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Was tun...?
#26
Das ist graue Theorie. Vor deutschen Gerichten gilt immer die Einzelfallbetrachtung. Und wenn die Betrachtung des Einzelfalls ergibt, dass dem Weibchen eine vollumfängliche Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden könnte, dann wird eben keine oder eine geringere Einkommensfiktion angenommen.

96% aller Frauen, die gegenüber ihren Kindern unterhaltspflichtig sind, zahlen NICHT und prellen den Unterhalt. Würde die Gesetze für Männer und Frauen in geichem Maße gelten, wären deutsche Frauengefängnisse voller Unterhaltsprellerinnen, abgeurteilt nach §170 StGB. Und, wie viele sitzen tatsächlich ein?
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#27
Ganz so einfach ist es nicht. Grundsätzlich kann erstmal überhaupt niemand zum Arbeiten gezwungen werden ;-)

Hier kommt aber der eventuelle Anspruch auf nachehelichen Unterhalt zum Tragen - siehe § 1570 BGB (und Folgende...). D.h. sobald das Kind 4 wird, muss sie theoretisch Arbeiten gehen, um den Anspruch auf nachehelichen Unterhalt nicht zu verlieren. Da beginnt dann aber die Willkür, denn die Frage der "Billigkeit" wird vom Richter nach Lust und Laune beantwortet. 

In der Praxis wird oft Teilzeit verlangt (bzw. fiktiert), bis das Kind ca. 12 ist - danach wird Vollzeit verlangt. Es gibt aber, wie du dir sicher inzwischen gut vorstellen kannst, viele gute Gründe, warum eine Frau eben auch danach nicht Vollzeit arbeiten kann...
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#28
Und was ist dann mit dem Kindesunterhalt nach DT? Der Barunterhalt für ein Kind ist ja Betrag x, der dann zum Teil von der Expartnerin erwirtschaftet wird. Entsprechend müßte sich der Anteil des Mannes verringern, oder etwa nicht?
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#29
Derjenige Elternteil. bei dem das Kind lebt, erbringt seinen Anteil in Form von Betreuungsunterhalt (auch wenn dieser Elternteil Vollzeit arbeitet und das Kind fremdbetreut werden sollte), der andere Elternteil erbringt seinen Anteil in Form von Bargeld.
Der Unterhaltsanspruch ist ein Anspruch des Kindes gegenüber seinen Eltern, d.h. sie erbringen ihre Unterhaltsleistungen wie beschrieben - oder sie teilen sich die Betreuung (Wechselmodell), dann zahlt keiner Barunterhalt, und beide Elternteile betreuen je hälftig.
Eine prozentuale Aufteilung gibt es nicht. Wer zu 45% das Kind betreut, zahlt 100% Unterhalt. So die Rechtssprechung.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#30
Das mag in dem einem oder anderen Fall so sein, ich kenne jedoch keinen Fall, wo der Kindesmutter fiktiv an den Kragen gegangen wird. 

Zu deiner Ehe: Ja, vielleicht lebst du noch in der Illusion, nach der Trennung wird alles entspannter. Ich für mich kann aus heutiger Sicht sagen, hätte ich mir als Ausgleich lieber ne Affäre angeschafft, weiter ‚zuhause‘ immer brav den Ehemann gespielt - der Stressfaktor wäre geringer gewesen. Wobei das Gesagte nur auf meine zweite Ehe zutrifft. Meine erste Ex war und ist heute noch der Teufel in Person. 

Es hängt viel von deiner Frau ab. Will sie dich finanziell ausziehen, wird sie es tun. Es gibt aber auch Frauen, deren Selbstwertgefühl lässt ein Leben auf Kosten anderer nicht zu. Mit deinen 4.000 netto könntest du die KU-Ansprüche locker bedienen und würdest nicht auf HartzIV - Niveau hinabsinken. Will sie Trennungs- und nachehelichen Unterhalt gehen 3/7 eurer Einkommensdifferenz zusätzlich zu ihren Gunsten. Dann bist du pleite.
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#31
(28-05-2019, 15:22)IPAD3000 schrieb: Will sie Trennungs- und nachehelichen Unterhalt gehen 3/7 eurer Einkommensdifferenz zusätzlich zu ihren Gunsten. Dann bist du pleite.

Ist es richtig, dass TU ein Jahr lang bezahlt werden muss?

Der nacheheliche Unterhalt bemisst sich an den fin. Verhältnissen während der Ehe, oder? Wie wird dessen Dauer bestimmt?

_Sportweck
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#32
Die Dauer des Trennungsunterhalts ist nicht definiert. Alles bis zur Scheidung nennt sich Trennungsunterhalt. Danach Ehegattenunterhalt.
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#33
Ich habe Trennungsunterhalt zu zahlen gehabt von Mai 2010 bis November 2014, bis zur Rechtskraft der Scheidung.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#34
(09-06-2019, 21:04)Austriake schrieb: Ich habe Trennungsunterhalt zu zahlen gehabt von Mai 2010 bis November 2014, bis zur Rechtskraft der Scheidung.

Jupp, deshalb verzögern die Anwälte der Gegenseite gerne die Scheidung, hängen sich an Themen wie Zugewinn etc. auf, nur um länger TU kassieren zu können. Also drauf achten, dass alles was nicht direkt mit der Scheidung zu tun hat, in einem gesonderten Verfahren bearbeitet wird. Denn viele Ex‘en haben zwar noch TU-Ansprüche, aber nachehelichen eben nicht. TU ist deutlich einfacher durchzusetzen.
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#35
Nach einem Jahr steigen auch die Anforderungen an die Weiterzahlung von Trennungsunterhalt. Das Problem ist, dass man das erst durchsetzen muss. Es ist immer der Pflichtiger, der tun und machen und klagen muss. Erst ein Ehegattenunterhaltbeschlus bietet auch ein langfristige Sicherheit, wie es weitergeht.
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