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Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - Druckversion

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Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - michael_fra - 15-06-2026

Hallo zusammen,

die Hintergründe meiner Geschichte hatte ich hier bereits beschreiben.

Jetzt geht es darum, wie sagen wir es den Kindern am besten? Unsere Kinder sind 3 und 6.

Meine Frau, von der die ganze Sache ja ausgeht, will einfach sagen:
Mama und Papa haben sich nicht mehr lieb... wir sind nicht mehr zusammen. Das hat nichts mit Euch zu tun. Ich liebe Euch immer, und Papa liebt Euch auch immer. Und ihr werdet uns beide weiter sehen können."

Das finde ich tatsächlich so nicht richtig, denn ich will meine Kinder nicht anlügen.

Was nicht heißt, dass ich den Kindern alles sagen muss oder werde! Das da ein anderer Mann im Spiel ist wäre "too much information" für die Kinder. Aber ich will auch nicht sagen, dass wir uns nicht mehr lieb haben, denn das stimmt einfach nicht. Ich liebe meine Frau ja noch und das können die Kinder ruhig wissen.

Ich hatte eine Formulierung gefunden, die ich ganz treffend fand, ohne das zu viel preisgegeben wird:

„Ich habe entschieden, dass ich nicht mehr mit Papa zusammen leben will. Das war meine Entscheidung. Es hat nichts mit Euch zu tun. Ich liebe Euch immer, und Papa liebt Euch auch immer. Und ihr werdet uns beide weiter sehen können."

Wenn Kind fragt warum?
Es hat nichts mit Euch zu tun – das ist eine Erwachsenensache. Ihr seid nicht schuld daran.

Das will meine Frau natürlich nicht, das sie vor den Kindern dann da steht: "Mama hat das kaputt gemacht"

Aber so ist es halt leider und eine 6 jährige ist ja auch nicht blöd, vor allem wenn meine Frau schon plant, mit dem neuen Partner zusammenzuziehen. Spätestens dann würden die Kinder ja völlig überrumpelt. Warum also dann nicht gleich annähernd die Wahrheit sagen?

Ich hatte mal bei mehreren Beratungsstellen einen Termin angefragt... den gibts ab Oktober!! WTF!!

Seid ihr in einer ähnlichen Situation gewesen? Wenn ja, wie habt ihr das gelöst?


RE: Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - p__ - 15-06-2026

Mama und Papa haben beschlossen, dass wir nicht mehr als Ehepaar zusammenleben werden. Wir werden in Zukunft in verschiedenen Wohnungen wohnen. Aber wir bleiben beide eure Eltern und haben euch wie bisher sehr lieb. Ihr werdet wie bisher Zeit mit Mama und Papa verbringen.


So wichtig ist die genaue Formulierung der Ankündigung nicht, wichtiger ist wie es in der Realität weitergeht. Da ist Kontinuität und Zusammenarbeit das beste Rezept.

Sofern es nicht gerade eine Ankündigung ist wie "Mama wird uns verlassen, weil sie gierig auf das viele Geld des Mannes ist, bei dem sie jetzt schläft. Das ist ihr wichtiger wie ihr Kinder oder ich Papa. Wenn sie versucht, euch in eine neue Wohnung mitzunehmen, müsst ihr ganz laut schreien und davonlaufen. Und jetzt lernen wir, was das Wort "Nuttenschlampe" bedeutet" :-)


RE: Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - michael_fra - 15-06-2026

> Mama und Papa haben beschlossen, dass wir nicht mehr als Ehepaar zusammenleben werden.

Naja, genau das will ich ja meinen Kindern nicht sagen. Ich habe das nicht beschlossen und die Familie zerstört Wink


RE: Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - p__ - 15-06-2026

(Gestern, 21:16)michael_fra schrieb: Naja, genau das will ich ja meinen Kindern nicht sagen.

Das war oben nicht ersichtlich. Der Satz stimmt auch so. Wenn Mama einen Neuen hat, dann hat deswegen nicht nur sie, sondern auch du beschlossen, dass ihr auseinander müsst. Oder willst du sie weiterhin? Dann zu Dritt im Ehebett weitermachen? Ich glaube nicht, dass du das erwägst. Deshalb wollt ihr beide getrennt sein. Von Schuld ist ja nicht die Rede, ein Konzept und eine Wortwahl, die bei Kindern in diesem Alter ohnehin weder erklärbar noch im Detail sinnvoll ist. Die exakten Worte und feinen Formulierungen verschwinden sowieso bald wieder, es bleibt die Art und Weise wie ihr die Trennung lebt.

Es wird ja auch seit 1977 offiziell gesagt, dass es keinen Schuldigen bei einer Trennung gibt. Wenn einer geht, dann hat auch der andere immer Anteile daran, die Ehe zerrüttet und mindestens ein Partner orientiert sich eben neu.


RE: Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - michael_fra - 15-06-2026

Ja, diese Argumentation kann ich nachvollziehen. Aber auch nicht alles.

Ich habe nicht beschlossen, dass wir auseinander gehen müssen. Ich könnte ja auch weiter um meine Frau kämpfen, oder?

Und trotzdem finde ich es ja wichtig meinen Kindern irgendwie zu vermitteln, Papa wollte nicht das wir uns als Familie trennen, sondern dieser Schritt ging wirklich einzig und allein von Mama aus. Auch wenn sie erst 3 und 6 Jahre alt sind, die Große ist sehr sensibel und nicht dumm. Das ist auch der Grund, warum ich nicht aus unserer Wohnung ausziehen möchte, was ja bisher immer "das Nest" der Kids war. Wenn ich jetzt gehen würde, kann es doch für die Kinder so aussehen wie "Papa hat uns verlassen".


RE: Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - p__ - 15-06-2026

Sie werden früh merken, dass es Mama war, die gegangen ist und zwar direkt zu einem anderen Mann. Du wohnst ja noch da und hast keine neue Frau.


RE: Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - attestant - 15-06-2026

Was genau soll das denn bewirken, so bei Deinen Kindern? Ich habe den Eindruck, Du verwechselst hier Paarebene und Elternebene aber ganz gewaltig. Für das Kindeswohl ist diese Information vollkommen egal - und auch . Und wenn Du momentan so unterwegs bist, dann pass nur auf, dass Dir das nicht ins Gesicht schlägt. Für mich hört sich das nach "billiger Retourkutsche auf Kosten von wehrlosen Kindern" an. Denen bricht momentan ihre Familie weg - da brauchen die soviel Eltern wie nur geht.


RE: Wie sagen wir es den Kinder (3 und 6) am besten? - expat - 16-06-2026

Für die Kinder ist nur die Info wichtig “wir sind getrennt und das bleibt auch so”. Ansonsten werden sie versuchen euch wieder zusammen zu bringen.

Die Schildfrage zu thematisieren stresst sie bloß. Das kannst Du denen erzählen wenn sie auf eigenen Beinen stehen, vorher besser nicht.