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Meine Tochter will mehr Zeit mit mir
#1
Hallo Forum,

da ich hier immer sehr kompetentes Feedback erhalten habe, wende ich mich aktuell an euch.

Kurz zusammengefasst will die Kleine mehr Zeit mit mir verbringen. Sie fängt an zu rebellieren und lasst sich von Mama nicht mehr vorschreiben wo und wie sie zu leben hat. Tochter wird in einer Woche 9 Jahre alt.
Es ist aus meiner Sicht und Beobachtung auch eine Notwendigkeit geworden. Ihr Sozialverhalten an der Schule ist schlechter geworden, hierzu gab es bereits in der Schule ein Elterngespräch, zudem sind die letzten beiden Arbeiten eine Note abgerutscht. Tochter berichtet auch, dass sich Mama noch weniger kümmert und kaum mit ihr lernt. Sprich seitdem ihr Halbbruder auf der Welt ist, ist es noch schlimmer geworden. Will die Mutter nicht schlecht machen, jedoch ist Tochter dort oftmals das fünfte Rad am Wagen, wird sich selbst überlassen, auch im Hinblick auf schulisches Lernen wird ihr kaum Hilfestellung gegeben. Das übliche Problem halt, womit sich Trennungsväter herumschlagen müssen. Bisher war die Gier größer, wie ihr Verstand. Nun wendet sich langsam das Blatt.
Mutti schlägt nun vor, dass sich Tochter probeweise für 2 Wochen in meinem Haushalt aufhalten soll. Am Stück. Dies hatten wir jedoch schon mal und sie weiß wie der Alltag bei mir ist. 2 Wochen halte ich für zu lang und sie hatte letztes Mal dann auch nach einer Woche Sehnsucht bekommen, als sie mal außerplanmäßig wieder zu mir wollte.
Mir schwebt eine Woche im Wechsel vor. Bspw. von Donnerstag-Donnerstag. Es sollte sich in etwa an einem Wechselmodell orientieren und Tochter sollte erleben wie es sich anfühlt und dies vielleicht über einen Monat lang. Zudem kommt es jetzt sehr plötzlich, vermutlich auch weil Mutter jetzt wieder halbtags arbeiten will und dann noch weniger Zeit für die Kleine haben wird. Sprich ich muss es auch erst noch mit meinem Arbeitgeber klären.
letzten Endes wird es vermutlich auf ein Wechselmodell hinauslaufen.
Und da wollte ich euch fragen, welchen Turnus ihr für am Besten haltet?
Klar gibt es dort nicht das Allheilrezept, jedoch halte ich 2 Wochen am Stück für zu viel. Ich weiß auch nicht ganz genau, warum dies die Mutter nun vorschlägt. Tochter war vor ein paar Monaten schon längere Zeit bei mir. Rief kurz nachdem ich sie zur Mutter gebracht habe wieder an und wollte noch zwei Wochen bleiben. Wir sollten wenn dann gleich auf das Wechselmodell hinarbeiten.
Sie mag den Lebensgefährten der Mutter auch nicht leiden. Seine Tochter ist nur alle zwei Wochen da und sie bekommt dafür ein Zimmer reserviert. Meine Kleine muss mit dem Halbbruder der grad ein Jahr alt ist, in einem Zimmer schlafen. Wie sich dies auf die schulischen Leistungen auswirkt, brauch ich nicht darstellen. Und so wird mit meiner Kleinen von Anfang an umgegangen.
Ein zweiter Punkt ist die Trennung. Tochter beschäftigt dies sehr. Mutter will sie ständig in irgendwelche Therapiegruppen stecken oder zu Psychologen schleppen. Bisher konnte ich dies abwenden, nun kommt auch Druck von der Schule. jedoch sage ich dort, dass sie auch einen Vater hat der ihr helfen kann und wird. In der Schule gab ich auch den Hinweis, dass es nicht nur an der Tochter liegt, sondern ggf. an der Umgebung und Erziehungskompetenz. Nett formuliert, jedoch kam es an der richtigen Adresse an. Klar bevor der Vater helfen darf, wird das Kind erst mal durchtherapiert und nachhaltiger Schaden produziert.
Jedoch ist der Wille meiner Tochter jetzt schon sehr stark und ich werde immer an ihrer Seite stehen.
Was haltet ihr von so einer Therapiegruppe? Ich persönlich gar nichts! Vor allem hatte Mutter in der Vergangenheit in ihrer Familie die Erfahrung schon gemacht. Mit ihrem Bruder. Dieser wurde immer weggeschoben, therapiert und hat sich letzt endlich das Leben genommen. Ich hatte mit ihm ein gutes Verhältnis. Jedoch wurde er von seiner Familie leider immer weggeschoben. Sie sollte es also am Besten wissen, hat daraus scheinbar nicht gelernt. Für so was ist verdammt noch mal die Familie da. Vorausgesetzt es bewegt sich im normalen Rahmen, was es bei meiner Tochter noch tut.
Ich wage zu behaupten, dass ich ihr dies selbst verständlich machen kann, was ich ja auch schon tue. Jedoch war meine Zeit halt bisher sehr begrenzt. Und hier ist das Problem.
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#2
Normalerweise ist Wechselmodell eine Woche beim Vater eine woche bei der Mutter.
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#3
Danke Kay!

Es gibt auch noch andere Modelle, wie bspw. 3 Tage hier , dann 4 Tage da. Zwei Wochen Rhythmus halte ich für zu lang.

Jedoch ist dies was scheinbar allgemein am meisten und häufigsten gelebt wird wohl der wöchentliche Wechsel. Mir ging es auch darum zu erfahren, ob es möglicherweise Erfahrungswerte gibt und wie es euch damit ergangen ist.
Fakt ist, dass sich jetzt absehbar etwas ändern wird und auch muss. Tochter wird einfach zu sehr sich selbst überlassen. Ziel sollte es sein die Mutter nicht schlecht dastehen zu lassen, sie wird ihre Fehler nie eingestehen, und der Kleinen zu helfen.
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#4
Zwei Wochen ist zu lange, es sollte ja so sein, dass das Kind sich bei beiden zuhause fuehlt. Du solltest der Mutter das als Unterstuetzung und Entlastung verkaufen.
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#5
Wie weit wohnt Ihr auseinander?

Der beste Weg ist, wenn die Entfernung es zuläßt, daß das Kind nach Lust und Laune zwischen den Eltern pendeln kann.

Will heißen: Es gibt nur soviele feste Umgangsregeln, wie aufgrund der Umstände unbedingt nötig sind, und so wenig, wie möglich.

Simon II
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#6
Wechselmodell kann alles heissen. Je näher die Eltern zusammenwohnen, desto kürzer kann der Wechselturnus sein, weil der Wechsel dann leichter ist. Erfahrungswerte von Dritten helfen da nicht weiter, man muss es individuell ausprobieren. Immerhin scheint die Mutter ja offen zu sein dafür, dass das Kind mehr bei dir ist.

Das ist überhaupt das Credo: Ausprobieren. Vielleicht ist auch ein Wechsel noch stärker zu dir besser, die Mutter dann mit Umgang? Wäre das von deiner Seite aus möglich?

Therapiegruppen - eine habe ich erlebt und das Gefühl, sowas hat grundsätzliche Probleme. Aber ich will die Erfahrung damit nicht verallgemeinern.
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#7
Einfache Fahrt sind 15 km. Sprich für nach "Lust und Laune" zu weit, jedoch für ein WM unproblematisch.
Kinder brauchen meiner Auffassung nach auch klare Strukturen und Regeln. Sicherlich bin ich der letzte der vorschreiben würde, dass Tochter jetzt nicht zur Mutter kann, weil es meine Zeit ist. Bin schon häufig außerplanmäßig losgefahren, Muttern nie. Jedoch ist Tochter für nach Lust und Laune noch zu jung. Dies würde sie in ihrer Meinung, ich mache was ich will, noch bestärken. Und dies geht nicht. genau dies sind die Probleme, die sie momentan in der Schule hat. Lässt sich nichts sagen, macht was sie will. Mutter kann ihr dies nicht aufzeigen, vermutlich ist es ihr auch einfach egal. Zuviel Stress zuviel Arbeit. Dies ist halt leider ihre Art.
Zudem haben Kinder sehr feine Antennen. Und Tochter spürt dies jetzt immer stärker, was es bedeutet bedingungslos zu lieben. Ohne dabei sagen zu wollen, dass es die Mutter nicht tut.  Meine Freundin sagt es wäre unglaublich wie sehr ich die Kleine liebe. Und das sie mich mehr liebt wie die Mutter. Jedoch geht es mir darum gar nicht.
Vor allem fordere und fördere ich die Kleine. Es ist nicht so ,dass es bei mir keine Regeln und Aufgaben gibt. Das Gegenteil ist der Fall.
Ja jetzt wird es darum gehen, es erst mal auszuprobieren. Auch ein Wechsel zu mir wäre denkbar, natürlich dann nur mit Unterstützung ihrer Großeltern väterlicherseits. Läuft bei Mutter auch nicht anders.  Auf Tochters Werdegang blickend, wäre dies zweifelslos das Beste. Mutter scheint nun langsam aber sicher auch erste Erkenntnisse zu bekommen. Vermutlich macht Tochter auch immer mehr Druck. Schon krass wie stark der Wille bei einer neunjährigen ausgeprägt ist.
Therapiegruppen halte ich Abstand von. Die Lehrerin faselte auch etwas von AHDS und Kinderarzt. meine Antwort war nur, dass es vor 5 Jahren keiner kannte und nun soll es jedes zweite Kind haben. Dann war Ruhe. Faule Bande in der Schule. Ich hab noch nie so hohe Fehlzeiten erlebt..
Nein dazu hat Tochter ihre Familie, die ihr den Rücken stärkt. Zu mindestens ich kann dies tun und versuche es bei jedem Umgang. 2-3 Tage geht es gut und dann ist sie wieder im alten Schema. Ganz ablehnen kann und werde ich es natürlich nicht. Dazu werde ich nochmals das Gespräch mit der Kleinen suchen. Ggf. wäre eine Kindergruppe denkbar. Jedoch hatten wir dies schon in der Vergangenheit (3 Jahre her), jedoch Einzelsitzungen auf Geheiß der Mutter,  und nach 4 Sitzungen hat Tochter gesagt, dass sie da nicht mehr hin möchte. Es hat gar nichts gebracht. Aber scheinbar sind viele total geil auf externe Hilfe, statt ihren Scheiß selbst weg zu machen. ist ja bequemer so.

Die Trennung wird Tochter noch sehr sehr lange beschäftigen. Da mache ich mir nichts vor und habe hierzu auch das Buch von Wallerstein gelesen. Viel muss sie mit sich selbst ausmachen, dies lässt sich nicht wegtherapieren. Und die Familie muss ihr den Rücken stärken. Dann wird sie ihren Weg finden.
 
Aber wie sagte die Mama damals. Ich habe ein Recht darauf glücklich zu sein und dann wird es Tochter auch. Und übrigens steht mir noch einiges zu! So kann man sich irren.
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#8
15km sind nicht unproblematisch. Wichtig wäre, dass nicht auch der Freundeskreis und die Nachmittagsbeschäftigungen räumlich auseinanderbrechen oder auf endlose Fahrdienste hinauslaufen. Das ist alles sehr wichtig in ihrer instabil gewordenen Welt. Ich würde mir schon noch einen Plan B überlegen, Kind überwiegend bei dir.
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#9
(14-08-2017, 13:17)Einszweidrei schrieb: Einfache Fahrt sind 15 km. Sprich für nach "Lust und Laune" zu weit, jedoch für ein WM unproblematisch.

Wie ist die Anbindung mit Bus/Bahn? Gut machbar oder zu anstrengend für die 9jährige?
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#10
Tochter hat Freunde hier und dort. Hobbies und Termine regelmäßig bei mir.  Momentan halt auf das lange WE beschränkt. Jedoch erfährt sie dadurch auch Stabilität.

Plan B bleibt in der Schublade.

Nein Bus und Bahn ist momentan schwer umsetzbar. Ab nächstem Schuljahr werden die Karten neu gemischt. Die weiterführende Schule ist sozusagen in der Mitte.

In ihrer Klasse ist ein Junge, der lebt auch das WM. Schon recht lange. Der Vater wohnt noch weiter weg wie ich. Vermutlich sieht dies Tochter auch. Dem Jungen geht es soweit gut.
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#11
Das kann alles gut gehen, aber man sollte auch immer die Risikofaktoren im Hinterkopf behalten und schnell gegensteuern, vor allem wenn das auch tatsächlich möglich ist weil die Mutter sich nicht jeder Veränderung quer stellt.

Bei meinen Mädchen sehe ich, wie unglaublich wichtig die sozialen Beziehungen zu Freundinnen sind. Der erste Faktor für ihre Existenz ist Nähe. Man fährt mal mit dem Rad oder Roller zur Freundin, man trifft sich ungeplant auf der Strasse, am Spielplatz, zeigt sich Top-Model Bilder :-) , geht mal hin um zusammen zu backen, je nach Alter. In einer Zeit, in der 90% der Kinder schon in den ersten Jahren der weiterführenden Schule nur noch am Handy hängen und sonst nur noch sehr wenig machen ist das um so wichtiger.

15km Entfernung würde Beziehungspflege erschweren. Natürlich kann es trotzdem gut laufen, aber es ist eben ein Risiko für ein Minus. Die Fahrradentfernung wäre da das Optimum.
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#12
Dies ist mir alles bewusst. Ihre sozialen Kontakte im Umkreis der Mutter waren/sind nur rudimentär vorhanden. Man kann Treffen privater Natur die letzten Jahre fast an der Hand abzählen. Zu mindestens ist es dies was Tochter mir immer berichtet hat. Es wird nun sicherlich nicht besser sein. Sonst würde es sie nicht so zu mir ziehen.
Ihre erste beste Freundin, hat sie hier bei mir auf dem Reiterhof kennen gelernt. Die ersten Übernachtungen bei der Freundin und die Freundin bei mir. Unglaublich wie aufgeregt die Kleine damals war, als ich sie zu der Mutter ihrer Freundin gebracht habe zum Schlafen. Sie hat so was noch nie erlebt gehabt!
Genauso 3-4 Tage alleine auf dem Reiterhof mit ihrer besten Freundin und zwei anderen Mädels. Zum ersten Mal ohne Eltern außer Haus. Solche Erfahrungen sind nicht mit Geld aufzuwiegen, obwohl so ein Wochenende auch nicht billig ist und außerhalb der Reihe anliegt. Sie hat mir damals stolz berichtet als ich sie wieder abgeholt habe "Papa wir haben uns drei Tage nicht die Zähne geputzt" Rolleyes
Im Moment haben sich die beiden jedoch gestritten. Mische mich da nicht ein, hoffe jedoch, dass sie sich wieder vertragen.
Ein Jahr müssen wir jetzt noch durchhalten. Dann geht's auf das Gymnasium. neues Umfeld, neue Klasse und neue Freundinnen. Die Karten werden neu gemischt. Selbst dann jedoch beiderseits nicht in Fahrrad Entfernung. Sämtliche weiterführende Schulen können kaum/ gar nicht mit dem Fahrrad erreicht werden (>10km). Bus und Bahn ist angesagt.
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#13
Die Mutter hat auf meine Mail geantwortet.
Sie will nach wie vor einen Hauptbetreuungselternteil. WM lehnt sie ab.
Sollte es meiner Tochter gefallen, also der Alltag bei mir, kann sie bei mir leben. Tochter kennt den Alltag bei mir bereits und beim letzten Umgang habe ich schon bemerkt wie stark der Wunsch in ihr geworden ist. Ich gehe auch davon aus, dass die Mutter schon mit Tochter darüber gesprochen hat.
So wie ich die Mail las, wünscht sich die Mutter fast, dass Tochter zu mir kommt. Ich gehe fast davon aus, dass dort ziemlich dicke Luft herrscht. Tochter muss unter anderem mit ihrem Halbbruder (1 Jahr) in einem Zimmer schlafen und die Tochter von dem Lebensgefährten hat ein Zimmer reserviert und ist nur alle 2 Wochen da. Meiner Tochter scheint es dort nicht gut zu gehen.
Und mittlerweile wird mir auch klar wo einige Probleme der Kleinen die letzte Zeit herkamen.
Sollte ich zustimmen, wird Tochter zeitnah für fast drei Wochen bei mir sein. Zur Probe.
Vermutlich wird dann der Plan B, von dem P sprach, greifen. Betreuung bekomme ich dann nur mit Hilfe meiner Eltern gestemmt. In einem Jahr geht es aufs Gymnasium, dann ist auch Betreuung bis 15 Uhr möglich und dies würde meine Arbeitssituation entspannen. Aber so weit sind wir noch nicht.
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#14
Lese ich das richtig, es gibt bei der Exe 2 Kinderzimmer, eins fuer die Tochter des Next die aber nur alle 2 Woche da ist und eins fuer Deine Tochter welches sie sich mit einem einjaehrigen Kleinkind teilen muss? Wenn das wirklich so ist und die Exe damit einverstanden ist, lass Deine Tochter bei Dir wohnen auch wenn das wegen Arbeit nicht so einfach ist. Tue es Deiner Tochter zu liebe.
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#15
Ja dies liest du richtig. Ich will dies auch nicht bewerten oder verurteilen, da ich selbst auf 60qm mit 4 Generationen aufgewachsen bin. jedoch waren es auch andere Zeiten.
Mir geht es darum, dass die Kleine sich selbst überlassen wird und keine Liebe und Fürsorge erfährt. Findet kaum Beachtung, ihr wird beim Lernen nicht geholfen. etc. Zu mindestens ist dies mein Gefühl, sie berichtete auch selbst darüber, und die Probleme an der Schule kommen auch nicht von ungefähr. Darauf angesprochen hatte ich vor 2-3 Monaten keinerlei Antwort von der Mutter erhalten. Nun wird der Druck scheinbar größer. Und so langsam sehe ich dies klarer..
Natürlich werde ich meine Tochter bei mir aufnehmen. Werde sie nicht fallen lassen. Ihr geht es nicht gut und es wird an der Zeit ihr bei ihrem weiteren Werdegang noch aktiver zu helfen und diesen zu gestalten.
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#16
Holen, das Kind. Auch wenn es jetzt schwierig für dich ist und du deine Eltern für die Betreuung brauchst.
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#17
Kleines Update zu meiner Tochter:

Umgänge sind soweit stabil. Unsere gemeinsame Zeit ist qualitativ hoch einzustufen. Unternehme mit der Kleinen sehr viel. Gebe mein Bestes.
Jedoch ist ihr Wunsch bei mir mehr Zeit zu verbringen nicht mehr so stark vorhanden bzw. traut sie sich nicht diesen mehr zu äußern. Sprich es hat sich wohl erst mal erledigt, dass sie zu mir kommt.
Die Mutter stellt meine Tochter vor die Wahl "Entweder entscheidest du dich für Mama oder für Papa". Halt die übliche Masche. Manipulation und gezielte Loyalitätskonflikte. Tochter wird massiv unter Druck gesetzt.
Noch 2-3 Jahre, dann ist sie eh in einem Alter wo sie selbst entscheiden wird. Kleine ist momentan 9 Jahre alt.
Was ich merke, dass die Kleine sich sehr wünschen würde, dass Papa wieder eine feste Beziehung hat. naja schauen wir mal.
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#18
Wenn sich das Verhalten der Mutter nicht mal recht. Jetzt kann sie es machen später wird sie sich hierfür vor der Tochter rechtfertigen müssen. Schade diese Egotripps und sehr kurzsichtig...
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#19
Guten Morgen,

ich benötige einen guten Rat von euch. KM möchte Tochter wieder zu solchen Therapiesitzungen von der Caritas schicken, Mittlerweile ist Tochter schon so weit manipuliert wurden, dass sie daran schon fast selbst glaubt. Ich habe nun erst mal zugestimmt, dass 3 Termine wahrgenommen werden können. Parallel nimmt Tochter momentan am Kommunionsunterricht teil. Mit den Katechetinnen habe ich darüber gesprochen und sie nehmen sich Tochter dahingehend auch an. Tochter möchte wohl gerne mit Kindern reden und erfragen wie die generell mit der Situation als Trennungskind aufwachsen zu müssen umgehen.
Am Anfang wollte die KM von mir die Einverständniserklärung dafür haben. Diese habe ich ihr für drei Termine gegeben. Nun schreibt sie, dass der Seminarleiter ihr gesagt hätte, dass hierfür generell keine Einverständniserklärung notwendig wäre.
Meiner Auffassung nach spielt dies direkt in Sorgerechtsentscheidungen herein. Ich möchte nicht, dass meine Tochter hospitalisiert und krank geredet wird.
Habe ich nun die Möglichkeit dagegen in irgendeiner Weise vorzugehen? meiner Auffassung nach reichen 3 Termine+Kommunionsvorbereitungskurs aus. Ggf. kann man nach den 3 Terminen schauen wie es ihr damit geht. Jedoch hat die KM nicht die Intention hier dem Kind zu helfen, sondern einen Zustand zu manifestieren. Zudem geht dies fast über ein halbes Jahr. Und ich sehe hier im letzten Halbjahr der 4ten Klasse auch eine mögliche Überforderung.
Nach wie vor wird das Kind beeinflusst und nachhaltig manipuliert.
Über Feedback und Möglichkeiten würde ich mich sehr freuen.
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#20
Wenn es eine richtige Therapie bei einem Arzt ist, die sie da beginnt, wäre es sorgerechtlich relevant. Ist der der dreimalige Besuch einer "Beratungsstelle", dann ist es irrelevant.
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#21
Danke für deine Antwort.

Sprich ich habe dahingehend keine Handhabe dem zu widersprechen und muss weiterhin tatenlos zu sehen, wie die KM den Zustand nachhaltig zementiert.
Dies bedeutet demnach auch, dass solche Beratungsstellen generell sorgerechtlich niemals relevant werden. Sprich wie dies teilweise dann eingestuft wird, obliegt oftmals der Beschreibung oder dann, wie so oft auch, irgendwelcher drittklassiger Professionen.
Wie gesagt den drei Terminen habe ich erst mal vorab zugestimmt. jedoch gehen diese Beratungstermine über 10 Termine. meine Ängste dahingehend sind ,dass Tochter hospitalisiert wird, die Ursache ihrer potentiellen Ängste, also die Wurzel allen Übels, eine bindungsintolerante KM die sie in gezielte Loyalitätskonflikte bringt, jedoch nicht wegtherapeirt wird.
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#22
Hallo,

1. In welchem Rhytmus wechselt die Tochter derzeit ? Seit wann ist das so und sind die Zeitintervalle stabil ?
2. Therapie
Du hast (gemeinsames Sorgerecht ?) zugestimmt, dass die KM mit der Tochter zu 3 Terminen bei einem "Seminarleiter" bei einer Caritas-Beratungsstelle (?) besucht.
Du weißt aber offenbar überhaupt nichts über Inhalt und Ziele dieser Termine ? Eine solche Zustimmung gibt man nur, wenn man sich vorher genauestens informiert hat, wer dort was genau mit Tochter vorhat !
Ist der "Seminarleiter" ein Therapeut (welche Ausbildung?) oder ein Sozialarbeiter ?
Bei einer "echten" Therapie gibt es z. B. Probesitzungen (probatorische Sitzungen), dort wird zunächst geklärt, ob und wie dringend eine Psycho­the­ra­pie­ ange­zeigt ist.
Bei der Aussage des "Seminarleiters", dass hierfür generell keine Einverständniserklärung notwendig wäre, wäre ich äußerst misstrauisch ... besonders wenn es sich nun plötzlich um 10 Termine handelln soll.
Im Übrigen ist ein Therapeut (oder was auch immer), der den 2. Elternteil von vornherein ausschließt und ihn nicht in die Beratung involviert, nichts wert und wahrscheinlich generell pro Mutter.
Gerade bei Loyalitätskonflikten des Kindes müssen selbstverständlich (!) beide Elternteile angehört werden. Bei "Entweder entscheidest du dich für Mama oder für Papa" ist zudem völlig klar, wo das Problem liegt ...

Die Aussage von p_ stimmt m.W. so nicht.
Dazu müsste man zunächst wissen, worum es sich überhaupt bei den "Terminen" handelt, deren Anzahl sich jetzt plötzlich verdreifacht hat ...

Mir ist eine solche KM, die das gemeinsame Kind lieber ständig therapieren lassen will, als ihre eigene Verantwortung wahrzunehmen, bestens bekannt.

Ich empfehle Dir dringend, einen persönlichen Termin mit dem "Seminarleiter" zu vereinbaren, um Dich über seine Kompetenz, Inhalte der Tochter-Termine, etc. zu zu informieren.
Erst dann kannst Du entscheiden, wie es weitergehen soll.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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#23
Eine klare Grenze existiert nicht, kann sie gar nicht. Zwischen beliebiger Beratungsstelle und langer ärztlicher Therapie gibt es alle Zwischenstufen. Und wenn einem Richter ein Furz quer im Darm sitzt, verschiebt sich das auch noch weit in unvorhersehbarer Weise. Mein Rat wäre, es generell nicht auf eine Klärung ankommen zu lassen. Dabei verlierst du als Vater immer. Leider. Du wirst demontiert und wenn du Pech hast, wird dir bei dieser Gelegenheit gleich ein Teil oder alles vom Sorgerecht entzogen.

Das Sorgerecht ist eben kein Recht, das Mitentscheidungen ermöglicht oder blockiert, sondern das Recht, bei einer Einigung über eine Entscheidung mitzureden. Und einigt man sich nicht, hat man als Vater immer verloren, denn im Konfliktfall wird man halt mal eben entsorgt. Auch in Fällen von Therapiewahn der Kindsmutter. Dir muss klar sein, dass alle davon profitieren (ausser dem Kind natürlich, aber um das gehts ja de facto in deutschen Gerichtssälen nicht), diese Pseudotherapeuten, Berater, Halbmediziner und Juristen dabei alle wichtiger werden und wichtig daran verdienen. Eine kritische Haltung dazu geht also gegen den Strom und als Vater wird man besonders leicht davon in den Gully geschwemmt.

Am sinnvollsten ist noch, selbst bei diesen Beratern vorbeizugehen, das gemeinsame Sorgerecht gibt dir das Recht dazu dass dort auch über das Kind gesprochen wird, was auch Pistazie angedeutet hat. Dann merken die, dass dort auch ein Vater ist, der sich kümmert und kritisch ist.
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#24
Es ist en Gruppenseminar an dem mehrere Kinder teilnehmen.
Selbstverständlich sind mir die Inhalte bekannt bzw. habe ich sie eingeholt. Bei dem Elternabend konnte ich leider nicht teilnehmen, da es mich zu dem Zeitpunkt erwischt hatte. War krank. Gut ist jetzt keine Entschuldigung.
Den Tipp mich dort nochmal persönlich vorzustellen werde ich wahrnehmen. Danke. Telefonisch habe ich dies schon getan.
Es mag sein, dass P formal nicht recht hat, ich sehe es auch so wie Pistachio. jedoch habe ich schon die Erfahrung gemacht, worauf es jetzt letztendlich hinausläuft. Der Richter hat mir seinerzeit die Pistole auf die Brust gesetzt, ob ich den damaligen Sitzungen zustimme oder er dies gerichtlich entscheidet. Tja mir blieb nichts anderes übrig. nach 3 Terminen hatte Tochter keine Lust mehr darauf "Papa ich will da nicht mehr hin, es bringt mir nichts"
Und paar Jahre später wieder die gleiche Scheiße. Dem Kind wird dadurch nicht geholfen, nicht ansatzweise. Dazu hat das Kind die Eltern, ist weder behindert noch zurück geblieben. Gegenteil ist der Fall. Ein aufgewecktes und lebensfrohes Mädchen, was seit Jahren massiv in Loyalitätskonflikte gebracht wird. Geholfen wird nur den Parasiten, die sich hinter dem Rücken des Kindes und dem abgefuckten Begriff des Kindeswohls verstecken.So weit ich weiß ist es ein Sozialarbeiter, der vermutlich irgend ein Diplom Pädagoge ist, dass habe ich noch nicht rausbekommen. Hinzu kommt, dass Tochter grad im letzten Halbjahr nun noch mit diesem Mist konfrontiert wird.
ich sehe es ganz klar als eine sorgerechtliche Entscheidung. Leider hat P die Konsequenzen aufgezeigt. Sollte ich dem widersprechen, sehe ich die Hürde mir aufgrund dessen Teile des Sorgerechts zu entziehen, allerdings als viel zu hoch an. Zu mindestens dann spätestens auf OLG Ebene. So schnell geht dies auch nicht einem das Sorgerecht zu entziehen.
Mir wird leider kaum eine andere Möglichkeit bleiben, als dieses Spiel zum Teil mitzuspielen und ggf. einen Vorteil für mich und Tochter herauszuarbeiten.
Ihr seht, wie es auch viele hier beschreiben. Es hört nie auf. Es sei denn die Biologie setzt dem ein Ende. Auf welcher Seite auch immer. Spätestens wenn Tochter alt genug ist, wird sie sich hoffentlich aus dem Dunstkreis befreien können. Noch paar Jahre stark sein...
Ich danke euch erst mal recht herzlich.

Edit: Ach ja zu meinem zweiten Kind, absolut keinen Kontakt, außer den monatlichen Überweisungen. Und mir geht es gut damit (zu mindestens mit dem NICHT Kontakt, Geld ist nicht ohne, jedoch kann ich meine Produktivität noch lange aufrecht erhalten, hoffe ich)
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#25
(09-02-2018, 16:46)Einszweidrei schrieb: Es ist en Gruppenseminar an dem mehrere Kinder teilnehmen.
Das klingt schon etwas anders und weit weniger dramatisch.
Wie sind denn die Inhalte ?

(09-02-2018, 16:46)Einszweidrei schrieb: "Papa ich will da nicht mehr hin, es bringt mir nichts"
Falls sie nun auch wieder so denkt, muss das nicht nur schlecht sein.
Diese Einstellung kannst Du gut nutzen, um mit ihr Euer Vertrauensverhältnis zu stärken.
War bei mir damals genau so, letzlich hat die KM gegenüber dem Kind nur verloren.

(09-02-2018, 16:46)Einszweidrei schrieb: So schnell geht dies auch nicht einem das Sorgerecht zu entziehen.
Theoretisch schon, wenn die KM es drauf anlegt.
Dazu müsste sie aber erst mal klagen.
"Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht Überzeugung, daß etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht." - Václav Havel
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