Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Der Aufstockerthread - Fragen und Antworten für SGB II Aufstocker
#1
[Thema abgetrennt von hier]


Seit wann fällt die Pauschale für notwendige Ausgaben in Höhe von 15,33 Euro weg? Das ist neu. Und ich kann dazu nichts finden.

Doch jetzt hab ich's:
Zu § 6 Absatz 1 Nummer 5 Die Vorschrift übernimmt teilweise den Regelungsgehalt der bisherigen Nummer 3. Die Pauschale für allgemeine Werbungskosten in Höhe von 15,33 Euro, die bislang in § 6 Absatz 1 Nummer 3 Buchstabe a enthalten war, ist nicht übernommen worden. Diese Änderung dient zunächst der Verwaltungsvereinfachung, da diese Pauschale künftig bei der Anwendung des § 11b Absatz 2 Satz 2 SGB II nicht mehr einzubeziehen ist. In diesen Fällen wurden bislang stets pauschal 15,33 Euro vom Einkommen zusätzlich als notwendige Ausgaben abgesetzt, auch wenn solche Ausgaben nicht geltend gemacht worden sind. Die mit der Streichung dieser nicht erforderlichen Pauschale verbundenen Einsparungen dienen insbesondere der Gegenfinanzierung von Ausgaben, die aus anderen Regelungen dieses Gesetzes resultieren und nicht vermeidbar sind.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#2
Habe heute von einer LB gelesen, das ihr die Streichung der Pauschale im Bescheid vom ihrem JC angekündigt, bzw. "erklärt" wurde.

Bin mal gespannt, wie die Jobcenter mit der "Kann"-Regelung der Erwerbstätigenfreibeträge nach §11b Abs. 3 nun umgehen werden. Das sind bis zu 230 Euro, welche da von der Kommune gespart werden können.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#3
Wieso kann und bis zu 230 Euro? Hier haben sie reihum Änderungsbescheide rausgeschickt und nebst Neuberechnung mitgeteilt, dass die 15,33 Euro zukünftig bzw. ab 01.9.16 wegfallen.

Bei dir ist das vermutlich anders, weil Du aufgrund fehlender Fahrtkosten nicht über die 100 Euro kommst. Logisch.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#4
Lies mal im verlinkten Dokument Punkt 4.

http://www.harald-thome.de/media/files/K...achung.pdf
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#5
Danke ST. Nachdem ja nur diese Werbungskostenpauschale in Höhe von 15,33 Euro mtl. wegfällt, müsste es doch erlaubt sein, dass man sich wenigstens die tatsächlichen Werbungskosten wie z.B. Kontoführungsgebühren ersetzen lässt oder? Denn eine mögliche Steuerrückerstattung, was ja als letzte Möglichkeit in Betracht käme, insofern das Jobcenter Werbungskosten nicht mehr berücksichtigt, wird vom Jobcenter ja gleich wieder als Einkommen eingestrichen.

Wie sieht es eigentlich mit Riester & Co. aus - kann man sich das eigentlich auch vorzeitig auszahlen lassen und wird es dann nicht als Einkommen angerechnet?

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#6
(18-08-2016, 12:17)raid schrieb: Danke ST. Nachdem ja nur diese Werbungskostenpauschale in Höhe von 15,33 Euro mtl. wegfällt, müsste es doch erlaubt sein, dass man sich wenigstens die tatsächlichen Werbungskosten wie z.B. Kontoführungsgebühren ersetzen lässt oder?

Ja, das geht. Sinn der Pauschale war, daß die Ämter nicht wegen jeder Büroklammer Arbeitsaufwand hatten. Ansonsten sind diese Kosten bereits in den 100 Euro Grundfreibetrag berücksichtigt. Auf Nachweis kann der Freibetrag in Höhe der tatsächlichen Werbungskosten aufgestockt werden. Doof ist neuerdings nur, das der SB jetzt auswürfeln darf, ob er die Freibeträge nach §11b Abs. 3 bereits vorab oder erst im Nachhinein gewährt. Wenn ich den Gesetzestext richtig interpretiere, dann müsste er aber schon begründen, warum er die nicht vorläufig gewähren will.


Zitat:Denn eine mögliche Steuerrückerstattung, was ja als letzte Möglichkeit in Betracht käme, insofern das Jobcenter Werbungskosten nicht mehr berücksichtigt, wird vom Jobcenter ja gleich wieder als Einkommen eingestrichen.

Jo. Daran ändert sich aber nix.


Zitat:Wie sieht es eigentlich mit Riester & Co. aus - kann man sich das eigentlich auch vorzeitig auszahlen lassen und wird es dann nicht als Einkommen angerechnet?

Riestern geht. Wird aber zum Vermögen zum Zeitpunkt der Auszahlung. Wenn das Schonvermögen dann mit der vorzeitigen Auszahlung überschritten wird, ist das ungünstig. Ich zahle selber einen kleinen dreistelligen Betrag im Jahr dort ein. Könnte ich auch in den Sparstrumpf stecken, aber streng genommen ist es dann wieder Teil des Vermögens. Das Riesterdepot bleibt aber bis zur Auszahlung unangetastet. Dann nehme ich noch die 13 Euro vermögenswirksame Leistungen vom AG mit. Da kommt in 7 Jahren auch ein 1.000er zusammen. Wenn nur der AG die VWL zahlt, wird das nicht als Einkommen oder Geldwert angerechnet. Bei Auszahlung ist das natürlich wieder Vermögen, aber das wäre vielleicht ein guter Zeitpunkt, kurz vor Ablauf der VWL die Waschmaschine qualitativ hochwertig zu ersetzen.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#7
Da ruf ich nachher gleich mal bei der Jobcenter-Hotline an. Dumm nur, dass die dort nicht oder nur selten das Wissen haben, das ich abgreifen kann bzw. was mir hilft. Aber eigentlich logisch, denn ein Wegfall der Pauschale bedeutet ja nicht, dass man die tatsächlichen Werbungskosten, die man ja nun mal hat, nicht absetzen darf. Jedenfalls muss ich mir dann über ein kostenloses Bankkonto keine Gedanken mehr machen. Und mit der nächsten ALG2-Erhöhung zum Jahresanfang von geschätzt 8 bis 10 Euro habe ich dann die 15,33 Euro auch wieder herinnen. Wobei ich noch suche, was man noch alles absetzen kann.

(18-08-2016, 12:49)Sixteen Tons schrieb: Doof ist neuerdings nur, das der SB jetzt auswürfeln darf, ob er die Freibeträge nach §11b Abs. 3 bereits vorab oder erst im Nachhinein gewährt. Wenn ich den Gesetzestext richtig interpretiere, dann müsste er aber schon begründen, warum er die nicht vorläufig gewähren will.

Einziges Einsatzszenario wäre für mich dem Grunde nach schwankendes Einkommen - alles andere wäre ja kompletter Schwachsinn. Nun die 100Euro-Pauschale ist ja schon mal nicht betroffen. Warum auch. Der Rest ja kann ja nur gewährt bzw. berechnet werden, wenn das Einkommen in seiner Höhe sicher feststeht. Typische Einkommen hierfür dürften alle sein bis 1.200 bzw. mit Kind 1.500 Euro brutto. Insofern das Einkommen zwar schwankt, allerdings immer deutlich über 1.200 bzw. 1.500 Euro brutto liegt, müsste mir der SB schon genau erklären, warum er hier die Freibeträge nicht berechnen will. Deshalb habe ich ja schon des Öfteren erwähnt, dass man idealerweise immer ein Fixum vereinbaren sollte. So spart man dem Jobcenter Arbeit und sich selbst viel Rennerei und Ärger.

Zus. sollte man ggü. dem Sachbearbeiter immer anbringen, dass man über ein P-Konto verfügt und somit bei einer plötzlichen Nachzahlung wg. Freibeträgen nach endgültiger Bescheidung der Freibetrag horrend überschritten würde, was für einen zus. Probleme verursacht. Weiterhin kann ein stat. Wert errechnet werden - Beispiel: Das Einkommen beträgt mind. immer 900 Euro, dann kann auch dieses Einkommen zur Berechnung der Freibeträge herangezogen werden. Das ist weder zu viel Arbeit für das Jobcenter, noch gingen sie das Risiko ein im Endeffekt zu viel nach- bzw. zurückfordern zu müssen. Und nicht zuletzt ist es ja auch der Anreiz zur Arbeit, was ich auch deutlich kommunizieren würde. Im schlimmsten Fall tut sich den Stress z.B. als Wachmann (in diesem Gewerbe schwanken die Einkommen regelmäßig) niemand mehr an sondern bleibt auf ALG2 und verdient mtl. nur 100 Euro dazu. So lebt man stressfrei und kann sich trotzdem etliches leisten.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#8
Die Service-Hotline vom Jobcenter rattert nur das runter, was ich eh schon weiß. Ansonsten heißt es 'einfach mal beantragen'. Demnach kann man ja sogar Weiterbildungskosten absetzen und Arbeitsmittel. Wie und was genau konnte mir aber keiner sagen. Ich mein, da mach ich jetzt den MCSE nochmal komplett durch und setz die Kosten dann ab - das wären gut und gerne 1.000 Euro. Das übernehmen die doch niemals. Oder ich kaufe mir jeden Monat Arbeitslektüre und Zeitschriften für die Arbeit. Soll ja angeblich übernommen werden. Aber bis zu welcher Höchstgrenze?

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#9
(19-08-2016, 10:55)raid schrieb: Ich mein, da mach ich jetzt den MCSE nochmal komplett durch und setz die Kosten dann ab - das wären gut und gerne 1.000 Euro. Das übernehmen die doch niemals. Oder ich kaufe mir jeden Monat Arbeitslektüre und Zeitschriften für die Arbeit. Soll ja angeblich übernommen werden. Aber bis zu welcher Höchstgrenze?


Das kommt aus dem Vermittlungsbudget. Du bist schon in Arbeit integriert und daher Profillage 1. Trotzdem hast du durchaus Anspruch auf Weiterbildung (§16 SGBII i. V. m. §44 SGB III). Das gilt also auch für Aufstocker (Siehe
Fachliche Hinweise der BA zu §16 SGB II). Also du könntest z. B. beantragen, daß Sie dir das C'T Abo bezahlen.
Es gibt keine Höchstgrenze. Das ist eine Ermessensleistung. Ggf. gibt es jobcenterweite Richtlinien, nach denen sich die Sachbearbeiter leiten lassen. Anderswo werden sinn- und nutzlose Maßnahmen und Lehrgänge (z. b. Tagelang Schulung, wie man eine Registrierkasse bedient) für über 4.000 Euro pro Teilnehmer von der Arbeitsagentur eingekauft. Warum soll der MSCE dann teuer sein? Aber das ist hier schon OT. Vielleicht macht man besser dafür einen eigenen Themenstrang für Aufstocker.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#10
(19-08-2016, 11:24)Sixteen Tons schrieb: Es gibt keine Höchstgrenze. Das ist eine Ermessensleistung.

Da ich manchmal gezwungen bin auch mal schnell z.B. am Samstag einen Blick auf ein entferntes System zu werfen, möchte ich die DSL Kosten - zumindest anteilig - ersetzen lassen. Kann auch über den AG erfolgen, dann halt ohne Anrechnung durch das Jobcenter. Möglichkeiten gibt es viele. Nur kann mir beim Jobcenter keiner konkret was sagen.

Du schreibst von Ermessensleistung. Werbungskosten kann man aber absetzen, das ist mE dann keine Ermessensleistung. Ich bin mir auch sicher, dass sie mit den 15,33 Euro günstiger davon gekommen wären als jetzt.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#11
(19-08-2016, 12:11)raid schrieb:
(19-08-2016, 11:24)Sixteen Tons schrieb: Es gibt keine Höchstgrenze. Das ist eine Ermessensleistung.

Da ich manchmal gezwungen bin auch mal schnell z.B. am Samstag einen Blick auf ein entferntes System zu werfen, möchte ich die DSL Kosten - zumindest anteilig - ersetzen lassen. Kann auch über den AG erfolgen, dann halt ohne Anrechnung durch das Jobcenter. Möglichkeiten gibt es viele. Nur kann mir beim Jobcenter keiner konkret was sagen.

Wenn der AG die tatsächlichen Kosten für den Anschluß zahlt, geht das, dann ist es ein durchlaufender Posten. Zahlt er (ggf. zusammen damit auch für andere Aufwändungen) eine Pauschale, gibt es wieder Theater.

(19-08-2016, 12:11)raid schrieb: Du schreibst von Ermessensleistung. Werbungskosten kann man aber absetzen, das ist mE dann keine Ermessensleistung. Ich bin mir auch sicher, dass sie mit den 15,33 Euro günstiger davon gekommen wären als jetzt.

Ich dachte, du meinst Weiterbildung? DAS ist eine Ermessensleistung. Werbungskosten haben nichts damit gemein und beziehen sich auf eine berufs- oder berufsvorbereitende Tätigkeit. Vor den anfallenden Werbungskosten steht doch erst einmal die Entscheidung, ob eine weiterbildende Maßnahme ermessensfähig ist. Beantragen kannst du werbungskostentechnisch alles mögliche . Ist wie beim Finanzamt, streichen übernehmen dann die.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#12
Ich habe z.B. auch gefragt, ob mir dann wenigstens die Erstattung der Werbungskosten - mit Ausnahme der Fahrtkosten natürlich - aus einem Lohnsteuererstattungsbescheid anrechnungsfrei verbleibt, wenn schon die Pauschale gestrichen wird, allerdings natürlich Werbungskosten nach wie vor absetzbar sind. So müsste sich das Jobcenter nicht mit meinen Werbungskosten herumschlagen und ich wäre auch zufrieden. Kann man mir aber auch nicht sagen.

Das kann sogar soweit gehen, dass man die Kosten für die eigene Waschmaschine, mit der die Dienstkleidung gewaschen wird, absetzt. Beim Finanzamt zumindest geht das. Und warum nicht auch beim Jobcenter, da sie ja Arbeitsmittel, also Mittel die der Erledigung beruflicher Arbeit dienen, übernehmen.

(19-08-2016, 12:27)Sixteen Tons schrieb: Wenn der AG die tatsächlichen Kosten für den Anschluß zahlt, geht das, dann ist es ein durchlaufender Posten. Zahlt er (ggf. zusammen damit auch für andere Aufwändungen) eine Pauschale, gibt es wieder Theater.

Das ist mir klar, allerdings wie will man hier die tatsächliche Nutzung nachweisen? Wenn ich meine RDP Verbindung die ganze Nacht bestehen lasse oder mir anderweitig Daten ziehe, dann wird's schier unmöglich hier etwas zu trennen.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#13
(19-08-2016, 13:19)raid schrieb: Ich habe z.B. auch gefragt, ob mir dann wenigstens die Erstattung der Werbungskosten - mit Ausnahme der Fahrtkosten natürlich - aus einem Lohnsteuererstattungsbescheid anrechnungsfrei verbleibt, wenn schon die Pauschale gestrichen wird, allerdings natürlich Werbungskosten nach wie vor absetzbar sind. So müsste sich das Jobcenter nicht mit meinen Werbungskosten herumschlagen und ich wäre auch zufrieden. Kann man mir aber auch nicht sagen.

Dann wäre es ja quasi wie vorher. Nochmal: Alles was an Kosten über die Erwerstätigenfreibeträge hinaus geht, mußt du mit Belegen nachweisen. Also mußt du denen eine Rechnung über 345,33 Euro aufmachen (330 Euro Freibetrag + 15,33).

(19-08-2016, 13:19)raid schrieb: Das ist mir klar, allerdings wie will man hier die tatsächliche Nutzung nachweisen? Wenn ich meine RDP Verbindung die ganze Nacht bestehen lasse oder mir anderweitig Daten ziehe, dann wird's schier unmöglich hier etwas zu trennen.

Üblich ist eine zeitanteilige Vergütung. Ob du in der Zwischenzeit andere Daten über die Leitung verschiebst, ist Banane. Den Verbindungsnachweis deiner RDP-Sitzung findest du im Eventviewer unter Security. Es spricht auch nichts dagegen, eine RDP-Sitzung zu schliessen. Die Remotesession läuft weiter, wenn sie nicht zwangsabgemeldet wird. Ich würde alles über RDP laufen lassen, keine Down- oder Uploads auf dem lokalen Rechner. Kannst du alles über einen VPN Tunnel und Terminalserver eurer Firma machen. Nur so als Idee. Oder suche dir einen anderen Aufwandsposten. Der Aufwand lohnt kaum für den kleinen zweistelligen Betrag. Zumal ein Internetzugang ja auch nicht mehr die Welt kostet.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#14
(18-08-2016, 12:49)Sixteen Tons schrieb: Riestern geht. Wird aber zum Vermögen zum Zeitpunkt der Auszahlung. Wenn das Schonvermögen dann mit der vorzeitigen Auszahlung überschritten wird, ist das ungünstig.

Lass uns das mal durchspielen. Das Schonvermögen beträgt pro Lebensjahr 150 Euro, sprich je nach Lebensalter ordentlich Geld. Angenommen man riestert sich genau diesen Betrag zusammen, dann ist das doch so, als würde man auf ein Sparbuch mtl. Geld einzahlen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob bei Auszahlung des Betrages - selbst wenn das Schonvermögen nicht überschritten wird - dieser nicht dennoch als Einkommen angerechnet wird. Angenommen nicht, dann wäre das ja z.B. für jmd., der ein P-Konto besitzt, eine hervorragende Möglichkeit dennoch Geld anzusparen. Daraus ergeben sich folgende Fragen:

1. Wie hoch ist der max. Betrag für die Riesterrente, den man 1:1 beim Jobcenter analog z.B. zu einer KFZ-Haftpflicht absetzen kann? 2. Der hier angesparte Betrag kann nicht gepfändet werden oder?

(18-08-2016, 12:49)Sixteen Tons schrieb: Bei Auszahlung ist das natürlich wieder Vermögen, aber das wäre vielleicht ein guter Zeitpunkt, kurz vor Ablauf der VWL die Waschmaschine qualitativ hochwertig zu ersetzen.

Weil dann das Vermögen erst mal zum Zeitpunkt der Auszahlung sinkt? Sry steh gerade auf meinem Schlauch. Betonung liegt auf meinem Smile

"1. Wie hoch ist der max. Betrag für die Riesterrente, den man 1:1 beim Jobcenter analog z.B. zu einer KFZ-Haftpflicht absetzen kann?"

Hab mich gerade kundig gemacht. 5 Euro Smile Ist jetzt nicht so viel. Aber besser wie nix. Wird aber lt. Jobcenter-Hotline als Einkommen angerechnet, wenn man sich das ganze vorzeitig auszahlen lässt.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#15
Es gibt doch diese 44-€-Freigrenze für Sachbezüge vom Arbeitgeber. Gibt es deiner Meinung nach Verwendungszwecke, damit das Ganze vom JC nicht angerechnet wird? Du nanntest mal ein Beispiel - glaube ich - mit Zoobesuchen.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

Zitieren
#16
Hallo zusammen,

das zweite Kind wird in absehbarer Zeit nun in eine neue Stufe eingruppiert, da es 12 wird. Laut Gerichtlichen Beschluss sollte ich 110% der DDT zahlen.
Ich habe ein brutto von 2400,-€.
Seit dem Beschluss ergaben sich zwar ein paar kleinere Änderungen, wie von Selbstständigkeit zum Angestellten und andere Steuerklasse aber, laut eines Anwaltes habe ich kein Recht eine Änderungsklage zu führen.
Ich lese immer mal wieder, dass ich Aufstocken sollte. Geht das, wenn ich "soooo" viel Brutto habe? Habe was gelesen, dass die Verdienstobergrenze bei 1500€ brutto liegt.
Mittlerweile glaube ich, dass diese 1080,-€ Selbstbehalt nur was für das Papier ist denn, wenn ich vom brutto die Steuerlichen abgaben abziehe und dann die insgesamt 800€ Unterhalt, dann frage ich mich, wofür ich jeden Tag im Monat aufstehe.
Zitieren
#17
(04-10-2016, 15:02)fragender schrieb: ... dann frage ich mich, wofür ich jeden Tag im Monat aufstehe.

Frägst Du Dich das ernsthaft?

Huh

Die Antwort ist doch ganz einfach: Um der KM ein Maximum an leistungslosem Einkommen zahlen zu können!


Tongue

Simon II
Zitieren
#18
(04-10-2016, 15:10)Simon ii schrieb:  der KM ein Maximum an leistungslosem Einkommen ...

Das ist mir schon klar nur, wird der volle Unterhalt, den ich laut Beschluss bezahlen muss mit in den Antrag eingerechnet ?

Die ganzen ALG Rechner sind für den allerwertesten, da man (Frau) zwar schwanger sein kann aber, es keine Berücksichtigung für geschiedene, Unterhaltspflichtige zur auswahl steht.
Zitieren
#19
(04-10-2016, 15:02)fragender schrieb: , laut eines Anwaltes habe ich kein Recht eine Änderungsklage zu führen.

Wahrscheinlich, weil sich deine wirtschaftliche Situation im Ergebnis nicht signifikant geändert hat. Mein Anwalt meinte mal,
wegen 80 Euro könnte man sich so eine Klage schenken. Der Richter würde dann so sinngemäß fabulieren, daß man sich diesen Kleckerbetrag doch bitte vom Munde absparen möge, bevor er dafür einen Beschluß schreiben müsse.

(04-10-2016, 15:02)fragender schrieb: Habe was gelesen, dass die Verdienstobergrenze bei 1500€ brutto liegt.

Das ist nicht so gemeint, daß man nur bis zu einem Brutto von 1500 Euro austocken darf. Ich habe mehr als das zweifache davon, netto etwa so viel wie dein Brutto und bin auch Aufstocker.

(04-10-2016, 15:02)fragender schrieb: Mittlerweile glaube ich, dass diese 1080,-€ Selbstbehalt nur was für das Papier ist

So ist es. SB habe ich auch nur auf dem Papier. Netto etwa ca. 200 Euro weniger.

(04-10-2016, 15:02)fragender schrieb: ... dann frage ich mich, wofür ich jeden Tag im Monat aufstehe.

Soziale Kontakte. Heizkostenersparnis, WLAN und Kaffee gratis. Wer einen schlechten Chef hat, sollte sich was anderes suchen, wo er noch
eine Nische mit einem Rest an Lebensfreude haben kann. In Schikanebuden geht das nicht.

Wir können bei dir ja mal eine Proberechnung für Aufstocker machen.
Notwendige Parameter: Bruttogehalt, Nettogehalt, Wohnkosten (Warmmiete), Höhe titulierter Unterhalt, mtl. Werbungskosten ca. (z. B. mit dem KZF zur Arbeit, dann Entfernungskilometer Wohnung => Arbeitsstätte, oder Monatsticket für den Bus).
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#20
Laut einem Brutto-Netto Rechner kommst du auf etwa 1580 netto, wenn man den Selbstbehalt abzieht bleiben 500Euro als Unterhalt übrig, wobei noch keine Abzüge berücksichtigt sind
Zitieren
#21
(04-10-2016, 15:10)Simon ii schrieb: Frägst Du Dich das ernsthaft?

Confused

Wie lautet denn der Infinitiv von "frägst"?

Frägen?

Theo vom Verein zur Erhaltung der Deutschen Sprache Wink
Zitieren
#22
Formale Eindeutigkeit von Verbformen...
Im Duden 1 (Die Rechtschreibung) werden sie als «landschaftlich» bezeichnet, was heißt, dass sie in einzelnen Regionen des deutschen Sprachgebiets gebraucht werden, während in anderen gilt
"du fragst, er fragt...usw".

http://home.uni-leipzig.de/siebenh/pdf/S...li_iPr.pdf
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#23
(04-10-2016, 16:26)Sixteen Tons schrieb: Wir können bei dir ja mal eine Proberechnung für Aufstocker machen.
Notwendige Parameter:

Bruttogehalt:                                     2400,-
Firmenfahrzeug 1%-Regelung              288,- (Keine Ahnung, ob das jetzt auch zum Brutto angerechnet werden darf)
Nettogehalt:                                       1768,73
Miete all inkl.                                          210,-
per gerichtlichen Vergleich / Beschluss:
kind 1) 110% alter 11j lt. DDT 328,-
(wird sich aber bald ändern auf 400,-)
Kind 2) 110% alter 17j lt. DDT 400,-

Eine feste Arbeitsstätte habe ich keine, da täglich sich Ort ändert.
Zitieren
#24
Sind die 1768,73 das Netto laut Gehaltsnachweis oder ist das der Auszahlungsbetrag auf das Bankkonto? Das wäre schon ein bedeutender Unterschied. Das Netto für den Firmenwagen als Gehaltsbestandteil müssen wir rausrechnen. Wenn ich das weiß, kann ich rechnen.

Gibt es einen Nutzungsvertrag für den Firmenwagen? Wer zahlt KFZ-Steuer, Benzin, Öl, Wartung und Wagenwäsche? Geht das alles über den Arbeitgeber?

Arbeitsweg ist erstmal egal, bei Dienstwagen kommt das im ALG II-Bezug als Aufwand nicht zum Tragen.

Normalerweise ist der Dienstwagen dann ein durchlaufender Posten, wenn der AG dich damit von allen Kosten freihält. Also keine Werbungskosten dafür. Aber im Gegenzug hast du auch durch den Dienstwagen keinen einkommensrelevanten Sachbezug. Dafür, das du auch privat mobil bist, kannst du dir bei Aldi kein Brot kaufen.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
Zitieren
#25
(06-10-2016, 11:50)Sixteen Tons schrieb: Sind die 1768,73 das Netto laut Gehaltsnachweis

das ist der Betrag, der auf der Abrechnung als Netto angegeben wird.
Ausbezahlt werden 1480,73€

(06-10-2016, 11:50)Sixteen Tons schrieb: a) Gibt es einen Nutzungsvertrag für den Firmenwagen?
b) Wer zahlt KFZ-Steuer, Benzin, Öl, Wartung und Wagenwäsche?

a) es gibt einen separaten Vertrag
b) übernimmt der Arbeitgeber
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Der Name sagt alles, bitte helft mit Antworten Schnauzevoll 11 4.307 22-11-2018, 15:27
Letzter Beitrag: Arminius
  Nach Mediation mehr Fragen als Antworten ramses72 19 11.269 27-06-2013, 00:05
Letzter Beitrag: blue

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste