ansonsten ignorieren kann. Vielleicht solltest du wegen ihrem Boyfriend nicht eifersüchtig sein sondern ihn eher vor ihr warnen. Die hat ja ein komplett verkehres Männerbild. Wenn du noch irgendwas retten willst, dann mach das, was p rät. Im Übrigen kann man sich mit Geld keine Liebe erkaufen.

Dem stimme ich zu!

Simon II

Schon. Aber den Boyfriend vor der eigenen Tochter zu warnen und sich damit wiederum in die "Beziehung" einzumischen und das noch negativ zu Lasten der Tochter - das wird sicherlich Folgen haben, aber kaum die gewünschten.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#14
Hallo ArJa,

aus eigener Erfahrung nur folgendes. Gewöhne Dich bitte schon mal daran, das Du am Ende der "Verständnislose" bist. Habe selber 3 Kinder, von 8, 15, und 18. Die finanziellen Dinge, werde gerne mitgenommen, ansonsten wird es immer dünner. Wenn einer der Söhne mal ne´ Freundin hat, freut mich das sehr. Das gehört zum Leben dazu und auch, das wir Eltern nicht unbedingt begeistert sein müssen. Fakt ist, es geht uns nichts an. Wie p__ schon schrieb, eher loben, für so viel "Erwachsenwerden" und da auch mal die finanzielle Eigenverantwortung ankitzeln. Führerschein, Sportverein, Taschengeld, Tanzverein? Naja, manche Leute haben es halt und wenn Du es kannst, ist es ja ok, aber "kaufen" kannst Du sie damit nicht. Eher verschwendete Kohle, die Dir bei Deinem Problem, nur im Wege steht. Ihre Lügerei, würde ich ihr herzlich aber doch bestimmt, vorhalten. Wirklich ändern, tust Du aber dadurch nicht. Das muss schon von ihr und innen kommen.
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#15
Hallo und Guten Morgen zusammen.
Danke erst mal für Eure Postings.

Eine kurze Zwischenstandsmeldung : Ich hab erstmal meine Exe angerufen und ihr gesagt, dass sämtliche Vergünstigungen vorbei sind, wenn Tochter mich nicht anruft; denn Madamchen hat sich ja bei mir seit 2 Monaten nicht mehr gemeldet. Ist normalerweise nicht mein Stil, aber aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit, überhaupt noch ins Gespräch mit ihr zu kommen.

Ich habe meiner Exe dann das Szenario vor Augen gehalten, das Exe sich dann  das Gemäkel wegen " kein Geld und kein Smartphone " anhören darf und das Ganze scheint dann doch dahingehend gewirkt zu haben, dass mich meine Tochter gestern Abend widerwillig angerufen hat und die Angelegenheit kurz mit mir telefonisch klären wollte.

Das habe ich abgelehnt, weil ich mir kein kurzes " Sorry, Papa" anhören wollte , sondern das zukünftige Miteinander - wenn es denn noch eins gibt - mit ihr persönlich klären möchte . Sie habe aber keine Lust, sich von mir eine Stunde lang ansch...en zu lassen .. ( Ich hab nicht vor sie anzuschreien oder sonst was, werde ihr aber schon vor Augen halten, dass ich von ihr menschlich enttäuscht bin und ich mich von ihr nicht weiter verar... lasse. )

Witzig : Ihr Terminkalender lasse es aber nicht zu, ob wir jetzt nicht doch telefonisch .... ? Da bin ich hart geblieben und hab ihr gesagt, dass sie mir heute - wenn sie ihren Terminkalender gecheckt hat - mitteilt, wann wir uns diese Woche treffen ... bin gespannt ....

Gruß
ArJa
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#16
(21-01-2019, 10:15)ArJa schrieb: . bin gespannt ....

Ich auch. Mein Vater hat mal seinen Schwager so lange bekniet, bis der mich als Stellvertreter für meinen Vater ins sein Testament eingesetzt hat. Da war ich auch noch Teenager.
Danach hat mir mein Vater in den Ohren gelegen, ich sollte doch den Onkel mal besuchen, schliesslich gäbe es ja etwas zu erben. War mir aber egal. Ich mochte den Typen nicht. Habe mich in Jahren nur einmal dazu durchgerungen, den im Krankenhaus zu besuchen. Bei seiner Beerdigung bekam ich eine Abschrift des Testaments. Ich war daraus gestrichen worden. Hat mich aber nicht gekratzt.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#17
Die Art von Druck kostet dich nur Nerven, bringt aber letztlich nichts. Du verstärkst damit nur die unselige Verbindung von Geld gegen Kontakt.

Zitat:Witzig : Ihr Terminkalender lasse es aber nicht zu, ob wir jetzt nicht doch telefonisch .... ?

Diese Ausrede ist schon lange allgemein üblich. Schule und Termine, das sagen sie heute alle. Völlig üblich. Das wird ganz energisch dahergeschwätzt und die haben nicht mal das Gefühl, ihre erwachsene Umgebung für dumm zu verkaufen. Ist eher eine schizophrene Selbsttäuschung. Da wird was von Terminen und Schule erzählt und anschliessend wandert man ins Zimmer, legt sich aufs Bett und verfasst die nächsten Instagram-Beiträge. Das zählt irgendwie nicht als überflüssiger Zeitsauger, sondern als integraler, selbstverständlicher Bestandteil des eigenen Daseins und es ruft nur Unverständndnis hervor, wenn man nicht so sieht.
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#18
Es hat schon jemand geschrieben und ich schließe mich an....so wie du vorgehst, lernt deine Tochter: vorgespielte Liebe/Zuneigung = Geld
Das ist bereits eine Art von Prostitution!
Merkst du wirklich nicht, das deine Tochter null Bock auf dich hat, zumindest momentan?
Sie will deine guddis, sonst nichts....gib sie ihr oder lass es aber hör auf sie zu kaufen.
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#19
Da hast du dir ein richtiges Prinzesschen gezogen. Nein im Ernst, das ist nicht deine Schuld sondern man erkennt an ihr deutliche (vereinfacht gesagt) PAS Anzeichen. Typisch hierfür sind eine starke Gefühlskälte und dennoch starke Forderungen bzw eine Selbstverständlichkeit hierzu ggü dem Nichtbindungselternteil und eine übermäßige Bindung zum manipulierenden Elternteil. 

Machen kannst du da nicht viel. Wenn du ihr die Vergünstigungen streichst, bestätigt das natürlich nur das von ihrer Mutter transferierte Bild in Bezug auf dich. Du kannst das Ganze beim Abendessen mit ihr ja auch nicht klären. Mit Druck wirst du auch nichts erreichen sondern wiederum Bestätigung liefern. Also du hast leider nur die Wahl zwischen sehr schlecht und sehr sehr schlecht. 

Die Frage jetzt ist, was für dein Seelenheil besser ist. Geld einsparen oder weiter zahlen, dafür aber zumindest noch als Zahlemann im Gedächtnis zu bleiben. Vllt wacht sie aber auch auf und nimmt dich erst wahr, wenn du mal richtig auf den Tisch haust. Wie schon mal erwähnt, du bist zu nett. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kontaktiere mal einen Kinderpsychologen und frag nach, was er empfiehlt.
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#20
Guten Morgen allerseits ...

Ich habe meiner Tochter gestern eine wirklich freundliche Erinnerungsmail geschickt ... die sie komplett ignoriert hat. Das ist offensichtlich von ihr so gewollt, denn in den ganzen Jahren war unser Kontakt immer so, dass beide immer sehr schnell auf irgendwelche Nachrichten geantwortet haben. Ich bin jetzt wirklich ziemlich ratlos, wie ich überhaupt noch mit ihr ins Gespräch kommen kann ... gleichzeitig merke ich, dass es mir nicht gut geht und das Gezerre der letzten Wochen und Monate an meinen Nerven nagt.

Ich habe die ganzen Jahre intensiv um meine Tochter gekämpft und es hatte sich auf niedrigem Niveau eingespielt. Jetzt habe ich das Gefühl, dass das alles ziemlich umsonst war und deswegen fühle ich mich grad so als wenn ich in ein tiefes Loch falle; vor allem weil ich mir in diesem Streit wirklich keiner Schuld bewusst bin, außer das ich nicht zu allem Ja und Amen gesagt habe und meiner Tochter nicht ihr Lügengebilde habe durchgehen lassen...

Das Ganze ist nicht nur mit pubertärem Gehabe meiner Tochter zu erklären, vermutlich hat sie wirklich mit Mama, deren Partner ,ihrer Oma mütterlicherseits und ihrem Freund nebst dessen Familie alte und neue Unterstützer und Sponsoren gefunden.

Ich muss erst mal meine Gedanken neu sortieren,, aber ich hätte nie geglaubt dass es sich in diese negative Richtung entwickelt ...

Gruß
ArJa
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#21
Ehrlich gesagt finde ich das Verhalten deiner Tochter gut.
Sie beweist Dir gerade, das sie sich nicht weiter von Dir kaufen lässt.
Du bist keine Respekt Person sondern ein Goldesel, auf den sie keinen Bock mehr hat.
Solange du deine Fehler nicht erkennst oder wahr haben willst, kann diir eh niemand helfen.
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#22
(22-01-2019, 09:39)ArJa schrieb: Das Ganze ist nicht nur mit pubertärem Gehabe meiner Tochter zu erklären, vermutlich hat sie wirklich mit Mama, deren Partner ,ihrer Oma mütterlicherseits und ihrem Freund nebst dessen Familie alte und neue Unterstützer und Sponsoren gefunden.

Du wirst doch nicht ums Geld nachwerfen wetteifern wollen?
Zudem liegen die Ursachen anders. Ursache ist die Distanz, die schwache Beziehung zu ihr von Anfang an. Dafür kannst du nichts, man hat dich nicht zugelassen und auch mit Geld lässt sich das nicht kompensieren. Solche schwachen Beziehungen überstehen die unausweichliche Rekonfigurierung beim erwachsen werden fast nie.

Lass sie doch einfach ihre Erfahrungen machen. Bei Trennungkindern sind die immer noch heftiger und die Sackgassen noch tiefer. Zudem wird sie jetzt wie alle Frauen eine kurze Lebensspanne lang Königin sein, ab Ende Pubertät bis Ende 20. Da liegt ihr die Welt sowieso zu Füssen, Freier reiten in Fülle ein, jeder ebnet ihr Wege, sagt ihr sie könne alles. Manchmal verzögert sich die angesprochene Rekonfigurierung nur. Ausgelöst durch eigene biografische Brüche. Eigene Schwangerschaft, Todesfälle in der nahen Umgebung, unerwartete Abstürze...
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#23
@ Bitas

Da bin ich aber ganz anderer Meinung als Du...

 a) Die " Vergünstigungen " sind ja nicht über die Jahre hinweg entstanden, weil sie im Gegenzug für Wohlverhalten erkauft wurden, sondern sind so wie @Theo das beschrieben hat im ganz normalen Umgang wie bei normalen Familienverhältnissen auch langfristig entschieden worden.. Beispiel: Ich war Mitglied im Sportverein, sie wollte es auch ( und macht dort immer noch regelmäßig Sport ) , Mama hat sich verweigert die Mitgliedsbeiträge zu zahlen; ja dann war es eben so... Sollte ich meinem Kind die Mitgliedschaft in meinem Sportverein verweigern, weil Mama sich nicht beteiligen will ? Das ist aber ein ganz schöner Drahtseilakt ...  

b) meine Tochter wird irgendwann lernen müssen, dass sie sich unliebsamen Diskussionen im Leben stellen muss und sich davor nicht durch Ignorieren oder Weglaufen drücken kann.
Das funktioniert weder bei mir, noch irgendwann in einer Partnerschaft, noch irgendwann im Job..

Das mich ihr derzeitiges Verhalten über alles schmerzt - gerade angesichts der Vorgeschichte - und dass ich ratlos bin wie es weitergeht steht auf einem ganz anderen Blatt ...
Die Frage ist , wie die Erfahrungen aussehen, die viele von Euch gemacht haben nach monatelanger, vielleicht jahrelanger Kontaktlosigkeit zum eigenen Kind...

@ p_  

Ich bin über Deine Fähigkeit zur treffsicheren Analyse seit Jahren immer wieder beeindruckt. Ja, genauso sehe ich das auch; aber ich denke, es sollte menschlich verständlich sein, dass man angesichts dieses langen Kampfes ums Kind dann in das besagte tiefe Loch fällt ...

Selbstkritisch muss ich mir wahrscheinlich eingestehen, dass die Beziehung zu meiner Tochter vielleicht doch nicht so innig war, wie ich es geglaubt habe und es mir vielleicht nur gewünscht habe oder das ganze vielleicht doch nur eine eher einseitige Sache war ...

Gruß
ArJa
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#24
Zum erwachsen werden gehört auch dazu, dass man seine Ausgaben selbst regelt, Beträge selbst bezahlt statt Mami und Papi alles regeln zu lassen. Geld ist ja genug da, du zahlst doch fett Unterhalt?

Zitat:meine Tochter wird irgendwann lernen müssen, dass sie sich unliebsamen Diskussionen im Leben stellen muss und sich davor nicht durch Ignorieren oder Weglaufen drücken kann.

Ja, wird sie, aber nicht durch dich und nicht mehr durch Erziehung, sondern durch eigene Erfahrung. In der begonnen Plateauphase ihres Lebens hat das ausserdem noch viel Zeit.
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#25
(22-01-2019, 11:01)ArJa schrieb: Das mich ihr derzeitiges Verhalten über alles schmerzt - gerade angesichts der Vorgeschichte - und dass ich ratlos bin wie es weitergeht steht auf einem ganz anderen Blatt ...
Die Frage ist , wie die Erfahrungen aussehen, die viele von Euch gemacht haben nach monatelanger, vielleicht jahrelanger Kontaktlosigkeit zum eigenen Kind...

[...]


Selbstkritisch muss ich mir wahrscheinlich eingestehen, dass die Beziehung zu meiner Tochter vielleicht doch nicht so innig war, wie ich es geglaubt habe und es mir vielleicht nur gewünscht habe oder das ganze vielleicht doch nur eine eher einseitige Sache war ...

Ich bin da ganz bei dir. Ich habe allerdings nie um meine Tochter kämpfen müssen. Die hat sich von ganz alleine entschieden, ihren Lebensmittelpunkt bei der Mutter zu haben und deren Rolle zum Vorbild zu nehmen. Dem letzen Rest familiärer Bande habe ich zwar auch mal hinterhergeweint, aber nur ganz kurz. Meine Tochter meldet sich heute in der Regel auch nur dann, wenn irgendwelche Kohlen aus dem Feuer zu holen sind und niemals einfach nur so, aus Zuneigung. Man muß loslassen und das kann schwer sein. Das kann dir leider niemand abnehmen oder mildern.

Die Mutter wollte mir die Tochter sogar mal vor die Wohnungstür stellen, weil es "nicht mehr ging". Wenn die Tochter dann meint, lieber würde sie stattdessen auf der Straße leben, was habe ich davon, mir ein Familienleben vorzugaukeln, das es so nie gegeben hat oder geben wird?

Natürlich macht mich das einerseits traurig. Aber letztlich ist man aber auch nicht schuldig im Sinne der Anklage. Wenn man nie eine echte Chance bekommen hat, ein vollwertiger Elternteil für sein Kind zu sein, dann muß man bei sich auch keine Schuld an der Situation suchen. Von mir aus kann es Schicksal oder Karma sein. Es ist das Ergebnis einer Entwicklung, auf die man so gut wie keinen Einfluß hatte. Deshalb gibt es keinen Grund dafür, das Gefühl zu haben, daß man versagt hat. Oder gesellschaftliche Pflichten nicht erfüllt hat.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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