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Unterhaltsheranziehung - Verfolgung ins Ausland
#1
Hallo zusammen,

die Exe is zum Sozialdienst einer mittelgrosse Stadt gerannt und hat damit dass Kassieren d. KU "fremdvergeben". 

Jetzt habe ich eine letztmalige Gelegenheit bekommen den einer Auflistung meiner Erwerbsbemühungen und aktuelle Gehaltsnachweise (Arbeitsvertrag u. Lohnabrechnung) zu zuschicken. 

Als selbständiger in einem noch-EU Land, habe ich nun brav meine Gehaltsnachweis des derzeitige Finanzielles Jahr und einen Kurzfassung meiner Erwerbsbemühungen zukommen lassen. Mein jetziger Vertrag läuft bis Mitte-Januar, allerdings mit Aussicht auf Verlängerung. 

Die Behörde meint allerdings wenn ich diese Nachweise nicht fristgerecht einreichen würde, die mir die Zahlung von Unterhalt meiner volle Leistungsfähigkeit zugrunde legen, bzw. die leistungsmindernde Umstände nicht berücksichtigen.

Meine Firma bezahlt mir ein Monatseinkommen von noch nicht mal (umgerechnete) 675 Euro.

Wenn ich jedoch keinen Auftrag/Arbeit habe, bezahle ich entweder weniger oder manchmal nicht- was könnte ich da erwarten?

Vielen Dank für eure Rückmeldung!
Panto
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#2
Was die Behörde meint, spielt erst mal keine Rolle. Eine Rolle spielt erst, was der Richter beschliesst, nachdem dich die Behörde verklagt hat.

Wo du dich befindest, spielt keine Rolle. Schweiz, England oder Deutschland - bist du erst mal verurteilt, wird dort problemlos vollstreckt. Dabei folgt die Vollstreckung selbst nach dem Recht des Landes. Es gelten z.B. die Pfändungsgrenzen vor Ort.

Was dich erwartet, ist die Nichtakzeptanz deines niedrigen Einkommens. Ein Richter wird dich höchstwahrscheinlich zum Mindestunterhalt verurteilen. Wenn sich deine Selbständigkeit nicht rentiert, bist du verpflichtet, lohnabhängig zu arbeiten, wird er dir sagen.
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#3
Erstmal passiert nicht viel, denn die Behörde kann einen Unterhaltstitel nicht einseitig ohne deine Zustimmung erstellen. Sie können aber einen Unterhaltstitel gerichtlich einklagen. Meines Wissens kostet das die Beistandschaft keinen Cent. Dich aber schon, da der Sozialdienst ja behaupten wird, dass sie dich verklagen mussten, weil du die Nachweise nicht beigebracht hast. Mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit wird man dich dann zu Mindestunterhalt verurteilen - als ALG2 Empfänger mind. in Höhe des UVG, als Erwerbstätiger in Höhe der Düsseldorfer Tabelle (DDT). Die Wahrscheinlichkeit zu Mindestunterhalt in Höhe der DDT verurteilt zu werden erhöht sich sogar für einen ALG2 Empfänger, wenn er nur einem Kind (und keiner weiteren Person) zu Unterhalt verpflichtet ist. Die Erfahrung zeigt, dass jeder Vater - egal ob er nun erwerbstätig oder AL2 Empfänger ist - (mind.) zu Mindestunterhalt in Höhe der DDT verurteilt wird, insofern das Kind bzw. dessern rechtlicher Vertreter und nicht (vereinfacht gesagt) die UVG Kasse klagt. Entscheidend ist also, wer Kläger ist. Fazit: Ziemlich sicher würdest du vor Gericht trotz geringem Einkommen zu Mindestunterhalt in Höhe der DDT verurteilt werden.

Mein Tipp ist, dass du die Nachweise tatsächlich fristgerecht einreichst, denn hin und wieder akzeptieren Jugendämter, Sozialdienste, etc. mancherorts, wenn ein Vater nichts bezahlen kann. Eine Pfändung würde dir gemäß deiner Angaben wohl nichts anhaben können, jedoch würden bei einem Titel Monat für Monat Schulden auflaufen. Letzteres gilt es also ggf. zu vermeiden.

edit: Sry, p's Post zu spät gesehen.
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#4
(25-11-2017, 18:44)Bitch schrieb: .... Als selbständiger in einem noch-EU Land, habe ich nun brav meine Gehaltsnachweis des derzeitige Finanzielles Jahr und einen Kurzfassung meiner Erwerbsbemühungen zukommen lassen. Mein jetziger Vertrag läuft bis Mitte-Januar, allerdings mit Aussicht auf Verlängerung. ... Meine Firma bezahlt mir ein Monatseinkommen von noch nicht mal (umgerechnete) 675 Euro....

Die Regierung Deines noch EU Landes bietet einen "Child Maintenance Calulator" online an, bei dem angegebenen Gehalt von umgerechnet 675 Euro waeren dann ca. 10 Euro pro Woche Unterhalt faellig (1 Kind). 

Warum suchst Du keine normale Stelle, Mindeslohn Vollzeit ca. 1.200 euro/Monat. Dann sind ca. 35 Euro/Woche an Unterhalt faellig, nach dem Recht Deines noch EU Landes.


Auch solltest Du pruefen, ob Du "aufstocken" kannst, nennt sich in Deinem Noch EU Land Tax Credits. Die fliessen dann auch in die Unterhaltsberechnung mit ein. Kostenlose Beratung bei jedem Citizens Advice Bureau.
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#5
Thank so far! Lt Calculator käme es auf 26.00 pro Woche im Wahauslland

Allerdings diesen Calculator betrifft mein Wahllausland und nicht Deutschland, in wie ferne würde dies akzeptiert?
Wie ist es eigentlich mit dem deutschen Selbstbehalt im Ausland.

Derzeit bezahle ich EUR 202 pro Kind pro Monat (EUR 404) wenn ich gerade in Arbeit bin. Weniger wenn ohne Auftrag/Arbeit.
Panto
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#6
Lass Dich doch am besten durch einen Anwalt in der Wahlheimat beraten. Das Recht Deiner Wahlheimat stellt den Unterhaltsschuldner besser als Deutschland. Ich wuerde mir ausrechnen lassen, viewiel Du nach dem Recht Deiner Wahlheimalt an Unterhalt zahlen muesstest, und das als Vergleichsvorschlag der deutschen Behoerde unterbreiten.
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#7
Vielen Dank Mahatu - werde mich mal erkundigen
Panto
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