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Wie komme ich heil raus?
#1
Hallo zusammen!

Ich bin hier ganz neu und erhoffe mir den ein oder anderen schlauen Rat. Bei mir beginnt die Kacke nämlich so langsam zu dampfen...

Aber der Reihe nach. Aus "Unachtsamkeit" ein Kind gezeugt welches 2014 geboren wurde. War mehr oder weniger ein One Night Stand. Die ganzen Jahre habe ich mich im klassischen 14-Tage-Wochenende-Modus um das Kind gekümmert. Richtig wohlgefühlt in der Vaterrolle habe ich mich nie. Windeln wechseln, füttern, bespaßen, Hausaufgaben machen, Dinge erklären. Dies alles war mir im Prinzip immer tiefst zuwider. Ich habe das nie gemacht weil ich das aus Überzeugung wollte sondern weil ich dachte, dass man das halt so machen muss bzw. das andere das von einem erwarten.

Dass hier erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich möchte ich, dass es der kleinen gut geht. Ich möchte, dass es prinzipiell allen Menschen gut geht. Egal ob jung, alt, dick, dünn, schlau oder doof. Der Umstand, dass das Kind von mir gezeugt wurde genereiert jetzt keinen Sonderstatus.

Und ja: Ich weiß, dass meine Ansichten nicht gerade die moralisch besten sind. Und ich würde es auch niemanden verübeln mich als bitterbösen Menschen darzustellen. Aber so ist es halt wie ich das sehe. Ich erwarte für meine Position keinerlei Verständnis. Das kann ich schon realistisch einschätzen.

Vor ein paar Monaten konnte ich einfach nicht mehr. Ich habe das Kind dann nicht mehr genommen und der Mutter irgendwas erzählt warum es gerade nicht passt. Eigentlich war es immer so, dass ich mich Sonntags Abend gefreut habe wenn ich sie weder abgeben konnte und am darauffolgenden Montag schon wieder Panik schob weil in 12 Tagen das Kind wieder da ist.

Tja, so blöd es klingt: Aber seit der "Kinderauszeit" geht es mir besser. Kein Druck, keine Panikmache sonder einfach nur das Leben leben. Klingt jetzt wieder blöd aber ich glaube einfach, dass wenn ich das Kind nicht mehr sehe es mir langfristig besser geht.

So, wie ihr euch vorstellen könnt ist Mutti natürlich gar nicht begeistert. Um nicht zu sagen: Sie ist fuchsteufelswild. Sie schrieb mir, dass sie nun alles in ihrer Macht stehende tut - was immer das auch heisst...

Da wir das gemeinsame Sorgerecht haben hielt sie es wohl für eine gute Idee mich darauf hinzuweisen, dass sie es mir entziehen könne. Nunja, dass das nicht wirklich als Druckmittel für mich taugt weiß sie halt noch nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Was kann ich jetzt noch tun? Im Prinzip habe ich nur vor einer Sache Angst (und zwar RICHTIG): 170!

Ich bin seit einiger Zeit arbeitslos und habe natürlich Null Kohle. Unterhalt wurde auch noch nie gezahlt.

Mein Ziel ist:

1. Kontakt wenn möglich beenden
2. JVA-Aufenthalt unter allen Umständen vermeiden

Wie kann ich Punkt 2 gerade in Hinsicht auf die Arbeitslosigkeit und keinerlei finanziellen Rücklagen verwirklichen?
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#2
Das war unklug. Wenn du noch nie Unterhalt gezahlt hast und deswegen auch keinen Ärger hattest, bist du in einer extrem glücklichen Lage gewesen, verglichen mit dem was Vätern in dieser Situation sonst so alles droht. Das sollte man still bejubeln und absolut nichts unternehmen, das diesen Zustand kippen lässt. Offenbar war die Mutter bisher beim Thema Geld sehr umgänglich und dass du ins gemeinsame Sorgerecht einbezogen wurdest ist auch positiv zu werten. Das ist wertvolles Kapital.

Dein Problem scheint das Zusammensein mit dem Kind zu sein und das lässt sich viel eher lösen wie einen Unterhaltsstreit. Den kannst du nur durch zahlen lösen und das heftig und lange. Deine Arbeitslosigkeit schützt dich nicht im mindestens davor, im Gegenteil, die werden dir Schulden reindrücken die du nie wieder los wirst, nicht mit Insolvenz, nicht mit Verjährung, nicht mit Verwirkung.

Als Sofortmassnahme würde ich mit der Mutter sprechen und die bisherigen Ereignisse als Aussetzer wegen psychischer Probleme bezeichnen. Wie gut ist der Kontakt mit der Mutter? Vielleicht könnt ihr auch einige Probleme gemeinsam angehen. Überlege, ob du deine Ziele nicht redefieren kannst:

1. Gute Zeit statt Frust mit dem Kind
2. Sich nicht erpressbar machen mit Unterhalt.

Für beides gibt es Möglichkeiten, die du vielleicht noch nicht ausprobiert hast.
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#3
Ich sehe das wie p__. 

Hierüber würde ich genauer nachdenken:
"Windeln wechseln, füttern, bespaßen, Hausaufgaben machen, Dinge erklären. Dies alles war mir im Prinzip immer tiefst zuwider."
"... dass ich mich Sonntags Abend gefreut habe wenn ich sie weder abgeben konnte und am darauffolgenden Montag schon wieder Panik schob weil in 12 Tagen das Kind wieder da ist. ... seit der "Kinderauszeit" geht es mir besser. Kein Druck, keine Panikmache sonder einfach nur das Leben leben."

Was GENAU macht dir Panik?
Eigentlich ist es im Menschen durch die Evolution angelegt, dass er gerne mit Kindern zusammen ist und sich gerne um sie kümmert.
Darum überleg mal genau, was dein Problem dabei ist. Ist es wirklich das Kind oder was anderes?

Stell dir mal vor, du wärst alleine auf der Erde und würdest dann auf einmal ein Kind finden. Wie wäre das für dich?
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#4
Das Kind ist schon sechs oder sieben, also in der Schule (bzw. dem, was man zur Zeit unter Schule versteht). Mit Windel ist da nichts mehr, eher mit Ausflügen, eigentlich ein Alter in dem man mit den Kindern viel Spass haben kann. Das wird auch schneller als gedacht zu Ende sein. Ab 12-14 sind die Freunde wichtiger und lose Beziehungen zum Umgangselternteil schlafen schnell ein. Der wird dann auch nicht mehr gebraucht, weil die Kinder auch allein zu Hause bleiben können, wenn Mutti auf die Piste geht.
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#5
Ich kann Waldfreund da durchaus verstehen. Mir ging es absolut ähnlich. Und auch ansonsten gilt: ich kann mich zwar gern mal mit einem Kind beschäftigen (auch fremde), aber ich bin dann froh wenn ich die wieder abgeben kann.

+++++++++++Eigentlich ist es im Menschen durch die Evolution angelegt, dass er gerne mit Kindern zusammen ist und sich gerne um sie kümmert.+++++++++++++
Ich glaub da fehlt mir ein Gen.

Was aber paradoxerweise nicht bedeutet, das ich mein Kind nicht geliebt habe, bis es Anfing diese Schxxx mit mir Abzuziehen.................
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#6
(04-05-2021, 15:38)Newton schrieb: Was GENAU macht dir Panik?

Die Vorstellung das das Kind schon wieder bei mir ist. Am liebsten bin ich für mich allein und hab meine Ruhe.

(04-05-2021, 15:38)Newton schrieb: Eigentlich ist es im Menschen durch die Evolution angelegt, dass er gerne mit Kindern zusammen ist und sich gerne um sie kümmert.

Dann hat die Evolution bei mir komplett versagt.


(04-05-2021, 15:38)Newton schrieb: Darum überleg mal genau, was dein Problem dabei ist. Ist es wirklich das Kind oder was anderes?

Es ist wohl so, dass ich einfach nicht für Kinder gemacht bin. Vatergefühle sind nicht da und im Prinzip nerven die mich nur. Es ist ja durchaus ganz niedlich wenn so ein kleiner Fratz auf dem Knie Hoppe-Hoppe-Reiter mit einem spielt. Aber ich gebe die dann auch lieber zeitnah wieder ab.


(04-05-2021, 15:38)Newton schrieb: Stell dir mal vor, du wärst alleine auf der Erde und würdest dann auf einmal ein Kind finden. Wie wäre das für dich?

Ich würde mich wahrscheinlich unbehaglich fühlen, mich davonstehlen und mir lieber eine Katze/Hund/Karnickel als Gefährten suchen.
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#7
Du könntest es auch als Job sehen. Das bisschen temporäre Wochenend-Zusammensein mit dem Kind hat dir bisher mehrere tausend Euro pro Jahr erspart. Und das Kind geht jedesmal wieder, du musst dich ausserhalb eurer Zeit um nichts kümmern.
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#8
Du sagst, die 4 Tage im Monat mit Deinem Kind sind höchst unangenehm für Dich.
Unterhalt musstest Du bisher keinen zahlen. Du bist in privilegierter Lage.

Sei fair und gehe anstelle der Kinderbetreuung dann wenigstens für 4 Tage im Monat arbeiten und überweise der Mutter den erwirtschafteten Betrag. 400,-€ sollten allemal rausspringen. Für Dich ist es das kleinere Übel.
Das wäre einfach fair, machbar und vor allem würdest Du Dir ein gutes Verhältnis zur Mutter und Kind erhalten. Möglicherweise kommst Du so um ein gerichtliches bzw. tituliertes Prozedere herum.

Langfristig solltest Du die Ursachen der Abneigung zu Deinem Kind aufarbeiten. Langfristig - denn das ist sicher nicht auf die Schnelle lösbar.
Als wir die Orientierung verloren hatten, verdoppelten wir die Anstrengungen (Mark Twain)
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#9
rational klingt das alles irgendwie nicht. Daher erscheinen rationale Erklärungen auch nicht hilfreich. Tiefer nachforschen (Profis?!) wie Newton es vorschlägt ist eine gute Sache. Ansonsten sich seinen Ängsten zu stellen ist immer eine gute Sache in Hinblick auf die persönliche Weiterentwicklung des Mannes! Als Bonus steht sogar die persönliche Entwicklung des Kindes mit an - wie viele beneiden dich daher gerade sehr....

Alles Gute auf jeden Fall!
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#10
Also ist sehe das etwas pragmatischer. Es gibt meiner Meinung nach schlicht Menschen, die keinen Bezug zu Kindern haben. Jetzt könnte man versuchen, daran herum zu doktern, oder es sein lassen und akzeptieren... Im Grunde war das schon immer so und ist nichts Neues. Männer geben das nur etwas leichter zu. Bei manchen Frauen und auch Müttern, merkt man es am Verhalten. Ich halte das nicht einmal für Außergewöhnlich. Ob ich selbst etwas nachvollziehen kann, ist eine andere Sache und für den Betroffenen uninteressant.

Grundsätzlich ist es in dieser Konstellation sehr schade, da die Mutter ja scheinbar zugänglich ist, Umgang wünscht und sich mit finanziellen Forderungen auch noch zurück hielt. Aber nutzt nun alles nichts. Wenn du mit den Vorschlägen dort oben nicht anfangen kannst, ist das eben so.

Nun wird sie demnächst kommen und Unterhalt verlangen. Davon ist auszugehen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass sie sofort mit dem 170er angehoppelt kommt. Eher mit den üblichn Vorgehensweisen. Anwalt = Auskunft = Mindestunterhaltsforderung = Titel

Rückwirkend wird man nichts verlangen können (es ist ja kein Titel da), also für die Zukunft und laufend. Die Arbeitslosigkeit wird dich davor nicht bewahren und demnächst steht dann Hartz IV an. Das heißt, irgendwann wird die Arbeitswelt wieder winken. Aber ich gehe einfach mal davon aus, dass Du auch für Dich selbst, nochmal etwas tun möchtest.

wenn dem nicht so ist - ohne Dir Nahe treten zu wollen - dann hast du evtl.ein Problem mit Motivation und Aktivität. Es gibt Menschen (das ist jetzt einfach mal in den Nebel geschossen), die sich aus unerfindlichen Gründen nicht mehr aufraffen können. Auch das kann an vielem liegen und hat manchmal sogar medizinische Gründe (nicht nur psychische). Dann würde es sich lohnen zu versuchen Hilfe zu finden.
https://www.podcast.de/podcast/908466/
Papa Pudel Podcast
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#11
Oft sind Mütter nur dann zugänglich und auf Umgang bedacht, wenn der Vater wenig interessiert ist. Das gehört zu ihrem Opferbild. In dem Moment, in dem Väter eine gleichberechtigte oder sogar überwiegende Betreuungsrolle für sich wollen, kollabiert die Zugänglichkeit und sie fängt blockieren an.

Negativ gegenüber Kinder zu empfinden gibts. Aber in diesem Fall halte ich die Wege noch nicht abgegangen, die da rausführen. Man kann sowieso unbegeistert sein aber trotzdem ein guter Vater. In diesem Fall spielt eben auch der Preis für die Zurückweisung eine Rolle. Als Unterhaltspflichtiger ohne Job der nicht zahlt ist er so hoch, dass man das Kind auch als Teilzeittätigkeit sehen kann, die man einen Tag pro Woche ausübt (d.h. alle 14 Tage ein Wochenende). Der bringt hier fast 400 EUR ein, wenn er es schafft den Status quo beizubehalten.
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#12
Hi Waldfreund, viele gute Tips hier!

Von Dir....nur 2 Beiträge, der Letzte am 4.5.21 beide am Tag Deiner Accounterstellung - also vor nun 6 Tagen....

So wichtig scheint Dein Anliegen nicht zu sein....
Als wir die Orientierung verloren hatten, verdoppelten wir die Anstrengungen (Mark Twain)
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#13
Mir ging’s immer ähnlich. Kinder zu bespassen kann richtig anstrengend sein. Ich habe es trotzdem durchgezogen, nicht jede Lebensaufgabe kann man sich aussuchen. Ist wie mit dem Job, nicht jeder erfüllt einen, doch ohne hat man nichts zu beißen.
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#14
Aufreibend ist es immer. Bei mir wars nicht das Kind selbst, aber das Drumrum, endlose und schwierige Abholtouren mit ebenso endloser Organisation wie dem Aufbau eines Kartenhauses, das war nervenzerrend. Als das mal (Dank Ex, nicht weil ich es wollte) abbrach, wars auch eine Befreiung und sogar positiv. Jeder das mal migemacht hat, wird es verstehen. Da sollte man sich auch nicht von Schönwetterlaberer ein schlechtes Gewissen machen lassen.

(10-05-2021, 13:32)Ruckzuckmaschine schrieb: So wichtig scheint Dein Anliegen nicht zu sein....

Vielleicht wartet er ab, was alles an Antworten kommt, vielleicht hat er sich auch schon verabschiedet. Ist auch okay, über solche Fragen zu sprechen hilft auch anderen Leuten in ähnlicher Situation die das vielleicht mal lesen.
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#15
Keine Sorge, ich bin schon noch da und lese alles mit. Ich bin halt immer noch am hadern was ich nun am besten mache. Gute Tipps sind hier nämlich dabei. So richtig kann ich mich aber nicht "entscheiden".
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#16
Such Dir doch ein Hobby das Dir Spass macht und das Du gemeinsam mit dem Kind betreiben kannst. Sollte der Kontakt zum Kind dann mal abbrechen, hast Du etwas was Dir Halt geben kann und Du versinkst nicht wieder? in einem depressionsähnlichen Zustand.
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#17
Zum Kind wurde ja schon viel gesagt, aber bezüglich des Unterhalts muss nochmal klar und deutlich gewarnt werden: Du bist da an einer Lebensweiche. Du wirst sehr schnell und ohne federlesens zu mindestens Mindestunterhalt verknackt werden, es werden Schulden auflaufen wenn du nicht sehr schnell und dauerhaft einen Job findest von dem du monatlich ohne Unterbrechnung zahlen kannst. Du wirst diese Schulden nicht mehr los, das wird dein Leben ändern. Alle Risiken liegen bei dir, Nettigkeiten wie Sonder- und Mehrbedarf kommen noch oben drauf und ständiges nackt machen deiner finanziellen Verhältnisse.

Das wird es auch, wenn du stattdessen eine Prellerkarriere machst, also die auflaufenden Schulden ignorierst. Das ist ebenso eine Lebensweiche, von diesem Gleis kommst du nur schwer wieder runter, du musst dein Leben abseits des offen wirtschaftlichen Handelns einrichten. Das geht alles wenn man es drauf hat, aber die Tragweite sollte einem bewusst sein.

Gewichte also das bisher gute Verhältnis zur Mutter stark. Das ist die Chance, den Status quo beim Unterhaltsmist beizubehalten. Eine Unterschrift im Jugendamt von ihr reicht und du hast die nächsten 12 Jahre dem Jugendamtsbeistand am Hacken und weitere zweistellige Jahre den Versuch, übergegangene Unterhaltsschulden einzutreiben. Wie paradiesisch es war und wie privilegiert du bis jetzt warst im Vergleich zu anderren Trennungsväter, ist dir nicht so recht bewusst, fürchte ich. Es wird nicht nur unbequem werden, sondern lebensverändernd. Das ist einer der Preise für deinen Abschied von dem, was Eltern eben so machen: Ab und zu mit dem Kind zusammen sein. Die halbe Zeit hast du eh schon rum. Ab 12-14 schlafen die Beziehungen zum vorher schon wenig präsenten Elternteil fast immer ein.
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#18
Waldfreund hadert noch mich sich? Welche Optionen hast Du? Unterhalt zahlen und Schulden sammeln, ist keine so angenehme Freizeitbeschäftigung, aber jeder ist da anders.
Such dir nen Job, und stelle die Betreuung alle 14 Tage sicher! Wenn nicht wird sich dein Leben um 180 Grad drehen, vielleicht sind die Briefe vom JA schon unterwegs!
Die Geschichte hier ist unglaubwürdig! Wovon hat die KM gelebt, ist die vermögend und benötigt kein Geld von dir?
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#19
Vermögend sicher nicht. Aber halt Teilzeitstelle und Aufstocker beim Jobcenter. Wissen tue ich es nicht aber ich glaube sie bekommt noch Unterhaltsvorschuss.
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#20
Die Wochenenden mit Kind kannst du so gestallten, indem du z.B. eine Freundin deiner Tochter einlädst, dann haben die Beschäftigung, oder such dir andere Trennungsväter und mach mit denen was zusammen am Wo., da findet sich was. Geh auf deine Ex zu und versuch es nochmal hinzubiegen. Mach.... ich kenn deine Psyche nicht, vielleicht sind da schwerere Defizite bei dir welche dich hemmen. Aber wenn nicht, ja denn ... Es gibt auch Vätergruppen die gemeinsam was unternehmen etc...
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#21
Wenn sie Unterhaltsvorschuss bekommen würde, hätte sich die Unterhaltvorschussstelle längst bei dir gemeldet. Die geben der Mutter gerne was, fordern dann aber sofort und ziemlich brachial von dir alles wieder. Der Nachweis von Arbeitslosigkeit hilft dir da nicht. Fikties Einkommen, Erwerbsobliegenheit...
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#22
(04-05-2021, 10:47)Waldfreund schrieb: So, wie ihr euch vorstellen könnt ist Mutti natürlich gar nicht begeistert. Um nicht zu sagen: Sie ist fuchsteufelswild. Sie schrieb mir, dass sie nun alles in ihrer Macht stehende tut - was immer das auch heisst...
(11-05-2021, 10:41)Waldfreund schrieb: Ich bin halt immer noch am hadern was ich nun am besten mache. .... So richtig kann ich mich aber nicht "entscheiden".

Ich befürchte, Du unterliegt wieder einer Fehleinschätzung, wenn Du annimmst nach wie vor in einer Entscheidungsposition zu stehen.
Ich befürchte dieser Zug ist abgefahren.
Die Mutter wird sich beraten lassen und dort werden sie ihr das Mantra vorbeten, wie blöd sie ist, ihre mächtige Position nicht zu nutzen - jetzt nachdem der "Vater sich nicht einmal ums Kind kümmern will".

Das Problem ist..... wenn "Mutti" jetzt anfängt die Weichen zu stellen, dann folgt ein Automatismus, aus dem man in der Regel kaum noch Optionen hat.
Selbst wenn Du (später) dann doch eher das Kind nehmen willst und somit versuchst zum alten Status zurückzukommen, wird man Dir das negativ als einen billigen Versuch der Unterhaltsdrückerei auslegen.


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Deshalb mein Tip (ich sattele dementsprechend tief):
- rede mit "Mutti" offen und ehrlich.... Du willst fürs Kind das Beste, hast aber derzeit Probleme
- sage, dass Du eine Lösung willst, wo Kind, Mutti und DU mit leben können
- vielleicht auch vorschlagen, dass Du in eine Beratung gehst, um Deine Situation zu verbessern, Du also daran arbeitest, dass sich für alle etwas verbessert
vielleicht kannst Du sie so noch besänftigen und Du erhälst wertvolle Zeit, um Deine Situation zu klären

Arbeitslos...kein Kind....Freunde kann man gerade auch nicht treffen.... Was machst Du eigentlich den lieben langen Tag?

Was ist Dein Lebensziel?
Als wir die Orientierung verloren hatten, verdoppelten wir die Anstrengungen (Mark Twain)
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#23
Nur mal so ins Blaue hinein vemutet, aber ist die Vaterschaft auch zweifelsfrei durch eine gutachterliche Untersuchung festgestellt, oder wurde im guten Glauben die Vaterschaft anerkannt?
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#24
Bei einem Kind nach einer sehr kurzen Beziehung war das vermutlich schon Thema. Die Mutter wäre jedenfalls nicht schlau, wenn sie jemand das Kind unterschiebt, der nix zahlen kann. Beliebter ist, einen Gutzahler in die Vaterschaft zu tricksen.
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#25
Vaterschaft wurde im guten Glauben anerkannt. Zweifel in dieser Hinsicht habe ich nicht.
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