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Petition zur Gleichstellung von Väter und Mütter mitzeichnen
#1
Hallo,

vorab: mein Beitrag müsste eigentlich nicht unter konkrete Fälle, nur kann ich als neu registrierter User wohl vorerst nur hier schreiben ?! Ich bitte den Mod meinen Beitrag ggf. zu verschieben, Danke!

Eine interessante Petition auf Chance.org wollte ich gern zur Diskussion stellen:
https://www.change.org/p/bundesregierung...m=copylink

Es gab bereits mehrfach Versuche, die Bevorteilung von Müttern durch unser Grundgesetz zu ändern, leider sind diese Bemühungen bisher immer gescheitert. Deshalb bezieht sich die neue Petition nicht nur auf Väter im ursprünglichen Sinne, vielmehr stützt diese auch die Rechte von Vätern, welche biologisch betrachtet gebärfähig sind, s.g. Transsexuelle. Solche im Personenstandsregister als männlich eingetragene Menschen werden trotz weiblicher sexueller Geschlechtsorgane durch Geburt eines Kindes nicht zur Mutter, sondern zu einem Vater im rechtlichen Sinne, genießen aufgrund dieses kleinen Unterschiedes jedoch nicht die Fürsorge und den besonderen Schutz unserer Gemeinschaft.

Sicherlich geht es dem Verfasser eben nicht (nur) um die Gleichstellung von transsexuellen Vätern, jedoch erscheint es geschickt, diese Randgruppe mit einzubeziehen, da sich unsere Gesellschaft mehr für die Rechte von Randgruppen und derer Gleichbehandlung zu interessieren scheint, als um 'handelsübliche' Väter, welche aufgrund uralter Rollenverteilung immer noch in vielen Köpfen rein als Ernährer der Familie angesehen wird, die Mutter hingegen der heilige Gral bei der Kindererziehung zu sein scheint. 

Ich sehe die vielfach hier im Forum geschilderten Probleme sorge- und ungangsrechtlicher Natur, oftmals quittiert mit einer deutlichen höhergewichtung der 'Rechte' von Müttern als Folge dieser im Grundgesetz verankerten Bevorteilung eben dieses Elternteiles. Dürfen Väter sich bei dieser Rechtslage wirklich wundern, wenn sich eine Helferindustrie schützend auch dann noch vor eine Mutter stellt, auch wenn es dem Kindeswohl nur zu offensichtlich zuwider läuft? Eine Mutter welche ihr Kind misshandelt, egal ob psychisch, seelisch oder körperlich, wird mit dem Schutz der Gemeinschaft z.B. durch Familienhilfe o.ä. versorgt, während es bei Vätern bereits ausreicht, dass nur der geringste Verdacht einer Kindesmisshandlung zum Umgangsabbruch und sorgerechtsverlust führen kann. Aber auch in nicht so 'krassen Fällen' wissen wir alle, das Kinder nach einer Trennung zu 90% bei den Müttern verbleiben und diese - wenn sie es darauf anlegen - sich des 'Schutzes und der Fürsorge' unserer Gesellschaft sicher sein können, auch wenn dies bedeutet, dass Väter den Kontakt zu ihren Kindern verlieren und in die finanzielle Bedürftigkeit geschickt werden. 

Ich denke, diese Petition sollte jeder mit unterzeichnen, welcher in ähnlicher Weise betroffen ist von der ungleichbehandlung von Vätern und Müttern durch unser Grundgesetz. Und gerade emanzipierte Frauen sollten ebenfalls unterzeichnen, denn eine Gleichstellung von Mann und Frau sind ja ihr erklärtes Ziel, eben nicht eine Besserstellung. Sollte man zumindest meinen, oder?

Danke!
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#2
(07-11-2016, 13:03)IPAD3000 schrieb: Ich denke, diese Petition sollte jeder mit unterzeichnen...
Die Anzahl der Unterstützer der Petition hat sich soeben verdoppelt.

(07-11-2016, 13:03)IPAD3000 schrieb: Ich denke, diese Petition sollte jeder mit unterzeichnen, welcher in ähnlicher Weise betroffen ist...
Ich bin generell für Gleichbehandlung der Geschlechter. Das wäre wenn es anders herum gelagerte Situationen gäbe (die es aber meines Erachtens in D lange nicht mehr gibt) nicht anders. Aktuell bin ich der Meinung das in D die Männer systematisch schlechter gestellt sind und die Reise bisher weiter in diese Richtung geht.

Bleib dran und laß dich nicht durch Kommentare wie "das bingt eh nix" usw. entmutigen. Steter Tropfen höhlt den Stein.
Wenn auch nur 10 % der Männer solche Petitionen zeichnen würden wären diese systematischen Diskreminierungen sicher längst ein Relikt der Vergangenheit.
--
3. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 06.07.2019, Köln
https://goo.gl/cHp86A
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#3
(07-11-2016, 14:22)Bruno schrieb: Wenn auch nur 10 % der Männer solche Petitionen zeichnen würden wären diese systematischen Diskreminierungen sicher längst ein Relikt der Vergangenheit.

Da es aber noch nicht mal ansatzweise auch nur 1% der Männer schafft diese Petition zu unterzeichnen, wird sich in absehbarer Zeit leider nichts ändern.
Wir wissen alle, daß die Hälfte aller Ehen mit der Scheidung enden. Aber die andere Hälfte enden mit dem TOD! Wir haben also nochmal Glück gehabt
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#4
Tja, mit Resignation kommt man aber auch nicht weiter Angel
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#5
(08-11-2016, 10:21)IPAD3000 schrieb: Tja, mit Resignation kommt man aber auch nicht weiter Angel
Die Frage ist wie wie die notwendige Schwelle erreichen können um etwas zu erreichen.
--
3. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 06.07.2019, Köln
https://goo.gl/cHp86A
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#6
Nichts gegen Petitionen, aber Internet-Klickeritis verweht so schnell wie brave Demonstrationen.

Probiert doch mal statt Klicks im Internet das reale Leben. Es geht ja um Gesetzesänderungen, also um politische Arbeit. Also wäre Mitarbeit in Organisationen angezeigt, die politische Arbeit machen. Manndat, Parteien...

Problem: Das ist eben auch mehr Aufwand wie ein Klick.
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#7
p_: generell bin ich da bei Dir. Nur, welche Partei in der BRD würde sich bei der Einschränkung von Mütterrechten aus dem Fenster lehnen. Gut, die AFD zielt auf "Familie im gesamten (Vater, Mutter, Kind) ab" , aber ob das so wirklich die richtige Wahl wäre? Die Partei ist noch in der selbstfindungsphase und bis diese sich dann mal tatsächlich gefestigt hat und DANN NOCH dieses Thema Familie nach wie vor so sieht, bleibt abzuwarten.
Die restlichen..., naja, reden wir net darüber.
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#8
Zu Parteien steht viel im Forum. Ich weiss, angeblich Links wie angeblich Mitte wie angeblich Rechts sind da hinsichtliche Familienrecht selten einmütig. Aber das will nichts heissen, so ist es längst bei fast allen Themen, es sind Blockparteien geworden. Ein kürzlich verstorbener Vater (der mich mal zur Trennungsfaq ermutigt hat) hat mal bei der Familienpartei mitgearbeitet und dort das Thema sehr gut eingebracht. Zur Zeit fragt DIE LINKE für ihr "Wahlprogramm der Hoffnung", was denn den Bürger stört: https://www.die-linke.de/die-linke/wahle...e-umfrage/ - ist natürlich auch wieder nur die Internetklickerei, von der ich zwar nicht abraten will, aber meine dass die Energie woanders besser investiert ist.

Ohne Parteien geht Aktivität im echten Leben auch, Manndat, Agens, eigene Initiativen gründen, anderen Vätern helfen oder persönlich bei den Politikern anklopfen wie es Susanne Petermann getan hat.
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#9
(08-11-2016, 11:58)p__ schrieb: Probiert doch ... Mitarbeit in Organisationen ... die politische Arbeit machen. Manndat, Parteien...
Bei einem von beidem bin bereits tätiges und zahlendes Mitglied...
--
3. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 06.07.2019, Köln
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#10
(08-11-2016, 10:21)IPAD3000 schrieb: Tja, mit Resignation kommt man aber auch nicht weiter Angel
So, wir beide bilden jetzt mal eine Fraktion der Willigen. Du hast dankender Weise die Petition erstellt. Ich schaue mal was mir so ein fällt wie man diese mit einfachen Hausmitteln puschen kann.

Bitte mal bitte einen der Admins die Überschrift in "Petition zur Gleichstellung von Väter und Mütter mitzeichnen" zu ändern.

Nach meinem Verständnis müssen Gesetze den Bundestag, den Bundesrat und den Bundespräsidenten erfolgreich passieren.
Folgend eine Quelle der Bundestagsabgeordneten mit deren Emailadressen:
http://www.flegel-g.de/2014-Mailadressen...riode.html

Ich halte es für taktisch sinnvoll das du:
- ihnen jetzt am Anfang der Petition eine Email mit dem Inhalt der Petition sendest
- dann noch mal in drei Wochen
- und am Ende der Petition ihnen das Petitionsergebnis mit teilst

Das Rundmail bitte nicht gleichzeitig mit der selben Email an alle Emailadressen ab senden. Das verweigert sonst dein Emailprogramm, der versendende Provider oder auch der empfangene Emailserver.

Bei technischen Problemen bitte ich um Info damit wir dafür zusammen eine Lösung finden können.

Ich habe noch zwei oder drei Ideen wie man die Reichweite der Petition erweitern kann. Hast du Interesse ?
Ich recherchiere schon mal...
--
3. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 06.07.2019, Köln
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#11
Würde das Teil ja gerne unterstützen, aber ab dem Punkt b). wo es um Transgender geht, da wird das Vodoo!

Geht's nicht etwas schlanker?
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#12
(09-11-2016, 19:52)CheGuevara schrieb: Würde das Teil ja gerne unterstützen, aber ab dem Punkt b). wo es um Transgender geht, da wird das Vodoo!

Sehe ich genauso!

In der vorliegenden Form kann ich diese Petition nicht unterschreiben!

Simon II
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#13
Petitionen sind so niederschwellig, dass sie geradezu ein Magnet für Einzelne sind, die ziemlich freischwebend alles und jedes einstellen können und das auch weidlich tun. Eine klassische Folge der Internetklickeritis, man sitzt nur im Sessel und klickt sich etwas zusammen. In einer grösseren Gruppe würden solche Grate vorher abgeschliffen.

Seht mal, was bei change.org als Erfolg verkauft wird: https://www.change.org/p/neinheisstnein-...strafrecht
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#14
(10-11-2016, 12:00)Simon ii schrieb:
(09-11-2016, 19:52)CheGuevara schrieb: Würde das Teil ja gerne unterstützen, aber ab dem Punkt b). wo es um Transgender geht, da wird das Vodoo!

Sehe ich genauso!

In der vorliegenden Form kann ich diese Petition nicht unterschreiben!

Simon II

Diese Passage musste mit rein, nicht weil ich solche Ambitionen habe. Vielmehr geht es um die verfassungsrechtliche Gleichstellung unabhängig von der jeweiligen Gesinnung eines jeden Menschen. Und die ist bei den Transvestiten seitdem diese ohne OP zum Mann werden können, eben deutlicher verletzt, als bei uns "normalen" Vätern. Denn nun haben wir gebährfähige Väter in Deutschland, eine Zwickmühle, welche gegen einen eigenen Mütterparapaphen spricht. Und da dies nun sicher nicht abgeändert werden wird in "Jede Mutter und jeder gebähfähige Transvestit ..." bliebe nur noch "Jeder Mutter und jeder Vater ...". Wenn wir unser Ziel über solche Umwege besser erreichen können, als auf dem `Handelsüblichen Weg`solls mir nur Recht sein. Gleichartige Petitionen ohne `Transvestiten-Klausel`waren zumindest in der Vergangenheit nicht erfolgreich, leider.
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#15
Mutter ist, wer gebärt, dann wird halt ein Mann auf dem Papier zur Mutter.

Super-Sonderfälle kannst du massenhaft erfinden. Schon die Eigenschaft "Mutter" fasert sich enorm auf. Adoptiert, Eizellenspende, Lebenspartnerin und Lebenspartnerin... alles und jeden Winkel politisch korrekt regeln zu wollen ist einer dieser Allergieauslöser, mit dem man die Menschen in Wirklichkeit gründlich verscheucht anstatt für irgendjemand tatsächlich etwas erreichen.

"Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?"
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#16
(14-11-2016, 03:23)IPAD3000 schrieb: Diese Passage musste mit rein, nicht weil ich solche Ambitionen habe. [...]

Unfug!

Transgender ist ein Exotenproblem, das für 99,9999% der Väter keinerlei Bewandnis hat.

Ich habe es satt, daß jeder Irre berücksichtigt werden soll, während die normalen Väter ausgegrenzt werden.

Löst erstmal die Probleme, die die Mehrheit der Väter betreffen!

Sind die gelöst, kann man über vereinzelte Sonderprobleme nachdenken.

Simon II
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#17
(14-11-2016, 03:23)IPAD3000 schrieb: Wenn wir unser Ziel über solche Umwege besser erreichen können, als auf dem `Handelsüblichen Weg`solls mir nur Recht sein.
Hast du das Rundmail an die Bundestagsabgeordneten bereits senden können. Die müssen von der Petition informiert werden damit dort einer auf die Idee kommen kann eine entsprechenden Gesetzesvorschlag zu machen.

Parallel ist halte ich es für notwendig das du einen Eintrag beim Petitionsausschuß des Bundestages machst.
https://www.bundestag.de/petition

Rechtliche Grundlagen:
https://epetitionen.bundestag.de/epet/se...lagen.html

Das ist die offizielle Stelle des Bundestages die dafür zuständig ist auf Petitionen zu reagieren und gegebenenfalls entsprechende Gesetzesinitiativen (intern) den Fraktionen und Abgeordneten nahe zu legen.

Für den Fall das dort ( https://www.bundestag.de/petition ) genügend Leute zeichnen würden (Quorum, ich glaube 50.000 Stimmen) können sie sich nicht nur mit dem Thema im Bundestag befassen, sondern sind sie wohl dazu verpflichtet sich damit zu befassen.

Zum Thema Bundesrat und entsprechenden sinnvollen Handlungsmöglichkeiten unsererseits, bin ich noch am recherchieren.
--
3. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 06.07.2019, Köln
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