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Festnahme wegen Missbrauchsvorwurf
#26
(15-05-2019, 09:15)Aufstieg schrieb: Also die Mutter ist auf meiner Seite. Hält das auch für Quatsch. Ich denke mal man möchte Über das Jugendamt erreichen das die Mutter einem Verhör des Kindes zustimmt. Ansonsten wird das Gericht entscheiden oder der Staatsanwalt.

Damit sieht die Angelegenheit schon etwas anders aus.
Solange der Mutter (z.B. durch vom JA empfohlene Besuche in einer "Beratungsstelle") nicht selbst Zweifel suggeriert werden und sie die Lawine durch z.B. Umgangsaussetzung nicht selbst mit in's Rollen bringt.

Du solltest aber wissen, wie der Ablauf eines solchen Verdachts d.h. einer Strafermittlung ist.
Du bist weder "Festgenommen", noch "verhört" worden.
Was bedeutet denn bei Dir "Erkennungsdienstlich behandelt" ?

Mit den Begriffen wird von Unwissenden gern um sich geworfen, ganz besonders bei einer so sensiblen Angelegenheit.

Bislang gab es nur eine Befragung zu einem Anfangsverdacht einer (Sexual)straftat, bei der Du eine Aussage gemacht hast, zu der Du nicht verpflichtet warst, d.h. die freiwillig war.
Darüber bist Du sicher auch belehrt worden, hast das aber in der Aufregung vermutlich überhört.

Der Fall liegt nun beim Staatsanwalt, der entscheidet über das weitere Vorgehen, der hat offenbar entschieden, dass ein Ermittlungsverfahren gegen Dich eröffnet wurde.
Die Staatsanwaltschaft ist übrigens beim Vorliegen eines Anfangsverdachts dazu verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten.
Jetzt wird ermittelt, ob ein hinreichender Tatverdacht besteht. Nur bei Bestätigung dieses folgt darauf die Erhebung einer Klage nach § 170 I StPO.
Anderenfalls wird das Strafverfahren gegen Dich eingestellt.

Zur Ermittlung des hinreichenden Tatverdachts soll nun das Kind als Zeuge befragt werden, die Mutter muss dazu als Sorgeberechtigte ihr Einverständnis erklären.
Gemäß § 52 Abs. 1 Nr. 3 StPO steht einem minderjährigen Zeugen in Ermittlungsverfahren gegen Verwandte gerader Linie ein Zeugnisverweigerungsrecht zu. Hat der Minderjährige wegen mangelnder Verstandesreife von der Bedeutung seines Zeugnisverweigerungsrechts keine genügende Vorstellung, so darf er nur vernommen werden, wenn er zur Aussage bereit ist und auch sein gesetzlicher Vertreter der Vernehmung zustimmt (§ 52 Abs. 2 Satz 1 StPO).
Auf dem Jugendamt soll nun vermutlich geprüft werden, ob die Mutter einer Vernehmung des Kindes zustimmt.
Falls nicht, kann von einem Richter(!) - auf Antrag der Staatsanwaltschaft - eine Ergänzungspflegschaft angeordnet werden.

Ich empfehle zunächst:
Die Mutter soll erst einmal ohne Anwalt zum JA gehen und sich (möglichst ruhig und sachlich !) anhören, was dort von wem gesagt/verlangt wird.
Die Einschätzung des JA über die Wahrscheinlichkeit bzw. "gewisse" Auffälligkeiten hat in der Regel auch Einfluss auf den weiteren Verlauf.
Die Mutter muss und sollte dort auch noch gar nichts entscheiden.
Also erst mal ruhig Blut und abwarten ...
Hast Du schon mit einem Anwalt gesprochen ?
Wie alt ist das Kind ?

Mach Dich mit den Begrifflichkeiten eines Strafermittlungsverfahrens mal schlau, z.B. hier oder hier oder oder ...

PS:
Den (emotional bedingten) Reflex einer Strafanzeige gegen die Polizisten solltest Du schnell wieder vergessen.
Die machen nur ihre Arbeit.

PPS:
Ich würde auch zunächst empfehlen, einer Vernehmung des Kindes nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber zu stehen.
In der Regel werden solche Vernehmungen von sehr erfahrenen Polizisten (Stichwort: Suggestivbefragung) durchgeführt.
Bei mir hat die polizeiliche Vernehmung des Kindes ganz schnell zu meiner Entlastung und damit zur Einstellung des Strafverfahrens geführt.
Ich wurde aber im Rahmen von Sorgerechstreitigkeiten vorsätzlich von der KM falsch beschuldigt und nicht wie Du von einem übereifrigem besorgtem Bürger.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#27
Heute kam Post vom Amtsgericht. Die Ergänzungspflegschaft ist gegen mich angeordnet. Erkennungsdienstliche Behandlung: Fingerabdrücke
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#28
Was genau steht in dem Schreiben vom Amtsgericht ?

Ja, Fingerabdrücke. Wie gesagt etwas übereifrig, die Beamten.
Vielleicht auch dem aktuellem Fall in Lügde geschuldet, der derzeit sehr die Presse beschäftigt.
Da will man sich keine möglichen Fehler vorwerfen lassen.


Noch einmal: wie alt ist das Kind ?
Hast Du bereits einen Rechtsanwalt kontaktiert ?

PS
Vielleicht ist es angebracht, Deinen Fall in den Bereich "Nebenzimmer" zu verschieben.
Wenn Du das wünschst, gib mal dem Moderator Bescheid.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#29
Kind 4 Jahre. Anwalt ja. Hab aber Zweifel ob der wirklich Plan hat.
Ich finde diesen Forumsbereich angemessen.

Die Ergänzungspflegschaft vertritt das Kind. Damit das Kind verhört werden kann.
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#30
Demnächst kommt auch noch der DNA Wangenabstrich und ED-Behandlung als Zwangsmassnahme, quasi der Überraschungsangriff auf den Beschuldigten. Für die Behörden bist du der Täter, der verräumt werden muss.
Die Daten kriegst du nie wieder aus dem Computer raus. Das Deine Frau zum JA-Gespräch geht ist quasi Harakiri.

Suche Dir Strafverteidiger aus ner anderen Stadt raus, der Erfahrung mit solchen Geschichten hat und gerne zuschnappt.
https://sexualrecht.de/strafverfahren/

Du hast in meinen Augen schon diverse Fehler gemacht, die sich jetzt noch hinbiegen lassen.
Das geht aber nur noch mit effektiver Strafverteidigung.
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#31
(15-05-2019, 17:02)Aufstieg schrieb: Die Ergänzungspflegschaft vertritt das Kind. Damit das Kind verhört werden kann.
Du bist recht wortkarg ...

Dann muss es einen Schriftwechsel zwischen Mutter und Staatsanwalt geben, in dem sie ihr Einverständnis zur Befragung des Kindes bereits verweigert hat.
Ob das so klug war, kann ich nicht beurteilen.

Hab ihr denn keinen Kontakt miteinander ?

Der JA-Termin dient dann wohl dazu, das sich Mutter und Ergänzungspfleger kennenlernen.


Wenn Du einen Anwalt beauftragst, dann bitte nur einen Strafrechtsanwalt, der mit solchen Anschuldigungen Erfahrung hat.
Gab es nur ein Vorgespräch oder hast Du bereits ein Mandat erteilt ?

(15-05-2019, 17:16)Bodenseebursche schrieb: Für die Behörden bist du der Täter, der verräumt werden muss.
Die Daten kriegst du nie wieder aus dem Computer raus. Das Deine Frau zum JA-Gespräch geht ist quasi Harakiri.
Biertischgeschwätz !
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#32
Mandat hab ich erteilt. Wie findet mansolch einen Anwalt?
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#33
(15-05-2019, 18:12)Aufstieg schrieb: Mandat hab ich erteilt. Wie findet mansolch einen Anwalt?
Zu spät, wenn Du bereits unterschrieben hast.
Das sollte man sich schon vorher gut überlegen.
Ist er wenigstens Strafrechtler ?

Du kannst dem Anwalt natürlich kündigen, Gebühren werden je nach Vereinbarung und bisheriger Arbeitsleistung aber fällig.
Hat er denn schon irgend etwas in Deinem Fall unternommen ?
Hat er etwas zu der Weigerung der Zustimmung der Mutter gesagt ?

Wie man solch einen Anwalt findet ?
Google: Fachanwalt für Sexualstrafrecht + Deine bzw. die nächstgrößere Stadt
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#34
Mein Anwalt macht:
Zivil- Strafrechtes, auch  Mietrecht, Arbeitsrecht, Nebengebieten
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#35
Also wenn mir so ein Scheis. passieren würde, würde ich mein Kind vernehmen lassen.
Was spricht denn dagegen?
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#36
Selbst wenn man vom worst case ausgeht, spricht vordergründig ja schon mal für dich, dass es sich um dein eigenes Kind handelt. Hier wäre die Hemmschwelle imho ja schon mal unüberwindbar und selbst für einen Perversen extrem hoch. Dann handelt es sich um einen Jungen, sprich, du müsstest zusätzlich schwul sein. Obendrein hast du vor einer Polizeiwache geparkt, als der Vorfall angeblich passiert sein soll. Also entweder macht Ihr zusammen als Eltern komplett dicht oder du gehst in die Offensive
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#37
Jetzt haben wir wirklich das Bierzeltniveau, wenn solche "Tipps" kommen. Der Beschuldigte hatte noch nichtmal Akteneinsicht. Wie soll er also zu den Vorwürfen Stellung nehmen? Offenbar hat Ihn ja nicht der Spiessbürger Rentner mit Fernglas angezeigt, sondern so ein krimineller Bulle vom Polizeirevier. Davon würde ich ausgehen. Aber wie gesagt, es ist munteres Rätselraten angesagt.
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#38
Wenn du Anwalt hast, lass Ihn machen.
Wenn es soweit ist, frag nach ob diese alle Tasen im Schrank haben.

Lass dich nicht einschüchtern
Kampf dem Kinderklau. Stoppt Väterkriminalisierung!
Wechselmodell per Gesetz!
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#39
(15-05-2019, 20:54)Bitas schrieb: Was spricht denn dagegen?

Das Risiko, dass es soche Leute vernehmen, die so vorgehen wie in den Fällen, aus denen Katastrophen für die Eltern geworden sind. Jawohl, die Eltern, denn die Mutter hängt da auch mit drin, mehr als sie jetzt denkt. Uneinsichtig, lässt Kind zum Verdächtigen, arbeitet ihm womöglich zu...
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#40
Man stella sich die Situation mit einer Mutter vor, die einem sowieso immer Missbrauch anhängen will.  Huh
Anyways - in meiner stark aktiven Phase hatte sich mal eine Mutter bei mir gemeldet, die ihr Kind halbnackt, also mit Badehose, in der Sommerhitze auf den Schultern getragen hat. Die wurde dann in einem Supermarkt von einer Frau beobachtet, die sie tatsächlich auf dem Heimweg verfolgt hat. Danach hat sie sie wegen angeblicher Vernachlässigung angezeigt. Ergebnis war ein vorsorglicher Sorgerechtsentzug und Heimunterbringung. Das ganze spielte sich in Bayern ab.
Jedenfalls ist es wichtig solche Anschuldigungen, sofern sie ernst genommen werden , schnell und vollständig aus der Welt zu schaffen, bevor sich da was festsetzt.
BM-2cUtSwJnsKAXmyCrqc9vSXJXY7kasczcjy
/r/Trennungsfragen  -  tinyurl.com/GdrFukc
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#41
Die Staatsanwaltschaft und Polizei nimmt das Ganze sehr ernst. Der TE offenbar weniger, was aber aus Sicht der Erstgenannten kein Problem darstellt.
Dann kann nämlich schnell verräumt werden und möglicherweise reibt sich so ein Behördenkrimineller vom JA gerade die Hände, weil da poentielle Kohle generiert werden kann.
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