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EX nimmt Anlauf auf Umzug 450km
#1
Hallo Männer,
lese hier schon eine Weile mit... Danke erstmal an alle, die hier schreiben. Hab das Gefühl hier ist eine Oase der Vernunft in der Wüste des Feminismus Smile
 
Ich dachte bisher "so schlimm wie man hier liest kanns nicht kommen, ist sicher die Ausnahme", jedoch packt gestern meine Ex den Hammer aus: Sie hat ein Bewerbungsgespräch in einer anderen Stadt (450km Entfernung). Ich frag naiv ob sie vor hat wegzuziehen, Antwort "nein, das ist nur so um meinen Marktwerk zu ermitteln" -- wers glaubt Sad

Folgende Rahmenbedingungen:
 
  • Unverheiratet
  • Gemeinsames Sorgerecht
  • Kinder 5 und 2 Jahre alt, haben meinen Nachnamen
  • Trennung war im März
  • Wohnen jetzt ca. 2 Minuten zu Fuß voneinander entfernt
  • Häufiger Umgang mit den Kindern (1-2 Übernachtungen bei mir pro Woche plus ein Nachmittag, ein Tag die Woche bei KM zum Abendbrot)
  • Kein Unterhaltstitel, zahle nach DDT sowie hälftig die Kosten für Kita und Verpflegung dort
  • Sie hat hier eine unbefristete Festanstellung, Ihre Bewerbung ist auf eine Stelle zur Schwangerenvertretung, also Befristet
Bisher konnten wir alles halbwegs vernünftig untereinander Regeln. Ich habe immer darum gebeten das Jugendamt aus der Nummer herauszuhalten. Auf die Unterhaltszahlungen konnten wir uns einigen. Bisher gibt es noch keine unterschriebene Vereinbarung zu den Umgangszeiten. 
 
Nachdem die EX von der Bewerbung erzählt hat habe ich umgehend eine Umgangsvereinbarung ausgearbeitet und Ihr vorgelegt. Ihre Antwort „Sowas unterschreibe ich nicht“. Habe dann nach Gründen gefragt („das ist eine Kriegserklärung“) und vorgeschlagen nochmal drüber zu reden und ggf. einen Mediator hinzuzunehmen. Antwort „Mach ich nicht“. Irgendwann hat sie sich noch herabgelassen und gemeint „Wenn ich das unterschriebe, lasse ich den Unterhalt betiteln“.
 
Was mich stört, ist das mit Ihrem Umzug mein häufiger und regelmäßiger Kontakt mit den Kindern wahnsinnig erschwert wird. Dazu kommen die Umgangskosten (900km auf der Bahn, Pension vor Ort etc.), die ich mir kaum 1x im Monat leisten kann.
 
Ich lese hier aus dem Forum raus, dass ich mich jetzt zwar Schreiend auf den Boden schmeißen kann, aber am Ende doch i.d.R. für die KM entschieden wird. Trotzdem will ich hier nicht einfach hinschmeißen, sonst frage ich mich in 20 Jahren, warum ich nicht um die Kinder gekämpft habe. Also: Wie mache ich jetzt weiter?
 
 
Gruß,
wuerzig
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#2
Gibt es ausser der Jobaussicht noch was anderes für sie in dieser neuen Stadt? Familienangehörige? Ein neuer Lover (was typisch wäre)? Wie würde sie einen Job mit zwei kleinen Kindern machen, der sie ernährt? Hat sie darüber etwas gesagt?

Zitat:Ich lese hier aus dem Forum raus, dass ich mich jetzt zwar Schreiend auf den Boden schmeißen kann, aber am Ende doch i.d.R. für die KM entschieden wird.

Realistisch betrachtet: Ja. Es ist schon mal gut, dass du diese Realität erkennst. Auf der rechtlichen Ebene verlierst du immer. Selbst bei einem praktizierten Wechselmodell und ehrlichen Ankündigungen der Mutter würdest du mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Gericht auflaufen, nachdem dir die fette Helferindustrie noch mehrere Tausender für ein mieses Gutachten und einen unnötigen Verfahrensbeistand abgezockt hat.

Dashalb liegt deine Chance in Freiwilligkeit. Manchmal hilft es sich nützlich für die Mutter zu machen, so dass bei Wegzug daraus Einbussen für sie entstehen würden, z.B. Einspringen bei Krankheit. Eure Trennung ist noch nicht so wirklich lange her. Es könnte dann auch passieren, dass die als nützlicher Idiot gesehen wirst, den man vor dem Wegzug halt noch als Bonus abzockt.

Was ist die Ex für ein Typ? Was motiviert sie? Geld? Womit kann man bei ihr einhaken?
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#3
Hi p__, 

Zitat:Gibt es ausser der Jobaussicht noch was anderes für sie in dieser neuen Stadt? 

Ihre Eltern würden dann besser erreichbar werden, statt 3.5h fahrt nur noch <1h, vermute daher weht auch der Wind, "zurück zu den Wurzeln". Ihre Eltern sind vergleichsweise Jung. Einen neuen Lover hat sie angeblich am aktuellen Wohnort, aber ich glaube das läuft eher in der Kategorie "Ego füttern" und ist kein Grund, nicht wegzuziehen. Ich hatte schon überlegt mit ihm in Kontakt zu treten um ihm ein paar Tipps zu geben, wie er die Beziehung festigt Big Grin

Die Frage, wie sie sich das in der neuen Stadt vorstellt ist gut, die werde ich mal stellen Smile


Zitat:[...]würdest du mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Gericht auflaufen, nachdem dir die fette Helferindustrie noch mehrere Tausender für ein mieses Gutachten und einen unnötigen Verfahrensbeistand abgezockt hat.
Hmm so ungefähr habe ich mir das Vorgestellt Sad Eine Idee von mir war, das Thema so lange (zur Not Gerichtlich) hinzuziehen, biss die Große in die Schule kommt, dann ist der Wegzug vermutlich schwieriger als jetzt. Das sind allerdings jetzt noch 2 Jahre, Einschulung 2019.

Angenommen Sie bekommt den Job und will Umziehen, ich stimme aber nicht zu. Warte ich dann ab, ob sie den Umzug trotzdem vollzieht oder die Gerichte bemüht, oder gibt es Schritte, die ich bereits "pro-aktiv" im Vorfeld unternehmen kann?



Zitat:[...]nützlich für die Mutter zu machen[...]Es könnte dann auch passieren, dass die als nützlicher Idiot gesehen wirst[...]
Nagel auf den Kopp. Ich habe einiges an Zeit investiert, Ihre neue Wohnung schick zu machen (Kinderzimmer, Küche aufgebaut, Vorhänge etc., etc.), und wurde so lange auch dort "toleriert". Dann habe ich mal ausprobiert was passiert, wenn ich den Akkuschrauber liegen lasse und einfach nur mit den Kindern spiele. Ergebnis: Arbeitskollege eingesprungen, Papa eingespannt, ich darf mich verpissen.


Zitat:Was ist die Ex für ein Typ? Was motiviert sie? Geld? Womit kann man bei ihr einhaken?
Sie hat zwei hervorstehende Charaktereigenschaften: Sie will immer alles alleine und selbstständig hinkriegen (ist z.B. bereits 1 Jahr nach der Geburt der Kinder wieder Vollzeit arbeiten gegangen), und sie macht sich sehr um Ihre "Außenwirkung" gedanken ("Was sollen die anderen Leute denken"). Es muss immer alles "Fair" und "Gleich" sein. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie einem Wechselmodell zustimmen würde, sie sieht Ihre Rolle als Mutter so, dass sie einen größeren Anteil zu tragen hat. Frauen und Logik Big Grin
Ich glaube nicht, dass ich mit Geld hier etwas ausrichten kann. Ich denke prinzipiell ist sie zu Kompromissen bereit, ich vermute aber sie wird von ihren Freundinnen und ihrer Familie ordentlich bearbeitet ("Lass dir das nicht gefallen" / "Das steht dir zu"). Aber guter Gedanke, vielleicht fällt mir noch etwas ein, wo man einen Hebel ansetzen kann.
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#4
Die Kontinuität des Schulbesuchs würde dir auch nicht helfen, solche Argumente ziehen immer weniger in einem Land, in dem der Mensch als bewegliche Ressource gesehen wird, die sich den Anforderungen von Staat und Wirtschaft zu unterwerfen hat. Man schickt heute sowieso Leute flott in der Gegend herum, die Schwelle für Umzüge ist niedrig. Beschönigt mit dem alten Schlagwort von der angeblichen "Mobilität", in der unser aller Heil liegen soll.

Stärker würden Kinder wiegen, die sich selbst gegen einen Umzug aussprechen. Sie sind aber noch Jahre davon entfernt, dass man ihnen zuhört.

Ebenso ein neuer "fester" Lover. Der beruhigt zickige Exen, sorgt indirekt für ein paar positive Punkte beim Unterhalt, aber bei Umzügen ist er ein Nullsummenspiel. Vielleicht bleibt die Ex ja wegen ihm lieber da, aber vielleicht zieht er auch selber mal weg und die Ex will mit. Zwei gegenläufige Risiken, die sich aufheben.

Wenn sie ohne deine Zustimmung mit den Kindern umzieht, interessiert das niemand. Du hast keine Möglichkeit, irgendeine Blockadewirkung zu erzeugen. Die gemeinsame Sorge ist eine Aufforderung, sich zu einigen und enthält nahezu kein Recht, eine Alleinentscheidung zu blockieren. Du kannst einem Umzug der Kinder auch vorab widersprechen, vielleicht kriegt sie dann in der Meldebehörde des neuen Wohnorts Fragen gestellt, aber das würde nur in einem Gerichtsverfahren münden, in dem du schneller als du gucken kannst das gemeinsame ABR verlierst.

Der einzige Weg mit Wirkung ist, wenn du deinerseits vor Gericht oder im Rahmen einiger gerichtsfesten Einigung den Wohnort der Kinder in der jetzigen Stadt festlegen könntest. Und da du der Vater und nicht die Mutter bist... den Rest kannst du dir denken. Würden alle betroffenen Väter die Geschichte solcher Kinderentziehungen samt dem zugrundeliegenden beinharten Sexismus  unter #kindweg-metoo erzählen, würde Twitter in die Knie gehen.

Die Rolle des nützlichen Idioten ist bei sozialgestörten Damen manchmal erfolgreich, aber 90% der Frauen haben trotz Kinder Null Probleme, die üblichen Orbiter anzuziehen, die ihr den Mist erledigen wenn Daddy nichts mehr macht. Ein bisschen weniger ersetzbar bist du, wenn du kurzfristig in Krankheitsfällen die Kinder nehmen kannst. Dafür nehmen die Mütter den Freund von der Tankstelle weniger gern und in diesem Kindesalter ist das ein wichtiges Pfund.

Zitat:Es muss immer alles "Fair" und "Gleich" sein.

Kicher, nachdem du ihr die Küche aufgebaut hast, hat sie dir die Sommerreifen gewechselt :-) ?
Fair und gleich wäre ein Wegzug der Kinder ja nicht. Für keinen, für die Kinder nicht, für dich nicht. Vielleicht kannst du sie mit ihrem zur Schau getragenen Gerechtigkeitsgetue festkleben. Meistens aber pfeifen die Damen ganz schnell drauf, wenn es ihnen keinen Vorteil mehr bringt, sondern sie es mit ihren eigenen behaupteten Massstäben zu tun bekommen.
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#5
Evtl. kannst du über den Unterhalt Druck ausüben. Vermutlich zahlst du für 2 Kinder inkl. anteiliger KITA, etc. Kosten um die 700 Euro pro Monat. Fiele im Ernstfall dieser Bazn Geld gepaart mit nur einer befristeten Arbeitsstelle auf ihrer Seite weg, dann könnte dies zu einem großen Problem für sie werden. Insbesondere, wenn man ihre - von dir geschilderten - Charakterzüge als Basis nimmt. Oder anders gesagt: Es wird ihr bestimmt nicht gefallen, wenn sie ggf. (e.g.) beim Jobcenter die Hand aufhalten muss.

Macht natürlich nur Sinn, insofern bei dir u.U. eine Pfändung ins Leere laufen würde. Sowas kann man natürlich vorbereiten.
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#6
p___, du analysierst knackig und präzise, beeindruckend. Zum Nullsummenspiel mit dem Next: Im meinem Fall hat er auch zwei Kinder, die im Wechselmodell betreut werden. Das spricht also eher dafür, vor Ort zu bleiben. Na man darf ja hoffen. 

Wie kalkulierend und gezielt eine Frau Männer benutzen kann, um z.B. unangenehme Aufgaben zu erledigen, ist schon verrückt. Ich habe lange gebraucht das zu verdauen. Um mal einen Spruch aus dem Reddit zu The Red Pill wiederzugeben: "Männer nehmen ein Taschenmesser mit in den Urlaub. Frauen einen Mann." Dass die Kinderbetreuung im Krankheitsfall o.ä. derart wertvoll ist habe ich mir noch garnicht klar gemacht, danke für den Hinweis. 

Zitat:...in dem du schneller als du gucken kannst das gemeinsame ABR verlierst
Was nützt das ABR, wenn man es eh nicht durchsetzen kann... oder ist es später noch wertvoll?

Zitat:...mit ihrem zur Schau getragenen Gerechtigkeitsgetue festkleben.
Sehr gut, werde ich ausprobieren Big Grin

Das BW-Gespräch war übrigens gestern, lt. ihrer Aussage ist der Job nix für sie da die Befristung zu kurz ist. Außerdem hat sie scheinbar Angst vor der Juristerei, falls Sie den Umzug ohne mich durchsetzen würde. Vielleicht reicht es also im Fall der Fälle, mit den Ketten zu rasseln. Mal sehen, bin gespannt wie das weitergeht.

@flo hast richtig Geschätzt, ist sogar noch etwas mehr. Die Koinzidenz von Jobverlust und ausbleibenden Unterhaltszahlungen ist Wirtschaftlich ein GAU für sie, das stimmt. Interessant. Auf eine Pfändung vorzubereiten schwebt mir schon ne weile im Kopf rum, habe aber bisher noch keinen Anlass gesehen das anzugehen. Werde aber mal mit meinem Bruder drüber reden Smile Danke für deinen Kommentar!
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#7
(03-11-2017, 14:24)wuerzig schrieb: Wie kalkulierend und gezielt eine Frau Männer benutzen kann, um z.B. unangenehme Aufgaben zu erledigen, ist schon verrückt.

Sie tun es, weil es immer genug weisse Ritter gibt, die bereitstehen und einreiten. Hätte ich so einen praktischen Helferkreis, würde ich mir auch die Küche von so einer willigen Person einbauen lassen. Aber ich bin ein Mann und mir sagt man "machs selber oder bezahl jemand". Oder ich habe etwas anderes von Wert, das ich anbieten kann.

Kinder und Krankheit (jetzt hat die Saison ja wieder richtig begonnen) wird unterschätzt und lässt so manches Kartenhaus einstürzen. Plötzlich steht man ohne Betreuung da, denn der Kindergarten will auch kein fieberndes Kind. Also muss man sich frei nehmen. Nun gibts ja diese zehn Tage pro Kind für die Kinderbetreuung, wenn Kinder krank werden, aber das hat seine Nachteile.

Man braucht ein ärztliches Attest, dass die Betreuung und Pflege des Kindes aus ärztlicher Sicht erforderlich ist. Den Chef erfreuen solche plötzlichen Abwesenheitstage von heute auf morgen niemals. Wenn man sowieso nur als Vertretung angestellt ist, gibt das keine gute Visitenkarte für weitere Beschäftigung.

Zitat:Was nützt das ABR, wenn man es eh nicht durchsetzen kann... oder ist es später noch wertvoll?

Das ABR nutzt dir zwar de facto jetzt wenig, aber es kommen noch Zeiten, in denen sich das ändern kann. Jedenfalls bringt es nichts, es nun leichtfertig aufs Spiel zu setzen, es sozusagen "für nichts" zu verlieren. In deinem Fall könnte es sein, dass die beruflich ehrgeizige Ex auch später für einen anderen Job mal eben weit umziehen will. Aber später sind die Kinder grösser und irgendwann wird ihr Wille Gewicht haben. Dann bleibst du Dank gemeinsamen ABR klageberechtigt und kannst mit Hilfe der Meinung der Kinder ihren Wegzug besser verhindern bzw. einen Umzug zu dir einleiten. Ohne ABR stehst du immer vor der Tür.

Interessant, was die Ex jetzt gesagt hat. Der Job wäre nichts da die Befristung zu kurz sei. Damit hat sie zugegeben, dass es eben nicht um ihren Marktwert ging, sondern ein weiter Umzug für einen dauerhaften Job ohne zögern in Kauf genommen wurde.

Als Beschäftigter in Deutschland hast du keine Wahl, Unterhalt zu verringern. Solange du über Pfändungsgrenzen verdienst, wirst du dann halt gepfändet. An der finanziellen Schraube zu drehen gelingt nur, wenn du dein bürgerliches Leben so ziemlich an die Wand fährst. Nicht, dass das nicht funktioniert, ich habe das auch (bisher für meine bescheidenen Massstäbe erfolgreich) getan, aber für die meisten Leute ist das mit allen seinen Konsequenzen eine hohe Hürde.
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#8
(03-11-2017, 14:24)wuerzig schrieb: Das BW-Gespräch war übrigens gestern, lt. ihrer Aussage ist der Job nix für sie da die Befristung zu kurz ist.

Ich bin immer wieder erstaunt wie eiskalt, gewissenlos und gefühllos manche Frauen sind, obwohl gemeinsame Kinder (mit) im Spiel sind. Ihr erster Gedanke müsste doch eigentlich sein, dass sie dies den Kindern und deren Vater nicht antun kann/darf. Denn bei dieser Entfernung wäre der Umgang für den Vater praktisch nicht mehr durchführbar und ein Familienleben mit den Kindern schier unmöglich.
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#9
Also erstmal die gute Nachricht: Sie hat eine Absage erhalten. Jedoch gebe ich Dir recht p__, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Stelle in Angriff genommen wird. "Achte nicht darauf, was Frauen sagen, achte darauf, was sie tun". Das Gesprächsklima ist unterdessen weiter Richtung Nordpol gewandert. Da es mir jedoch nicht gefällt, dass die Angelegenheit jetzt totgeschwiegen wird und ich damit auf Ihren nächsten Schritt warten muss, werde ich weiter die Frage stellen, wie sie sich den Fall einer beruflichen Veränderung vorstellt.

Zitat:Jedenfalls bringt es nichts, [das ABR] nun leichtfertig aufs Spiel zu setzen, es sozusagen "für nichts" zu verlieren.
Sowas hatte ich mir gedacht, und das an das ABR die Klageberechtigung gekoppelt wird, ist eine wichtige Information.

@Flo: Ja, genau, das enttäuscht mich auch. Hat auch nicht mehr viel mit Ihrer Fairness-Nummer zu tun.
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#10
Ja, so ein hinterfotziges, verschlagenes Verhalten der Ex macht vieles kaputt. Kenne ich nur zu gut. Immerhin sind Kinder mit im Spiel. Man sollte einen Lebensmittelpunkt für die Kinder definieren, diesen aber nicht von der Mutter abhängig machen. Oder anders gesagt: Die Kinder haben ihren festen Lebensmittelpunkt z.B. in Berlin, wonach sich beide Eltern richten müssen. Fertig aus. Davon ist das deutsche Familienrecht aber noch weit entfernt. So ist und bleibt die Situation für Väter halt quasi unsicher ähnlich wie ein Leiharbeitsverhältnis.
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#11
Kurzes Update zum Fall: Die Ex wohnt weiterhin vor Ort. Nächstes Jahr kommt die Große in die Schule, die Schulanmeldung läuft bald an. Das sollte die Bindung an den Ort weiter erhöhen. Also hoffen und abwarten. Beim letzten Gespräch mit der Ex ging es mal wieder um Unterhalt, ich komm mir manchmal vor wie ein laufender Geldautomat. Aber bisher alles friedlich. Drückt die Daumen =)
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#12
(30-07-2018, 13:44)wuerzig schrieb: .... ich komm mir manchmal vor wie ein laufender Geldautomat. 

Wenn es Dich tröstet: Das ist in einer intakten Familie nicht wirklich anders: Letzte Woche musste der Gaul von Fräulein Tochter zum Tierarzt, gestern kamen beide Kids in Sachen "Tarifgespräche" (Taschengelderhöhung) an. 

Aber Glückwunsch, wenn es sonst gut läuft, das ist schließlich das Wichtigste.
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#13
Stell dir immer vor, wie viel du jeden Monat sparst, weil die Kinder und Frau nicht bei dir leben. Unterhalt für ein Kind ist günstiger als eine Familie zu ernähren.
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#14
(30-07-2018, 13:44)wuerzig schrieb: Kurzes Update zum Fall: Die Ex wohnt weiterhin vor Ort. Nächstes Jahr kommt die Große in die Schule, die Schulanmeldung läuft bald an. Das sollte die Bindung an den Ort weiter erhöhen. Also hoffen und abwarten. Beim letzten Gespräch mit der Ex ging es mal wieder um Unterhalt, ich komm mir manchmal vor wie ein laufender Geldautomat. Aber bisher alles friedlich. Drückt die Daumen =)

Bei mir hat die Schulbindung, feste Freundschaften (die ich allein pflegte), sowie engere Verwandtschaft (Tochter hat nur meine Familie in DL als Verwandtschaft) rein gar nichts bewirkt. Meine Tochter geht weg, das steht fest. Es interessiert auch niemanden (außer Dir), ob du noch jemals Umgang hast. Es kümmert jeden (außer Dir) einen Dreck, ob Du deine Kinder regelmäßig siehst.
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#15
Wir gehen in die nächste Runde. Neues Bewerbungsgespräch, diesmal in ihrer alten Heimatstadt, öffentlicher Dienst. Sie hat ganz hinterfotzig gefragt, ob ich nächste Woche die Tage tauschen kann, sie hätte ein Bewerbungsgespräch. Ich dachte ja erst "ok cool, wenn sie mehr verdient zahl ich weniger Mehrbedarf" und eingewilligt. Erst auf Nachfrage hat sie rausgerückt, dass es wieder um einen Umzug geht. Nagut jetzt hab ich eben auch nen dringenden Termin. Aber das bringt auch wenig, ausser bisschen Frustabbau. Wie von p____ richtig diagnostiziert will sie zurück, und jetzt ist das passende Angebot da.

Also holt das Popcorn raus.

(01-08-2018, 20:06)bio schrieb: Bei mir hat die Schulbindung, feste Freundschaften (die ich allein pflegte), sowie engere Verwandtschaft (Tochter hat nur meine Familie in DL als Verwandtschaft) rein gar nichts bewirkt. Meine Tochter geht weg, das steht fest. Es interessiert auch niemanden (außer Dir), ob du noch jemals Umgang hast. Es kümmert jeden (außer Dir) einen Dreck, ob Du deine Kinder regelmäßig siehst.
So eine Scheiße, die Große ist prächtig hier verwurzelt, kennt jede Straße, viele Freunde, Tanzkurs... erst heute waren wir das erste mal bei nem Schulfreund von Ihr zum Abendbrot, die wohnen nur zwei Häuser weiter. Auch der Kleine fängt an sich zu vernetzen, und es wird nicht lange dauern bis er auch die Trennungssituation analysieren kann. 

Verdammt verdammt. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
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#16
Update: Zwei Gespräche mit KM, keine Einsicht sondern Versprechungen, die darauf hinauslaufen die Umgangskosten zu reduzieren. Nach ein bisschen Nachfragen über das "Warum" kam dann noch von Ihr "Jetzt bin ich dran".

Habe im Jugendamt angerufen, bitte um Vermittlung. Die Dame vom JA wollte mich erst schon am Tel. abblitzen lassen: Die Mutter dürfe das nicht (ist ja schonmal richtig), müsse das bei Gericht beantragen wenn sie gegen meinen Willen wegziehen will. Ich antwortete, dass ich den Weg über das Gericht zu Abrupt finde und vorher im Jugendamt um Beratung bitten wollte. Sie fragt erstaunlicherweise noch, ob ich erstmal alleine kommen will, was ich verneint habe. Termin steht.

Hab mir auf Empfehlung eines Freundes, ebenfalls in Trennungssituation, noch eine Anwältin gesucht, die ihm ein Wechselmodell erstritten hat. Termin zum Erstgespräch steht, mal sehen was sie mir rät.

Mein Ziel ist es, dass die Kinder mit beiden Elternteilen aufwachsen können, mit hoher Verfügbarkeit & Häufigkeit. Auch eine Grenze habe ich mir gezogen: Werde den Weg über die Gerichte nur bis zu einem bestimmten Betrag gehen.
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#17
Deine Position ist zwar wie die von allen Väter schwach, aber besser gehts kaum wenn du verhindern willst, dass die Kinder weg sind. Du hast keine Fehler gemacht, die Umzugspläne haben sich um ein Jahr verzögert, das grössere Kind geht mittlerweile in die Schule und kann schon besser begreifen, dass ein Wegzug kein Vorteil ist. Meine Eltern sind mit mir auch umgezogen, als ich von der ersten in die zweite Klasse gewechselt bin, das war ein einschneidendes Erlebnis, das mich bis heute prägt. Alle Freundschaften sind abgebrochen, ich hatte immer das Gefühl viel verloren zu haben.

Erst das Gespräch im Jugendamt, bereits um einen Anwalt mit der richtigen Eignung gekümmert, Betonung von "gemeinsam", Grenzziehung gegen sinnloses Weitermachen, alles richtig gemacht. Deine Bereitschaft, ersatzweise die Kinder ganz aufzunehmen, wenn die Mutter wirklich weg will sollte auch deutlich gemacht sein, immer mit dem Zusatz dass "gemeinsame Erziehung" vorteilhafter für die Kinder wäre und immer noch besser wie der Bruch jeder Kontinuität, aller sozialen Beziehungen.
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#18
(02-12-2019, 15:10)p__ schrieb: Meine Eltern sind mit mir auch umgezogen, als ich von der ersten in die zweite Klasse gewechselt bin, das war ein einschneidendes Erlebnis, das mich bis heute prägt.
Ich will mir das gar nicht vorstellen, hätte damit auch erhebliche Schwierigkeiten gehabt. Genau das will ich den Kids ersparen.

Danke für die schnelle Rückmeldung und die Hinweise!
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