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Mütter, die den Vater wegdrängen
#1
Die Süddeutsche findet was: "Traditionelle Rollenbilder machen Frauen zu Gatekeeperinnen"
http://www.sueddeutsche.de/leben/familie....3202540-2

Der Artikel ist interessant, aber die Überschrift ist -typisch für die SZ- kompletter Schwachsinn. Es sind keineswegs traditionelle Rollenbilder, um die es bei dem beschriebenem Problem geht. Und das ist bis heute ein Tabu: Mütter, die den Vater wegdrängen. Es sind nicht wenige, es ist nicht harmlos, es betrifft nicht nur Trennungseltern, es passt sehr gut in unserere Zeit: Ständig nach väterlichem Engagegement jaulen, aber es dann brutal ausbremsen:

Nach einem Jahr gab es Jonathan Heilmann dann auf, ein gleichberechtigter Vater sein zu wollen: "Ich erinnere mich an eine Szene auf einer Gartenparty, da riss meine Freundin mir das Kind förmlich aus den Armen", sagt er. "Nicht einmal wickeln durfte ich es mehr. Wenn ich sie darauf ansprach, blockte sie ab. Ich hatte das Gefühl, nur noch zu stören."

Das sind nicht viele? Von wegen. Auch in intakten Beziehungen:

So belegte eine amerikanische Untersuchung aus dem Jahr 1999, dass 20 bis 25 Prozent aller verheirateten Mütter in die Gatekeeping-Kategorie fallen. Eine Langzeitstudie des deutschen Familien- und Sozialforschers Wassilios Fthenakis kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Etwa jede fünfte Frau blockiert das väterliche Engagement im Familienleben.

Es dürfte klar sein, dass das nach einer Trennung nur noch weiter ansteigt. Die 20-25% entsprechend ziemlich genau bereits den hochstrittigen Fällen. Bei noch mal so vielen flackert es immer wieder auf und es gibt Umgangsprobleme.

Clemens Schall dagegen hatte das Gefühl, dass ihm die Zügel aus der Hand genommen wurden, dass er nicht der Vater sein durfte, der er gerne sein wollte: "Ich wäre nicht jedes Mal sofort hingerannt, wenn eines der Kinder weinte. Aber egal, was ich tat, ob ich wickelte, fütterte oder die Mädchen ins Bett brachte, Julia stand die ganze Zeit daneben und korrigierte mich." Seine Frau kontert: "Ich hatte das alles ja schon Hunderte Male gemacht und wusste deswegen genau, wie es am besten funktioniert."

Die Gründe? Der Artikel liefert zwei Ebenen: Verteidigung ihrer Herrschaftsdomäne mit allen Mitteln, auch, weil sie daraus einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres Selbstbewusstseins ziehen. Soziologen erklären es aber anders: Mütter haben selbst eine Bindungsstörung, meist aufgrund eigener frühkindlicher Erfahrungen. Sie sind unfähig, sich auf eine Beziehung mit mehr als einer Person einzulassen. Wenn in so eine Zweierbeziehung ein Kind geboren wird, kommt eine Gatekeeper-Mutter damit nicht zurecht und versucht, eine der Personen aus der neuen Dreierkonstellation hinauszudrängen - in den allermeisten Fällen den Vater.

Da dies fatale Folgen für die Kinder hat (kommt auch zur Sprache - die Kinder entwickeln mangels früher Triangulierung narzisstische Größenfantasien und begreifen sich als Mittelpunkt des Universums), wäre also dringend eine Therapie angeraten. Sollte die erfolglos sein oder sich die Mutter ihr verweigern, müssen sorgerechtliche Konsequenzen aus dieser Kindesschädigung gezogen werden.
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