13-02-2026, 11:36
Ist sogar eine Serie, läuft seit September: https://www.abendblatt.de/podcast/wenn-e...tfremdung/
Am Anfang stand ein Buch - ihr wisst ja, wenn es bei Vätern gegen die Wand fährt, schreiben sie immer ein Buch, hilfsweise in einem Instagram-Account oder obskuren Foren :-) . In der Folge kommen in der Podcastserie immer andere unterschiedliche Betroffene und Aspekte zu Wort. Das Hamburger Abendblatt bleibt aber vorsichtig, der Ton ist ausserordentlich vorsichtig, die Eingeladenen sind ganz Brave die nicht anecken, alles bleibt in sehr glatten Formulierungen, keine Kommentare möglich. Gut versteckt ist es auch. Sie haben so wie Viele Angst statt Väter als Väterrechtler wahrgenommen zu werden.
Zwei Punkte zum Inhalt der letzten Folge:
1. Ein Wechselmodell wird auch durch das Unterhaltsrecht befördert. In Island sind es die Mütter, die mehr Wechselbetreuung einfordern. Denn es gibt im Residenzmodell nichts zu kassieren, übrig bleibt die Belastung und Kosten und die teilt man gerne.
2. Die Opportunitätskosten sind der grosse Brocken. Das sind Kosten bzw. Nichteinnahmen, die entstehen weil etwas unterlassen wird. Allein mein Fall hat selbst bei zurückhaltender Schätzung Millionen gekostet, auch wenn man die typische Kurve meines Berufs nur bescheiden weiterkalkuliert. Passiert ist "Hinwerfen", sofort sind Steuereinnahmen, Umsätze, Beiträge dauerhaft auf Null runter und dafür nur Kostenposten entstanden. Ende Gelände, dauerhaft.
3. Häufig entstehen Haltungen wie Anomie (Normen verlieren Bindekraft, Regeln ihren Sinn, Dinge die man umgeht), Konformismus verschwindet, die Entfremdung verursacht ihrerseits Entfremdung beim Vater, die Verbundenheit mit Arbeit, Gesellschaft, Sinn schwindet, Verweigerung ("ich mache nicht mehr mit"). Ich trage nichts mehr bei, sondern belaste, auch bewusst. Es erfreut dann, wenn Strukturen zerbrechen und ich daran mitwirken kann, betrachte das als Erfolg. Ein beitragender Faktor für das geistige Klima im Land, das ganz real aus dem Leim geht.
Am Anfang stand ein Buch - ihr wisst ja, wenn es bei Vätern gegen die Wand fährt, schreiben sie immer ein Buch, hilfsweise in einem Instagram-Account oder obskuren Foren :-) . In der Folge kommen in der Podcastserie immer andere unterschiedliche Betroffene und Aspekte zu Wort. Das Hamburger Abendblatt bleibt aber vorsichtig, der Ton ist ausserordentlich vorsichtig, die Eingeladenen sind ganz Brave die nicht anecken, alles bleibt in sehr glatten Formulierungen, keine Kommentare möglich. Gut versteckt ist es auch. Sie haben so wie Viele Angst statt Väter als Väterrechtler wahrgenommen zu werden.
Zwei Punkte zum Inhalt der letzten Folge:
1. Ein Wechselmodell wird auch durch das Unterhaltsrecht befördert. In Island sind es die Mütter, die mehr Wechselbetreuung einfordern. Denn es gibt im Residenzmodell nichts zu kassieren, übrig bleibt die Belastung und Kosten und die teilt man gerne.
2. Die Opportunitätskosten sind der grosse Brocken. Das sind Kosten bzw. Nichteinnahmen, die entstehen weil etwas unterlassen wird. Allein mein Fall hat selbst bei zurückhaltender Schätzung Millionen gekostet, auch wenn man die typische Kurve meines Berufs nur bescheiden weiterkalkuliert. Passiert ist "Hinwerfen", sofort sind Steuereinnahmen, Umsätze, Beiträge dauerhaft auf Null runter und dafür nur Kostenposten entstanden. Ende Gelände, dauerhaft.
3. Häufig entstehen Haltungen wie Anomie (Normen verlieren Bindekraft, Regeln ihren Sinn, Dinge die man umgeht), Konformismus verschwindet, die Entfremdung verursacht ihrerseits Entfremdung beim Vater, die Verbundenheit mit Arbeit, Gesellschaft, Sinn schwindet, Verweigerung ("ich mache nicht mehr mit"). Ich trage nichts mehr bei, sondern belaste, auch bewusst. Es erfreut dann, wenn Strukturen zerbrechen und ich daran mitwirken kann, betrachte das als Erfolg. Ein beitragender Faktor für das geistige Klima im Land, das ganz real aus dem Leim geht.
