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Welche Steine kann ich meiner bald volljährigen Tochter in den Weg legen ?
#26
Wenns ums ärgern geht, sollte man sich nicht zu viel mit dem Thema abgeben und das Erbe auf den Pflichtteil beschränken. Psychologisch reicht das für Ärger völlig aus, denn der Pflichtteil ist für einen Erben ein halbvolles Glas, das ihn immer grämen wird, das wird er als Verlust sehen. Das kann man mit einem entsprechenden Testamentsstext ergänzen, in dem dem der Erbe aufgefordert wird, auf das Resterbe zu verzichten, sofern er noch einen Rest Anstand hat.

Eine gezielte Verarmung im Alter ist möglich, kann aber ein Eigentor sein da keiner seinen Todeszeitpunkt kennt, ausser er begeht Selbstmord. Hätte ich Geld, würde ich nicht geplant mit 80 arm sein und dann noch bis 90 im Sechsbettzimmer einer Verwahranstalt herumzuhusten, bis mich der letzte Virus erwischt und ich elend krepiere.
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#27
(03-03-2020, 20:42)p__ schrieb: Eine gezielte Verarmung im Alter ist möglich, kann aber ein Eigentor sein da keiner seinen Todeszeitpunkt kennt, ausser er begeht Selbstmord. Hätte ich Geld, würde ich nicht geplant mit 80 arm sein und dann noch bis 90 im Sechsbettzimmer einer Verwahranstalt herumzuhusten, bis mich der letzte Virus erwischt und ich elend krepiere.

Ich werde hier sicherlich nicht öffentlich beschreiben, wie man es anstellt - aber gezielte Verarmung im Alter (offiziell zumindest) hat den Charme, dass man, falls es so weit kommt, im Sechsbettzimmer derjenige ist der den Aufenthalt dort nicht aus eigenem Vermögen bezahlen muss.
Irgendwo hier in diesem Forum hat jemand den Fall beschrieben, dass sein Vater in einer Seniorenresidenz lebt, bezahlt aus seiner Rente und den Resten des einstmaligen Vermögens. Ein anderer lebt dort auf Kosten der Sozialkassen - als Zimmergenosse des ersteren....
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#28
Beim Pflichtanteil ist das Kindschaftsrecht besonders gemein. Weltweit übrigens. Da muss man schon Unterhalt zahlen, obwohl man/n entsorgt wurde und vererben muss man/n dann auch noch. Frau hat ja meistens nichts.

Es gibt einige wenige Möglichkeiten

1. Alles in eine Stiftung packen. Das lohnt sich meiner Meinung nach erst ab deutlich mehr als 10 Mio. Stiftungsrat etc. ist extrem teuer.

2. England, Kalifornien und Ukraine haben keinen Pflichtanteil, soweit ich weis

3. Wie im FAQ geschrieben. Den Pflichtanteil (Immobilie) mit Wohnrecht belasten.


4. Verschenken. Das ist natürlich riskant. Der heutige Freund ist ggf. der morgige Feind.
Viele Gegenstände haben aber keine Registrierungspflich.

Ich stelle mal folgende Variante zur Diskussion: Du verkaufst Dein Haus und kaufst bspw. Gold. Das Gold verschenkst Du und sprichst es gegenüber dem Beschenkten 1mal aus - aber nur unter 4-Augen. Du gibst dem das Gold auch nicht, sondern bewarst es irgendwo geheim auf.

Die Schenkung dokumentierst Du im Testament und hinterlegst es beim Amtsgericht. Es gibt natürlich keine Kopie. Am Tag Deines Todes verrätst Du dem Beschenkten dann über das Testament, wo das Gold ist. Bis zum Todestag hast nur Du aber den vollen Zugriff auf das Gold und kannst es verbrauchen. 

Falls Dich der Beschenkte zu Lebzeiten enttäuscht oder Du es Dir anders überlegst, dann zerreist Du das Testament und es hat einfach nie eine Schenkung gegeben.
Die hinterzogene Schenkungssteuer ist nach spätestens 10 Jahren verjährt. Der Beschenkte erbt nah 10 Jahren sogar steuerfrei. Bis dahin muss der ggf. Hinterziehungssteuern nachzahlen, was aber nicht mehr Dein Problem ist.

Könnte das eine Variante sein?
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#29
Alles, was ich nutze, gehört mir nicht (mehr).

Das Haus, das Büro darin, Autos, Grundstücke, Urlaubs- (offiziell Geschäfts-) Reisen, meine Jagdwaffen, die Hunde - alles, alles nur geliehen und geborgt.
Die Person, die mir das alles leiht und überlässt, wäre wirtschaftlich gar nicht in der Lage, all dieses anzuschaffen und zu unterhalten und die darauf fälligen Steuern zu entrichten. Ich habe deshalb diverse Bürgschaften dafür übernommen. Diese Person ist davon abhängig, dass wir ein gutes Verhältnis zueinander haben. Wenn sie es mit mir verscherzt, mach ich nix mehr und das Finanzamt macht diese Person fertig und nachhaltig pleite. Ich selbst bin schon seit Jahren pfändungsfest, ich gehe kein Risiko ein.

Auf diese Weise ist dafür gesorgt, dass beide von der Situation profitieren. Und wo nix mehr ist, gibt es nix mehr zu vererben. Meinen Kindern habe ich das so erklärt, dass ich Ihnen sehr gerne mein Vermögen vererben würde - leider hat mir ihre Mutter nichts mehr gelassen, was ich Ihnen vererben könnte.....
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#30
(05-03-2020, 10:43)Austriake schrieb: Meinen Kindern habe ich das so erklärt, dass ich Ihnen sehr gerne mein Vermögen vererben würde - leider hat mir ihre Mutter nichts mehr gelassen, was ich Ihnen vererben könnte.....
Schön gesagt. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Big Grin

VM Cool
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#31
Austriake schrieb:
Zitat:Ich werde hier sicherlich nicht öffentlich beschreiben, wie man es anstellt - aber gezielte Verarmung im Alter (offiziell zumindest) hat den Charme, dass man, falls es so weit kommt, im Sechsbettzimmer derjenige ist der den Aufenthalt dort nicht aus eigenem Vermögen bezahlen muss.

Ich kann nachvollziehen, dass man den Platz im Pflegeheim lieber von Vater Staat zahlen lässt als dass das eigene Vermögen dafür drauf geht.
Was hat man aber davon, offiziell arm zu sein und gleichzeitig möglicherweise irgendwo ein Vermögen geheim versteckt zu halten, wenn man erstmal dauerhaft im Sechsbettzimmer gelandet ist und das geheime Vermögen ohnehin nicht mehr selbst verprassen kann?
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#32
(05-03-2020, 14:53)sentenza schrieb: Ich kann nachvollziehen, dass man den Platz im Pflegeheim lieber von Vater Staat zahlen lässt als dass das eigene Vermögen dafür drauf geht.

Was hat man aber davon, offiziell arm zu sein und gleichzeitig möglicherweise irgendwo ein Vermögen geheim versteckt zu halten, wenn man erstmal dauerhaft im Sechsbettzimmer gelandet ist und das geheime Vermögen ohnehin nicht mehr selbst verprassen kann?

Verprassen muss man die Kohle vorher. Wozu ein Vermögen ansammeln und die Goldbarren im Keller vergraben? Das mühsam versteckte (oder richtiger gesagt: getarnte Geld) muss man ausgeben, so lange man Spaß daran hat.

Wenn ich so senil und dement werden sollte, dass ich nichts mehr vom Geld habe - dann brauche ich es auch nicht mehr. Dann soll damit was machen wer will. Wenn es die Sozialkasse abgreift, dann wird es anderen Menschen entzogen, die hierfür eine bessere Verwendung hätten.

Auch wenn es politisch nicht korrekt sein sollte, so stelle ich hier doch die Frage: wieso sollte ich eigenes Geld sparen für den Fall der Pflegebedürftigkeit, wenn die fünf Zimmergenossen in der oben erwähnten Verwahranstalt nicht viel mehr geleistet haben als mit dem Schlauchboot übers Mittelmeer zu schwimmen oder es sonstwie geschafft haben, einen Fuß auf den Boden dieses Landes zu setzen? Auch für diese Menschen wird gesorgt werden, von der gleichen Sozialkasse, die an mein Erspartes dran will. Da lasse ich die Kohle doch lieber anderen Menschen, die noch Freude dran haben.

Erzähle mir hier keiner was von (sozialer) Gerechtigkeit, Solidaritätsprinzip oder dergleichen. Ich habe die Gerechtigkeit und das Solidarprinzip dieses Landes am eigenen Leibe erfahren dürfen.
Bibel, Jesus Sirach 8.1

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#33
" Auch wenn es politisch nicht korrekt sein sollte, so stelle ich hier doch die Frage: wieso sollte ich eigenes Geld sparen für den Fall der Pflegebedürftigkeit, wenn die fünf Zimmergenossen in der oben erwähnten Verwahranstalt nicht viel mehr geleistet haben als mit dem Schlauchboot übers Mittelmeer zu schwimmen oder es sonstwie geschafft haben, einen Fuß auf den Boden dieses Landes zu setzen? Auch für diese Menschen wird gesorgt werden, von der gleichen Sozialkasse, die an mein Erspartes dran will. Da lasse ich die Kohle doch lieber anderen Menschen, die noch Freude dran haben.
Erzähle mir hier keiner was von (sozialer) Gerechtigkeit, Solidaritätsprinzip oder dergleichen. Ich habe die Gerechtigkeit und das Solidarprinzip dieses Landes am eigenen Leibe erfahren dürfen. "


Dem ist nichts hinzuzufügen ....

Gruss
ArJa
Duldet ein dekadentes Volk Untreue von Richtern und Ärzten sollte es sich auflösen. ( Platon )
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