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Termine des Kindes an meinem WE?
#1
Lightbulb 
Hallo zusammen,

ich brauche mal eure Hilfe...

und zwar will das Kind Sport machen, natürlich an einem Samstag, und zwar jeden Samstag...

die Kinder habe ich gerade alle 2 Wochen, von Freitag bis Sonntag Abend.

Problem ist, dass ich dann
a) Taxi fahren kann, und das Kind knappe 20 km
hinfahren kann, 1h warten darf, und dann 1h später wieder mitnehmen kann,
und
b) ich kein einziges Wochenende was planen kann.

Der Sport wird auch woanders (25km von der Ex) unter der Woche angeboten,
das will aber die Ex nicht fahren, zudem sind ja die Freunde vom Kind nicht mit dabei...
(<-- Aussage der Ex)

es gibt den §1687 https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1687.html
welcher (so wie ich das interpretiere) besagt dass ich - an meinem Wochenende - über die
Aktivitäten entscheiden darf.

die Ex rennt gerade schon wieder zu Ihrem Anwalt...


sagt Ihr mir mal bitte ob man so einen Spaß mitmachen muss...
Danke mal...
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#2
Es geht doch hier vornehmlich um das Kind und nicht um Dich, oder?! 20 KM sind ja nun nicht die Welt und meinst Du nicht, dass es Dir auch Freude machen wird, wenn Du siehst wie Dein Kind sich sportlich betaetigt, Spass und ev. noch Erfolg hat? Verstehe nicht was das Theater soll. Probier es doch erstmal aus, wenn es nicht funktioniert, der Kleine keinen Spass hat oder mal andere Aktivitaeten anstehen, kannst Du immer noch schaun.....
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#3
Die Begründung der KM, dass am WE die Freunde des Kindes mit dabei sind, ist durchaus plausibel. Ob das wirklich stimmt, erfährst du am besten vom Kind selbst.

Ich sehe folgende Gefahr: Wenn du dem Kind den Sport am WE nicht gewährst, wirst du zum Spielverderber und das Kind will möglicherweise noch weniger Zeit mit dir verbringen. Aber wie gesagt, check nochmal ab, was vom Geschwätz der KM wirklich stimmt und was nicht.

Ansonsten würde ich es versuchen positiv zu sehen: Dein Kind wird den Sport, der ihm Spaß macht, unweigerlich mit dir verbinden (klassische Konditionierung). Die Stunde, die du wartest (schaut man da nicht zu?), kannst du ggf. ein Buch lesen o.ä. Falls du mal ein freies WE willst, sollte es doch auch möglich sein, dass das Kind ein WE nicht zu dir kommt.

Was mir noch einfällt: Wenn bei dieser auswärtigen Aktion (20 km entfernt) die Freunde deines Kindes auch dabei sind, kannst du dich vielleicht mit deren Eltern absprechen, dass du nicht immer mitmusst.
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#4
Hallo zusammen,

die Frage ist in meinen Augen nicht beantwortet.

Ich habe noch ein zweites Kind und eine Lebensgefährtin.
Das muss ALLES erst einmal unter die Decke gebracht werden.

Es kann nicht sein, daß die Ex etwas plant, was uns allen ins ganze WE prescht,
und jegliche Wochenendplanung hinfällig macht...

So kommt dann irgendwann mal Sportart Nummero #2, dann das zweite Kind, dann
kann ich mein WE komplett an den Nagel hängen und nur noch für Fahrdienste da sein,
das kann mMn nicht sein.

Deshalb würde mich interessieren wie andere das handeln...

edit: ich will an meinem WE was von den Kindern haben, und nicht das halbe Wochenende
Taxi fahren was zur Unzufriedenheit von allen anderen führt...
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#5
Ich, ich, ich will nicht, ich und nochmal ich. Merkst Du es?! Dein von Dir getrennt lebendes Kind kommt nur jedes 2. Wochenende zu Dir, da solltest Du nicht lange fackeln und froh sein, dass Dein Kind nicht nur vor irgendeiner Dattelkiste sitzt und sich bewegt! Wenn es ihm Spass macht, solltest Du das unterstuetzen und die ca 2 Stunden am Samstag ruinieren Dir sicherlich nicht das gesamte Wochenende. Komm mal runter. Schau erstmal wie das laeuft und ob es ihm dauerhaft gefaellt. Kinder moegen heute das und morgen wieder was ganz anderes. Kann doch sein dass er in zwei Monaten ein ganz anderes Interesse hat.....
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#6
naja, Kay, ich habe ja oben schon geschrieben dass ich noch ein weiteres Kind und eine Lebensgefährtin habe.

Es ist die Kunst alle Interessen unter eine Decke zu bekommen, was mMn bei 4 Personen nicht machbar ist,
wenn man sich an Interessen einzelner Personen bindet. Das gibt dann an anderen Stellen wieder Probleme,
die ich gerne vermieden hätte.

Da ich aber sehe, dass meine eigentliche Frage (wie das andere handeln) offensichtlich von Dir resp. hier nicht
beantwortet wird, lasse ich es hierbei auch gut sein...
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#7
Rein rechtlich kann dir deine Ex natürlich nicht vorschreiben, was du mit deinem Kind in deiner Umgangszeit machst.

Aber kann es sein, dass dein Problem gar nicht deins ist sondern das deiner Lebensgefährtin?
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#8
Hallo @Pillepalle,

kann deinen Unmut verstehen!

Die Alte kann und darf so nicht dein Wochenende "zerlegen", zumal du da offensichtlich übermäßig viel Aufwand hast.

Bleiben einige Fragen:

1, Wie alt ist das Kind? Kann es ggf. von jemanden mitgenommen werden oder alleine mit Taxi fahren?

2. Was sagt die Alte zu den Taxikosten? Zahlt die sie?

Ich würde der Alten sagen, dass das Kind ruhig weiter machen kann, wenn

a). Sie sich um Kosten und Betreuung bei der Sportveranstaltung kümmert

und

b). Zusätzlich das Kind noch wöchentlich einen Nachmittag kommt (gebracht wird), um die entstehende Unruhe zu kompensieren.

Ansonsten wirst du zu viert genau zu dem Zeitpunkt wo Sport statt fände entsprechend ein attraktives gemeinsames Alternativprogramm durchziehen, was auch aus Sicht des Kindes mindestens ebenbürtig ist.

Lass die Alte zum Anwalt rennen, ihr Geld.

Viel Kraft!
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#9
So fing's bei mir auch an. Kind musste urplötzlich an jedem WE ins Fußball und während der Woche just auch an meinem Tag zum Karateunterricht. Nun war mein Kind natürlich nicht jede Woche bei mir sondern jede zweite, dafür aber wie schon erwähnt einen Tag während der Woche und das komplette WE. Das - also der umfangreiche Umgang - passte der Ex schon gar nicht.

An sich natürlich kein Problem, man kann ja gern den Chauffeur spielen. Nur war damit jeder Umgang komplett von der Ex verplant und zusätzlich war's vor allem an dem Tag während der Woche eine einzige Hin- und Herfahrerei, die einfach extrem viel Unruhe reinbrachte. Und auch am WE fing's an mit 'ich will dass mich heute Mami ins Training fährt' oder 'Mami hat gesagt, sie möchte mich heute vom Training abholen', etc.

Es war ja nicht so, dass ich meinem Kind nichts geboten hätte. In der Umgangszeit haben wir bestimmt jeden Tag 3 bis 4 Stunden Fußball gespielt, sind mit den MTBs durch den Wald gefetzt und waren stundenlang auf Spielplätzen unterwegs, uvm. Urplötzlich diktierte aber die Ex was zu machen ist. Nun, da ich ja als Mann in diesem Land unterwürfig sein muss - jedenfalls als Umgangsberechtigter nichts zu melden habe und ich schlussendlich meinem Kind freilich den Spaß gönnen wollte, habe ich das ja auch akzeptiert, nur hat sich dadurch der komplette Umgang binnen ca. 8 Monaten extrem verschlechtert mit all seinen negativen Auswirkungen. Da half es auch nichts, dass ich die einzelnen Sportarten stark unterstützt habe und meinem Kind neueste Trainingsausrüstung, etc. gekauft habe und ihn in jeder Hinsicht vollumfänglich unterstützte. Mit mir gewann er sogar ein Karateturnier, weil ich ihn sowohl mental wie auch technisch vorbereitete. Also ich war wirklich leidenschaftlich dabei.

Zu guter Letzt kann man sagen, dass meine Entsorgung von der Kindsmutter erfolgreich eingeleitet wurde. Liest sich jetzt vllt. ein bisschen übertrieben, aber wie schon erwähnt hatte das Ganze etliche negative Auswirkungen auf die Vater-Kind-Beziehung. Obwohl man natürlich als Unbeteiligter erstmal nichts schlechtes vermuten mag sondern ggf. sogar die Mutter als Gönnerin ansehen könnte.

Mein Tipp daher an dich ist folgender - allerdings natürlich mit all seinen Risiken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden (imho so oder so!): Lass deine Ex tun und machen, was sie will. Ignoriere ihren Vorschlag, lese ihren Anwaltsbrief erst gar nicht, und plane mit deinem Kind deine bzw. eure Aktivitäten (vor allem viel Familienleben!). Das musst du bei Bedarf deinem Kind natürlich dementsprechend ruhig und gelassen erklären. Grdsl. sollte dein Kind bei guter Erziehung und hinreichend Loyalität dir ggü. deine Entscheidung aber gar nicht erst hinterfragen. Es ist einfach so PUNKT

Glaub mir, das wird dir bei deinem Kind mehr väterliche und liebevolle Autorität einbringen, als wenn du den Hampelmann für die Ex spielst. Ich - da ich mittlerweile sowieso trotz jahrelanger Gutmütigkeit - entsorgt bin, würde im Nachhinein betrachtet gnadenlos mein Ding durchziehen.
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#10
schön dass es noch Leute gibt die genauso denken, danke für Deinen Beitrag.

Kay steckt wohl in einem anderen Loch um da mitfühlen zu können...
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#11
@Flo:
Verstehe ich das richtig? Du rätst, die Anweisung der "Führerin" aka KM dezent zu ignorieren und dem Kind ein Alternativ-Programm schmackhaft zu machen?
Ansonsten wie erreichst du die Loyalität deines Kindes?
Danke!
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#12
Das kann alles so und so laufen. Am Ende bist du immer der Depp. Auch bei mir lief das so ähnlich. Die ohnehin sehr, sehr spärliche Umgangszeit wurde verplant, Ex hat einfach einen Punkt zusätzlich geschaffen, um den Umgang nicht mehr nach Gutsherrinnenart, sondern nach Kaiserinnenart zu gestalten. Dank einem Traumduo von Richter und Jugendamt im Rücken auch alles problemlos durchzuziehen.

Die Missachtung der Umgangszeiten kann vielleicht gebremst werden, aber nicht gestoppt, das Mittel funktioniert einfach zu gut dafür. Sich stattdessen selbst in den Termin des Kindes einzubringen, herumzufahren, sich mit zu engagieren bringt ähnliche Ergebnisse. Eine Zeitlang hält man das durch und es geht halbwegs gut, dann kommt die nächste Sache angerollt, schliesslich haben ja Ex und Kind sofort gesehen dass Papi alles brav mitmacht und sich einspannen lässt. Irgendwann geht es nicht mehr und dann folgt die Enttäuschung.

Heute sehe ich das egoistischer und würde einen Weg wählen, der mir selber weniger Stress bereitet, da das Ergebnis ja sowieso nicht steuerbar ist und meistens ein dickes Doppelminus darstellt.
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#13
Es kann - wenn überhaupt - nur funktionieren, wenn von Anfang an die Kante gezeigt wird!
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#14
(10-06-2017, 14:22)Pfanne schrieb: Verstehe ich das richtig? [...]

Nein kein Alternativprogramm sondern einen zu 100% authentischen Vater, der in einem vernünftigen Verhältnis das macht, was er für sein Kind und die gemeinsame Vater-Kind-Beziehung für das Beste hält. Das Kind soll während des Umgangs am Leben des Vater teilnehmen und nicht an durch die Kindsmutter geplanten Aktivitäten oder Veranstaltungen. Ebenso soll der Vater natürlich am Leben seines Kindes partizipieren, jedoch nicht auf Grundlage eines Lebens, das die Kindsmutter geschaffen hat. Hier wird nämlich gern falsch gefolgert, dass nun der Vater zu egoistisch sei dem Kind diese Samstagsveranstaltung zusammen mit den Freunden zu gönnen. Das Ganze ist aber nicht aus der Vater-Kind-Beziehung (heraus) erwachsen sondern von der Kindsmutter initiiert worden. Nun werden auch alle weiteren Helfer so argumentieren, als wäre der Vater ein Egoist. Der Anwalt, der von der Kindsmutter in Gang gesetzt wurde, wird mit seinem Schreiben anfangen. Und schon beginnt der Teufelskreis, den die Kindsmutter beabsichtigt hat. Der Vater kann sich sodann nur noch bücken und Knecht spielen oder ignorieren. Deshalb kann er seine Entsorgung aber nicht aufhalten sondern zögert sie nur etwas hinaus. Schreitet er dessen ungeachtet selbstbewusst voran und tut nur das, was er während der Umgangszeit für sein Kind als gut ansieht, dann wird er vermutlich auch entsorgt, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit minimal größer, dass die Vater-Kind-Beziehung qualitativ wächst. Ich denke, die meisten haben verständlicherweise vor ihrer Entsorgung Angst, welche die Kindsmutter schon längst in die Wege geleitet hat. Diese Lawine kann man nicht aufhalten. Man kann nur hoffen, dass das Kind charakterlich und psychisch stabil genug ist, um die Beziehung zum Vater trotz widriger Umstände aufrecht erhalten zu können. Meinem Kind wurde es einfach irgendwann zu langweilig mit mir, obwohl ich wirklich alles getan habe, damit es ihm gefällt. Hund, Haus, Garten, massenweise Spielzeug, stundenlanges Fußballspielen, uvm. 

Schwer zu erklären, evtl. versteht man ja trotzdem, was ich meine.
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#15
Ich habe meine Tochter, zusätzlich zum kompletten Wochenende, jeden Dienstag und Donnerstag Nachmittag. In meine Umgangszeit fallen keine Termine, das habe ich mir von Anfang an verbeten. Was nicht heißt, dass nicht mal ein Arzttermin ansteht. Lediglich der gemeinsam, also jeweilige Freitagnachmittag ist verplant. Da findet meine Tochter es auch zunehmend spannend, da ich ihr dann bald erlauben werden selbst den Tanzkurs zu besuchen.

Vielleicht kann man ja irgendetwas einbauen, was ein Alleinstellungsmerkmal des Vaters ist. Von seiten der Väter können die Zügel ruhig etwas lockerer sein, ohne gleich jeden Wunsch zu erfüllen. Es gibt wohl keinen Kardinalsweg.
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#16
(09-06-2017, 22:42)pillepalle schrieb: Hallo zusammen,

ich brauche mal eure Hilfe...

und zwar will das Kind Sport machen, natürlich an einem Samstag, und zwar jeden Samstag...

Also hier steht nichts von "der Mutter initierten" Sportveranstaltungen um das Umgangswochende mit dem Vater zu sabotieren! Da steht DAS KIND moechte! Daher auch meine Antworten.... Ev. kann pillepalle das ja mal aufklaeren was da nun wirklich Sache ist.
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#17
Meine Mädels sollten/wollten auch Samstags zum Turnen auf nem Pferd.....ich bin 3 mal gefahren, dann hatte ich die Faxen Dicke.
Ich habe der Ex gesagt das sie Samstags die Kinder bei mir abholen und auch wieder bringen darf, wenn das so wichtig ist. Ruck zuck hat sich das erledigt.
Ohne mein Einverständnis verplant niemand meine Freiheit, ich meine Freizeit, die Ex nicht aber auch die Kinder nicht.
Meine jüngste ist jetzt 11 (gestern) und geht, ALLEINE, 2 mal die Woche zum Basketball und auf Spiele am WE, ob ich mitgehe oder nicht mache ich mit meiner Tochter ganz alleine aus, dazu brauche ich keine Ex.
Mein Tipp, rede mit Deinem Kind, Deiner Frau/Freundin und finde einen Kompromiss für euch alle.....aber lass dich nicht weiter zum Deppen machen und rechtlich geht gar nix.....die Konsequenz könnte halt sein das dein Kind nicht mehr zu Dir/Euch will, damit mußt Du dann halt leben......
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#18
@Flo:
OK danke. V.a. auch in Zusammenschau mit den Beiträgen von bio und Bitas verstehe ich, was ihr meint.
Letztlich geht es wohl darum, dass man nur dann ein guter Vater sein kann, wenn man sich nicht von der KM und ihrer Helferinnenindustrie in die Knie zwingen lässt.
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#19
Das möchte ich korrigieren. Man kann natürlich auch ein guter Vater sein, ...

(11-06-2017, 00:34)Pfanne schrieb: [...] wenn man sich [...] von der KM und ihrer Helferinnenindustrie in die Knie zwingen lässt.

Ich nehme an, dass in diesem Forum überwiegend die hoch strittigen Fällen diskutiert werden. Man erkennt das sehr schnell an Aussagen wie:

"Die Ex rennt gerade wieder zum Anwalt" oder "Ich habe wieder Post vom gegnerischen Anwalt erhalten" oder "Die Kindsmutter will, dass ich unser Kind nur noch alle 2 Wochen abhole" oder "Die Ex hat einen neuen Partner, plötzlich darf ich unser Kind nicht mehr sehen" oder "Die Mutter meines Kindes erlaubt mir nicht, dass ich unser Kind direkt an der Haustüre abhole" oder "Ich darf unser Kind erst wieder sehen, wenn ich dies und jenes mache" oder "Meine Ex ist gerade mit unserem Kind 100te von Kilometer weg gezogen", oder "Es gab schon wieder ein Gewaltschutzverfahren", oder "Wenn ich das Kind abhole, grüßt sie mich nicht", oder "Laut Ex darf ich unser Kind ja sehen, aber nur begleitet", uvm. Meist halten sich derartige Mütter dann sogar noch für Übermütter, obwohl sie ihr Kind sukzessive im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Strick, an dem sie das Kind führen, erwürgen. Das nennt man dann egoistische Liebe. Im Übrigen sind auch Egoismus und Egozentrik typisierend für solche Menschen. 

Probleme in der Elternbeziehung mögen vielschichtig sein, jedoch ist in besonderem Maße charakterisierend, dass der hauptbetreuende Elternteil eine sehr geringe Toleranzschwelle hat, weiterhin sehr wenig ehrliches Mitgefühl (dieser kann aber dennoch viel Empathie haben, siehe manipulierende Menschen), zus. das eigene Verhalten nicht reflektieren kann, und zu guter Letzt das Bindungsverhalten wie auch das Paarungsverhalten Männern bzw. potentiellen Partnern ggü. zwar sehr locker und leicht aufzubauen bzw. in gewisser Weise sogar übersteigert ist, dessen ungeachtet aber die Bindungstoleranz bezugnehmend auf das eigene Kind und den Vater des Kindes praktisch nicht vorhanden ist. Komischerweise wirken Frauen, die derartige Charakterzüge aufweisen, teils sehr anziehend auf Männer. 

Selten mag es auch die Fälle geben, in denen der Umgangselternteil ähnliche Charakterzüge aufweist, sodann führt aber i.d.R. die hohe Toleranz- und Frustrationsschwelle des Betreuungselternteils meist dennoch nicht zu einem Kontaktabbruch zwischen Kind und dem anderen Elternteil. Man könnte auch sagen, es gibt in den überwiegenden Fällen immer einen stark defizitären und einen demgegenüber ausgleichenden Part. Das Kind nimmt in dieser Konstellation - also insofern der Betreuungselternteil der positive Part ist - nur wenig Schaden. Wer welche Rolle inne hat, erkennt man sehr schnell. Wie gesagt sind diese negativen Charakterzüge dem Betreuungselternteil zuzuordnen, führt das mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit dazu, dass das Kind irgendwann einen Elternteil dauerhaft verliert. 

Jetzt bin ich leider abgeschweift. Was ich sagen möchte, ist, dass ein Mann auch dann ein guter Vater ist, wenn er grdsl. sein Kind sehen will, schlussfolgernd aber nicht bereit ist gegen eine übermächtige Kindsmutter anzukämpfen.
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