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Kosten der Eltern-Kind-Entfremdung für den Staat
#1
Kritiker dieser Systematik der vorherrschenden Vater-Kind-Entfremdung, wie Rendtorff im "Abendblatt"-Podcast, bezeichnen das Festhalten am Residenzmodell bei der Mutter als "strukturellen Dauerfehler", der Entfremdung begünstigt und den Staat finanziell ausbluten lässt.

U.s. Analyse beziffert den gesamtwirtschaftlichen Schaden durch das vorherrschende Modell der Alleinerziehung und die damit einhergehende Entfremdung auf 25 bis 35 Milliarden Euro pro Jahr. Wenn man den Fokus auf die Konstellation legt, in der Kinder bei der Mutter verbleiben und der Kontakt zum Vater unterbunden wird, ergeben sich folgende spezifische Schadenspunkte für den Staat:

Produktivitätsverlust am Arbeitsmarkt: Ein massiver Teil der Kosten entsteht dadurch, dass entfremdete Elternteile (in diesem Szenario meist die Väter) aufgrund der extremen psychischen Belastung und langwieriger Gerichtsstreitigkeiten weniger leistungsfähig sind oder krankheitsbedingt ausfallen. Dies schmälert die Steuereinnahmen und belastet die Sozialkassen.

Kosten der Transferleistungen: Das Modell der Alleinerziehung korreliert stark mit staatlicher Abhängigkeit. Wenn die Betreuung nicht partnerschaftlich geteilt wird (Wechselmodell), sind die betreuenden Mütter oft nur eingeschränkt erwerbstätig (ca. 71 % Erwerbsquote gegenüber 85 % bei Vätern), was zu höheren Ausgaben für Bürgergeld und Unterhaltsvorschuss führt. Letzterer wird vom Staat vorgestreckt, wenn der Kontakt und damit oft auch die Zahlungsmoral oder -fähigkeit des anderen Elternteils durch den Konflikt zerrüttet ist.

Belastung des Gesundheitssystems: Laut Studien (u. a. Universität Tübingen) nehmen etwa 75 % der von Entfremdung betroffenen Eltern psychotherapeutische Hilfe in Anspruch. Die Kosten für diese Behandlungen sowie für die psychologische Betreuung der Kinder, die oft lebenslange Traumata davontragen, trägt die Solidargemeinschaft.

Justiz- und Verwaltungskosten: Familiengerichtliche Verfahren wegen Umgangsstreitigkeiten ziehen sich oft über Jahre hin. Der Staatsapparat (Richter, Verfahrensbeistände, Jugendämter) wird hier durch hochkonflikthafte Fälle gebunden, die bei einer funktionierenden Elternschaft vermeidbar wären.

Langfristige Sozialkosten: Kinder, die eine Entfremdung von einem Elternteil erleben, haben statistisch ein höheres Risiko für Schulabbrüche, Suchterkrankungen und spätere Arbeitslosigkeit. Dies verursacht dem Staat über Jahrzehnte hinweg Folgekosten durch fehlende Rentenbeiträge und notwendige Sozialhilfe.

https://www.abendblatt.de/hamburg/articl...raege.html
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#2
Ist sogar eine Serie, läuft seit September: https://www.abendblatt.de/podcast/wenn-e...tfremdung/

Am Anfang stand ein Buch - ihr wisst ja, wenn es bei Vätern gegen die Wand fährt, schreiben sie immer ein Buch, hilfsweise in einem Instagram-Account oder obskuren Foren :-) . In der Folge kommen in der Podcastserie immer andere unterschiedliche Betroffene und Aspekte zu Wort. Das Hamburger Abendblatt bleibt aber vorsichtig, der Ton ist ausserordentlich vorsichtig, die Eingeladenen sind ganz Brave die nicht anecken, alles bleibt in sehr glatten Formulierungen, keine Kommentare möglich. Gut versteckt ist es auch. Sie haben so wie Viele Angst statt Väter als Väterrechtler wahrgenommen zu werden.

Zwei Punkte zum Inhalt der letzten Folge:

1. Ein Wechselmodell wird auch durch das Unterhaltsrecht befördert. In Island sind es die Mütter, die mehr Wechselbetreuung einfordern. Denn es gibt im Residenzmodell nichts zu kassieren, übrig bleibt die Belastung und Kosten und die teilt man gerne.
2. Die Opportunitätskosten sind der grosse Brocken. Das sind Kosten bzw. Nichteinnahmen, die entstehen weil etwas unterlassen wird. Allein mein Fall hat selbst bei zurückhaltender Schätzung Millionen gekostet, auch wenn man die typische Kurve meines Berufs nur bescheiden weiterkalkuliert. Passiert ist "Hinwerfen", sofort sind Steuereinnahmen, Umsätze, Beiträge dauerhaft auf Null runter und dafür nur Kostenposten entstanden. Ende Gelände, dauerhaft.
3. Häufig entstehen Haltungen wie Anomie (Normen verlieren Bindekraft, Regeln ihren Sinn, Dinge die man umgeht), Konformismus verschwindet, die Entfremdung verursacht ihrerseits Entfremdung beim Vater, die Verbundenheit mit Arbeit, Gesellschaft, Sinn schwindet, Verweigerung ("ich mache nicht mehr mit"). Ich trage nichts mehr bei, sondern belaste, auch bewusst. Es erfreut dann, wenn Strukturen zerbrechen und ich daran mitwirken kann, betrachte das als Erfolg. Ein beitragender Faktor für das geistige Klima im Land, das ganz real aus dem Leim geht.
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#3
Es ist erschreckend, dass diese individuellen Millionenschäden billigend in Kauf genommen werden.

Ist doch klar, dass das Abendblatt das Thema so gut versteckt und in glatte Formulierungen verpackt. Die Angst, als Väterrechtler stigmatisiert zu werden, verhindert offenbar eine radikale Ursachenforschung. Dass im Unterhaltsrecht die falschen Anreize gesetzt werden und dadurch eine ganze Schicht leistungsfähiger Menschen in die Verweigerung getrieben wird, ist eigentlich der eigentliche Skandal hinter den Milliardenzahlen. Solange die Medien nur brave Gäste einladen, wird sich an der Systematik wenig ändern.

Im Übrigen ist es kein privates Schicksal mehr, sondern ein messbarer gesellschaftlicher Erosionsfaktor. Der Punkt mit Island ist besonders interessant: Er zeigt, dass das Verhalten oft eine direkte Folge der gesetzlichen Anreizstrukturen ist. Wenn das System alleinerziehende Frauen finanziell belohnt oder zumindest absichert, wird es zementiert.
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#4
Es wirkt lustig, eine Zeitung lebt von Aufmerksamkeit, aber die verstecken den Inhalt regelrecht. Das kommt so, wie wenn einer ihrer Mitarbeiter oder Nahestehenden gefragt hat, ob er seine Thema als entfremdeter Vater nicht bei der Zeitung unterbringen könne. Die haben dann widerwillig zugestimmt, aber mit Auflagen, vielleicht Inhaltskontrolle und nicht im Schaufenster, sondern Hinterzimmer.
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#5
[Vollquote gekürzt, bitte Nr. 6 beachten]

(13-02-2026, 09:31)NurErzeuger schrieb: ca. 71 % Erwerbsquote gegenüber 85 % bei Vätern

Von den 71% arbeiten noch nichtmal die Hälfte Vollzeit .
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#6
Aufgrund meiner Erfahrungen hat sich der ein oder andere in meinem Bekanntenkreis gegen Kinder entschieden. Bei mir dürften es daher auch schon "fiktive" Millionen sein.
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