Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Trennung, Scheidung, nicht bezahlbarer Kindesunterhalt
(12-01-2014, 18:51)Anonymous schrieb: Also mein Zimmer ist 33m². Natürlich kann ich noch das Bad, den Flur und die Küche mitnutzen.
Die 435€ wären also für mein 33m²-Zimmer und die Nutzung der oben genannten Räume.

Was kann ich da machen?

Von Bad-, Küchen, etc-Nutzung geht man in einer WG immer anteilig aus.

Hier bleibt nur der Weg, dass Du ein größeres Zimmer in der WG beziehst.

Im schlimmsten Fall wird auch das Jugendamt irgendwann sagen, dass dein Kind zum Schlafen ein eigenes Zimmer benötigt. Aber das muss nicht immer so sein.

Habt Ihr in der WG ein Wohnzimmer?

Auf Dauer würde mich eine WG aufregen und erst recht mit Umgang. Als Mann muss man alleine leben. Alles andere ist ungesund. ;-)

Tipp von mir ist also, dass Du dir über einen absehbaren Zeitraum hinweg eine schnuckelige 2-Zimmer-Whg. für dich und deinen Sohn suchst. Vorab erkundige dich natürlich nach der Angemessenheit. Wenn Du bereits aufstockst musst Du den Umzug genehmigen lassen. Begründen kannst Du den Umzug explizit wegen deines Umgangs und deines daraus resultierenden größeren Wohnbedarfs.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
Ich habe schon das grösste Zimmer der WG in weiser Vorrausicht gewählt das meine Kleine ja abundzu zu mir kommt. Wohnzimmer gibt es nicht.

Also erstmal geht es nicht anders. Mangels Geld hab ich eine WG ausgesucht. Man kommt einfach billiger rein und raus.
Da ich ja auch 2Jahre Fortbildung vor mir habe, muss es erstmal reichen. Danach kann man ja schauen.

Kannst du noch mal bitte meine Rechnung in Posting Nr. 90 durchgehen?
Und evtl. was zum Grundfreibetrag und zum Freibetrag für Erwerbstätige erzählen?
Danke.


gruß

PS: Ich hab ne Tochter!: : )
Zitieren
Du hast geschrieben:

Einkommen:
1750 € Brutto
1250 € Netto
-100 € Grundfreibetrag
-230 € Freibetrag für Erwerbstätige, min ein Kind im Haushalt
-273 € Mindest-KU
---
647,00 € anrechenbares Einkommen

Nun, im Prinzip würde ein Bruttoeinkommen von 1.500 Euro vollauf genügen, um o.g. Freibeträge "beziehen" zu können. Den Rest sollte man immer versuchen anderweitig zu ...
Dies soll jedoch keine Anstiftung zu irgendwas sein. Ich selbst verabscheue solch ein Handeln zutiefst. Mir wurde nur berichtet, dass es Menschen gibt, die sich derart unsäglich verhalten. Man soll sich hier auch keiner Traumwelt hingeben, denn kein Arbeitgeber wird bei soetwas mitmachen. Wenn dann bietet sich an, dass man als Kellner oder Taxifahrer arbeitet Stichwort Trinkgeld.

Deine Freibetragsrechnung ist korrekt, jedoch nur unter bestimmten Prämissen.

Dieser *Grund*freibetrag kann sich in einen Ersatz deiner tatsächlichen Aufwendungen wegen Arbeit zu deinen Gunsten wandeln. Am meisten profitierst Du von diesem Grundfreibetrag, wenn Du nahezu keinen Weg zur Arbeit hast und am besten die 500 Meter bis dorthin zu Fuß gehst und auch ansonsten keine Aufwendungen wegen Arbeit hast.

Es kann aber auch sein, dass Du jeden Tag 20 KM zur Arbeit fahren musst, deine Fahrtkosten betragen sodann ca. 80 Euro im Monat. Nun wäre es zu deinem Nachteil, würdest Du nur den Grundfreibetrag erhalten und nicht deine tatsächlichen Kosten in Abzug bringen.

Nun tritt an die Stelle des Grundfreibetrags, alle anderen bzw. tatsächlichen Freibeträge hier 230 Euro sind davon unberührt, plötzlich folgende Betragsberechnung:

Fahrtkosten (z.B. 80 Euro)
+ Versicherungspauschale (30 Euro)
+ Werbungskostenpauschale (15,33 Euro)
+ und noch diverse andere Aufwendungen wie KFZ-Haftplicht, Arbeitskleidung, etc.

Wichtig ist, alsbald Du mehr als den Grundfreibetrag in Anspruch nehmen möchtest, musst Du die tatsächlichen Aufwendungen nachweisen, dies jedoch nur in einem sehr geringen Maße. Für die Fahrtkosten genügt ganz einfach die Angabe deiner Arbeitsstelle, für die KFZ-Haftpflicht die Beitragsrechnung der Versicherung usw..

Bei mir hat sich jetzt z.B. die KFZ-Haftpflicht erhöht. Na und? :-)

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
Ah ok. Danke.

Ein KFZ hab ich nicht. Die 4km zu Arbeit fahre ich mit meinem Rad. Wären also 8km am Tag!
Zitieren
Dich wird das Jobcenter lieben, da Du fast keine Kosten verursachst ;-) Meines Erachtens sollte man sich aber nicht nur pfändungssicher sondern vor allem auch aufstockungssicher machen. Jobcenter lieben es einen schön zu rechnen, sodass man keinen Anspruch hat Stichwort GEZ, Fahrtkosten, Miete, Umgang etc..

Viele möchten allerdings auf ein KFZ nicht verzichten. Sodann wird es notwendig, dass man von der Arbeitsstelle weiter weg wohnt pi mal Daumen >20 KM. Nur dann kann man über die Fahrtkostenerstattung und sparsamster Fahrweise auch alle paar Jahre ein billiges KFZ in der Größenordnung von 500 Euro alle 2 Jahre sprich bis zum nächsten TÜV und bis Reparaturen fällig werden, finanzieren. Dies kann man natürlich optimieren, insofern man noch weitere Dinge beachtet.
Wer natürlich ein besseres Auto haben möchte, was als Aufstocker auch möglich ist, der muss halt vom Freibetrag was abzwacken.

Selbst reine bzw. vollumfänglich ALG 2 Empfänger ohne Einkommen können mit der Fahrkostenpauschale ein Auto finanzieren, sofern sie eine gewisse Sicherheitsdistanz zwischen Kindsmutter und sich selbst herstellen ;-) Ich gehe hier immer vom Standardumgang aus. Bei alternativen Vereinbarungen und vor allem, wenn die Kindsmutter mitspielen würde, ließe sich das natürlich optimieren.
Viele Väter meinen aber, sie müssten in der Nähe ihrer Kinder wohnen, um immer da zu sein. Dies stellt sich aber schnell als unnötig da, spätestens, wenn das erste Gewaltschutzverfahren eintrudelt, weil sich die Kindsmutter belästigt fühlt.

Außerdem macht Autofahren auch dem Kind Spaß ;-)

Es ließe sich überhaupt alles optimieren, spielte die Kindsmutter mit ;-)

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
Ansonsten gilt natürlich immer:

Deine Wampe muss wachsen, damit Du weißt, dass die Aufstockerei rentabel ist und nicht nur satt macht.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
Hab halt nur bissl Bammel vor der Titulierung.
Zitieren
Du titulierst als Aufstocker natürlich nur Unterhalt in Höhe von UVG-Sätzen!

Kinder bis 6 Jahre = 133 Euro
Kinder ab 6 Jahre bis 12 = 180 Euro

Alles andere wäre Wucher.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
Hmm...warum nicht den Mindestunterhalt?
Zitieren
Du kannst auch den Mindestunterhalt nach DDT titulieren. Aber den hast dann halt auch dauerhaft an der Backe.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
Hmmm....ich kann dir grad nicht folgen. Alles unter MU wird von denen doch gar nicht akzeptiert. Und ohne MU bleiben ja die Sanktionen des JA.
Kannst du das evtl. etwas genauer erklären?
Ich will morgen mal bei einer CARITAS-Beratungsstelöle anrufen. Kannst du diese Stellen empfehlen? Oder ist man als Mann dort auch falsch?

Gruß
Zitieren
Ich glaube man kommt mit einer Befristung eher durch als mit einem Titel von 133 Euro
Zitieren
Könnte ich auf 2Jahre befristen? Würde das gehen?
Zitieren
Hallo Anonymous,

befristen auf jeden Fall.

Bei deinem Netto würde ein Richter mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Mindestunterhalt nach DDT festsetzen. Bei Mangefällen mag das anders sein. Auf der anderen Seite wirst Du durch den Unterhalt sodann hilfebedürftig, dies müsste auch einem Richter und durchaus auch einem Jugendamts-Sachbearbeiter einleuchten. Ergänzendes ALG 2 macht dich an sich nicht leistungsfähig(er), hierzu gibt es bereits ein einschneidendes Gerichtsurteil, siehe unter Gerichtsurteile in diesem Forum. Bei einem Brutto von 1.750 Euro ist mE der volle Mindestunterhalt nach DDT nicht leistbar. Auf der anderen Seite ist so ein Richter link genug, als dass er in Sachen Selbstbehalt anders rechnet, sprich, er wird nicht von einem Selbstbehalt von 1.000 Euro ausgehen sondern von der Pfändungsuntergrenze pi mal Daumen 850 bis 950 Euro je nach Gerichtsbezirk, etc..

Explizit musst Du auch für dich entscheiden, ob Du deiner Tochter den maximal möglichen Unterhalt zukommen lassen willst oder nicht. Den Mindestunterhalt nach DDT muss das Jobcenter auf jeden Fall akzeptieren. Insofern die Mutter deiner Tochter ALG 2 Empfängerin ist, erhält dein Kind de facto nicht mehr als den Regelsatz für die jeweilige Altersgruppe sprich, deine Unterhaltszahlungen kommen dem Kind nicht zugute. Warum also für den Unterhalt krumm legen, wenn es im Endeffekt nur ein Hin- und Herschieben von ALG 2 Leistungen ist?

Wie gesagt, das ist alles sehr individuell.

Wenn man sämtliche Bedingungen zusammenführt, dann erscheint es mir in Bezug auf deine Situation durchaus als sinnvoll den Mindestunterhalt nach DDT 'jedoch befristet' zu titulieren. Einen Versuch mit der Befristung ist es zumindest wert. Jugendamt und Notar müssen in der Art und Weise titulieren, wie Du das möchtest.

Wichtig ist nur, dass Du titulierten Unterhalt bezahlst, da ansonsten Schulden auflaufen. Im Übrigen kannst Du auch ergänzendes ALG 2 erhalten, - um deine Unterhaltszahlungen sicherstellen zu können -, wenn Du ALG 1 oder Krankengeld erhältst. Solltest Du also krank werden oder irgendwann den Job verlieren, dann kannst Du für die maximalen Bezugszeiten weiter den Unterhalt bezahlen. Dies macht die Unterhaltslast mE erträglicher.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
Also MU sollte meine Tochter schon bekommen. Obwohl die KM gut verdient und garantiert nicht den MU zu 100% weiter gibt. Aber egal.
Wenn ich jetzt also 273€ titulieren lasse.....sollte ich das auf 2Jahre machen? Oder gleich bis die Kleine 18 ist?
Meine berufliche Fortbildung mit den mageren 1250€ Netto geht 2Jahre. Danach werde ich übernommen und mein Lohn steigt signifikant.
Was dann?
Zitieren
Verdient die Mutter möglicherweise mehr als 2500 EUR netto? Das könnte auch Auswirkungen auf den Kindesunterhalt haben.
Zitieren
(13-01-2014, 14:12)raid schrieb: Bei deinem Netto würde ein Richter mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Mindestunterhalt nach DDT festsetzen. Bei Mangefällen mag das anders sein.

Wichtig ist nur, dass Du titulierten Unterhalt bezahlst, da ansonsten Schulden auflaufen.

Alter, da hat mich das JA ja nach Strich und Faden beschissen.
Ich war Mangelfall (und noch etwas dümmer als jetzt) und die haben mir den Titel auf 100% DDT unbefristet ausgestellt.
Das bedeutet,dass trotz meiner jahrelangen Unterhaltszahlungen exorbitante Schulden aufgelaufen sind die ich die nächsten 30 Jahre nicht mehr von der Backe bekomme?

Zitieren
(13-01-2014, 14:30)p schrieb: Verdient die Mutter möglicherweise mehr als 2500 EUR netto? Das könnte auch Auswirkungen auf den Kindesunterhalt haben.

Nach meinen Berechnungen hat sie im Monat mit KU und allem so um die 2400€ zusammen.
Reiner Hauptverdienst in ihrer Firma sind 1900€ netto ungefähr (sie hat dort zwei Arbeitsverträge).
Zitieren
Update bei mir.

Ich habe einen Notar gefunden für den es kein Problem war mal KEIN Geld zu verdienen.
Habe dort in 20min die 272€ tituliert.
Morgen fahre ich zum Jobcenter den Antrag abholen und Freitag geb ich den ab. Wird echt knapp....
Kann mir morgen abend jemand evtl. Hilfeleistung geben hier?
Zitieren
Bestimmt.
Wobei es auf den Inhalt des Antrags im ersten Moment gar nicht so sehr ankommt.
Wichtig ist, dass er vor dem Ende des Monats gestellt ist.
Notfalls auch unvollständig.

Afaik, reicht es auch, hinzugehen und kund zu tun, dass man den Antrag stellen möchte.
Also sich bestätigen zu lassen, dass man da war um den Antrag abzuholen.
Insofern hättest du den Antrag auch ohne den Titel stellen können und diesen dann nachreichen.
Zitieren
Das wäre super. Ich glaub nicht das ich den Antrag morgen fertig bekomme.
Muss ja noch Arbeits- und Einkommensbescheinigungen beim AG abgeben. Und die sind echt langsam was sowas angeht.
Werde morgen gleich nach der Arbeit zum JC hin und nur den Hauptantrag abgeben. Mal sehen ob das klappt. Ich denke nicht....
Zitieren
Nicht einfach abwimmeln lassen.
Es kommt nur auf die Eingangsbestätigung an.

Das zusammen sammeln der einzelnen Unterlagen gilt dann als Teil des Antragsverfahrens und nicht als Vorbedingung.
Zitieren
Also ich war am langen Donnerstag da...um 17:30Uhr....6km mit Rad dorthingerast....ich habe geölt ohne Ende.
Man sagte mir dort das es heute keine Antragsbearbeitung mehr möglich wäre (der Beamte will ja IMMER pünktlich Feierabend machen).
Auf meinen Einwand hin das Öffnungszeiten bis 18Uhr sind, meinte sie nur "ja die Öffnungszeiten sind aber was anderes wie bearbeitungszeiten"!.
Ok...ich bekam aber einen neuen Termin 7Tage später und Antragsgültigkeit Februar...alles klar.

Bin mal gespannt.....


PS: Heute war im Briefkasten ein neuer Fragebogen des JA meiner alten Stadt. Muss ich jetzt schon wieder Auskunft erteilen?
Der stat. Titel auf 272€ für 2Jahre ist vorhanden und der Mutter zugestellt.....Unterhalt ist überwiesen.
Zitieren
(02-03-2014, 15:34)Anonymous schrieb: PS: Heute war im Briefkasten ein neuer Fragebogen des JA meiner alten Stadt. Muss ich jetzt schon wieder Auskunft erteilen?
Schon wieder am WE in den Briefkasten geschaut? Macht man nicht! Wink
Zitieren
Ich öffne und lese nur Post von der Staatsanwaltschaft. Briefe vom Jugendamt wandern in den Reißwolf, ungelesen natürlich. Ich lasse es immer auf eine Klage ankommen.
Das Männermagazin www.das-maennermagazin.com 
Mein Blog www.detlef-braeunig.com
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Vorgehen bei Trennung & Scheidung Same 47 3.057 01-12-2020, 13:56
Letzter Beitrag: Newton
Sad Plane Trennung und Scheidung nach kurzer Ehe mit 1 gemeinsamem Kind Corleone 104 59.804 10-11-2020, 19:05
Letzter Beitrag: p__
  Kindesunterhalt-Titel begrenzt oder nicht? Clint Eastwood 35 15.369 20-12-2018, 16:13
Letzter Beitrag: Clint Eastwood
  Importdame- Welche Rechte hat Stiefsohn bei Trennung / Scheidung Liebeskasper 16 8.986 27-12-2016, 16:38
Letzter Beitrag: Bruno

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste