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Film "Der Entsorgte Vater" dem Kind zeigen?
#1
Hallo,

vielleicht kennt Ihr den Film von Douglas Wolfsperger, bin neulich nur mal über dessen Namen auf WikiMANNia gestolpert und hatte mir jetzt die DVD "Der Entsorgte Vater" gekauft.

Bin überrascht, dieser Film ist FSK ab 12 freigegeben!

Nun stelle ich mir die Frage, soll ich meinem Kind solch einen Film mal zeigen, das Alter hat es. Habe regelmäßigen 14 tägigen Umgang, bin also noch nicht "vollständig" entsorgt und möchte eigentlich mehr Zeit mit Kind verbringen.

Einerseits werden im Film die Manipulationen sehr deutlich dargestellt, andererseits ist das natürlich auch eine Art der Manipulation. Aber möglicherweise brauchen Trennungskinder einfach mal einen Blick von außen, um sich ihrer eigenen Situation bewusst zu werden.

Spiele ich da zu sehr mit dem Feuer? Ist das zu viel Manipulation?

Hat jemand von Euch schon mit einer derartigen Filmvorführung Erfahrung?

LG

Che
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#2
Mein Sohn steigt aus, wenn er nur vermutet, es könne um seine Mutter gehen. Bleib lieber bei positiven Inhalten, die Eure Beziehung stärken.
Das Gute ist in gewissem Sinne trostlos.     Franz Kafka
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#3
Das würde meine Kinder langweilen, sie würden vom Bildschirm flüchten. Die könntest du mit einem der Harry Potter Filme an den Bildschirm locken, aber nicht mit einem Trauerkloss, der mit betretenem Blick im Bahnabteil sitzt.
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#4
Ich denke, dass p und karlma da richtig liegen.

Meine Jungs haben allerdings einen Teil des Films gesehen und waren entsetzt, wie sich manche Mütter verhalten. Die beiden waren in einem der Kinderzimmer und haben etwas gemeinsam gemacht und ich habe mir den Film angeschaut. Sie kamen rüber, um was zu trinken, fragten, was ich da gucke. Ich erklärte es kurz, sie schauten eine Weile mit, motzten über die Mütter und entschwanden wieder.

Bei uns ist halt nur die Ausgangslage eine ganz andere, wie Du ja weißt. Ob es in Eurem Fall okay wäre, wenn Deine Tochter zufällig einen Teil des Films sieht, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich weiß nicht, wie es bei ihrer Mutter ankommt, wenn Deine Tochter wieder bei ihr ist und von einem Film erzählt, in dem ganz fiese Frauen den armen Papas die Kinder vorenthalten. Ich wäre da wohl lieber vorsichtig.
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#5
(19-03-2015, 09:45)CheGuevara schrieb: [...]und möchte eigentlich mehr Zeit mit Kind verbringen.

sehnt sich deine Tochter auch danach, ist sie darüber auch so unglücklich wie du ?
in dem Alter fängt die Pubertät an, wenn sie sich an alle 14 Tage gewöhnt hat hängt sie lieber mit ihren Freundinnen ab.
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#6
Hm, gute Frage.

Ich glaube schon, dass es gut ist, ein Kind auch dafür zu sensibilisieren. Mein Sohn ist für diesen Film allerdings noch zu jung. Und ich möchte ihn auch nicht mit irgendwelchen Verlustgeschichten konfrontieren, weil er da sehr sensibel reagiert. Beispiel: In einem Kinderfilm (Märchen) sterben die Eltern. Daraufhin fängt mein Sohn zu weinen an und sagt, dass es für ihn das schlimmste wäre, wenn er mich und seine Mami nicht mehr hätte. Daraufhin erklärte ich ihm natürlich, dass sein Papi nicht sterben sondern ihn immer beschützen wird.

Auf der anderen Seite frage ich mich, ob es nicht doch gut wäre einem Kind frühestmöglich (durch die Blume) irgendwie zu erklären, dass Mami und Papi nicht immer unbedingt Freunde sind und sich deshalb auch die Mami unfair ggü. dem Papi verhalten könnte.

Beispiel: Mein Sohn sagte zu mir, dass Mami sagte, dass ich mit ihm bestimmt nicht in sein Training gehen werde, wenn ich ihn am Freitag abhole. Darauf antwortete ich, dass das seine Mami gar nicht wissen könne, weil sie mit mir nicht spricht. Außerdem denkt sie seit Jahren sowieso, dass ich böse bin, deshalb wird ihre Meinung immer eher gegen mich gerichtet sein. Daraufhin antwortete er, dass Mami vermutlich möchte, dass er auf mich böse ist. Ich antwortete dann, dass dies vermutlich so ist. Ich aber seiner Mami deshalb nicht böse bin, weil ich sie nach wie vor sehr lieb habe. Und ich auch wolle, dass er seine Mami sehr lieb hat, weil er wäre weder ohne mich noch ohne seine Mami auf der Welt. Seine Mami und ich sind sein Ursprung. Dann sagte ich noch, egal wie böse seine Mami auf mich wäre, ich würde sie immer sehr lieb haben und er müsse das auch. Dann sagte ich noch zu ihm, dass es heutzutage völlig normal ist, dass Eltern nicht mehr zusammen leben und sich oft auch streiten. Er müsse sich deshalb überhaupt keine Gedanken machen. Und immer, wenn jmd. böse über seine Mami oder seinen Papi spricht, solle er die Ohren zu halten und sagen, dass er das nicht hören wolle, und sich dadurch schützen.

Weiteres Beispiel: Letztens sagte seine Mama zu ihm, dass ich sie erpresst hätte. Ich wollte dann gar nichts klarstellen sondern sagte zu ihm einfach: 'Du weißt doch, Papi ist böse ;-) Du weißt aber auch, dass dich dein Papi sooo lieb hat größer wie die Welt und dein Papi hat auch deine Mami lieb. Deine Mami hat mich tief drinnen bestimmt auch noch lieb. Muss sie ja, weil Du von mir bist.' So, und jetzt halten wir unsere Goschn und spielen weiter Fußball und später malen wir noch ein Bild für unsere liebe Mami... auf geht's!

Nun, ich bin kein Psychologe. Mir ist aber wichtig, ihm den Druck zu nehmen und ihm das Ganze spielerisch vor Augen zu führen - PAS durch die Mutter kann vllt. auch lustig sein :-) Mein Ziel ist, dass er seine Mami evtl. irgendwann anlacht und dann zu ihr sagt 'ja genau, Papi ist sooo böse Smile'

Vor allem wehre ich mich gar nicht dagegen. Ja und, dann ist halt Papi böse Smile Papi ist das größte Popoloch der Welt. Na und Smile Mami ist die beste. Aber ich bin sein Vater und ich liebe ihn mehr wie mein Leben. Das weiß er.

Man kann Kindern nur Werkzeuge mitgeben. Und ich weiß, dass Kinder schlauer und stärker sind, als man glaubt.

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#7
Wow raid, das ging mir jetzt echt ans Herz wie Du Dein Kind vor der ganzen Situation schützt - Daumen hoch, denn die Zwerge sind innerlich eh schon zerissen und lieben den Papa und die Mama gleich viel, egal was ist!!

Ich bin selbst Frau und geschieden (siehe Patchworkfamilie), aber seit ich hier im Forum unterwegs bin, entsetzt es mich immer mehr, wie viele Frauen ihre eigene Unzulänglichkeit über die Kinder an den Vätern auslassen. Das ist in meinen Augen unverantwortlich dem Kind gegenüber.

Meint ihr nicht ich hätte am liebsten meinen Exmann auch durch den Fleischwolf gezogen, als er sagte dass er sich Scheiden lassen will? Als ich 1 Woche nach der Scheidung von meiner Tochter erfahren habe, dass sie mit Papa bei seiner Freundin war, von der ich die ganze Zeit nix wusste? Ich so langsam alle Puzzleteile zusammen hatte?

Diese Zeit der Wut, Enttäuschung geht vorbei und man findet langsam wieder ins normale Leben - doch die Kinderseele leidet ihr leben lang, wenn man Papa oder Mama schlecht macht!

Liebe Männer von den Exen geplagten ich kann Euch eines versichern, egal was war, egal was im Moment ist - Eure Kinder werden Fragen stellen, werden irgendwann wenn sie größer sind, kommen um sich ein Bild über die Vergangenheit der Eltern machen zu können, meist erst wenn sie selbst schon erwachsen sind oder eigene Kinder haben. Ich weiß das ist eine lange Zeit, aber Geduld und Beharrlichkeit zahlt sich später aus. 

Mütter die ihre Kinder gegenüber den Vätern aufhetzen, haben früher oder später verloren, denn sie werden dann wenn das Kind erwachsen ist und alles besser versteht unglaubwürdig sein.

Deswegen, liebe Papas , legt Euch einen Ordner an, kopiert die SMS mit Euren Exen, macht Notizen, was das Kind alles erzählt wenn es bei Euch ist (die Kinder werden sich später, je nach Alter daran erinnern) mit Datum, vll Situation etc. 

Es ist viel Arbeit, aber man kann sich nach 20 Jahren nicht mehr an alles erinnern! Schützt Eure Kinder vor Euren eigenen Emotionen gegenüber der Kindsmutter und spricht nicht negativ über sie gegenüber dem Kind. Haltet den Mund und kotzt Euch später bei jemanden anders aus!!

Die Zeit und die Zukunft ist Euer Freund liebe Papas und der  Feind der ewig unzufriedenen auf Euch schimpfenden Ex, die keinen Weitblick hat und an ihrem eigenen verantwortungslosem Verhalten dem Kind gegenüber scheitern wird.
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#8
(19-03-2015, 12:23)Truckerfrau schrieb: Mütter die ihre Kinder gegenüber den Vätern aufhetzen, haben früher oder später verloren, denn sie werden dann wenn das Kind erwachsen ist und alles besser versteht unglaubwürdig sein.

Was bringt das noch? Die Antwort: Noch mehr Schaden aufgrund von Schaden. Sehr beruhigend und erfreulich....

Szenarien späterer "Wiedervereinigung" mit dem erwachsenen Kind stehe ich skeptisch gegenüber. Erstens passiert das in der Praxis selten und zweitens stellt sich auch die Frage an den Vater, ob der überhaupt Lust hat, vor einem erwachsenen Schadensfall (aus so aufgewachsenen Trennungskindern werden selten stabile Persönlichkeiten) dürre Sätze aus der nichtexistenten gemeinsamen Vergangenheit zu finden. Die Kindheit und die Prägung ist lange vorbei, die Vaterschaft war zwangsweise nie gelebt, statt irgendwas aufzuarbeiten arbeitet man sich höchstens an Unabänderlichem ab.

Ich bin nicht verantwortlich für das, was aus dem Kind wurde, sondern wurde mir wurde mit voller Absicht von Mutter und Staat die Verantwortung verweigert. Ich habe mehr als genug Probleme und Schäden getragen, auf weitere derartige Gewichte kann ich verzichten. Lieber helfe ich Anderen, damit es bei denen gar nicht so weit kommt. "Der entsorgte Vater" wäre da richtig für den Schulunterricht in Abschlussklassen, weniger für jüngere Kinder. Freiwillig werden junge Erwachsene sich solche Filme aber nicht ansehen. Das kommt immer erst, wenn sie selbst mal saftig reingefallen sind.
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#9
(19-03-2015, 12:23)Truckerfrau schrieb: Wow raid, das ging mir jetzt echt ans Herz wie Du Dein Kind vor der ganzen Situation schützt[...]

Wenn ich nicht noch zus. durch meine Arbeit überlastet bin, gelingt es mir eigentlich recht gut.

Vor allem immunisiere ich meinen Sohn so spielerisch gegen gewisse "Gifte".

Papi ist halt böse und dazu steht er Smile Als ich letztens zu ihm sagte 'Du weißt ja, Papi ist böse', antwortete er: " Neeeiin Papi, du bist nicht böse".

Natürlich übertreibe ich das ganze nicht sondern setze dies nur in der passenden Situation ein.

Letztens fuhr ich kurz zum Einkaufen und meine Mutter ist bei ihm geblieben. Bevor ich ging, sagte ich zu ihm, dass er mir versprechen müsse nachher noch mit mir Fußball zu spielen. Als ich dann wieder zu Hause war, überraschte ich ihn mit einem Ü-Ei und Gummibärchen. Das mache ich immer so.

Ja ich liebe ihn sehr!

Tue so viel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber. _CD

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#10
(19-03-2015, 09:45)CheGuevara schrieb: Ist das zu viel Manipulation?

Ja!

1. Kann ich mir nicht vorstellen, dass ein 12jähriges Kind sowas interessiert.
2. Gibt es viel bessere Möglichkeiten, im 14tägigen Umgang, sich mit dem Kind zu beschäftigen, als TV zu schauen.
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#11
Sag deinem Kind doch gleich, dass seine Mutter ein Monster ist. Das wäre der direktere Weg.

Gute Eltern versuchen den eigenen Ballast von ihren Kindern fernzuhalten.
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#12
(19-03-2015, 21:39)the notorious iglu schrieb: Gute Eltern versuchen den eigenen Ballast von ihren Kindern fernzuhalten.

So ist es, man sollte versuchen die Kinder aus den Elternstreitigkeiten rauszuhalten, speziell wenn sie noch so jung sind.
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#13
(19-03-2015, 12:23)Truckerfrau schrieb: ..., aber seit ich hier im Forum unterwegs bin, entsetzt es mich immer mehr, wie viele Frauen ihre eigene Unzulänglichkeit über die Kinder an den Vätern auslassen. Das ist in meinen Augen unverantwortlich dem Kind gegenüber.
Das ist Unfug! Hier in dieses Forum verirren sich ganz wenige Frauen.

Meist werden sie "weggebissen" und halten nichts davob, sich wirklich mit der Materie zu beschäftigen.

Von daher sehe ich dich eher als Troll an.
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#14
Trollvorwürfe sind solche Wegbeissereien. Ergo zu unterlassen. Das Forum ist für Alle, die Hilfe suchen bei Fragen im Zusammenhang mit Trennungen, Vätern, Kindern.
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#15
(19-03-2015, 12:23)Truckerfrau schrieb: Liebe Männer von den Exen geplagten ich kann Euch eines versichern, egal was war, egal was im Moment ist - Eure Kinder werden Fragen stellen, werden irgendwann wenn sie größer sind, kommen um sich ein Bild über die Vergangenheit der Eltern machen zu können, meist erst wenn sie selbst schon erwachsen sind oder eigene Kinder haben. Ich weiß das ist eine lange Zeit, aber Geduld und Beharrlichkeit zahlt sich später aus.

Ich denke, das ist zwar gut gemeint, aber ich als Kind von Eltern, die drei Jahre während ihres Getrenntlebens und weitere 15 Jahre nach ihrer Scheidung einen erbitterten Rosenkrieg geführt haben, komme zu ganz anderen Erkenntnissen.
Meine Eltern meinten immer, sich gegenüber den Schlechtigkeiten des Anderen und den eigenen Unzulänglichkeiten rechtfertigen zu müssen. Das hat mich fast wahnsinnig gemacht und ich wollte es auch überhaupt nicht hören.

Als ich 13 oder 14 war, hat mir mein Vater einen Berg Gerichtsakten vor die Füsse gekippt. Da war von Umgangsboykott bis zur Anzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung alles dabei. Das wäre das, was er für mich getan hätte. Beeindruckt hat mich das damals herzlich wenig, zumal ich damals nicht mal ansatzweise Juristendeutsch verstanden habe.

Außerdem saß ich wegen eben dieser doofen Gerichtsakten dutzende Male stundenlang mit meiner Mutter bei einem Anwalt in seiner
muffigen Kanzlei und bin jedes Mal vor Langeweile fast gestorben.

Namen von Familienrichtern, Jugendamtsmitarbeitern, die sich bei uns die Klinke in die Hand gaben, ich kannte sie alle.

Das ging jedenfalls so weit, das ich die beiden am liebsten auf den Mond geschossen hätte. Meine Eltern waren mir wirklich herzlich egal, was sie sich dabei gedacht haben, es war einfach zu viel verbrannte Erde, die sie meinen Geschwistern und mir hinterlassen haben und ich bin lange Zeit meinen eigenen Weg gegangen. Meinen Vater habe ich nur deshalb noch einmal 8 Wochen vor seinem Tod gesehen, weil mich seine neue Frau um einen Kontakt zu ihm gebeten hat.

Ich habe keine Garantie, daß meine Kinder ewiglich eine loyale Einstellung zeigen. Die hat niemand, unabhängig davon, ob sie von
dem vergifteten Apfel essen müssen, der ihnen von den Eltern gereicht wird.

Also ich kann feststellen, daß ich als Kind besser gar nicht erst gefragt hätte, nachdem ich die Antwort auf die Frage bekam.
Man kann im Nachhinein vieles erklären, aber glücklich macht einen das nicht. Das Rennen ist dann schon gelaufen.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#16
@blue
Ich lese die Zeilen der Männer und was sie mit Ihren Exen erleben und das entsetzt mich. Wenn ich Frauengeschichten über die bösen Männer haben will, gibt es zig Seiten und Foren im Internet, wo ich mich trollen könnte :-)

Ist es so unnormal, das eine Frau sich für die Probleme der Männer interessiert und dabei lernt oder neue Erkenntnisse hat?

In erster Linie bin ich ja auf diese Seite gestoßen, weil ich einem Mann helfen will, ins seinem Auftrag mich mal über seine Rechte schlau machen solle. Mir war vollkommen bewusst, das ich hier was mich selbst betrifft auch mal unschöne Kommentare lesen werde, da ich mich ja offen als Frau ausgebe und kein Fake bin.

Aber zurück zum Thema: Ich kenne den Film zwar nicht (habe mir bei youtube nen Ausschnitt angeschaut). Ich finde es besser, dem Kind ehrlich wenn es fragt zu antworten wie es einem als Papa geht, sofern es alt genug ist und vieles besser versteht. Ein Kind bekommt viel mehr mit als man denkt. Aber sich wieder in der Negativspirale gegen die Mutter zu bewegen, halte ich für unklug dem Kind gegenüber.

Meine Tochter sagt heute noch sie würde sich wünschen dass ihr Papa bei uns mitwohnen würde.
Wenn ich ihr dann sage, aber Maus dann habe ich ja zwei Männer in meinem Bett liegen und was machen wir mit Papas Freundin? Soll die dann auch noch mit in unser Bett? Nein Schatz, das machen wir mal lieber nicht,  freue Dich wenn Du mal den Papa ganz für Dich alleine hast. Er und ich sind gute Freunde, weil wir uns mögen, aber halt nicht mehr zusammen wohnen wollen. Da musste sie dann auch lachen und war wieder fröhlich.

Irgendwann kam dann der Spruch zu meinem Lebensgefährten, er müsse jetzt ein größeres Bett bauen, damit wir alle darin Platz haben. Als ihr Papa dann kam um sie abzuholen, saßen wir alle am Tisch zum Kaffee und ich habe ihm über die Idee seiner Tochter erzählt und auch er sagte, nein Mama und ich sind jetzt Freunde und mit Freunden schläft man nicht in einem Bett, das macht man wenn man verliebt ist.  Wink

Mit Humor und Leichtigkeit und ein Stückchen Wahrheit beigemischt, lebt es sich ganz gut in solchen Situationen.

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#17
Als ich 13 oder 14 war, hat mir mein Vater einen Berg Gerichtsakten vor die Füsse gekippt. Da war von Umgangsboykott bis zur Anzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung alles dabei. Das wäre das, was er für mich getan hätte. Beeindruckt hat mich das damals herzlich wenig, zumal ich damals nicht mal ansatzweise Juristendeutsch verstanden habe.


Ich würde einem Jungendlichen in diesem Alter auch keine Gerichtsakten zumuten!

@Sixteen Tons
Du hast die ganzen Jahre auch Deinen Vater über Deine Mutter schimpfen, bzw. sich rechtfertigen hören, oder?
Er hat nicht versucht, sich so zu verhalten, das Du aus deren Problemen herausgehalten wurdest, wenn Du mit ihm Kontakt hattest, oder?

Das ist was ich meine, das hat dazu geführt, dass Du dich von ihm zurückgezogen hast.

Bitte berichtige mich, wenn ich falsch liege.
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#18
Filmen wie "Der Entsorgte Vater" wird zu wenig Beachtung geschenkt. Weil das Thema zu trocken erscheint. Und es ist ein unangenehmes Thema. Deshalb will es von "leider" vielen nicht angefasst werden. Es bereitet Stress und bringt, so man sogar selbst zum Thema betroffen ist, jede Menge Ärger mit sich. Wer will das in der heutigen Gesellschaft haben?Ergo in einer Gesellschaft, wo alles schön geredet und ausgesessen wird. Interessant ist stets das Leben der Anderen. So kann man wunderbar vom eigenen Versagen ablenken bzw. sich sein persönliches Versagen schön reden. Manche saufen es sich auch schön. Das ist aber nicht die Regel.

Das Thema aus dem Film habe ich zweimal life am eigenen Körper erleben müssen. Ich weiß, wie sich der Vater da im Zugabteil fühlte bzw. was in ihm vorging, als er mal wieder im Hausflur bei der bloßen Abholung seines Kindes zum Idioten gemacht wurde. Alles irre nachlesbar in mittlerweile knapp 7000 Blatt Papier in Form von Akten. Akten geschaffen für den zwanghaften Wahn, zu beweisen, daß die Mütter meiner Kinder auf mich als wichtigen Elternbestandteil verzichten können. Außer es geht um Kohle. Genannt Unterhaltsgeld. Da war und bin ich unabkömmlich. Eben so wie der Vater aus dem Film.

Egal. Es werden immer mehr Kinder, die sich später auf den Weg machen, ihren verlorenen Elternteil zu finden. Wenn schon die Erwachsenen nicht den Hintern in der Hose haben, das im Interesse und zum Wohle ihrer Kinder anzuschieben. Feige, wie diese ganzen VerherrlicherInnen und Verherrlicher von AlleinVERziehung nun mal sind. 

Im Übrigen kenne ich den Herrn Wolfsperger genauso wie Frau Ebeling seit 2012 in Berlin anläßlich der Aktion "Kinderschuhe" persönlich. Seite an Seite mit den Beiden Kinderschuhe aufzureihen war schon emotional... 
Wer Deutschland für kapitalistisch hält, hält auch Kuba für demokratisch. G.W.
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#19
@all

Vielen Dank!

Hab's verstanden. Als Scheidungskrüppel fehlt mir nach vielen Verletzungen und Demütigungen über längere Zeit einfach das Koordinatensystem , um solche vermeintlichen Handlungsalternativen einordnen zu können.

Werde es natürlich lassen, ihr habt so recht!
remember
Don´t let the bastards get you down!

and
This machine kills [feminists]! 
(Donovan)
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#20
(20-03-2015, 00:27)Truckerfrau schrieb: @Sixteen Tons
Du hast die ganzen Jahre auch Deinen Vater über Deine Mutter schimpfen, bzw. sich rechtfertigen hören, oder?
Er hat nicht versucht, sich so zu verhalten, das Du aus deren Problemen herausgehalten wurdest, wenn Du mit ihm Kontakt hattest, oder?

Das ist was ich meine, das hat dazu geführt, dass Du dich von ihm zurückgezogen hast.

Bitte berichtige mich, wenn ich falsch liege.

Also zu dem Film habe ich keine Meinung, weil ich ihn nicht gesehen habe und auch nicht sehen will.
Ich habe eigentlich ständig mit irgendwelchen entsorgten Vätern zu tun, weil ich mal hier und da einem
weiter geholfen habe und sich das wohl herumgesprochen hat. Da muß ich nicht noch meinen Feierabend mit füllen. Außerdem habe ich da reichlich Zeitzeugenmateriel von meinem eigenen Vater gesammelt. Den Kindern würde ich das auch nicht zumuten wollen, da würde ich mich ansonsten der Meinung von P anschliessen.

@Truckerfrau

Also mein Vater hat das Thema von sich aus eher selten angesprochen, sondern meist nur dann, wenn ich
ihn mit den von meiner Mutter eingestreuten Botschaften konfrontiert habe (unzuverlässig, zahlt nicht, Idiot).

Das Ergebnis war, das ich dann einen Haufen neue Botschaften und Fragen an meine Mutter (zu überbringen)
hatte (Fremdgeherin, geldgeil, Hetzerin). Meine Mutter hat sich hingegen an mir regelrecht austherapiert. Da sind die Frauen m. E. emotionaler.
"Du Mama. Wenn Papa tot ist kauf ich mir meinen eigenen Ponyhof!" - CosmosDirect Lebensversicherung, 2007

Quelle: http://de.wikiquote.org/wiki/Vater
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#21
Werde es natürlich lassen, ihr habt so recht!


@CHE: sieh es einfach wie das parteilied der SED (so ein dreck):

die partei die partei die hat immer recht...

das wort partei ist durch "das forum" zu ersetzen...

oder:

wacht auf - väter dieser erde
die stets sich nach umgang sehnen
mit ihren kindern von sich selbst....

(melodie von der soz. intl. ausgeliehen...)

wer textet weiter mit???

bei allah!

bb
netlover
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#22
Wenn Kindern schon zu Kitazeiten gezeigt werden soll, wie Babys gemacht werden, so kann man den Kindern ruhig auch zeigen, wie fies die Erzeuger nach dem Akt von Müttern entsorgt werden können, nur weil sie mit denen nicht verheiratet sind.
Wer Deutschland für kapitalistisch hält, hält auch Kuba für demokratisch. G.W.
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#23
@Sixteen Tons

ojehh, dann kann ich mir vorstellen, dass Du Dich komplett von beiden zurückgezogen hast, denn irgendwann muss ja
der Selbstschutz anfangen.

Hätte aber der Vater auf Deine Botschaften und Fragen anders reagiert, wie z.B. Schade, dass deine Mutter sowas über mich sagt. Sie und ich machen beide Fehler, was aber überhaupt nichts mit Dir und unserer Liebe zu Dir zu tun hat! Dann hättest Du von ihm wohl eine andere "Prägung" und Information abgespeichert.

Jetzt ist es eh glaufen und man kann das Rad nicht mehr zurückdrehen. Jetzt würde ich Dir empfehlen innerlich Deinen Eltern zu verzeihen (wenn Du es noch nicht gemacht haben solltest) und einfach erkennen, dass Du jetzt freier Leben kannst  und Dich diesen negativen Erlebnissen nicht mehr ausliefern musst. Es ist VORBEI!

Alles Liebe für Dich :-)
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#24
(20-03-2015, 10:22)Sixteen Tons schrieb:
(20-03-2015, 00:27)Truckerfrau schrieb: Das ist was ich meine, das hat dazu geführt, dass Du dich von ihm zurückgezogen hast ?
Meine Mutter hat sich hingegen an mir regelrecht austherapiert.

Was war der Grund daß du das hast mit dir machen lassen ?

Und warum hast du dich dann vom Vater zurückgezogen und nicht von ihr ?
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#25
Der Thread und andere zeigen recht gut, daß nicht nur mehr oder weniger abgeschlossene Paar-Beziehungen belasten, sondern die Umstände der Ursprungsfamilie große Strahlwirkung entfalten können.

Daher werde ich nicht müde, zunächst auf die EIGENEN Bedingungen, auf die EIGENE Verantwortung bei Trennungen und Scheidungen hinzuweisen. Diese Vergangenheit prägt mE ganz entscheidend die Paarfindung, die Beziehung und wie Trennung und Scheidung wahrgenommen und bewältigt werden können.   
Che hat das mit dem verschobenen Koordiantensystem recht gut beschrieben.

Es gibt hier im Forum einige angefressene 'User', die seinen Beitrag nicht nur einmal, sondern 23mal lesen sollten,
kann aber auch verstehen, wenn einige nicht an sich denken, sich ihren Mustern nicht stellen können bzw. wollen, weil das einfach zu schmerzhaft wäre.

Die Psycho-Fritzen sprechen in diesen Zusammenhängen auch mal von Re-Inszenierungen und Re-Traumatisierungen, wenn die Vergangenheit nicht ordentlich abgeschlossen wurde. 

S.
Geht die Sonne auf im Westen, muss man seinen Kompass testen.
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