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Vereinfachtes Verfahren KU - Bitte um Eure Hilfe
#51
(15-07-2021, 05:07)Wurstbrot schrieb: Wie würdet Ihr vorgehen um einen der Qualifikation angemessenen Job zu finden?

Wie kann ich eine lange Lücke im Lebenslauf erklären, gerade Krankheit?

Was kann ich praktisch machen, wenn ich im Hamsterrad bin und meine Gesundheit mir einen Strich durch die Rechnung macht?

Keine Ahnung, was deine Qualifikation noch wert ist. Ein Musiker kann auch nach Berufspause noch gut sein, ein Informatiker ohne Projekte ist nach einem Jahr zweifelhaft und nach drei Jahren mausetot. Verwaltungsheinis und staatliche Bürohengste altern auch nicht, niedriges Niveau kann nicht mehr viel tiefer sinken.

Du klingst jedenfalls nicht so, also wären gesundheitliche Grenzen in absehbarer Zeit ignorierbar. Deshalb der obengenannte Rat, sich auf Teilzeit, aufstocken zu konzentrieren und nicht den bestbezahlten, sondern den gesundheitlich am besten machbaren Job.

Auf die Rente hin zu planen halte ich für unberechenbar. Es ändert sich ständig was. Das Renteneintrittsalter wird über kurz oder lang so hoch, dass ein Drittel der Männer (NICHT der Frauen) den Renteneintritt ohnehin nicht erleben. Jetzt im Juli 21 gilt beispielsweise die neue Grundrente, die einen Zuschlag verspricht für Leute mit geringem Einkommen, aber 35 Beitragsjahren. Auch weniger bringt schon was, dann mit Abzügen. Zeiten der Leistungen bei Krankheit oder Rehabilitation zählen auch. Verdienstuntergrenze ist 1039 Euro brutto, Obergrenze 2770 Euro. Diese Untergrenze ist auch mit Teilzeit zu machen und du bekommst trotzdem noch aufstockende Leistungen. In dieser Zone bist du im Optimalbereich.

Es ist ohnehin besser, sich daran zu gewöhnen lebenslang etwas dazuzuverdienen, möglichst am Staat vorbei. Dafür habe ich grossen Ansporn statt Skrupel: Sehr gerne gebe ich etwas von den mir verabreichten "Segnungen" dieses sogenanten Rechts an die Urheberorganisation zurück.
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#52
(15-07-2021, 12:16)p__ schrieb: Verwaltungsheinis und staatliche Bürohengste altern auch nicht, niedriges Niveau kann nicht mehr viel tiefer sinken.

Schönen Dank auch, hab ich verstanden ...

@ Wurstbrot ...

Vollumfänglich aus der Distanz schwierig zu beurteilen... dazu müsste man Deine Skills genau kennen und analysieren. So gesehen maße ich mir nicht an, Dir hier konkrete
Jobaussichten zu beschreiben.. 

Fakt ist jedenfalls, dass Menschen mit einer gebrochenen und nicht geradlinigen Karrierelinie nicht unbedingt dem üblichen Karriereschema entsprechen und es schwer haben, einen entsprechenden Job zu finden; es sei denn, der Bewerber verfügt über für AG interessante Alleinstellungsmerkmale .. dann ist es auch kein Problem, dass der AG über
lange Krankheitszeiten hinwegsieht - sofern er davon ausgehen kann, dass das wahrscheinlich nicht wieder vorkommt. Wenn Du nur das bieten kannst was die Masse auch bietet, wird es schwer ...

Ich hab ca. 25 Jahre lang ( vor meiner Tätigkeit als "Führungskraft" ) an der Front im unmittelbaren Vermittlungs- und Beratungsgeschäft - davon mehrere Jahre auch
in der Akademikerberatung - gearbeitet..

Trennungsväter habe ich - noch vor meiner eigenen Trennungsgeschichte - jedenfalls immer in Ruhe gelassen; ich konnte immer nachvollziehen, dass gestandene Männer
mit einem respektablen Berufsweg keinen Bock mehr hatten , für lausigen Selbstbehalt zu malochen und Exe und Brut fett zu füttern. Wenn dann noch Gehaltspfändungen kamen,
haben die Arbeitgeber auch nur in Ausnahmefällen ( s.o.) mitgespielt. Deshalb kann ich mich nicht erinnern, irgendwann mal einen Unterhaltspflichtigen wegen Arbeitsablehnung
sanktioniert zu haben.

Genau diese Trennungsväter waren es aber auch, die es in der Regel immer geschafft haben, für sich selbst ihre ökologische Nische zu schaffen  .... sei es über den 2. Arbeitsmarkt, sei es
über Schwarzarbeit, ausbaufähiges Nebeneinkommen, Scheinselbständigkeit usw.usw.... Insofern ist der Rat , Teilzeit zu arbeiten und aufzustocken ja nicht neu und nach wie eine gute Möglichkeit sich ein wenig Luft zu verschaffen.

Genau so gehört manchmal tatsächlich auch ein bisschen Glück dazu , zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Wichtig sind im Rahmen der Selbstvermarktungsstrategie auch die
Kenntnisse der (tatsächlichen und nicht der vermutlichen) Stärken und Schwächen, der eigenen Eignung, der realistischen Mobilität , des regionalen Arbeitsmarktes und des eigenen Wirkens auf Andere...Die Aufzählung ist sicher nicht komplett ; das Alter ist trotz Fachkräftemangel immer noch ein wesentliches Kriterium... 

Ich gehe davon aus, dass die Prosa, die Du hier von Dir gibst lediglich das Forum erfreuen soll... im Geschäftsverkehr wärst Du damit spätestens nach 2 Tagen wieder draußen ( ist nicht böse gemeint, nimm`s nicht persönlich ...) Nur nebenbei : Ich mag HR auch nicht ...., vorausgesetzt, Du meinst damit Human Resources und nicht die Yachten aus Ellös - die sind nämlich toll  Wink

Gruß
ArJa
Duldet ein dekadentes Volk Untreue von Richtern und Ärzten sollte es sich auflösen. ( Platon )
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#53
(15-07-2021, 15:58)ArJa schrieb:
(15-07-2021, 12:16)p__ schrieb: Verwaltungsheinis und staatliche Bürohengste altern auch nicht, niedriges Niveau kann nicht mehr viel tiefer sinken.

Schönen Dank auch, hab ich verstanden ...

[Bild: 444cd2305bdec32288a6358e0ca2e1f3.jpg]


@ p:
Ich würde gerne raushauen was ich beruflich mache. Habe die Befürchtung das das keine gute Idee ist hier an dieser Stelle, weil ich davon ausgehe das fleissig mitgelesen wird.

Meine Quali ist nicht hoffnungslos und da ist durchaus der ein oder andere Lichtblick. Könnte besser sein aber ganz so schwarz mag ich das jetzt noch nicht sehen.

Ich mach mir Gedanken über meine Gesundheit und da sind gerade Fragezeichen, die ich nicht ganz einschätzen kann. Es sind harte Limits da, die sich nicht mit “Zähne zusammenbeissen” kaschieren lassen. Es gibt hier einige Vaeter, die ein härteres Los gezogen haben als ich. Wirklich cool ist es nicht das die Schuldenuhr weiterläuft aber ich kann es nicht ändern. Wenigstens sind meine Schulden noch nicht ganz so hoch das es keine Frage des Wollens sondern der Vernunft ist die Flinte ins Korn zu schmeissen.

Danke fuer Deine Einschätzung zur Rente! Ja, ich habe mir die Grundrente angeschaut und wenn ich mich nicht versehen habe liegt sie in der Groessenordnung von 70,-EUR. Gemessen an der Steuerlast und den Lebenshaltungskosten ist die zu erwartende durschnittliche Rente von unter 1.100,-EUR ein schlechter Witz. Die Generation der Babyboomer hatte es vielleicht am besten, jede Menge Jobs, guter Verdienst und fette Renten. Heute muss ich mehr lernen und wenn ich dasselbe haben möchte wie meine Eltern muss ich wesentlich härter arbeiten. Das mit den Verdienstgrenzen wusste ich nicht, danke fuer das Augenöffnen!

Dazuverdienen ist eine komische Sache. Es ist ein Ausdruck des Zustandes des Patienten, wenn jemand nach einem langen Berufsleben dies dringend braucht. Die Stäatin, vormals der Staat, mag seine Bürger nicht, sondern wäre sie netter zu ihnen.

Wenn alle Stricke reissen, bleibt dann im Alter nur noch Sozialhilfe? Oder habe ich diesen Punkt nicht richtig verstanden?

Hmm naja Unisextarife im Namen der Gerechtigkeit sind nichts weiter als Subvention durch den Mann. Frauen leben länger, zahlen weniger ein und nehmen mehr raus bei gleichem Beitrag. KFZ-Versicherung ist auch ein lustiger Fall. Mein Beispiel hinkt ein wenig, da da ganze Branchen vom Problem und nicht der Lösung leben. Leider auch das Juristengesockse.



@ ArJa:
“… nach 2 Tagen wieder draussen”
Ja, oder der Puff gehört mir nach 2 Tagen und ich stelle Flamingos in den Vorgarten :-D
Und die minimale Körbchengroesse für HR ist Doppel-D.

Das gemeine HR-Weibchen, gerne auch HR-Zippe oder Püppi genannt:
Eine zunächst unbekannte Form, hier angenommen weiblich. Kennzeichen sind neben Abwesenheit von Bildung dümmliches Grinsen oder bei höherer Einsortierung auf der Leiter auffallende Überheblichkeit und Launenhaftigkeit. Böse Zungen behaupten beim Lächeln eines HR-Weibchens sehe man nur die andere Seite des Zimmers oder eine zahngespickten rötlich-weissen Schlund. Zur Berufsverkleidung gehört ein Hosenanzug
mit zum Leidwesen der männlichen Arbeitnehmer tiefen Einblicken, die die Beschaffenheit der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale erahnen lassen, vgl. hierzu aus dem grossen Bilderband der Biologie den Kamelzeh. HR-Püppis bestehen gerne auf
das heilige Anschreiben in einer Bewerbung und pflegen ihre Fensterglasbrille zur Schau zu tragen, da dies von anderen Hühn … ähem ich meine Frauinnenen für professionell gehalten wird.

In zunehmendem Alter kommt sie schlecht mit dem Verlust ihrer Atraktivität zurecht und lässt ihr Umfeld dafür leiden. Erkennungszeichen hier ist eine kalte Tinder-Box, früher Handy genannt. Überfütterung sollte tunlichst vermieden werden aber die männlichen Arbeitnehmer sind unter ihrer ihrem Terrorregime bereits Kummer gewohnt und gehen mit Bauchschmerzen ihrem Broterwerb nach.
Ausbildung so weit bekannt, von irgendeinem Trottel, meist männlich, auf diesen Posten gesetzt und Buch über HR, welches von Amazon bezogen wurde, und vorgegeben wird gelesen worden zu sein. Die ultra-gemeine HR-Zippe ist für ihre Unausgeglichenheit bekannt und ihr launisches Verhalten gefürchtet. Die ureigensten Wesenszüge dieser bemopsten Scheusalinnenen verkehren sich schlagartig in sozial kompatibles Verhalten so bald ein Vorgesetzter, insbesondere ein Geschäftsführer, im Raum ist.

Das HR-Weibchen, die gemeine Zippe, ermutigt stets freundlich zum sozialisieren mit Kollegen. Es wird gerne Alkohol ausgeschenkt und dabei führt das HR-Weibchen eine imaginäre Strichliste wer wie viel getrunken hat. Das sehr gemeine HR-Weibchen explodiert ohne erkennbaren Grund und moechte wie alle Weibchen gerne Ringbindungsverpflichtungen eingehen.

Besonderheiten neben einem im Alter kaum zumutbaren Äusseren ist das Wesen einer Soziopathin, die einen auf scheissenfreundlich macht und hinterrücks den Rausschmiss von Mitarbeitern plant während sie die Opfer stets ermahnt zu lächeln und Spass zu haben.

Yachten sind schon ganz cool, aber die mein ich hier nicht :-)

Der bedeutende Sozialwissenschaftler Dr. Alfred Bundy erkannte bereits früh “Warum sollte ich bei etwas lügen zu das mich ein Irrtum lebenslänglich verpflichtet hat”.

Mal Spass beiseite, cool wie Du mit Trennungsvaetern umgehst und Ihnen geholfen hast! Das spricht Bände.
Und vor allem danke ich Dir sehr für Deine Einschätzung wie meine Chancen ausehen könnten.
Das hilft mir weiter aufgrund Deiner Erfahrung diese Situation realistischer zu sehen.

Weisst Du vielleicht wie ich an einer solchen Stelle eigene Vorschläge durchboxen könnte? Ist es gerne gesehen, wenn ein Typ da rein kommt und schon die Lösung auf den Tisch legt, die nur noch abgenickt werden müsste, weil sie gut und zielführend ist?

Hast Du vielleicht noch einen Tipp für mich wie ich auf einen grünen Zweig kommen könnte?
Öffentlicher Dienst geht wohl nicht gut, da werden die sich nach 2 Tagen darum prügeln wer mir zuerst eine verpassen darf :-P
No one fucks you over like family.
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#54
(15-07-2021, 20:13)Wurstbrot schrieb: Ich würde gerne raushauen was ich beruflich mache.

Nicht wichtig für uns. Du weisst selbst am besten, wie es in deiner Branche läuft, was deine Qualifiktion wert ist.
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