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Hallo zusammen,
ich bin froh dass ich dieses Forum gefunden habe und schildere mal meinen konkreten Fall, in der Hoffnung, einige Tipps von Euch zu bekommen.
Ich bin 14 Jahre mit meiner Frau zusammen, 8 Jahre davon verheiratet. Wir haben 2 kleinen Kinder 3 und 6 Jahre alt. Vor 2 Wochen hat sich meine Frau völlig überraschend für alle (und auch für mich) von 0 auf 100 von mir getrennt und mir auch gesagt, dass sie sich betrogen und bereits neu verliebt hat. Das ist erstmal Fakt, auch wenn das bei einer Trennung nachher keine Relevanz hat.
Wir wohnen in einer großen Eigentumswohnung (Grundbuch 50/50) und können da gewährleisten, dass wir räumlich getrennt voneinander schlafen können.
Jetzt ist meine Frau tatsächlich davon ausgegangen, dass ich aus der gemeinsamen Wohnung ausziehe und zudem ein Wochenendpapa alle 2 Wochen werde. Da hab ich erstmal kalr nein zu gesagt. Das ist auch meine Wohnung, und ich möchte hier auch nicht raus. Und nein, ich möchte kein Wochenendpapa sein, ich wünsche mir ein 50/50 Wechselmodell. Das hat sie erstmal schockiert, so viel würde sie die Kinder nicht "abgeben".
Es sei dazu gesagt, dass wir beide Vollzeit arbeiten (sie will keine Teilzeit-Mutti sein) und sie sich immer beschwert hat, dass sie ihre Arbeitsstunden nicht schafft und deswegen teilweise Nachts arbeitet. Wir hätten das auch mit 2 Vollzeitjobs hinbekommen müssen, ich hätte einfach noch mehr übernehmen sollen. Man muss dazu sagen, dass die Aufteilung vielleicht bei 60/40 lag, so genau lässt sich das nicht beziffern. Morgen, Abends haben wir immer alles gemeinsam gemacht, auch abholen oder bringen in die KiTa war gerecht aufgeteilt. Sie hat dann vielleicht mehr Aktivitäten gemacht und ich mich mehr um Haushalt und um sonstige Familiensachen gekümmert.
Deswegen sagt sie jetzt, sie hat vorher die Kinder mehr betreut, deswegen will sie sie auch jetzt mehr haben. Das stimmt nur für eine gewisse Zeit (auch als sie in Teilzeit war) mittlerweile ist das komplett 50/50 ausgeglichen. Wir führen sogar eine gemeinsame Liste darüber.
Wie stehen denn meine Chancen auf ein echtes 50/50 Modell, wenn es wirklich vor Gericht geht?
- manche sagen, es wird auch auf die Vergangenheit geschaut, andere sagen, es geht ja eher darum, ob in Zukunft die Betreuung gewährleistet werden kann.
Was ich gefunden habe:
Deine Erfolgsaussichten sind hoch, wenn: - Du beide noch kooperationsfähig sind (das aktuelle 50/50 zeigt das!)
- Räumlich nicht zu weit auseinander wohnen (max. 30–40 Minuten)
- Die Kinder beide Eltern stabil binden (du hast bereits 50/50 Betreuung)
- Du konfliktfrei Übergaben gestaltet und sachlich bleibst
Das alles erfülle ich. Wie seht ihr das?
Da wir beide ja auch nicht aus der Wohnung raus wollen (ist auch super schwer hier gleichwertigen Ersatz zu finden) hatte ich mir schon überlegt, ihr den Vorschlag zu machen: OK, Du bekommst 60/40, dafür ziehst Du aber aus der Wohnung aus. Das würde aber bedeuten, trotzt 40%, dass ich auf einmal fast alle Kosten (Unterhalt etc) voll zahlen müsste. Das ist ja völlig ungerecht. Das kann man wohl rechtlich nicht ausschließen, aber man kann wohl eine Vereinbarung treffen, dass meine Frau die Ansprüche nicht geltend machen wird.
Wie seht ihr das? Habt ihr da Tipps oder noch ganz andere Lösungsvorschläge?
Viele Grüße
M
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Gestern, 00:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 00:44 von expat.)
50:50 ist problemlos möglich, wenn beide eltern das wollen.
oft versuchen mütter aber im rahmen der trennung den umgang der kinder zum vater einzuschränken und unterhaltszahlungen zu maximieren. dass der mann sich dann auch aus der gemeinsamen wohnung entfernen soll ist ebenfalls standard.
was für die kinder gut und dem vater gegenüber fair ist spielt selten eine rolle. such dir sofort einen anwalt und richte dich auf eine konflikthafte trennung ein.
die mutter kann im prinzip alles boykottieren, wenn sie nicht kooperiert. oder dir gegenüber gewaltvorwürfe macht. damit kriegt sie dich sofort aus der wohnung raus. auch wenn diese vorwürfe offensichtlich unbegründet sind.
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Ja: Auf keinen Fall ausziehen und direkt einen Anwalt suchen!
Sie ist unzufrieden? Sie soll ausziehen. Du bleibst!!
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(Gestern, 00:17)michael_fra schrieb: Deine Erfolgsaussichten sind hoch, wenn:
Liest sich wie eine Schönwetter-KI.
Deine Erfolgsaussichten sind hoch, wenn ihr euch ohne Gericht einigt.
Sie sind hinreichend gut, wenn es einen Gerichtsentscheid gibt, vor dem die Ex ehrlich und kinderzentriert bleibt, nichts sabotiert, keine fiesen Tricks anwendet.
Sie sinken rapide ab, wenn sie anfängt sich einfach zu nehmen, was sie will, die Kinder zu manipulieren, Kontinuität ertrotzt. Mach dir klar, dass es vor Gericht nicht um Korrektur oder Strafe für diesen Mist geht, sofern er von der Mutter ausgeht, sondern um "das beste für die Kinder in Zukunft" nach Massgabe des Gerichts, nicht nach deiner Massgabe oder der Kinder.
Entscheidend ist also, dass es kein strittiger Verlauf wird. Das Risiko dafür kann ich dir beziffern: Etwa 50%, eine anerkannte Zahl bei Trennungen, wenn Kinder im Spiel sind. Ein typischer strittiger Verlauf in deiner Situation wäre, dass sie sehr wohl auszieht, nämlich mit ihrem neuen Seelenverwandten zusammen und dabei für 60/40 sorgt, indem sie es einfach macht, die Kinder mit Betreuungsübergewicht zu sich zieht, die mütterlichen Programme dafür sind bekannt. Das kann auch härter laufen, sie pausiert im Beruf und verlässt mitsamt den Kindern während deiner Abwesenheit die Wohnung und blockiert erst mal alles. Du bist dann derjenige, er mit den Klimmzügen beginnen muss. Und auch wie schon erwähnt gibts über das Gewaltschutzgesetz noch prima Mittel, dich aus dem Feld zu schlagen.
Das muss alles nicht so kommen. Aber die wenigsten Väter ahnen zum Trennungszeitpunkt, welche Abgründe es gibt und wie lockerleicht die Justiz das schützt, die Karten gegen dich und die Kinder zinkt.
Zu überlegen ist so oder so, wie es mit der Wohnung weitergeht. Ab jetzt darf sie sich übrigens auch von ihrem neuen Liebhaber dort in ihrem Zimmer besuchen lassen. Trennung in gemeinsamer Wohnung hat so ihre Tücken.
Achja, ihr "plötzliches" Geständnis beruht vielleicht gar nicht so auf Plötzlichkeit. Ein privater Vaterschaftstest ist vielleicht auch keine schlechte Idee.
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> Ab jetzt darf sie sich übrigens auch von ihrem neuen Liebhaber dort in ihrem Zimmer besuchen lassen.
OK, das wäre mir jetzt ganz neu. Gibt es nicht sowas wie Schutz der Ehewohung?
Seit heute habe ich zudem ein ziemlich ungutes Gefühl... ich könnte mir vorstellen, sie bereits schwanger von ihrem neuen Freund (unsere offizielle Trennung liegt gerade mal 2 Wochen zurück). Das hat rechtlich wenn ich das richtig lese 0 Auswirkungen auf die Entscheidung mit 50/50 usw, aber ist natürlich der nächste Nackenschlag für mich.
> 50:50 ist problemlos möglich, wenn beide eltern das wollen.
Das ist klar. Aber wenn sie sagt, 50% reichen ihr nicht, haben wir das Problem.
> oder dir gegenüber gewaltvorwürfe macht.
Das macht einem echt Angst, dass das so einfach geht. Ich habe mir schon überlegt, unsere Gespräche heimlich aufzuzeichnen und sie direkt drauf anzusprechen, dass ich NIE gewalttätig ihr gegenüber gewesen bin. Heimliche Aufnahmen sind rechtlich natürlich schwierig, aber irgendwie muss ich mich ja schützen.
> Auf keinen Fall ausziehen und direkt einen Anwalt suchen!
Hab schon mit einem Anwalt und einer Anwältin gesprochen, Erstberatung. Die Anwälting klang eigentlich ganz hoffnungsvoll, der Anwalt hingegen sagt, wenn die Frau es drauf anlegt, hat der Mann laut seiner Erfahrung keine Chance.
Ich seh grad mein Leben komplett zerbrechen, ohne das ich was machen kann und auch nichts dafür kann....
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(Gestern, 09:32)michael_fra schrieb: Ich seh grad mein Leben komplett zerbrechen, ohne das ich was machen kann und auch nichts dafür kann....
Willkommen im deutschen Familienrecht, das Grundprinzip hast du schon mal verstanden :-)
Eine neue Schwangerschaft würde dazu führen, dass sie in Mutterschutz und Elternzeit geht und damit auch mehr Zeit für die anderen Kinder hat, sich als ihr Haupterzieher sieht. Sie macht dann auf neue Familie mit den Kindern und du bist der Störfaktor in diesem Bild. Zudem gibt es dann Halbgeschwister, die Kinder zu trennen wäre auch noch mal ein Minus. Mit einem weiteren Kind hätte sie schon mal eine gute Trumpfkarte gezogen. Ein bisschen was wäre auch für dich dabei, falls Ehegattenunterhalt für sie im Raum steht, hätte sie sich den damit zerschossen.
Auch das Gegenteil kann passieren. Vielleicht stören die Kinder beim Liebesglück mit dem neuen Liebhaber. Wahrscheinlichkeit aber geringer, Frauen definieren sich stärker über die Kinder.
Was sagt sie denn selbst? Wie will sie weitermachen? Sucht sie nach einer Wohnung? Hätte die Wohnung des Liebhabers Platz für sie? Ist das jemand, der finanziell potent ist? War sie schon beim Anwalt (nicht, dass sie dir das sagen müsste, aber es kann ja sein dass sie es sagte)?
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> Was sagt sie denn selbst?
Noch gar nichts. Wie gesagt, ist nur ne Vermutung und bisher haben meine Vermutungen immer gestimmt. Haben aber heute Abend vielleicht ein Gespräch.
> Wie will sie weitermachen?
Da weiß ich vielleicht heute Abend mehr. Mein Vorschlag war, jeder macht ne Liste was Kinder, Wohnung, Geld, Zeit betrifft mit Wunschforderungen und Kompromissen. Und dann müssen wir die Liste gegenüberlegen und schauen, wo haben wir Schnittmengen, wo nicht. Finden wir keine gemeinsame Lösung im Sinne der Kinder, kann es ja nur vor Gericht entschieden werden.
Sucht sie nach einer Wohnung?
Keine Ahnung, ist aber echt schwer hier in der Gegend. Die Kinder müssen ja hier bleiben wegen Lebensmittelpunkt (KiTa, Schule)
Hätte die Wohnung des Liebhabers Platz für sie?
Unsere jetzige Wohnung? Ja klar, wir haben da ja auch 14 Jahre zusammen gewohnt. Mit 3 Kindern, Homeoffice Büro usw. wird es aber irgendwann auch knapp, trotz 124qm.
Ist das jemand, der finanziell potent ist?
Ja, definitv. Ich schätze > 200K
War sie schon beim Anwalt
Keine Ahnung, hat sie mir nicht gesagt.
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Versuch mal rauszubekommen, auf ihr neuer Alpha schon Kinder hat. Solche Männer sind häufiger nicht mehr so begeistert über Nachschlag.
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Also wenn ihr verheiratet seid und sie ist schwanger vom neuen Traummann,
dann musst du vor der Geburt die Scheidung regeln.
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> Versuch mal rauszubekommen, auf ihr neuer Alpha schon Kinder hat.
Keine Ahnung wie ich das rausfinden soll. Ich kenn ihn ja nicht und weiß nicht wo der wohnt etc.
> Also wenn ihr verheiratet seid und sie ist schwanger vom neuen Traummann, dann musst du vor der Geburt die Scheidung regeln.
Muss ich? Ist das nicht eher ihr Problem, denn sonst bin ich wohl erstmal der Vater des Kindes. Klar, will ich nicht, aber das wäre ja für die beiden die viel größere Belastung.
Um mal auf das Kernproblem zurückzukommen.
Welche Optionen gibt es, die ihr ihr anbieten könnte für die Zukunft und unsere Kinder.
1) Eine Option wäre, ich biete ihr 60/40 an, das heißt sie hat die Kinder etwas mehr. Bedingung wäre aber: Sie müsste dafür aus der Wohnung raus, und da ja bei 60/40 fast die volle Unterhaltszahlung auf mich abgewälzt würde, möchte ich vereinbaren, dass das auch 60/40 aufgeteilt wird. Sorgerecht bleibt bei 50/50.
2) Wir machen das Wechselmodell tatsächlich 50/50 und ich gehe aus der Wohnung raus. Das will ich eigentlich ungern, da es für die Kinder so aussieht, als wäre ich derjenige, der gegangen ist.
3) Asymmetrisches Wechselmodell (z.B. 55/45). Das müsste dann noch als echtes Wechselmodell gelten und wir teilen uns alle Kosten.
4) welche Alternativen gibt es denn vielleicht noch? Habt ihr hier Ideen?
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du kannst die tollsten pläne machen, aber es nutzt wenig. deine ex kann diese jederzeit mit minimalstem aufwand durchkreuzen.
konzentrier’ dich am besten immer auf den nächsten kleinen schritt. dann wirst du im lauf der zeit schon sehen, wo die reise hingeht.
p.s. ich würd’ den anwalt nehmen, der hat die sachlage korrekt eingeschätzt.
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> deine ex kann diese jederzeit mit minimalstem aufwand durchkreuzen.
Das ist ja der Fall, wenn es vor Gericht geht.
Wir haben aber beschlossen, dass wir erstmal versuchen wollen, außergerichtlich eine Lösung im Sinne der Kinder zu finden.
Daher die Frage, welche Modelle noch in Frage kämen?
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(Gestern, 14:23)michael_fra schrieb: 4) welche Alternativen gibt es denn vielleicht noch? Habt ihr hier Ideen?
Da Madame einen reichen Liebhaber genommen hat, mit dem sie zweifellos auch zusammen leben will, wird ihr Weg sie eher weg aus der Wohnung und in das Chateau ihres neuen Lovers führen. Dass du gehst und der Lover dann dort in eure ehemalige Ehewohnung einreitet, ist unwahrscheinlicher.
Das Sorgerecht gibt es nicht 50:50, sondern entweder gemeinsam oder alleiniges Sorgerecht. Beides steht nicht zur Disposition, es bleibt wie es jetzt ist: Gemeinsam. Und damit ist sehr viel weniger Recht und Möglichkeit verbunden, wie du vielleicht jetzt noch denkst. Das Sorgerecht ist vor allem das Recht, sich zu einigen. Wenn Teile davon wirklich strittig werden, verlierst du diese Teile blitzschnell. Berührt, kaputt, wie ein Schmetterlingsflügel.
Anzustreben ist ganz klar das echte Wechselmodell, echte 50% der Jahres-Betreuungstage. Alles andere ist drittklassig oder katastrophal unterklassig. Da der BGH einen brutalstmöglichen, irren Schlag auf Trennungsfamilien, Kinder geführt hat, mit dem rücksichtsloses Abkassieren und Entrechtung selbst bei 45:55 Betreuung, ist von all diesen "fast-Wechselmodellen" unter den gegebenen Umständen abzuraten, ausser ihr Eltern seid euch wirklich hochharmonisch einig und regelt das komplett unter euch und schafft das auch, was aber meist immer nur kurzfristig funktioniert und auch keine Rechtssicherheit hat. In der faq steht einiges dazu unter "Wechselmodell", lies das mal.
Den folgenden Abschnitt hasse ich, weil ich ihn schreiben muss, er logisch ist aber trotzdem von frisch Getrennten IMMER abgelehnt wird. Später dann, wenn die Erkenntnisse und die Realität eingesickert ist und Folgen haben, wird das regelmässig bereut. Also eigentlich sinnlos. Nur, damit du später darauf zurückblicken kannst: Wenn das echte Wechselmodell partout nicht funktioniert, würde ich die Kinder ziehen lassen und Standardumgangsonkel werden, alle 14 Tagen ein Wochenende. Nicht mehr, keine Extratage, nicht mit Extrabetreuung. Ja, ich weiss, immer ganz furchtbar undenkbar für die frisch Getrennten. Aber:
- Die Kosten sind deutlich niedriger wie ein Fast-Wechselmodell, für das du bestensfalls ein oder zwei Stufen DD ermässigt bekommst. 60:40 zehrt Leute unterhalb sehr guter Einkommen schnell aus, macht sie fertig. Volle Pflichten, volle Kosten.
- Madame Ex, sofern sie kein weiteres Kind bekommt wird schnell feststellen, dass die Vollzeit plus Lover plus Kinder (für die dann SIE verantwortlich ist und nicht der neue Liebhaber!) ebenfalls ziemlich belastend wird. Das führt gar nicht so selten zum Zerbrechen der neuen Liebschaft. Es kann sehr gut sein, dass SIE es ist, die plötzlich selber ein Wechselmodell fordert.
- Das Überlassen der Kinder kannst du als ganz grosse Nummer verkaufen (was es ja auch ist) und darin einwilligen, wenn eine Trennungsfolgenvereinbarung unterschrieben wird, die alles regelt was sonst vor Gericht geht und sie die Wohnung flugs verlässt. Also Einigung beim Versorgungsausgleich, beim Zugewinnausgleich, beim Unterhalt, bei der Ehewohnung. Dann sehr schnell die Scheidung, das geht wenn man sich über den Trennungszeitpunkt übereinstimmend einig ist. Und glaub mir, die Dame rückstandsfrei schnell loszuwerden spart dir viele Jahre deines Lebens und deiner Nerven. Du kannst dann auch ohne untragbare Lasten selber neu anfangen. Auch hier, was das wert ist merkst du erst durch Missachtung.
Das als Hinweis. Diskussion drüber wenig sinnvoll, ich weiss ja dass du das jetzt nicht tun willst. Keiner will da rational vorgehen, jetzt regiert Emotion und durchläuft die üblichen Phasen.
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Gestern, 17:57
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 18:02 von michael_fra.)
Hi,
erstmal Danke für Dein Feedback.
>würde ich die Kinder ziehen lassen und Standardumgangsonkel werden
Emotion hin oder her, das sind ja meine Kinder. Also ich kann mir das tatsächlich absolut nicht vorstellen.
>60:40 zehrt Leute unterhalb sehr guter Einkommen schnell aus
Und bei einem Wochenendeonkel wäre das finanziell anders?
>mit dem rücksichtsloses Abkassieren und Entrechtung selbst bei 45:55 Betreuung
Aber genau das kann man doch in der Trennungsfolgenvereinbarung regeln, oder? In Deutschland kann man den gesetzlichen Unterhaltsanspruch rechtlich nicht einfach „abwählen" oder vollständig aufheben, aber man kann vereinbaren, dass der Unterhalt nicht fällig wird – etwa durch einen Verzicht oder eine Stundung. Das wäre mein Kompriss Vorschlag an Sie - sie bekommt die Kinder mehr, dafür verzichtet sie auf das Geld.
Andere Alternative: wir halten formale ein 50:50 Modell als Vereinbarung fest, so dass alle Kosten gerecht geteilt sind. Ich sichere ihr aber zu, dass sie die Kinder trotzdem zu 60/40 bekommt. Wäre das möglich? Was ich mit meiner Ex vereinbare ist ja generell wahrscheinlich erstmal unser Ding. Wenn es klappt, gut. Wenn nicht, dann müssen wir das erneut verhandeln.
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(Gestern, 17:57)michael_fra schrieb: Hi,
Andere Alternative: wir halten formale ein 50:50 Modell als Vereinbarung fest, so dass alle Kosten gerecht geteilt sind. Ich sichere ihr aber zu, dass sie die Kinder trotzdem zu 60/40 bekommt. Wäre das möglich? Was ich mit meiner Ex vereinbare ist ja generell wahrscheinlich erstmal unser Ding. Wenn es klappt, gut. Wenn nicht, dann müssen wir das erneut verhandeln.
Warum sollte Sie das machen und auf ca. 1000 Euro/ Monat verzichten?
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(Gestern, 17:57)michael_fra schrieb: Emotion hin oder her, das sind ja meine Kinder.
Ja. Dasselbe sagt die Mutter. Wie leicht sie das auch im Konfliktfall tatsächlich durchsetzen kann und du nicht, darüber kannst du im Forum einiges nachlesen.
Zitat:Also ich kann mir das tatsächlich absolut nicht vorstellen.
Was im Verlauf der Trennung passiert, kann sich tatsächlich kaum ein Vater vorstellen. Man kann a priori nicht mit a posteriori-Wissen entscheiden.
Zitat:Und bei einem Wochenendeonkel wäre das finanziell anders?
Ja, das fast halbe Leben der Kinder bei dir plus Unterhalt benötigt mehr Ressourcen wie ein Wochenende alle 14 Tage plus fast derselbe Unterhalt. Sie essen, du fährst sie rum, du braucht vielleicht Notbetreuung bei Krankheit oder Terminunvereinbarkeit, Einkäufe aller Art, taugliche Zimmer samt Ausstattung die mit dem Alter verändert wird, mehr Pflichten die deine Zeit beschneiden in der du etwas verdienen könntest (Opportunitätskosten), Dienstleistungen in deiner Zeit vom Hallenbad bis zum Schulbeitrag, viel Spass auch mit der Abrechnung und Buchführung wenn du davon wenigstens einen Teil irgendwie anders abrechnen willst, über Kinderunterkonten oder so was. Du hast doch schon Kinder und weisst das eigentlich?
Sehr gut situierte Väter können das durchaus packen.
Zitat:Aber genau das kann man doch in der Trennungsfolgenvereinbarung regeln, oder?
Du kannst recht viel regeln, sofern nichts zu Lasten Dritter geht, nicht sittenwidrig ist, war ja mein Vorschlag. Man kann auch Regelungen zu Umgang oder Betreuung vereinbaren, kein Problem, jedenfalls für eine Zeitlang, denn solche Umgangsvereinbarungen können auch später angegriffen werden, wenn das Kindesalter oder persönliche Verhältmnisse sich ändern. Was immer der Fall ist. Ihr müsste eben etwas finden, das ihr beide freiwillig unterschreibt.
Zitat: In Deutschland kann man den gesetzlichen Unterhaltsanspruch rechtlich nicht einfach „abwählen" oder vollständig aufheben, aber man kann vereinbaren, dass der Unterhalt nicht fällig wird – etwa durch einen Verzicht oder eine Stundung.
Nein, das passiert über eine Erfüllungsübernahme, nicht durch Verzicht. Eine Stundung verändert nicht den Unterhalt, verschiebt nur die Vollstreckbarkeit. Aber das wird dir noch dein Anwalt (Scheidung Anwaltspflicht) sagen.
Zitat:Andere Alternative: wir halten formale ein 50:50 Modell als Vereinbarung fest, so dass alle Kosten gerecht geteilt sind. Ich sichere ihr aber zu, dass sie die Kinder trotzdem zu 60/40 bekommt. Wäre das möglich? Was ich mit meiner Ex vereinbare ist ja generell wahrscheinlich erstmal unser Ding. Wenn es klappt, gut. Wenn nicht, dann müssen wir das erneut verhandeln.
Das ist alles möglich, wird aber in dem Moment kippen, wenn ihr das nicht mehr passt. Dafür reicht der Nachweis, dass die Kinder an 60% der Tage im Jahr bei ihr waren und einen Gerichtsantrag später ist entweder Umgang oder Unterhalt oder beides "korrigiert". Wenn deine Ex so lieb ist, dass sie derartige Vereinbarungen dauerhaft mitmacht und freiwillig auf die Vorteile verzichtet, die ihr jeder Richter zusprechen würde, dann ist doch alles in Butter.
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Also ich zahl im Prinzip für mein Kind dreimal soviel Unterhalt wie normal.
Einmal vollen Unterhalt an die Mutter. Die kriegt auch das komplette Kindergeld. Allerdings ist der Unterhalt in Dänemark mit 2800 DKK/380 Euro geringer als in Deutschland.
Etwa ebenso hoch wie der monatliche Unterhalt sind die bisherigen Rechtsanwaltskosten. Mutter macht regelmäßig Stress und kooperiert nicht. Da kommt einiges zusammen.
Außerdem habe ich natürlich Kosten für Kleidung, Verpflegung etc wenn das Kind bei mir ist. Aktuell haben wir 4/10. Also Kind ist vier Tage bei mir, zehn bei der Mutter.
Ist natürlich alles höchst unfair. Bisher kann ich es mir leisten weil ich einen guten Job habe. Und sparsam lebe. Wenn der Job wegfällt, wird es schwierig.
Ich bin froh, dass ich Den Kontakt zum Kind bisher so aufrecht erhalten konnte. Ich glaube das war auch gut für’s Kind.
Wobei ich den Ansatz von P natürlich auch gut nachvollziehen kann. Der Kampf um’s Kind zehrt auf Dauer ganz schön an den Nerven.
Andererseits geht er auch nicht ewig. Sobald die Kinder ~14 Jahre alt sind verlieren die Schikanemütter an Einfluss. Bis dahin gilt es durchzuhalten, falls möglich.
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Vor 9 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 9 Stunden von michael_fra.)
Danke auf jeden Fall für Eure Tipps und Einschätzungen.
Ich hatte heute ein Gespräch mit meiner EX und wir sind glaub ich erstmal auf einen ganz guten Kompromiss gekommen, wo beide Zugeständnisse machen, damit wir das unter uns Regeln und nicht vor Gericht.
1) Sie bekommt mehr Zeit mit den Kindern, also 60/40
2) Dafür muss sie aus unserer Wohnung ausziehen
3) ich zahle ihren Anteil an der Wohnung an sie aus, dann ist die komplett mir
4) Wir haben noch eine 2. Wohnung als Anlage, die hätte sie gerne und zahlt mich aus
5) Kindergeld bleibt wie es ist und wird zu 100% für die Kinder investiert
6) Kindesunterhalt trage ich nicht zu 100%, sondern da machen wir es gerecht 60/40 > dann muss ich etwa 200 EUR an sie zahlen
7) Trennungsunterhalt muss ich anscheinend gar nix zahlen, da sie zwar weniger als verdient als ich - aber weit über der Bedürftigkeitsgrenze liegt
8) Auto behalte ich (hatte ich schon vor der Ehe gekauft)
9) Rentenpunkte werden wie gesetzlich vorgeschrieben aufgeteilt
10) Zugewinn (Aktien, Bargeld, Betriebliche Renten) müssen wir noch aushandeln wie hoch das sein wird
Bedeutet, sie muss sich hier in der Gegend eine neue Wohnung suchen, was tatsächlich nicht einfach sein wird. Damit fällt für mich ein großer Brocken weg und die Kinder haben auch nicht das Gefühl, dass ich ausgezogen bis. Zu mir kommen sie dann immer in die gewohnte Umgebung.
Soweit aktuell der Stand. Ich muss das jetzt alles mal von einem Anwalt prüfen lassen, wo noch Hindernisse oder Nachteile für mich liegen könnten.
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Hört sich gut an. Ich hoffe für Dich, dass sie zu ihrem Wort steht.
Spätestens wenn sie zum Rechtsanwalt geht, wird sie erfahren, dass sie erheblich mehr aus dieser Trennung rausholen könnte.
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Dann berichte mal, wie es weiterging. Immerhin hast du 50% Chance, dass es ohne grösseren Ärger weiterläuft. Offenbar seid ihr wirklich recht gut situiert, zweite Wohnung, nicht schlecht. Das erleichtert sehr vieles. Verlass dich aber nicht darauf. Durchdenke Alternativpläne, sei nicht arglos, Vorbeugung schadet nichts und ist besser wie später Krieg führen müssen.
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