14-06-2026, 15:32
(14-06-2026, 13:00)p__ schrieb:Zitat:Alternativ könnte man das Haus in zwei Wohnungen umbauen.
Stell dir das nicht zu leicht vor. Ein Umbau einer finanzierten gemeinsamen Immobilie muss erst mal bezahlt werden. Noch mehr Kredite? Anschliessend wird einer Vermieter, vorausgesetzt es werden wirklich zwei Wohnungen. Aus eins mach zwei wird gerne unterschätzt. Auch separate Energie- und Wasserzähler müssen z.B. eingebaut werden oder überhaupt mal möglich sein. Bloss mit weniger Urlaub sind Scheidungsfolgen nicht zu stemmen. Der Arbeitsmarkt wird enger, eine Nebentätigkeit ist erstmal nur Wunsch.
Was ich eben meine ist, dass bei genauer Rechnung sich einige Optionen eventuell schon von selbst erledigen, denen braucht man dann nicht mehr hinterherzujagen.
Erfahrungsgemäss ist das finanzierte gemeinsame Haus bei Scheidungen immer der grösste Flurschaden und erfahrungsgemäss gelingt es nur selten, das zu halten. Viele versuchen es mit aller Kraft und scheitern dann doch. Wenn es knapp ist, sollte man sich da nicht verkrampfen.
Ja, das Haus habe ich gedanklich eh schon abgeschrieben. Ich würde halt erst einmal drin bleiben, bis das Trennungsjahr vorbei ist, oder es, wenn möglich, vorher verkaufen. Ich sehe das Haus ohnehin mehr als Belastung denn als Mehrwert. Viel Arbeit und wenig Ertrag.
Klar, es steckt viel Blut und Schweiß darin. Die Kinderzimmer haben jeweils 50 m². Da werden sie sich noch umschauen, wenn die Bude nur noch 75 m² hat, wenn überhaupt. Oder es gibt eine bessere Alternative, aber das kann ich mir kaum vorstellen. Wer nimmt mit viel Geld eine Frau mit 44 und zwei kleinen Kindern. Aber vermutlich gibt es auch das.
Ich wollte das alles strukturiert mit einem Anwalt angehen. Ich weiß aber nicht, welchen ich nehmen kann. Alle stellen sich als die ultimativen Rechtsexperten dar, und die Antwortmails sind dann Texte von KI, die man für 30 € im Monat haben kann. Aber vielleicht kennt jemand noch einen, auf den man sich verlassen kann und der auch weiß, was er tut

