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Staat weitet Kontenabruf aus
Da ist doch schon alles geschrieben worden.
Die zugrundeliegenden Informationen mit allen Details spuckt dir die Suchmaschine aus, wenn du sie mit bereits genannten Stichworten fütterst wie:

- automatischer Informationsaustausch AIA
- Amtshilfeübereinkommen gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen
- Multilateral Competent Authority Agreement MCAA (das ist eine Zusatzvereinbarung)
- OECD-Musterabkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung von Einkommen
- Auslöser: Foreign Account Tax Compliance Act FATCA

Die steuerliche Ansässigkeit ist ein Identifikationsmerkmal, ebenso Steueridentifikationsnummer, Geburtsdatum und -ort, siehe Abschnitt 2 Absatz 2.

Das beseitigt alle eventuell noch bestehenden Unklarheiten.
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(26-11-2015, 15:19)zeitgenosse schrieb: Würde die CH von Russland aus darüber informiert werden, dass ein Deutscher in RU ein Bankkonto hat?

hi p, habe auf diese Frage leider keine Antwort gefunden. Vielleicht check ich auch das ein oder andere nicht. Hätte die CH einen Anspruch auf Information und/ oder wird sie automatisch über einen Staatsbürger ohne CH-Pass informiert allein auf Grund der Steueransässigkeit?
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Sehr einfach: Wenn du in der Schweiz steuerpflichtig bist, geht die Auskunft von den Vertragsstaaten (Beispielsweise Russland) auch in die Schweiz. Automatisch. Ich würde das immer als MINDESTinformationsfluss sehen. Kann z.B. sein, dass die Schweiz alles oder Teile davon weitermeldet. Steige doch mal in die Regelungstexte hinein.
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Eben nicht! Voraussetzung für den automatischen Datenaustausch wäre, dass Russland davon Kenntnis hat, dass in einem anderen Vertragsstaat die Steueransässigkeit gegeben ist. Wenn es diese Kenntnis nicht hat, gibt es auch keinen Austausch. Und an wen sollte denn die Schweiz etwas weitermelden? An Deutschland etwa? Und auf welcher Rechtsgrundlage?
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Der Möglichkeit, dass ein Kontoeröffner über Merkmale lügt ist schon seit FATCA ein Gegenstand der Regelungen. Im Nachfolger AIA gibt es genau festgelegte Sorgfaltspflichten über die Validierung der Identifikationsmerkmale. Wie bereits geschrieben sind die für hohe Einlagen sogar noch verschärft, da wird explizit unterschieden und zweigleisig gefahren. Tricksen wird vielleicht mit niedrigen Beträgen noch eine Zeitlang gehen bis zur nächsten AIA Ergänzung oder Reform, die dann "Lücken schliesst". Glaubt ihr ernsthaft, AIA sei das Ende und es würde nicht weitergehen, nachdem die Staaten mal zu kassieren angefangen haben, nachdem die vorgeschrieben Schnittstellen, Meldungen, Software installiert ist, die Mitarbeiter geschult? So schöne Träume wünsche ich mir auch :-) Der Kontodatenabruf war auch mal versprochene Ausnahme und nur wenn, jetzt läuft einfach alles automatisch ein.

Jetzt im Moment ist all das für die meisten Staaten, auch Russland erst Theorie, die Praxis beginnt in ein, zwei, drei Jahren. Wir können also gar nicht über das sprechen, was jemand angeblich erlebt hat, sondern nur über das, was in den unterschriebenen Regelungen vorgesehen ist.

Und damit steige ich auch aus der AIA-Diskussion aus. Seminare über die kommenden Regelungen werden teuer bezahlt, meine Zeit nicht, ich habe genug darüber erklärt. Oben stehen alle Hinweise mit 100% der Informationen, die kann und möge jeder Interessierte selbst durcharbeiten wie ebenfalls bereits gesagt.
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Nach 142.000 Abrufen und dann 230.000 Abrufen waren es letztes Jahr 302.150 Kontoabfragen. Der Kreis der Abfrager wird immer grösser. Besonders die Gerichtsvollzieher haben ihre Zugriffe gesteigert.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....uerger-zu/
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Witzig, Schwarzgeld ist in den USA am sichersten, der grössten Steueroase der Welt: "USA werben dreist um Schwarzgeld"

http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/b...-ld.110896
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Der nächste Schritt: Steuerbehörden in der gesamten EU dürfen und müssen künftig umfangreiche Informationen über Bankkonten automatisiert austauschen.
http://www.europarl.europa.eu/sides/getD...anguage=DE

Nicht nur Geld: Die Abgeordneten haben den Anwendungsbereich der Richtlinie zudem über "Steuern aller Art" ausgedehnt auf "Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Umtausch virtueller Währungen" wie Bitcoin und auf "Anbieter elektronischer Geldbörsen". Es geht zackzack: Vorschlag im Juli, gebilligt September, in Kraft treten jetzt. Die Mitgliedsstaaten müssen die Regeln vor Ende 2017 umsetzen. Wenns um Geld und Überwachung geht, flutscht alles wie geschmiert.

Die gerichtserzwungene Umsetzung des Sorgerechturteils der europäischen Gerichtshofs dauert drei Jahre - für eine Zeile Ergänzung im Gesetz. Jaja, ich weiss. Ist gaaaanz was Anderes.
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(24-11-2016, 09:34)p__ schrieb: Der nächste Schritt: Steuerbehörden in der gesamten EU dürfen und müssen künftig umfangreiche Informationen über Bankkonten automatisiert austauschen.
http://www.europarl.europa.eu/sides/getD...anguage=DE

Wie wird das nach dem Brexit?

Die Engländer, dann nicht mehr Mitglied in der EU und sehr darum bemüht, den Bankplatz London zu erhalten, machen die da noch mit?
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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(02-01-2017, 09:01)Austriake schrieb: Wie wird das nach dem Brexit?

Das kommt auf die Verträge zum und nach dem Ausstieg an. Das wissen die Briten also selbst noch gar nicht.
Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.     Franz Kafka
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Im Moment sind sie in der EU und haben auch noch keinen Austrittsantrag gestellt. Schon bei AIA spielen politische Gruppierungen keine Rolle, das ging quer durch die Landkarte. Wer nicht mitmacht, wird als Betrügeroase gebrandmarkt und gnadenlos unter Druck gesetzt. Ausser, man ist zu gross dafür, wie es bei den unglaublichen Ausnahmen für die USA der Fall ist.

Mit den Stichworten Terror, Geldwäsche und Steuerbetrüger lässt sich zur Zeit alles durchsetzen. Schweiz und Norwegen haben alles übernommen und die waren noch nicht mal in der EU, die Schweiz noch nicht einmal im EWR.

Darauf zu setzen, dass man in GB mehr geschützt ist halte ich für eine ausgesprochen schlechte Stategie.
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Still und leise wurde der letzte Rest des Bankgeheimnisses nun abgeschafft: https://www.heise.de/tp/features/Bankgeh...57315.html - nun ist es auch legal, Konten allgemein zu überwachen.

Das Volk darf derweil auf dem Jahrmarkt der Belanglosigkeiten tanzen, dort darf jeder mit Glöckchen klingeln seinen Senf dazu abgeben, heutiges Thema: Ehe für Gleichgeschlechtliche.
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(28-06-2017, 10:21)p__ schrieb: Still und leise wurde der letzte Rest des Bankgeheimnisses nun abgeschafft: https://www.heise.de/tp/features/Bankgeh...57315.html - nun ist es auch legal, Konten allgemein zu überwachen.

Naja, gleich einer der ersten Kommentatoren in der Liste klatscht dazu laut Beifall:

Eine reichlich negative Sichtweise auf die Beschlüsse

Tut mir leid, ich habe, obwohl selbst Deutscher, mittlerweile kein Mitleid mehr mit den Deutschen!

Die Deutschen sind, was sie schon mehrfach in der Geschichte bewiesen haben, ein grenzenlos dummes Volk und springen mit Begeisterung wie die Lemminge die Klippe hinunter.

Das für mich Dumme an der Geschichte ist, daß ich im Moment noch nicht weiß, wie ich mich dem entziehen kann.

Simon II
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(28-06-2017, 12:02)Simon ii schrieb: Das für mich Dumme an der Geschichte ist, daß ich im Moment noch nicht weiß, wie ich mich dem entziehen kann.

In der Tat schwierig. Bargeld, Kryptowährungen... alles nur begrenzt nutzbar.

Btw, der Kommentar, zu dem du verlinkt hast, kommt echt von einem Volldeppen.
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In Schweden endete es vor einigen Jahren damit (wer es noch nicht wusste: in Schweden gibt es weder Bank- noch Steuergeheimnis. Wer wissen will, was sein Nachbar letztes jahr an Einkommen versteuert hat, guckt ins Internet. Dort stehts öffentlich), dass legal fast nichts mehr zu bekommen war. Kein Handwerker, kein Dienstleister hat noch auf Rechnung gearbeitet. Alles nur noch bar auf die Kralle oder Tausch- und Kompensationsgeschäfte.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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(28-06-2017, 19:12)Austriake schrieb: Alles nur noch bar auf die Kralle ...

Weswegen das Bargeld ja abgeschafft werden soll.

(28-06-2017, 19:12)Austriake schrieb: ... oder Tausch- und Kompensationsgeschäfte.

Es war schon immer das Ziel der Sozialisten (egal, welcher Farbe), die Menschen zurück in die Steinzeit zu führen.

Insofern nur konsequent.

Simon II
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Auch die Meldepflichten der Banken sind enorm ausgeweitet werden. Es ist nicht mehr nur der Abruf aller Daten, der ermöglicht wurde, sondern auch Meldungen der Banken von sich aus. Die Regelungen sind bewusst vage gehalten, so dass sie eine sehr grosse Begründungsspanne abdecken. Damit die Bank auf der sicheren Seite ist, wird sie alles melden, was auch nur im Entferntesten verdächtig sein könnte. Letztlich läuft das auf Meldungen für alle Kontobewegungen hinaus.

So ist auch der allgemeine Trend - von der Pull-Nachricht zur Push-Nachricht, die Datenquellen selbst liefern durch Eigendruck statt durch abpumpen.
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Jetzt fangen die in der Schweiz auch noch damit an, am Postschalter bei Bareinzahlungen ab 500.00 CHF den Ausweis zu verlangen.
Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten. Mir kann das egal sein. Sollen die mal schön Kopien machen und ordentlich Papier verbrauchen.

Sollen die mal schön weiter melden. Kommt immer drauf an, was mit der Meldung gemacht wird. Smile
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(28-06-2017, 19:39)Simon ii schrieb:
(28-06-2017, 19:12)Austriake schrieb: Alles nur noch bar auf die Kralle ...

Weswegen das Bargeld ja abgeschafft werden soll.

(28-06-2017, 19:12)Austriake schrieb: ... oder Tausch- und Kompensationsgeschäfte.

Es war schon immer das Ziel der Sozialisten (egal, welcher Farbe), die Menschen zurück in die Steinzeit zu führen.

Insofern nur konsequent.

Simon II

Wenn ich dran denke, dass die Abschaffung des Geldes mal eine zentrale Forderung der Bolschewiki war - und nun von einem christdemokratischen Finanzminister realisiert wird....
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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(29-06-2017, 10:42)Bodenseebursche schrieb: Jetzt fangen die in der Schweiz auch noch damit an, am Postschalter bei Bareinzahlungen ab 500.00 CHF den Ausweis zu verlangen.
In D ist passiert mir das seit Jahren, wenn ich mal auf eigenem Konto 500€ oder ähnlich einzahle. Bisher dachte ich, das das eher eine Eigenheit meiner Bank sein.

(28-06-2017, 12:02)Simon ii schrieb: Das für mich Dumme an der Geschichte ist, daß ich im Moment noch nicht weiß, wie ich mich dem entziehen kann.
Evtl. ins Exil gehen und sich das drohende Spektakel aus sicherer Entfernung an sehen. Auch aus der Ferne kann man auf die eine oder andere Art sich für eine Gesundung in D ein setzen. Behält im Falle von befürchteten kompletten Umkippen in D., im Exil wenigstens seine körperliche Unversehrtheit.
--
3. DEUTSCHER GENDER KONGRESS, 17.11.2018, Köln
https://goo.gl/cHp86A
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Ich habe vor zwei Jahren mal versucht, eine Steuerschuld in Höhe von ca. 650.- € bar bei der Bank einzuzahlen, bei der das örtliche Finanzamt ein Konto unterhält. Nach gefühlt einer Stunde am Bankschalter habe ich aufgegeben und das Geld über das Konto einer Verwandten überwiesen.

Nächstes Mal lasse ich mir von der Bank bestätigen, dass ich da war und versucht habe meine Steuerschulden zu begleichen, es aber leider nicht gelungen ist........
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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(07-04-2013, 11:59)p__ schrieb: ...jetzt ist Luxemburg zusammengebrochen ...

... Ja, nachdem Juncker EU Chef wurde, eigentlich zu erwarten, dass Luxemburg einknickt.

Wer will, kann jedoch noch die Britische Karte ziehen - und auch dort einfach Konto/Bankkarte erhalten, ohne nach GB zu reisen.

 Fintech Startups Revolut, Monese, Monzo oder Starling Bank machen dies moeglich, teilweise jedoch mit Limits bis zu 30k GBP, also eher was fuer "kleine Unterhaltsschulder". Identitaetspruefung erfolgt per Smartphone App + Ausweis Scan.

Wer in SIS ausgeschrieben ist (Aufenthaltsermittlung) muss sich bei Einreise in GB auf eine mehrstuendige Prozedur bei der Border Force und Police einstellen, einschliesslich Pruefung des Gepaecks, des Smartphones und der Geldboerse. Mittels eines G-Formulars werden die Erkenntnisse dann an das Sirene Buero beim Bundeskriminalamt weitergeleitet.

... auch eine gute Gelegenheit, um exotische Faehrten zu legen, ich hatte Kontounterlagen der Kenya Commercial Bank, Caixa Federal, Banco Agricula aus Leticia und Arab Bank aus Jordanien dabei, neben einen bunt gestempelten Reisepass, von Saudi Arabien, Kolumbien bis Pakistan war alles dabei, einschliesslich spannender "Stories", die von den britischen Ermittlungsbeamten eifrig mitgeschrieben wurden, insbesondere auch den Hinweis, dass ich im September 2008 in Islamabad lebte, in E7 in Nachbarschaft zur beruechtigten Faisal Mosque (von dort aus wurde vermutlich - meine Meinung, Pakistanische Regierung hat eine andere - ein Bombenanschlag auf das Mariott Hotel am 20.9.08 mit 56 Todesopfern organisiert).
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(10-07-2017, 09:21)Mahatu schrieb: ... auch eine gute Gelegenheit, um exotische Faehrten zu legen, ich hatte Kontounterlagen der Kenya Commercial Bank, Caixa Federal, Banco Agricula aus Leticia und Arab Bank aus Jordanien dabei, neben einen bunt gestempelten Reisepass, von Saudi Arabien, Kolumbien bis Pakistan war alles dabei, einschliesslich spannender "Stories", die von den britischen Ermittlungsbeamten eifrig mitgeschrieben wurden, insbesondere auch den Hinweis, dass ich im September 2008 in Islamabad lebte, in E7 in Nachbarschaft zur beruechtigten Faisal Mosque (von dort aus wurde vermutlich - meine Meinung, Pakistanische Regierung hat eine andere - ein Bombenanschlag auf das Mariott Hotel am 20.9.08 mit 56 Todesopfern organisiert).

Erinnert mich an Catch me if you can.  Big Grin
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(10-07-2017, 09:55)Pfanne schrieb: Erinnert mich an Catch me if you can.  Big Grin

Es gibt "Pflichtlaender", die man unbedingt besucht haben sollte, um auf den Radar der Behoerden (Bundespolizei, Zoll) zu kommen.

Die besten Reiseziele (auch touristisch) sind:

1. Leticia, Kolumbien (mit Ausflug nach Caballococha Peru - Zona Rosa - mit Besichtigung von Coca-Brennereien)
    Nachbarstadt: Tabatinga, Benjamin Constant in Brasilien - viele schoene Amazonasnymphen (Ticunas) - die
    meisten Bars/Restaurants gehoeren echten "Traficantes". Und die Linienschiffe transportieren taeglich Kiloweise
    das weisse Gold nach Manaus.

2. Sudan, Jemen, Somaliland, Saudi Arabien, Pakistan, Afghanistan - je bunter, desto besser.
    In Pakistan unbedingt Kashmir und Tribal Areas besuchen.

Erfahrungsgemaess gibt es dann regelmaessig bei Landung/Zwischenlandung ein Begruessungskommittee vom Zoll oder der Polizei, nicht nur in Deutschland. Irgendwie bekommen die Behoerden die Flugroute vorab mitgeteilt.
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(10-07-2017, 12:16)Mahatu schrieb: Erfahrungsgemaess gibt es dann regelmaessig bei Landung/Zwischenlandung ein Begruessungskommittee vom Zoll oder der Polizei, nicht nur in Deutschland. Irgendwie bekommen die Behoerden die Flugroute vorab mitgeteilt.

Ich prüfe das mal nach; nächsten Monat fliege ich nach Canada. Hab mir ein Ticket direkt bei der kanadischen Airline gebucht (von meinem Wohnsitz ausserhalb Deutschlands aus) und fliege ab Amsterdam. Nach Amsterdam per Auto.
Und zurück dann auch wieder Amsterdam.

Ich werde berichten.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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