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Sohn möchte paritätisches Wechselmodell
#1
Gemeinsames Sorgerecht. Nach der Trennung wollte die Mutter den Sohn mitnehmen. Vor Gericht wurde ein Wechselmodell vereinbart. Die Mutter hat nach einem Jahr nochmals das ABR beantragt und zugesprochen bekommen. Das Kind wurde dann im 5/9-Rhythmus betreut, umgemeldet und voller Unterhalt gefordert. Es gab zunehmend Probleme. Die "Umgangszeiten" wurden von ihr willkürlich geändert oder nicht unterstützt. Wenn mir schon ein Residenzmodell aufgezwungen wurde, wollte ich zumindest eine Umgangsregelung, damit mehr Ruhe in das System kommt. Eine paritätische Umgangsvereinbarung über das Jugendamt lehnte die Mutter ab. Ich bereitete mich auf ein Umgangsverfahren vor. Der Sohn (10) äußerte sich in den letzten Monaten aber immer klarer, dass er wieder paritätisch betreut werden möchte. Was die Mutter am Anfang ablehnte, lässt sie nun zu und wir leben seit drei Monaten wieder ein paritätisches Wechselmodell. Was passiert da gerade? Hat die Mutter nach zwei Jahren erkannt, dass sie sich trotz Wechselmodell nicht am Bedarf des Kindes beteiligen braucht und möchte zusätzlich zum vollen Unterhalt nun noch die maximale Freizeit? Sind deutsche Mütter dumm oder faul? Was hält die deutschen Mütter davon ab, nach dem Wechselmodell zu schreien, denn eine bessere Lösung als das Wechselmodell gibt es für sie derzeit nicht in der Nachtrennungssituation?
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#2
Zitat:zusätzlich zum vollen Unterhalt nun noch die maximale Freizeit?
das wünscht sich jede Mutti

Zitat:Sind deutsche Mütter dumm oder faul?
Geldgeizig und faul, dumm wäre im Wechselmodel zu leben oder Unterhalt zu bezahlen

Zitat:denn eine bessere Lösung als das Wechselmodell gibt es für sie derzeit nicht in der Nachtrennungssituation?
Du hast das GELD vergessen.
razvod.net Hilfe für Trennungsväter in russ
KU Rückstand:14.5K€ JA und ca 8K€ JC!=36K
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#3
Das Kind wurde dann im 5/9-Rhythmus betreut, umgemeldet und voller Unterhalt gefordert.

--> Das muss echt aufhören. Maximale Freizeit, maximales Geld. Der Vater schaut in die Röhre.
Wir brauchen ein neues Unterhaltsrecht. Und generell mehr Geld für arbeitende Menschen mit Kindern (Steuererleichterungen).

Tut mir leid für dich.

PS - man könnte ja fast der "Spaßpartei" FDP ihre Stimme geben... (aber nur fast) 

FDP mahnt zur Eile Reform beim Unterhaltsrecht geplant

Um Müttern und Vätern nach einer Trennung die gemeinsame Betreuung ihrer Kinder zu erleichtern, will die Bundesregierung das Unterhaltsrecht modernisieren. Das geht aus einer Antwort des Justizministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor.
Die derzeitige Gesetzeslage, dass nach einer Scheidung grundsätzlich ein Elternteil die Kinder betreut und der andere Unterhalt zu entrichten hat, stamme aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Dieser Bereich stehe "seit Längerem auf dem Prüfstand", heißt es in dem Papier, über das zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hatte.
Den Freidemokraten gehen die Reformbemühungen allerdings nicht schnell genug. Obwohl das Problem bekannt sei, gehe die Regierung das Vorhaben "nur ausgesprochen zögerlich an", kritisierte der FDP-Bundestagsabgeordnete Daniel Föst. Mit dem sogenannten Residenzmodell ("einer betreut, einer bezahlt") bleibe das Recht derzeit "weit hinter der gelebten Realität zurück"
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#4
(24-08-2018, 00:38)Onyx schrieb: Was die Mutter am Anfang ablehnte, lässt sie nun zu und wir leben seit drei Monaten wieder ein paritätisches Wechselmodell. Was passiert da gerade?

Wichtig ist nur, was beim Kind passiert. Ein (wieder gelebtes) Wechselmodell ist für das Kind ein Erfolg und ich würde das ganz still und leiser weiter so betreiben, es sich langsam aber sicher sich verfestigen lassen.

Dank BGH ist ja den Müttern der Trick "60% betreuen, 100% kassieren" eindringlich ans Herz gelegt worden. Ich kanns den Frauen nicht verdenken, dass sie abzocken, was geht, weil es ihnen von unserem Polit- und Juristengesockse mit tiefer Verbeugung vor die Füsse gelegt wird. Ich würde genauso zugreifen, wenn ich mit 60% Arbeitszeit 100% Bezahlung bekommen würde.
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#5
Vielen Dank. Dann bin ich gespannt, wie lange die Mutter das Wechselmodell beim Sohn zulässt.

Wer sich mit der Materie beschäftigt, ist schnell beim zweiten Thema, der Frage, warum die modernen, deutschen Mütter nicht das Wechselmodell und eine gleichberechtigte Elternschaft einfordern. Klar p__, brauchen sie nicht, denn sie haben ihr Wechselmodell bei 100% Unterhalt, ob sie 65%, 70% oder 75% betreuen. Wenn sie 50% Betreuungsanteile fordern, wären sie nicht clever, sie würden zwar 5-50% mehr Freizeit erhalten, aber im Gegenzug weniger Kindesunterhalt ausgezahlt bekommen und die extremen Mütter würden die Macht über das Kind verlieren und müssten mit den Vätern auf Augenhöhe kommunizieren. Also, sind sie doch nicht so dumm.

Einig scheint man sich zu sein, dass etwas geändert werden muss. Es wird zwar viel über dieses Thema geschrieben, aber konkrete Vorschläge habe ich nur wenige gefunden. Wenn ich mich für eine Sache engagieren möchte, sollte doch aber klar sein, was geändert werden muss, damit ich klare Forderungen stellen kann. Welche Paragraphen sollten im Kindschaftsrecht wie geändert oder gestrichen werden?

Ähnlich ist es mit dem Kindesunterhalt. Sollte betreuungsabhängige Kindesunterhalt oder einen Kindesunterhaltspauschale gefordert werden? Sollte gefordert werden, dass das Einkommen beider Eltern bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt wird? Muss der Kindesunterhalt überhaupt einkommensabhängig sein? Welche Paragraphen sollten im deutschen Unterhaltsrecht geändert werden? Hat jemand interessante Quellen dazu?
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#6
(25-08-2018, 10:27)Onyx schrieb: Vielen Dank. Dann bin ich gespannt, wie lange die Mutter das Wechselmodell beim Sohn zulässt.

Solange es ihr Vorteile bringt. Und in diesem Fall würde ich deswegen in den sauren Apfel beissen, stillschweigend so weiter machen, nicht klagen - denn fürs Kind ist es ein süsser Apfel.

Ideen zu einer Veränderung des Unterhaltsrechts können hier http://www.trennungsfaq.com/forum/forumd...php?fid=16 diskutiert werden und da steht auch schon viel darüber. Ergänzungen des jetzigen Systems halte ich für schwierig, gemeinsame Betreuung und die gesellschaftliche Situation der Gegenwart sind im Grunde völlig inkomptatibel mit dem Familien- und Unterhaltsrecht. Das beruht immer noch auf der Szenario "Soldat auf Heimaturlaub schwängert Hausmädchen" oder einem Familienbild von 1955 bei Verheirateten. Frau unmündig zu Hause, Männer alle gesund und bei der Arbeit mit geringen Einkommensunterschieden, Kinder gehen nach der erfolgreich absolvierten Volksschule mit 13 oder 14 in die Lehre. Darauf passt das BGB. Seit 1972 passt es nicht mehr, seit 1977 passt es derart nicht mehr dass daraus eine Katastrophe geworden ist, 1998 wurde viel geklebt und noch schlimmer gemacht, 2012 hat bewiesen dass eine Reform unmöglich ist.

Das Rechtsunwesen hat da allerlei Grümpel um die BGB-Paragrafen herumgebastelt, um dieses alte Bild weiter halten zu können. Aber die grundlegende Lüge, Männer und Frauen hätte festgefügte Rollen, für Männer die Pflicht, für Frauen das Muttersein wütet und lebt weiter als Basis. Überall! Beim Sorgerecht, bei Adoptionen, bei Vaterschaft und Mutterschaft, im Unterhaltsrecht, bei der Rechtskonstruktion der Ehe.

Für dich ist am wichtigsten, trotz dieser schwachsinnigen Gegebenheiten dem Kind ein so gut wie mögliches Aufwachsen zu ermöglichen. Selbst wenn jetzt grosse Reformen diskutiert werden würden, das würde frühestens etwas ändern wenn du schon Opa bist.
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#7
Dank BGH ist ja den Müttern der Trick "60% betreuen, 100% kassieren" eindringlich ans Herz gelegt worden. Ich kanns den Frauen nicht verdenken, dass sie abzocken, was geht, weil es ihnen von unserem Polit- und Juristengesockse mit tiefer Verbeugung vor die Füsse gelegt wird. Ich würde genauso zugreifen, wenn ich mit 60% Arbeitszeit 100% Bezahlung bekommen würde.


-> ich weiß nicht, aber bei annähernd zeitgleicher Betreuung und wenn der Vater nicht gerade Großverdiener ist (er schränkt sich ja bei 40% sicherlich auch beruflich ein), sollte jeder Mami klar sein, dass das Geld dem KIND dann ja im Haushalt des Vaters fehlt. Aber vom Unterhalt leben ja viele Mamis. Das ist das Problem.
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#8
Wenn der Vater die Arbeitszeit reduziert, um ein Kind zu betreuen, führt das fast zwangsläufig zu fiktivem Einkommen.

Dem Vater wird unterstellt er würde Vollzeit arbeiten - alles andere ist egal, Hauptsache Mama kriegt die fette Kohle.

Ich weiß wovon ich schreibe, habe das selber erlebt. 30 Stunden sind dem Juristengesocks zu wenig.

Nachtrag:
Naja, hab’s ja verstanden, die Richterin ist nicht ganz takko. Die wohnt mit ihrer Familie auf einer aufgelassenen Sondermülldeponie. Dass hier gewisse Hirnareale zügig die Funktion aufgeben ... überrascht nicht.
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#9
Das erinnert mich ein wenig an meine Situation. Meine Ex war immer schon schnell unsere Kinder möglichste 8:00-16:00 in die Kita, Kiga oder Hort abzuschieben Hat Sie schon in der Ehe so betrieben obwohl sie zuhause war. Jetzt wäre Ihr auf dem Papier wohl lieb das die Kids bei Ihr sind (Unterhalt) ich aber möglichst viel Umgang pflege. Würde ich das dann nicht machen wäre gleich die Stimme da die sagt : Der Papa mag euch nicht.
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